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Kritiken

Ulrike Längles „Schoppernauer Weltgeschichte“: Rüscherianer gegen Felderianer – das ist Brutalität!
Das Felderdenkmal am heutigen Standort an der Kirchenmauer (© vorarlberg museum)
Literatur
10.11.2018 Markus Barnay

„Der versteinerte Felder“ hieß ein Beitrag im Katalog der erfolgreichen Ausstellung „Ich, Felder. Dichter und Rebell“, die 2014 im vorarlberg museum zu sehen war. Jetzt legte die Autorin des Beitrags, Ulrike Längle, nach und präsentierte – pünktlich zum Abschied aus ihrer 34-jährigen Tätigkeit im Franz Michael Felder gewidmeten Literaturarchiv – ein Büchlein über den legendären Denkmalstreit, der die kleine Gemeinde Schoppernau nach dem Tod des Dichters und Sozialreformers Felder in zwei unversöhnliche Lager spaltete. Erzählt hat Ulrike Längle von den Vorgängen auf diversen Exkursionen immer wieder, doch jetzt kann man sie auch in allen Einzelheiten nachlesen.

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Angelo
Angelo Soliman: Im Film nie auf Augenhöhe mit der Gesellschaft.
Film / Kino
09.11.2018 Gunnar Landsgesell

Angelo Soliman, als Kind aus Nigeria verschleppt, stieg zur Zeit Maria Theresias in der Wiener Gesellschaft auf. Nach seinem Tod wurde sein Körper ausgestellt. Regisseur Markus Schleinzer fokussiert vor allem auf das Außenseitertum seines Protagonisten, dabei geht etwas an Vitalität verloren.

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Aktuell in den Filmclubs (9.11. - 15.11. 2018)
Zu ebener Erde (c) Stadtkino
Film / Kino
08.11.2018 Walter Gasperi

TaSKino Feldkirch und Filmforum Bregenz zeigen diese Woche den Dokumentarfilm „Zu ebener Erde“, der kommentarlos den Alltag von vier Wiener Obdachlosen schildert. Einblick in die Lebenswelt der streng orthodoxen chassidischen Gemeinde von Brooklyn bietet dagegen der Spielfilm „Menashe“, der ebenfalls beim Filmforum Bregenz auf dem Programm steht.

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Ibrahim Maalouf: Levantine Symphony N° 1
CD-Tipp
08.11.2018 Peter Füssl

In seiner zweiten Heimat Frankreich ist der gebürtige Libanese Ibrahim Maalouf längst ein die Stadions füllender Superstar, in den letzten Jahren hat er aber – besonders für seine wunderbaren Hommagen an die ägyptische Kultsängerin Oum Kalthoum und an die französisch-italienische Sängerin/Schauspielerin Dalida – auch jenseits der Grande Nation große Anerkennung gefunden.

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Kunst und soziales Engagement zusammenführen – bei Kultur.LEBEN treten international namhafte Künstlerinnen und Künstler zugunsten von Waisenkindern auf
Seit Jahren unterstützen Rainer Honeck und Freunde aus den Reihen der Wiener Philharmoniker das kulturelle Engagement von Maria Müller und konzertieren im Rahmen von Kultur.LEBEN zugunsten von Waisenkindern.
Musik / Konzert
07.11.2018 Silvia Thurner

Seit 27 Jahren verbindet Maria Müller ihr kulturelles Engagement mit sozialer Hilfe. Daraus hat sich eine Veranstaltungsreihe entwickelt, die seinesgleichen sucht. Kultur.LEBEN bereichert mit künstlerisch hochstehenden Konzerten, Kabarettvorstellungen, Vorträgen und Lesungen die kulturelle Landschaft des Landes enorm. Maria Müllers Idee ist frappierend einfach, erfordert aber einen sehr großen persönlichen Einsatz. Namhafte Künstlerinnen und Künstler verzichten auf ihre Gagen, so kommen die Erlöse äthiopischen Waisenkindern im Hanna Teshomes Waisenhaus zugute, die dort ein Zuhause und Zugang zu Bildung erhalten.

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Vorarlberger Kulturpreis 2018: Die nominierten FilmemacherInnen boten Einblick in ihr Werk
Felix Kalaivanan (c) Felix Kalaivanan
Film / Kino
07.11.2018 Walter Gasperi

Zum vierten Mal verleihen heuer Casino Bregenz und die Sparkasse Bregenz den mit 15.000 Euro dotierten „Vorarlberger Kulturpreis“. Nach Schauspiel, Tanz und Jazz wurde heuer die Sparte Film ausgewählt. Von der Filmkommission des Landes wurden Philipp Fussenegger, Felix Kalaivanan, Claudia Larcher, Veronika Schubert und Marie-Thérèse Zumtobel nominiert, die am Dienstag, den 6. November, im ORF-Funkhaus Einblick in ihr Schaffen boten.

