Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Kritiken

Das Geisterschloss in den Pripjat-Sümpfen – Hans Platzgumers Roman „Der Elefantenfuß“
Literatur
24.02.2011 Ingrid Bertel

An die Tage nach dem 26. April 1986 hat jeder, der alt genug ist, seine eigenen Erinnerungen. Ist es der Minister, der vor laufenden Kameras in ein Radieschen beißt? Sind es besorgte Mütter, die in der Apotheke nach Kaliumjodid-Tabletten fragen? Sind es die Bilder der Evakuierung hunderttausender Menschen aus der „Todeszone“?

zum Artikel >
Joseph Tawadros: The Hour Of Separation
CD-Tipp
23.02.2011 Peter Füssl

Dank genialer Großmeister wie dem Libanesen Rabih Abou-Khalil und den Tunesiern Anouar Brahem und Dhafer Youssef hat die arabische Kurzhalslaute Oud längst ihren Platz im internationalen Jazzgeschehen gefunden. Ebenfalls im arabischen Raum würde man Joseph Tawardos vermuten, tatsächlich lebt der gebürtige Ägypter aber seit seinem zweiten Lebensjahr in Australien, das musikalisch aber nicht auf ihn abgefärbt hat, wo er aber schon sechs sehr erfolgreiche, orientalisch orientierte CDs veröffentlichte.

zum Artikel >
ShortCuts: Stump-Linshalm
CD-Tipp
22.02.2011 Silvia Thurner

Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm haben sich als neugierige, risikobereite und kreative Klarinettisten international einen Namen gemacht. KomponistInnen aus aller Welt komponieren im Auftrag der beiden Musiker, die in Vorarlberg leben. Nun legten sie eine Doppel-CD mit Kompositionen für Klarinette bzw. Bassklarinette vor und begeistern durch ihren unkonventionellen und inspirierten Zugang zur Musik unserer Zeit. „ShortCuts“ beinhaltet 34 kurze Stücke für Klarinetten- bzw. Bassklarinettenduo. Faszinierend ist die breit gefächerte Klangwelt, die mit Werken von KomponistInnen aus vier Kontinenten geöffnet wird.

zum Artikel >
„Tannhäuser“ greift zu Jimi Hendrix‘ E-Gitarre - In Zürich wird Richard Wagners populäre Oper zur Castingshow
Peter Seiffert, Darsteller des Tannhäuser in der Premiere, greift zur E-Gitarre (c) Suzanne Schwiertz
Musik / Konzert
21.02.2011 Fritz Jurmann

Am Opernhaus Zürich hat wieder einmal ein Publikumsrenner Einzug gehalten, Richard Wagners 1845 fertig gestellte Oper „Tannhäuser“, die allein durch ihr gesellschaftliches und seelisches Konfliktpotenzial als eine der meistgespielten Opern unserer Tage gilt. Im selben Maße aber auch durch ihre ungemein illustrative, kontrastreiche Musik, die nicht umsonst bereits mehrmals als attraktiver Film-Soundtrack herhalten musste. Noch bis vor zwei Jahren hatte das Wagner-Mekka Bayreuth eine vom inzwischen abwandernden Feldkirch-Festival-Chef Philipp Arlaud inszenierte grell-bunte Version dieser Oper im Programm und wird heuer eine Neuinszenierung anbieten, in Zürich hat man sich erstmals den deutschen Regie-Altmeister Harry Kupfer ins Boot geholt, der 1992 in Bregenz als Hausoper der Festspiele Berlioz‘ „La Damnation de Faust“ aufregend ins Bild setzte.

zum Artikel >
Aktuell in den Filmclubs (21.2. - 27.2. 2011)
"L´enfer" d´Henri-Georges Clouzot
Film / Kino
20.02.2011 Walter Gasperi

Im TaSKino Feldkirch läuft diese Woche der Dokumentarfilm „’L´enfer’ d´Henri-Georges Clouzot“, in dem sich Serge Bromberg und Ruxandra Medrea mit einer legendären Ruine der Filmgeschichte auseinandersetzen. Einen gewohnt kalten Blick auf menschliche Gemeinheiten wirft Ulrich Seidl in „Import/Export“, wirft aber auch Fragen nach der Würde des Menschen auf. – Zu sehen am Spielboden Dornbirn.

