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Tanz

Und im Spiegel der Notausgang – Natalie Fend und Jan Sutter überzeugen und berühren bei der Premiere der Tanz- und Musik-Performance „FeMale“ am Dornbirner Spielboden
Natalie Fend "FeMale" - eine verletztliche und ehrliche Darstellung der Identitätssuche
Tanz
29.06.2015 Mirjam Steinbock

Das Kollektiv „Tangent.COLLABORATIONS“ wird seinem Namen gerecht: es geht um Berührungslinien. Um Annäherungen und Schnittstellen. Zwischen verschiedenen Künsten und spezifischen Themen. Natalie Fend ist Mitgründerin des Kollektivs und landet mit „FeMale“, ihrer ersten großen Produktion, gleich mal einen Coup. Der Abend ging unter die Haut, der Applaus war nicht enden wollend und genau dies gönnt man einem Projekt, das von so vielen KünstlerInnen klug in Szene gesetzt wurde. Der Appell des Abends schien kristallklar: sei mutig und entdecke Dich selbst!

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Gebrauchter Tampon zum Dessert - Teresa Vittucci sprengte beim tanz ist Festival am Spielboden jegliche Geschmacksgrenzen
Teresa Vittucci bittet zum Lunch - zwischen Lust und Ekel, Blödelei und Tiefsinn (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
18.06.2015 Peter Füssl

Sie gibt in ihrer nach heutigen Vorstellungen eher barocken Leibesfülle nicht unbedingt das Idealbild einer Tänzerin ab, und auch ihr saloppes, bauchfreies Teddy-Plüsch-Top, pinkfarbener Pulli und Straß-Slip samt dazu passender silberner Langhaarperücke entsprechen nicht unbedingt den gängigen Modevorschriften. Aber Teresa Vittucci ist auch nicht gekommen, um zu gefallen, sondern sie will das Publikum genau dort treffen, wo es besonders weh tut: am Geschmacksnerv. Selten liegen Lust und Ekel, Blödelei und Tiefsinn so nah beieinander wie in ihrer Performance "Lunchtime".

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Atemberaubender Tanz-Thriller – James Wilton rockt mit „Last Man Standing“ das tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden
James Wilton Dance Company - roh, ungemein kraftvoll und dynamisch (© Steve Tanner)
Tanz
12.06.2015 Peter Füssl

Dass sich Günter Marinelli mit seinem „tanz ist“ stets am Puls der Zeit und mitten drinnen im spannendsten Teil der zeitgenössischen Tanzszene tummelt, das ist für die immer zahlreicher werdenden Fans des kleinen, aber ausgesprochen feinen Festivals längst kein großes Geheimnis mehr. Dennoch gibt es offenbar immer noch Steigerungsmöglichkeiten, jedenfalls vermochte die James Wilton Dance Company beim Festivalauftakt am ausverkauften Dornbirner Spielboden selbst langjährige Besucher in ungläubiges Staunen zu versetzen. Soviel Kraft, Schnelligkeit und brillante Körperbeherrschung war schlicht atemberaubend – ein getanzter Thriller!

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Ausgeflipptes Finale - Trajal Harrell verunsicherte zum Abschluss des „Bregenzer Frühlings“
Voguing - die hohe Kunst des Posens (© Ian Douglas)
Tanz
25.05.2015 Peter Füssl

Trajal Harrell und seine Kompagnie gehören zu den angesagten Performern am Big Apple, aber – wer hätte das vermutet? – Bregenz ist nicht New York. So verließen zahlreiche Tanzfans im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen Aufführung den Saal, eine stumme Missfallensbekundung, wie sie in dieser Deutlichkeit beim „Bregenzer Frühling“ bislang noch nie zu erleben war. Aber lustigerweise passte auch dieser kleinere „Massenexodus“ in das bunte Sammelsurium aus durchgeknallten Ideen und erschien fast wie ein Teil des Konzepts.

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Unbequemer Flamenco – Israel Galváns Nuevo Flamenco-Produktion über das Schicksal von Roma und Sinti während der NS-Zeit beim „Bregenzer Frühling“
Nuevo Flamenco-Star Israel Galván zieht alle Register seines Könnens (© Jean-Louis Duzert)
Tanz
17.05.2015 Peter Füssl

Zu Recht gilt der mit Preisen und Auszeichnungen überhäufte 42-jährige Tänzer und Choreograph Israel Galván als einer der großen Erneuerer des Flamenco, der mit seinen abendfüllenden Stücken die Genregrenzen in vielerlei Hinsicht sprengt. So auch mit dem vor zweieinhalb Jahre uraufgeführten „Lo Real/Die Wahrheit“, das die Vernichtung der Roma durch die Nazis zum Thema hat. Dabei handelt es sich natürlich nicht um eine fortlaufende Geschichte, sondern um eine Aneinanderreihung von Bildern, die das zwiespältige Verhältnis der „Herrenmenschen“ zu den exotisch-folkloristisch reizvollen Gitanos und ihrem Flamenco aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten.

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Fernöstliche Traditon meets Modern Dance – Das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan eröffnete den „Bregenzer Frühling“ 2015
Das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan feierte die Österreichpremiere von "Water Stains on the Wall" im ausverkauften Bregenzer Festspielhaus
Tanz
20.03.2015 Peter Füssl

Tanz-Begeisterte aus dem gesamten Bodenseeraum füllten das Bregenzer Festspielhaus bis auf den letzten Platz, schließlich war mit Lin Hwai-min, der 1973 das Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan und damit die erste zeitgenössische Tanzkompagnie im chinesischsprachigen Raum gründete, ein legendärer und vielfach ausgezeichneter Choreograph von weltweiter Bedeutung zu Gast. Für die einstündige Produktion „Water Stains on the Wall“ ließ sich Lin von der 3000 Jahre alten, traditionellen Kunst der Kalligrafie inspirieren, es wurde aber auch deutlich, dass er selber Anfang der 1970er Jahre die Schule von Martha Graham und Merce Cunningham durchlaufen hat.

