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Kritiken

Schallwende und resonierende Schallwände für die neue Musik – Guter Start für ein neues Festival am Feldkircher Saumarkttheater
Die erste Ausgabe des Schallwende Festivals am Saumarkttheater in Feldkirch war ein Erfolg, über den sich alle Mitwirkenden und insbesondere die Initiatoren Dietmar Kirchner und Wolfgang Lindner freuten.
Musik / Konzert
16.09.2019 Silvia Thurner

Die erste Auflage des neu gegründeten Festivals „Schallwende“ ging vielversprechend über die Bühne. Vorab stellten sich die beiden Initiatoren Dietmar Kirchner und Wolfgang Lindner mit abwechslungsreichen Porträtkonzerten in den Mittelpunkt. Die hervorragenden Musikerinnen und Musiker interpretierten die zugleich aktuellen und unterhaltsamen Kompositionen auf einem bewundernswert hohen Niveau. Auch die Musikvermittlung beinhaltet das neue Festival und will damit Kinder ansprechen. Dies gelang mit einem ideenreichen Familienkonzert von Angela Mair.

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Paula und die neuen Klänge – die Geschichte über das Entstehen neuer Musik von Angela Mair kam gut an
Im Theater am Saumarkt wurde das neue Festival "Schallwende" mit einem Familienkonzert von der Singer-Songwriterin und Gitarristin Angela Mair mit Anja Novotny-Baldauf (Flöte), Marion Abbrederis (Violine) und Tomoyo Maruyama (Klavier) eröffnet.
Musik / Konzert
16.09.2019 Silvia Thurner

Das neu gegründete Festival „Schallwende“ am Feldkircher Saumarkt stellt neue Musik heimischer Komponisten in den Mittelpunkt. Neben zwei Porträtkonzerten bildet ein Familienkonzert das dritte Standbein des Festivals. Zur Zusammenarbeit luden die Initiatoren Dietmar Kirchner und Wolfgang Lindner die Gitarristin und Liedermacherin Angela Mair ein. Sie erzählte die Geschichte von „Paula und den neuen Klängen“ und baute damit rund um drei Kompositionen der beiden Festivalgründer eine mitteilsame Geschichte. Bereichert wurde das Familienkonzert von den Musikschülerinnen Sophia Berger (Violine), Hanna Müller (Violoncello) sowie Belinda Kaufmann (Klavier) und ebenso von der Flötistin Anja Baldauf, der Geigerin Marion Abbrederis und der Pianistin Tomoyo Maruyama.

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„Führ mich in die Wohlfühlzone“
Theater
15.09.2019 Ingrid Bertel

Mario Wurmitzers Satire „Das Optimum“, uraufgeführt vom Bregenzer Theater Kosmos, thematisiert die Wahl zwischen rechtsradikalem Aktionismus und neoliberalem Start-up – und setzt gleichwohl auf sanfte Utopie.

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Das Ostschweizer HOUSE OF PAIN Physical Dance Theatre beschäftigt sich in „FEEDING CROCODILES“ mit dem Thema Angst
Mit der Live-Kamera werden Cecilia Wretemark und Kristian Breitenbach auf die Gipsinstallation von Johanna Knöpfel projiziert © HOUSE OF PAIN
Tanz
12.09.2019 Mirjam Steinbock

Seinem Namen wird es gerecht: HOUSE OF PAIN, das von den professionellen Tanzschaffenden Jasmin Hauck, Cecilia Wretemark und David Schwindling gegründete Tanztheater, beschäftigt sich mit oft an der Schmerzgrenze angesiedelten Themen. Solchen, die manche eher im Dunkeln lassen würden. Eine Kostprobe der extrem physikalisch umgesetzten und nicht selten provokanten Performance-Betrachtungen menschlichen Verhaltens gab das Ostschweizer Kollektiv dem Vorarlberger Publikum vor einigen Jahren mit „Trieb Werk“ in der Remise Bludenz. Die neueste Produktion dreht sich um die Auswirkungen von Angst und ist aktuell in der Grabenhalle in St. Gallen zu sehen.

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Gut gegen Nordwind
Lady in Black: Nora Tschirner als unbekannte Korrespondentin und scharfzüngige Kommentatorin.
Film / Kino
12.09.2019 Gunnar Landsgesell

Daniel Glattauers Erfolgsroman "Gut gegen Nordwind" über eine unorthodoxe Beziehung per E-Mail lotet die Frage aus, welche Freiheiten zwei unbekannte Menschen haben, sich alles zu sagen, ohne Rücksichten, die durch Nähe entstehen. Alexander Fehling und Nora Tschirner sind auf den Spuren dieses Experiments, allerdings mit einer deutlichen romantischen Schlagseite.

