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Kritiken

Aktuell in den Filmclubs (11.9. - 17.9. 2020)
Honeyland
Film / Kino
10.09.2020 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn und die Leinwandlounge in der Remise Bludenz zeigen diese Woche den vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm "Honeyland". In die Welt des Schamanismus entführt dagegen beim Filmforum Bregenz Fabienne Berthauds Spielfilm "Un monde plus grand – Eine größere Welt".

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Vincent Peirani/Emile Parisien: Abrazo
CD-Tipp
10.09.2020 Peter Füssl

Mit dem mit einem peruanischen Rhythmus gepimpten, quicklebendigen „The Crave“ von Jelly Roll Morton als Opener verweisen Akkordeonist Vincent Peirani und Sopransaxophonist Emile Parisien auf ihr erstes, 2014 erschienenes, überaus erfolgreiches Duo-Album „Belle Epoque“, das den wilden 1920-er Jahren gewidmet war. Der rote Faden durch das aktuelle Album ist nun der Tango, allerdings keineswegs puristisch verstanden, sondern eher atmosphärisch und unterschiedlichsten Einflüssen gegenüber offen.

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Über die Unendlichkeit
Ein Liebespaar, das über eine Ruinenstadt schwebt. Hochgefühle nicht ohne die Tiefen des Lebens.
Film / Kino
09.09.2020 Gunnar Landsgesell

Der schwedische Regisseur Roy Andersson ist der Meister eines minimalistischen Kinos mit maximaler Wirkung: Auch in seinem neuen Film erzählt Andersson in einer Reihe von Vignetten von menschlichen Begegnungen zwischen Schmerz und lakonischem Humor. Kino, das seine Stiche so wirksam setzt wie Akupunktur.

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JARV IS...: Beyond The Pale
CD-Tipp
07.09.2020 Peter Füssl

Jarvis Cocker ist wieder da, und wie! Als Pulp-Mastermind hatte er den Untergang des Brit-Pop begrüßt, weil der sich seiner Meinung nach in biederer Nostalgie verloren hatte. Er trat musikalisch in den letzten 20 Jahren aber nur sehr selten, etwa mit zwei Solo-Platten, einer kurzfristigen Pulp-Reunion und dem Nischen-Projekt „Room 29“ mit Chilly Gonzales in Erscheinung. Dafür arbeitete er als Lektor bei Faber &Faber, als Programmgestalter bei der BBC, schrieb ein paar Songs für Marianne Faithfull, Nancy Sinatra und Charlotte Gainsbourg, heiratete und zog nach Frankreich, ließ sich scheiden und zog zurück nach England. Nun legt der 56-jährige, immer etwas verwuschelt wirkende Dandy mit neuer, fern jeglicher übertriebener Bescheidenheit JARV IS... genannter, sechsköpfiger Band, die 2017 aufgrund einer Festivaleinladung von Sigur Ros nach Reykjavik zusammengestellt wurde, wieder einmal ein Album mit neuen Songs vor.

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Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink folgt Herta Pümpel in der Öffentlichkeitsarbeit und Kuratierung nach
Wieder beim Kunstraum Dornbirn: Andrea Fink (rechts im Bild), hier mit der Künstlerin Birgit Bachmann bei deren Ausstellung in der Galerie allerArt im letzten Jahr (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
06.09.2020 Karlheinz Pichler

Zu einem personellen Wechsel ist es beim Kunstraum Dornbirn gekommen. Für die Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Kuratierung zeichnet ab sofort Andrea Fink verantwortlich. Sie folgt damit Herta Pümpel nach, die diesen Bereich die vergangenen acht Jahre geleitet hat und nun zusammen mit ihrem Ehemann, dem Künstler Norbert Pümpel, ins Waldviertel übersiedeln will.

