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Tanz

tanz ist Festival am Spielboden: Überragend! Liquid Loft mit „Stand-Alones (polyphony)“ im Parkhaus
Alle Tänzer*innen zeigten Performance-Kunst auf höchstem Niveau (© Niklas Koch/Spielboden)
Tanz
19.06.2021 Peter Füssl

Die Wiener Tanzcompagnie Liquid Loft und ihr Mastermind Chris Haring zählen seit vielen Jahren mit den unterschiedlichsten Produktionen zu den Fixstartern bei Günter Marinellis tanz ist Festival am Spielboden. Jede Aufführung endet mit begeistertem Applaus, und jedes Mal ist man versucht zu sagen: „Besser geht’s nicht mehr!“ Und dann kommen sie mit einer neuen Produktion, und gefühlt ist es doch noch einmal besser gegangen, weil im Hier und Jetzt die Vorzüge der älteren Produktionen gegenüber der neuesten etwas verblassen. Also ersparen wir uns am besten die müßige Überlegung, was den experimentierfreudigen Damen und Herren in Zukunft wohl noch so alles einfallen wird, und freuen uns über diese geniale Performance im Parkhaus von Rhomberg‘s Fabrik. Sollte jemand gedacht haben, dieser außergewöhnliche Aufführungsort sei eine Corona geschuldete Verlegenheitslösung, was er ursprünglich vielleicht sogar einmal war, so wird man rasch eines Besseren belehrt: Die räumlichen Bedingungen sind ideal!

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Bregenzer Frühling 2021
Danish Dance Theatre: Siren (© Peter Lueder)
Tanz
25.02.2021 Manuela Schwaerzler

Nachdem letztes Jahr keine einzige der Vorstellungen realisiert werden konnte, herrscht beim Bregenzer Frühling für 2021 Zuversicht. Gestern wurde das Programm veröffentlicht, und zwar ohne Hinweis auf das derzeit geltende Veranstaltungsverbot, das die Vorstellungen im März eventuell noch betreffen könnte. Zwei der fünf Tanzproduktionen für die diesjährige Ausgabe des Tanzfestivals standen schon 2020 auf dem Programm, drei sind neu, und natürlich ist auch wieder eine Aufführung des aktionstheater ensemble geplant.

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Mozart in the Wind – Ein Performance-Konzert mit Natalie Fend und Florian Willeitner im Rahmen der Mozartwoche Salzburg
Das Ensemble von Pool of Invention bei den Proben für "Mozart in the Wind"  (© Pool of Invention<9
Tanz
26.01.2020 Mirjam Steinbock

Mozart lebt. Unter diesem Titel werden im Rahmen der von Rolando Villazón geleiteten Mozartwoche aktuell und noch bis 2. Februar rund 50 Veranstaltungen präsentiert. Daran beteiligt sind so renommierte InterpretInnen wie die Wiener Philharmoniker, Daniel Barenboim, Sir András Schiff oder Mitsuko Uchida. Auch jungen und zeitgenössischen KünstlerInnen bietet Villazón einen offenen Raum. Der deutsche Violinist, Komponist und Arrangeur Florian Willeitner erhielt von ihm den Auftrag, "Mozart in the Wind" auf die Bühne zu bringen. Willeitner bezeichnet das aus drei Akten bestehende Stück als Performance-Konzert und setzt es gemeinsam mit Pool of Invention um. Diesem spartenübergreifend arbeitenden Ensemble gehört auch die Vorarlberger Choreografin Natalie Fend an und ich erfuhr im Gespräch mit ihr einiges über die Hintergründe des Projekts.