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Aktuell in den Filmclubs (13.9. - 19.9. 2019)
Der unverhoffte Charme des Geldes
Film / Kino
12.09.2019 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche (und die Bludenzer LeinwandLounge die nächste Woche) die kapitalismuskritische kanadische Komödie „Der unverhoffte Charme des Geldes“. Am Spielboden Dornbirn bietet der Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ Einblick in eine islamistische syrische Familie.

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Jacob Karlzon: Open Waters
CD-Tipp
12.09.2019 Peter Füssl

Der aus dem schwedischen Jonköping stammende Pianist Jacob Karlzon wird gerne in einem Atemzug mit seinem 2008 auf tragische Weise ums Leben gekommenen Landsmann Esbjörn Svensson genannt, der in Sachen nordischer Pianokunst wohl zu einer Art untrüglicher Messlatte geworden ist. Was den unbefangenen Umgang mit stilistischen Genregrenzen im Spannungsfeld von Jazz, Pop, Klassik und Electronics betrifft, sind Vergleiche jedenfalls sehr wohl gestattet. Und wie Svensson besitzt Karlzon aber auch die Gabe, Lyrisches mit einer geheimnisvollen, unterschwelligen Spannung aufzuladen und zu einer fast hypnotisch wirkenden Intensität zu verdichten.

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Dionysische Revolte der reinen Kunst - Jens Dittmar: „Baby Palazoles – ein Reigen“
Literatur
11.09.2019 Arno Löffler

Seit sich Jens Dittmar vor einigen Jahren aus dem klassischen Erwerbsleben verabschiedet hat, widmet sich der Liechtensteiner Germanist ganz der Literaturproduktion. Seine Bücher, von denen mittlerweile schon eine stattliche Anzahl erschienen ist, sind nicht immer leichte Kost, obwohl oder vielleicht gerade weil Dittmars Schreiben von einer ausgesprochenen und gerne wild ausufernden Fabulierlust geprägt ist, verbunden mit viel Freude an der Sprache an sich.

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Avishai Cohen / Yonathan Avishai: Playing The Room
CD-Tipp
10.09.2019 Peter Füssl

Den vierzigjährigen Trompeter Avishai Cohen und den um zwei Jahre älteren Pianisten Yonathan Avishai verbindet schon seit ihren Teenagertagen in Tel Aviv eine enge, nicht nur musikalische Freundschaft. Obwohl Cohen längst in New York und Avishai in Frankreich lebt, blieben sie stets durch musikalische Projekte verbunden – so spielte etwa der Pianist eine tragende Rolle in den beiden grandiosen ECM-Alben des Trompeters „Into The Silence“ (2016) und „Cross My Palm With Silver“ (2017). ECM-Chef Manfred Eicher hatte letztes Jahr während der Aufnahmen zu Yonathan Avishais heuer im Jänner erschienenen, exzellenten Trio-Album „Joys and Solitudes“ die Idee, dass die holzverkleideten Räumlichkeiten des Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano die perfekten akustischen Verhältnisse für ein musikalisches Aufeinandertreffen der beiden Freunde im Duo-Format böten.

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Von heiligen Kühen, Gartenzäunen im Kopf und originellen Befreiungsschlägen - Café Fuerte präsentiert "Das letzte Haus" von Tobias Fend
Tom (Tobias Fend) und Eleonora (Meda Banciu) träumen von einem eigenen Einfamilienhaus, Tante Lala (Danielle Green) hat aber ganz andere Pläne (© alle Fotos: Andrin Winteler)
Theater
07.09.2019 Annette Raschner

Die Wohnungs- und Mietpreise explodieren, die großen Unternehmen in Vorarlberg kaufen die Böden auf, und eine dramatische Beschleunigung bei der Herausnahme von Flächen aus der Landesgrünzone für großflächige Industrieanlagen ortet die Vorarlberger „Allianz für Bodenschutz“. Sie fordert in einer Petition an die Landesregierung eine fünfjährige Nachdenkpause für die Landesgrünzone. Die freie Kompanie „Café Fuerte“ reagiert auf ein Thema, das mittlerweile seit Jahren unter den Nägeln brennt, auf ihre – sprich: künstlerische – Art und Weise: „Das letzte Haus“ von Tobias Fend heißt ihr neuestes Stück; eine theatrale Farce mit Musicalelementen, die im Klostergarten Marienberg in Bregenz eine äußerst gelungene Open-air-Premiere feierte!

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