zum Artikel >
Säuseln war gestern – Marianne Dissard und Polite Sleeper rocken den Spielboden
„My name is Marianne Dissard, let's rock“
Musik / Konzert
17.02.2011 Thorsten Bayer

Dornbirn hat wohl zu wenige mutige Trompeter. Die Vorband – Polite Sleeper aus New York City – hat interessierte Bläser per Internet dazu aufgerufen, mit ihr gemeinsam aufzutreten. Die Noten stehen zum Download auf ihrer Homepage bereit. Am Spielboden bleiben die drei sympathischen Amerikaner aber unter sich und begeisteren auch als Trio. Dann heißt es "Bühne frei" für Marianne Dissard, die das Publikum mit ihrem Mix aus französischem Chanson und Americana-Rock endgültig mitreißt.

zum Artikel >
The Bad Plus: Never Stop
CD-Tipp
16.02.2011 Peter Füssl

Zwar verwursteten The Bad Plus pro CD maximal zwei Songs von so unterschiedlichen Hitlieferanten wie Nirvana, Abba, Black Sabbath, Radiohead, Vangelis, Pink Floyd, Bee Gees, Tears for Fears oder Burt Bacharach, dennoch waren es gerade diese gleichermaßen frechen wie genialen Coverversionen, die die Aufmerksamkeit auf dieses unkonventionelle New Yorker Trio lenkten. Dass Pianist Ethan Iverson, Bassist Reid Anderson und Drummer Dave King absolut keine fremden Federn notwendig haben, machen sie nun mit dem neunten Album in ihrer zehnjährigen Karriere klar.

zum Artikel >
Aktuell in den Filmclubs (14.2. - 20.2. 2011)
Am Anfang war das Licht
Film / Kino
13.02.2011 Walter Gasperi

P. A.Straubinger recherhiert in seinem Dokumentarfilm "Am Anfang war das Licht" über die Lichtnahrung, Andrej Tarkowkij schuf dagegen mit "Solaris" einen Science-Fiction-Film von herausragender Bedeutung. Straubingers Doku läuft im Lindauer Club Vaudeville, Tarkowskijs Meisterwerk im Vaduzer Kunstraum Engländerbau.

zum Artikel >
Harmolodics oder die Rückkehr zum Blues - James Blood Ulmer "Odyssey" am Spielboden
James Blood Ulmer - absolut unverwechselbar
Musik / Konzert
12.02.2011 Thomas Kuschny

Woher stammt eigentlich Ulmers Nickname „Blood“, der recht treffend zum archaisch-monolithischen Sound des Eigenbrötlers zu passen scheint? Eine Abkürzung von „Youngblood“, heißt es einmal, woanders wird seine Ähnlichkeit zum Vater („vom selben Blut“) ins Treffen geführt. Auf jeden Fall benannte er seine erste Band „Blood and the Bloodbrothers“ zu einem Zeitpunkt, als es noch um Gospel und Soul ging und das Wort „Avantgarde“ noch Jahrzehnte entfernt war. In neuerer Zeit widmet sich Ulmer wieder vermehrt dem Blues, nicht ganz untypisch für in die Jahre gekommene Klangneuerer.

zum Artikel >
Böser Sarastro, gute „Königin der Nacht“ - Die Bregenzer „Zauberflöte“ steht kopf
Thomas Zisterer als Papageno und Eva Mei als traumhafte Pamina
Musik / Konzert
12.02.2011 Fritz Jurmann

Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“, wohl die beliebteste Oper der Welt, ist 25 Jahre nach der legendären Seebühnen-Inszenierung von Jerome Savary 1985/86 endlich wieder im Land zu sehen. Mit entsprechender Spannung wurde deshalb die neue Musiktheaterproduktion des Landestheaters gemeinsam mit dem Symphonieorchester Vorarlberg erwartet. Sie erwies sich bei der Premiere am Freitag im ausverkauften Kornmarkttheater als in Bereichen der Regie überraschendes, in der Ausstattung fragwürdiges, musikalisch jedoch fast durchgehend hochklassiges Ereignis.

zum Artikel >
Artikelaktionen