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After Truth
Teenager-Liebesgeschichte, wie aus der Retorte erzählt.
Kritiken
03.09.2020 Gunnar Landsgesell

Die biedere Fortsetzung von "After Passion", in der die brave Studentin Tessa und der Bad Boy Hardin sich mal küssen und mal verlassen: eine flache Geschichte, die wie aus der Retorte inszeniert erscheint. Der "Überraschungserfolg" der Reihe könnte aber genau damit zu begründen sein.

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Die emotionale Temperatur der Krise – aktionstheater ensemble begeistert mit „Bürgerliches Trauerspiel – Wann beginnt das Leben“
Benjamin Vanjek und Thomas Kolle brillierten in diesem wahnwitzigen Mix aus Komik, Ernsthaftem und Absurdem (© Gerhard Breitwieser / aktionstheater ensemble)
Theater
03.09.2020 Annette Raschner

Das aktionstheater ensemble ist als schnelle Eingreiftruppe und verlässlicher Seismograf gesellschaftlicher Veränderungen und Bruchstellen bekannt. Aus diesem Grund haben Autor Wolfgang Mörth sowie Regisseur und Ensembleleiter Martin Gruber das bereits im März nahezu fertige Stück "Bürgerliches Trauerspiel - Wann beginnt das Leben" nach dem Lockdown noch einmal zur Gänze überarbeitet und die Krise thematisch in die Auseinandersetzung mit dem Bürgertum integriert. Die Uraufführung fand zum Auftakt des in den Herbst verschobenen "Bregenzer Frühling" im Theater Kosmos statt. Der Jubel des Premierenpublikums war groß. Ähnlich groß wie die Freude darüber, dass Liveaufführungen endlich wieder stattfinden können.

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Aktuell in den Filmclubs (4.9. - 10.9. 2020)
Amore al dente - Ein fast gewöhnlicher Sommer
Film / Kino
03.09.2020 Walter Gasperi

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche die queere Sommerkomödie "Amore al dente". Im FKC Dornbirn – und bei den anderen Filmclubs in den kommenden Wochen – steht dagegen die surreale spanische Groteske "Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden" auf dem Programm.

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Bill Frisell: Valentine
CD-Tipp
03.09.2020 Peter Füssl

Seinem Ruf, eine der schillerndsten Figuren im Spannungsfeld von Jazz und Americana, Filmmusik und Zeitgenössischem, Tradition und Avantgarde zu sein, wird der 69-jährige Bill Frisell auch mit seinem neuen Album locker gerecht. Dieses Renommee hat er sich in rund 40 Jahren auf mehr als 40 exzellenten Alben, die unter seinem Namen mit den unterschiedlichsten Formationen veröffentlicht wurden, redlich erspielt. Darunter befinden sich auch Trios mit Ron Carter/Paul Motian, Dave Holland/Elvin Jones oder Kermit Driscoll/Joey Baron, das aktuelle Dreiergespann mit Kontrabassist Thomas Morgan und Drummer Rudy Royston braucht sich aber hinter diesen prominenten Namen keineswegs zu verstecken.

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Dhalgren: Songs From A Dystopian Utopia
CD-Tipp
01.09.2020 Peter Füssl

Der 1961 in New York geborene, in Denver aufgewachsene Chris Dahlgren eroberte als Bassist im Umfeld Anthony Braxtons die Avantgarde-Jazz-Szene des Big Apple, studierte Komposition bei La Monte Young und landete schließlich Anfang der Nuller-Jahre in Berlin, einem der ganz besonders heiß brodelnden Musik-Hexenkessel Europas, wo er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ unterrichtet. Dort entwickelte er sich immer mehr zum Multiinstrumentalisten, was ihn vermehrt zu Gitarre, Viola da Gamba und zur türkischen Langhalslaute Baglama greifen ließ. Seit einigen Jahren intensiviert Dahlgren auch höchst erfolgreich sein Faible für Singer-Songwriting, wundervoll dokumentiert auf zwei in der Tonschmiede Bezau aufgenommenen Alben, wo Alfred Vogel und Little Konzett an den Tonhebeln saßen.

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