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Bregenzer Frühling 2020
Danish Dance Theatre (© Paul Kolnik)
Tanz
31.10.2019 Manuela Schwaerzler

Seit gestern ist das vollständige Programm des Bregenzer Frühlings 2020 bekannt: In der Zeit zwischen 14. März und 23. Mai werden fünf Compagnien aus dem Ausland und zwei österreichische Ensembles in Bregenz zu Gast sein und zwei Uraufführungen sowie vier österreichische Erstaufführungen präsentieren. Außerdem gibt es wieder „Tanz im urbanen Raum“ und eine Produktion des aktionstheater ensembles zu sehen.

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Das Ostschweizer HOUSE OF PAIN Physical Dance Theatre beschäftigt sich in „FEEDING CROCODILES“ mit dem Thema Angst
Mit der Live-Kamera werden Cecilia Wretemark und Kristian Breitenbach auf die Gipsinstallation von Johanna Knöpfel projiziert © HOUSE OF PAIN
Tanz
12.09.2019 Mirjam Steinbock

Seinem Namen wird es gerecht: HOUSE OF PAIN, das von den professionellen Tanzschaffenden Jasmin Hauck, Cecilia Wretemark und David Schwindling gegründete Tanztheater, beschäftigt sich mit oft an der Schmerzgrenze angesiedelten Themen. Solchen, die manche eher im Dunkeln lassen würden. Eine Kostprobe der extrem physikalisch umgesetzten und nicht selten provokanten Performance-Betrachtungen menschlichen Verhaltens gab das Ostschweizer Kollektiv dem Vorarlberger Publikum vor einigen Jahren mit „Trieb Werk“ in der Remise Bludenz. Die neueste Produktion dreht sich um die Auswirkungen von Angst und ist aktuell in der Grabenhalle in St. Gallen zu sehen.

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Psychische Erkrankungen in Tanzform – James Wiltons verstörende Produktion „The Storm“ als Finale des tanz ist Festivals
Kraftvoll, akrobatisch, perfekte Körperbeherrschung - ein englischer Kritiker bezeichnete die Akteure von James Wilton Dance als "Minitornados" (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
16.06.2019 Peter Füssl

Wenn einer wie der englische Choreograph und Tänzer James Wilton – der etwa mit seiner grandiosen „Moby Dick“-Adaption „Leviathan“ am Spielboden für Begeisterungsstürme sorgte – sich des Themas „Psychische Erkrankung“ annimmt, dann wird das, salopp gesagt, ganz sicher kein Kindergeburtstag. So waren bei „The Storm“ nicht nur die zwei Tänzerinnen und fünf Tänzer bis zum Letzten gefordert, sondern auch das Publikum. Ein unglaublich intensives, mitunter auch verstörendes Erlebnis, das viele begeistert und manche etwas ratlos hinterließ.

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Höchst erfreuliche Sprachverwirrung – Chris Harings Liquid Loft sorgten für fantastischen Auftakt zum tanz ist-Festival
Zum Auftakt des gleichermaßen kunstvollen wie witzigen Spektakels wurde der Außenbereich des Spielbodens bespielt (alle Fotos © Stefan Hauer)
Tanz
07.06.2019 Peter Füssl

Als man sich im antiken Babel anschickte, einen Turm bis in den Himmel hinauf zu bauen, um Gott gleich zu sein, bestrafte dieser die Hybris der Menschen dadurch, dass jeder der Bauleute eine eigene Sprache zu sprechen begann und keiner mehr den anderen verstand. Seit der im 1. Buch Mose geschilderten „Babylonischen Sprachverwirrung“ wird die Vielfalt an Sprachen und die damit verbundene Kommunikationserschwernis als Gottesstrafe für die lästerlich hochmütige Menschheit verstanden. Der aus dem Burgenland stammende Choreograf Chris Haring und Liquid Loft, Österreichs international erfolgreichste und mit Auszeichnungen überhäufte Tanzkompagnie, lassen sich von dieser angsteinflößenden Geschichte des gottesfürchtigen Propheten nicht groß beeindrucken und präsentieren mit „Foreign Tongues – Babylon (Slang)“ die Sprachenvielfalt als Quell erstklassiger Tanz- und Performancekunst, witziger Einfälle und grandioser Unterhaltung. Ein fantastischer Auftakt zum 25-Jahr-Jubiläum des von Günter Marinelli kuratierten tanz ist-Festivals am Dornbirner Spielboden, der – um es gleich vorwegzunehmen – am Ende mit frenetischem Applaus bedacht wurde.