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Edmund Kalb künstlerisch in die Jetztzeit transformiert – Günter Marinelli zeigte beim tanz ist Festival seine Performance „ENTkalben“
Günter Marinelli in "ENTkalben" 2014: Missverstanden, ignoriert, verspottet und vom Lebensschmerz zerfressen werden, und dennoch kompromisslos und klar in der Haltung bleiben
Tanz
06.11.2014 Peter Füssl

Der 1952 im Alter von gerade einmal 52 Jahren verstorbene Ausnahmekünstler Edmund Kalb konnte sich in seiner Heimatstadt Dornbirn Zeit seines Lebens nicht so viel positiver Aufmerksamkeit erfreuen wie in den vergangenen Monaten. So setzt sich ein auf Initiative von Ulrich Gabriel und Rudolf Sagmeister gegründeter Kulturverein für die Erhaltung und sinnvolle Nutzung seiner Wohn- und Wirkungsstätte in der Schillerstraße ein, und bei Unartproduktion erschien dieser Tage ein 216 Seiten starkes und mit 150 Bildern gespicktes, höchst informatives und spannend zu lesendes Buch zum „Leben und Werk“ Edmund Kalbs. Ganz anders, aber nicht weniger spannend ist der künstlerische Zugang, den Tänzer, Performer und tanz ist Festival-Mastermind Günter Marinelli in seiner erstmals 2002 aufgeführten und nun neu adaptierten Produktion „ENTkalben“ zu Edmund Kalb gefunden hat, den man zu seiner Zeit schlicht als „Spinner“ abgetan hat, wie eine Zeitzeugin nach der Aufführung erklärte.

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Schuaplattla, Kensög & Aperpeitschn - Simon Mayer begeistert beim tanz ist Festival am Spielboden mit seiner kreativ-witzigen Kombination aus Traditionellem und zeitgenössischer Performance-Kunst
Simon Mayer vereint im autobiographisch gefärbten "SunBengSitting" außerordentliches Können mit Kreativität und Witz
Tanz
01.11.2014 Peter Füssl

„Homeland“ lautet das Motto für den Herbst-Durchgang des tanz ist Festivals am Dornbirner Spielboden. Im Fall des 30-jährigen Ausnahmetänzers Simon Mayer bedeutet das die Auseinandersetzung mit seiner Kindheit auf einem oberösterreichischen Bio-Bauernhof. Für die 60-minütige Performance, die weit über den üblichen Rahmen einer zeitgenössischen Tanzveranstaltung hinausging, erntete der vielseitige Solo-Künstler heftigen Applaus.

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Tanz, Musik, Stimme und ein Schuss Geometrie: Um drei Ecken getanzt, Musik gemacht und nachgedacht – Die Workshopwoche poolTanz
poolTanz wird bereits zum zweiten Mal vom Verein netzwerkTanz und dem poolbar-Festival veranstaltet
Tanz
06.08.2014 Caroline Begle

Leises Murmeln, ein nervöses „Was kommt jetzt?“, aufgeregtes Gelächter - Und dann geht es los. Blick nach vorn, Arme hoch, in der Drehung auf den Boden – das war jetzt nicht sehr elegant, egal, weiter. Rechte Hand zieht nach links hinten, dann geht der linke Arm nach rechts und zieht den ganzen Körper mit. Die Stirn liegt auf dem Holzboden, eine große Staubflocke schwebt davon – hat niemand geputzt? Jetzt kommt der Sonnenaufgang: Becken hoch! Autsch, der Muskelkater. Ein verstohlener Blick nach rechts – die anderen sind schon weiter, jetzt aber schnell. Rollen, rollen, rollen, auf die Knie, Popo hoch oder in die Pyramide, wie Martin sagen würde. Runter, sitzen, linker Arm zieht nach rechts. Der erste Teil ist geschafft, fühlt sich gut an. Unauffälliger Blick ins Publikum: noch schauen sie interessiert. Rechter Arm nach links und jetzt wieder retour.

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Im Anfang war das Gemüse, und das Gemüse ist Tanz geworden – Chris Haring/Liquid Loft sorgen mit „Deep Dish“ für einen fulminanten Ausklang des tanz ist Festivals am Spielboden
"Deep Dish" lässt Mikro- und Makrokosmos auf spektakuläre Weise miteinander verschmelzen
Tanz
14.06.2014 Peter Füssl

„Deep Dish“ ist der Abschluss der aufsehenerregenden vierteiligen „Perfect Garden“-Serie, die Österreichs international renommierter und vielfach ausgezeichneter Top-Choreograph Chris Haring mit seiner Compagnie Liquid Loft in den letzten Jahren erarbeitet hat. 2012 verwandelte er nach Plänen des französischen Künstlers Michel Blazy weite Teile des Spielbodens in einen gleichermaßen faszinierenden wie verstörenden Zaubergarten, der nun in der neuesten Produktion, auf einen etwa zwei mal zwei Meter messenden Tisch komprimiert, nicht weniger verblüffende Ergebnisse liefert.

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