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Cat Power: Wanderer
CD-Tipp
06.11.2018 Peter Füssl

Zwischen „Sun”, dem neunten, elektronischsten, optimistischsten und kommerziell erfolgreichsten Album von Charlyn Marie „Chan“ Marshall, und ihrer zehnten, an akustischem Folk orientierten Studioproduktion „Wanderer“ liegen nicht nur sechs lange Jahre, sondern Absturz in Alkoholismus, depressive Zusammenbrüche, zerbröckelte Beziehungen und zuletzt Zerwürfnisse mit der langjährigen Plattenfirma, die Hits wollte. Aber auch die Geburt ihres Sohnes, der nun – wenn auch nur andeutungsweise – neben einer Gitarre das aktuelle Plattencover ziert.

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Unverblümt frische Strahlkraft – Standing Ovations für den Landesjugendchor Voices, Oskar Egle und das Trio dri kindsköpf in der Kulturbühne AmBach
Der Landesjugendchor Voices unter der Leitung von Oskar Egle versetzte die Zuhörenden in der Kulturbühne AmBach in Staunen und löste Begeisterung aus. (Fotos: Wolfgang Plattner)
Musik / Konzert
05.11.2018 Silvia Thurner

Traditionell lädt der Landesjugendchor Voices unter der Leitung von Oskar Egle im Herbst in die Kulturbühne AmBach. Alle, die einmal dabei waren, wissen, dass dort etwas Besonderes geboten wird. Deshalb füllte sich der Saal an zwei Konzertterminen bis auf den letzten Platz. Unter dem Leitgedanken „Connecting voices“ stellten etwa hundert Sängerinnen und Sänger jiddische Lieder und Klezmermusik in den Mittelpunkt ihres vielschichtigen Programms. Alle dargebotenen Lieder versetzten die Zuhörenden in Staunen, denn die Freude am Zusammenwirken, der homogene Chorklang, die deutliche Artikulation und die profilierte Rhythmik begeisterten restlos.

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„Rastlos. Architekt Werner Pfeifer 1919 – 1972“ von Martina Pfeifer Steiner
Architekt Werner Pfeifer, 1971 (© Nachlass Architekt W. Pfeifer)
Literatur
04.11.2018 Ingrid Bertel

Dass da einer losrast, davon handelt dieses Buch. Er wird mit seinem Auto in den Tod rasen – aber davor durch Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, durch ambitionierte Wohn- und Schulbauten, Tourismus- und Luftprojekte: Ein klug gebauter Doppelband erinnert an den Vorarlberger Architekten Werner Pfeifer.

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Ungemein kraftvoll und akrobatisch, aber auch poetisch und tiefgründig – James Wilton Dance & Amarok eröffneten das tanz ist Festival
James Wilton Dance aus London und die Prog-Rock-Band Amarok aus Warschau standen beim tanz ist Festival am Dornbirner Spielboden zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne und wurden mit tobendem Applaus belohnt (alle Fotos: © Stefan Hauer)
Tanz
03.11.2018 Peter Füssl

Der Engländer James Wilton zählt mit seinen gleichermaßen kraftvollen wie poetischen Choreografien zu den interessantesten Protagonisten der zeitgenössischen Tanzszene und sorgt seit 2015 mit seiner exzellenten Dance Company für Highlights des tanz ist Festivals am Dornbirner Spielboden. So erhielt er letztes Jahr frenetischen Applaus für sein von Herman Melvilles Kultroman „Moby Dick“ inspiriertes Tanzstück „Leviathan“, das er heuer gemeinsam mit jungen Tanztalenten aus Vorarlberg und Lindau unter dem Titel „Leviathan Evolution“ nochmals aufführt. Denn Wilton möchte sein Wissen auch an die nächste Generation Tanzbegeisterter weitergeben und leitet deshalb schon seit Jahren professionelle Jugendworkshops beim tanz ist Festival. Den Auftaktabend bestritt James Wilton Dance aber gemeinsam mit der polnischen Prog-Rock-Band „Amarok“ – und, um es vorwegzunehmen: das zahlreich erschienene, sich aus allen Altersschichten zusammensetzende Publikum zeigte sich großteils restlos begeistert.

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