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Origineller Dreierpack - Die National Dance Company Wales gastierte beim “Bregenzer Frühling”
Die National Dance Company Wales präsentiert in "Folk" verrückte Charakterstudien exzellent getanzt (© Rhys Cozens)
Tanz
12.05.2019 Peter Füssl

Mit den drei jeweils ca. halbstündigen Einzelstücken „Tundra“, „Atalaӱ“ und „Folk“ begeisterte die in der walisischen Hauptstadt Cardiff stationierte National Dance Company Wales die Tanzfans aus dem gesamten Bodenseeraum im praktisch ausverkauften Bregenzer Festspielhaus. Die Compagnie ist für ihre emotional ansprechenden und verschiedenartigen Produktionen ebenso bekannt wie für die unkonventionellen, niederschwelligen Zugangsformen, die zum Erreichen neuer Publikumsschichten gesucht werden. So wurden nicht erst unter dem neuen künstlerischen Leiter, dem Iren Fearghus Ó Conchuir, auch schon Nachtclubs, Pflegeheime oder Schulen bespielt – der „Bregenzer Frühling“ bot da vergleichsweise natürlich einen konventionellen Rahmen.

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Beachten Sie die Körpergröße! – Überzeugend aufmischendes Tanzstück „Gemischte Beine – Bewegte Gefühle“ von Gisa Frank begeisterte im vorarlberg museum
Überzeugender Walzer auf der Stelle mit Mara Natterer und Simon Fleury © Hanes Sturzenegger
Tanz
02.05.2019 Mirjam Steinbock

In der aktuellen Produktion der bestens vernetzten und konsequent schaffenden Ostschweizer Tanzexpertin Gisa Frank geht es um Tanzlust, Tanzwut und Tanzsucht. Gemeinsam mit dem aus Tänzer*innen, Musiker*innen und Bewegungsschauspieler*innen bestehenden Ensemble vermochte sie das Publikum im vorarlberg museum zu bewegen. Der klang- und stimmreiche Bewegungsschwarm der Tanz- und Musikprotagonist*innen wob die Zusehenden mit ein in einen Jetzt-Zeit-Teppich aus Epochen, Stilen, Ländern und gesellschaftlichen Schichten. Der Stücktitel war Programm und mit dem roten Faden des Zusammenwirkens ein Gesamtwerk zu weben die Aufgabe aller Anwesenden.

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Vernetzung vollendet bei „Tanz vor Ort“- Künstler*innen zeigen beim Stückeabend „onStage“ die Qualität und Seele des Vorarlberger Tanzschaffens
"Seilschaften" von Christine Gruber und Carolina Fink repräsentiert das Festivalmotto "Vernetzung" eindrücklich. © Anja Köhler | anderer.de
Tanz
18.04.2019 Mirjam Steinbock

Das erste April-Wochenende stand im Zeichen des Zeitgenössischen Tanzes. Im Theater Kosmos in Bregenz präsentierte sich an drei Tagen die große und ständig ausbauende Gemeinschaft von netzwerkTanz und ließ ein großes Publikum den Status Quo regionalen Tanzschaffens entdecken. Strahlende Gesichter, angeregte Gespräche und voller Einsatz auf, vor und hinter der Bühne prägten das Bild - ein schillerndes, gefärbt durch vielfältige Stile und sämtliche Altersgruppen. Vernetzung war das Motto, dem der Verein mehr als gerecht wurde und als Draufgabe noch den Herzschlag einer immer stärker werdenden Tanzregion hinzufügte.

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