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Literatur

Neues Kinderbuch von Christian Futscher: „Gute Reise, Eierspeise!“
Literatur
27.07.2020 Annette Raschner

Eigentlich hätte der Titel von Christian Futschers neuem, im Wiener Picus Verlag veröffentlichten Kinderbuch „Eierschmeißfeier“ lauten sollen. Aber dann hieß es bei einer deutschen Vertreterkonferenz, es müsse ein anderer Titel gefunden werden, weil es in Deutschland wirklich den Osterbrauch gibt, Eier zu werfen und es sich bei dem Buch doch definitiv nicht um ein Osterbuch handle. Die Zeit drängte, aber Picus konnte sich auf Futschers unerschöpfliche Kreativität verlassen. Eine Stunde später lieferte dieser gezählte 69 Titel mit Eiern. (Picus entschied sich dann übrigens für die Nummer 67!).

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Köhlmeier, Lang und Dornig auf „onepage“ - Es war einmal
Kurt Dornig und Michael Köhlmeier beim Signieren eines Teils der Edition
Literatur
13.07.2020 Ingrid Bertel

Ausgabe 22 der bibliophilen Edition „onepage“ präsentiert ein Märchen von Michael Köhlmeier und ein Gedicht von Maximilian Lang in einer hinreißenden grafischen Gestaltung von Kurt Dornig. Nein, einen Stil wolle er nicht haben, sagt der Buchgestalter Kurt Dornig. Wenn er sich dabei ertappe, einen Stil zu haben, höre er auf. Kurt Dornig präsentiert nicht sich selbst; er lässt sich auf Texte ein. Die setzt er für so edle Editionen wie „Die andere Bibliothek“ oder den traditionsreichen Kinderbuchverlag NordSüd ins Bild. Er definiert das Erscheinungsbild von Kunstkatalogen, Sachbüchern, Romanen, Essays. „onepage“ aber, erzählt Kurt Dornig, war eine besondere Herausforderung.

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Zu Gast im Theater KOSMOS – Lukas Bärfuss: MALINOIS
Hubert Dragaschnig bei seiner Begrüßung im Theater KOSMOS (alle Fotos: Silvano Campedel)
Literatur
06.07.2020 Peter Niedermair

Anfang Juli – nach vier Monaten Unterbrechung durch Covid-19 – der erste Abend im Theater KOSMOS in Bregenz. Der blaue Vorhang hinter dem Podest, der Tisch, die zwei Stühle und die Wassergläser: lange gesehnt und erwartet. Hubert Dragaschnig, einer der beiden Theaterleiter (neben Augustin Jagg), trat aufs Podest und begrüßte das zur Lesung des Zürcher Schriftstellers Lukas Bärfuss gekommene Publikum. Zur Veranstaltung eingeladen hatte das Franz-Michael-Felder-Archiv, dessen Leiter, Jürgen Thaler, den Abend moderierte, in Kooperation mit dem Theater KOSMOS.

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Open-Air-Lesewohnzimmer am See – StadtLesen in Bregenz vom 30. Juli bis 2. August
Entspanntes Lesen und Schmökern am See: StadtLesen in Bregenz, 30.7. - 2.8.2020 (Foto: Ingrid Kaltenegger)
Literatur
02.07.2020 Manuela Schwaerzler

Eigentlich hätte StadtLesen im April in Berlin starten und bis zur ersten Station in Österreich durch insgesamt 14 deutsche Städte touren sollen. „Aufgrund von COVID-19 schweren Herzens abgesagt“ gilt für diese ersten Stationen, in Bregenz soll nun endlich das erste StadtLesen 2020 möglich sein. Vier Tage lang wird die Seepromenade wieder zum Open-Air-Lesewohnzimmer für alle: Sitzmöbel und über 3.000 Bücher laden zum entspannten Lesen mit Blick auf den See ein. Auch eine Lesung steht auf dem Programm: Raphaela Edelbauer stellt ihren preisgekrönten Roman „Das flüssige Land“ vor. Neu ist dieses Jahr der Schreibwettbewerb: Während letztes Jahr am erklärten „Integrationslesetag“ Menschen mit Migrationshintergrund zum Vorlesen eigener Texte in ihrer Muttersprache eingeladen wurden, gibt es dieses Jahr die Möglichkeit, Texte auf Deutsch zum Thema „Grenzen überwinden“ einzusenden und einen Büchergutschein oder sogar einen Autoren-Lehrgang zu gewinnen.

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"Sich aufmachen …" - Sepp Gröfler ist unter die Lyriker gegangen
Sepp Gröfler: sich aufmachen ... (Buchcover)
Literatur
26.06.2020 Karlheinz Pichler

Eigentlich kennt man ihn als Kabarettisten, Humoristen, Clown und Sozialpädagogen. Hauptberuflich leitet er die Telefonseelsorge Vorarlberg. Dass er auch Gedichte schreibt, war bislang nur Insidern bekannt. Die Rede ist von dem 1961 im salzburgischen Pinzgau geborenen und heute in Dornbirn lebenden Sepp „Beff“ Gröfler. Wobei das „Beff“ auf einen autistischen Jungen zurückgeht, der ihn so genannt hat.

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Vom Wasser ins Internet - 14. Harder Literaturpreis verliehen
Sonja M. Schultz‘ Erzählung spielt in einer Hafenkneipe und gewann den Hauptpreis (© Maurus Knowles)
Literatur
04.06.2020 Manuela Schwaerzler

Seit bald 40 Jahren gibt es den Harder Literaturpreis schon: 1983 verlieh ihn die Gemeinde Hard zum ersten Mal und seither im Drei-Jahres-Rhythmus, von der Öffentlichkeit eher wenig bemerkt, an talentierte Autorinnen und Autoren. 2012 entstand auf Initiative des damaligen Juryvorsitzenden Wolfgang Mörth rund um die Preisverleihung das Literaturfestival HardCover, dessen Leitung Dagmar Ullmann-Bautz übernahm. Seither wird der Wettbewerb biennal ausgeschrieben, und zwar für einen Hauptpreis und zwei Förderpreise; und das Festival bietet nicht nur eine festliche Preisverleihung, sondern auch zahlreiche außergewöhnliche Literaturveranstaltungen unter freiem Himmel.

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Bäume wie Rasierpinsel - neuer Roman von Christian Mähr
Literatur
18.05.2020 Annette Raschner

Als Autor hat man zwei Möglichkeiten, um eine spannende Geschichte zu erzählen, sagt der aus Feldkirch gebürtige Christian Mähr: Man schreibt über verrückte Menschen, die normale Dinge tun oder über normale Menschen, die verrückte Dinge tun. Alles andere sei entweder langweilig oder haarsträubend. Christian Mähr bevorzugt generell letztere der beiden genannten Möglichkeiten, und so konsequent, wie er dies in seinem neuen Roman „Carbon“ betreibt, ist er selten vorgegangen. „Carbon“ ist soeben im Wiener Verlag braumüller erschienen und behandelt ein Thema, das gerade jetzt in Zeiten der Corona-Krise von besonderem Interesse sein könnte.

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Der Datendiebstahl und ein Debütroman
Literatur
19.04.2020 Anita Grüneis

„Für immer die Alpen“ ist der erste Roman des 31-jährigen Benjamin Quaderer. Und es wurde gleich ein großer Wurf. Der junge Autor schreibt mit einer Lässigkeit und Selbstverständlichkeit, als hätte er schon Dutzende solcher Bücher geschrieben. Dabei umfasst sein Werk 592 Seiten, ist voller Überraschungen, liest sich spannend wie ein Kriminalroman und ist zugleich extrem tiefsinnig. Die Lektüre wird zum Sog, der einen mitnimmt in das Leben eines Mannes, der seine Umgebung mit großer Wachheit wahrnimmt und seine Hauptperson mit viel literarischem Freiraum durch das Leben gaunern lässt. Dabei schafft er manchmal Wortgebilde, die sich so mächtig auftürmen wie die Alpen, für immer.

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Tödlicher Rassismus - neues Buch über Roma und Sinti im Bodenseeraum
Literatur
14.04.2020 Markus Barnay

„Bei dem ihm eingewurzelten Hang zur Verübung von Diebstählen, seinem angeborenen Freiheitsbedürfnis und seiner unüberwindlichen Scheu von [sic!] einem geregelten Leben und Arbeit ist mit Sicherheit damit zu rechnen, dass der Angeklagte nach seiner Strafverbüssung alsbald rückfällig wird.“ Vielleicht können wir bald wieder solche, von Vorurteilen und Klischees strotzende Urteile lesen, wenn sich der türkise Teil unserer Bundesregierung (unterstützt vom schwarzen Teil der Landesregierung) mit der Forderung nach einer vorbeugenden „Sicherheitshaft“ durchsetzen sollte. 1940, als obiges Urteil verfasst wurde, hieß es noch „Sicherungsverwahrung“, und die wurde in diesem Fall gegen Georg August Reinhardt ausgesprochen. Der Sohn einer „Zigeunerfamilie“ war zuvor zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er in der Nähe von Stuttgart ein Fahrrad entwendet und ein paar Kilometer weiter abgestellt hatte. Jetzt wurde zudem noch die „Schutzhaft“ über ihn verhängt. Die endete für ihn mutmaßlich mit der Deportation in ein Vernichtungslager, wo er ziemlich sicher ermordet wurde.

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Neuerscheinung von Guntram Zoppel: Tödliche Absolution - ein Dornbirn-Krimi
Literatur
06.04.2020 Raffaela Rudigier

Isolation ist nichts Angenehmes, aber sie eignet sich ganz hervorragend für eine Sache: Lesen! Beim Blick auf die Vorarlberger Neuerscheinungen fällt auf, dass der Dornbirner Guntram Zoppel wieder einen Kriminalroman veröffentlicht hat. Es ist bereits sein dritter Vorarlberg Krimi. Nach dem Bregenzerwald und nach Lustenau spielt das neue Buch rund um die ermittelnden Polizisten Sandra Dorner und Friedl Natter nun in Dornbirn.

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