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Kritiken

„Die Stille ist ungeboren“ - Musik und Poesie bei den Bregenzer Festspielen als sinnenreiche Ergänzung des Gesamtprogramms
Das EOS Quartett überzeugte mit seiner virtuosen Spielart
Musik / Konzert
26.07.2010 Silvia Thurner

„Musik und Poesie“ ergänzt den Schwerpunkt rund um den Komponisten Mieczyslaw Weinberg bei den Bregenzer Festspielen. Besonders die Kammermusik und die Lyrik waren für viele Komponisten und Schriftsteller, die Repressalien politischer Machthaber ausgesetzt waren, Ausdrucksformen ihrer persönlichen Weltsicht. In diesem quasi geschützten Raum legten auch Mieczyslaw Weinberg und Ossip Mandelstam ihre ureigenen, großteils auch autobiografischen Gedanken nieder. Der Kammermusikabend stieß auf großes Interesse und hinterließ einen berührenden und nachhaltigen Eindruck.

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"Traumzeit und Traumdeutung" - ein herausragendes Musikereignis nicht am Formarinsee, sondern in der Tennishalle
Jorge E. López' "Traumzeit und Traumdeutung" musste ins Ausweichquartier
Musik / Konzert
26.07.2010 Silvia Thurner

Die Eröffnung der diesjährigen „Kunst aus der Zeit“-Schiene bei den Bregenzer Festspielen war für das Organisationsteam, den Komponisten Jorge E. López sowie das Collegium Novum Zürich in erster Linie eine Zitterpartie. Zahlreiche wetterfeste und kulturbegeisterte Menschen trafen sich in Lech, um am Formarinsee eine einmalige musikalische Aktion, nämlich „Traumzeit und Traumdeutung“ von Jorge E. López zu erleben. Weil das Wetter zu ungewiss und das Risiko für die hochempfindlichen Instrumente zu groß war, musste die sinfonische Aktion jedoch in den Sportpark in Lech verlegt werden. Dabei erfuhren die Zuhörenden eindringlich, was sie aufgrund der Wetterkapriolen tatsächlich versäumt hatten. Das Collegium Novum Zürich unter der Leitung von Michael Wendeberg stellte bei dieser Performance ihre Professionalität unter Beweis.

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Die netten Melancholiker von nebenan - Nada Surf beim Feldkircher poolbar-Festival
Spielfreudig und unprätentiös – Daniel Lorca und Matthew Caws
Musik / Konzert
26.07.2010 Thorsten Bayer

Es ist schwer, diese Band nicht zu mögen. Als die Verantwortlichen des Feldkircher poolbar-Festivals Nada Surf vorschlugen, die üblichen 75 Minuten zu spielen, hatten die drei New Yorker etwas dagegen: Eine halbe Stunde länger sollte es schon sein.

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Weinbergs 17. Symphonie bei den Bregenzer Festspielen – Musik für die Rumpelkammer?
Der russische Dirigent Vladimir Fedoseyev und die Wiener Symphoniker © Bregenzer Festspiele, Dietmar Mathis
Musik / Konzert
26.07.2010 Fritz Jurmann

Hatte Mieczyslaw Weinberg so etwas wie eine Vorahnung, als er 1984 seine späte Symphonie Nr. 17, op. 137 zu Papier brachte? „Solche Werke haben ihren Platz in der Rumpelkammer“, meinte er damals in einem bemerkenswerten Anfall von Selbstironie. In Wirklichkeit hatte er wohl geahnt, wie altvaterisch und verstaubt diese Symphonie gewirkt haben mag und es heute noch tut, wie man sich am Sonntag bei der Matinee der Wiener Symphoniker überzeugen konnte. Das Werk ist beim Festspielpublikum schlicht durchgefallen, obwohl man sich für eine möglichst authentische Interpretation den russischen Pultstar Vladimir Fedoseyev eingeladen hatte, dem dieses Werk bei der Uraufführung auch gewidmet wurde.

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Aktuell in den Filmclubs (26.7. - 1.8. 2010)
Maria ihm schmeckt´s nicht
Film / Kino
25.07.2010 Walter Gasperi

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Bregenzer Festspiele: „Aida“ als Tourismusobjekt – auch in zweiter Auflage mehr Event als Oper
"Aida" ist gestern buchstäblich ins Wasser gefallen (© Bregenzer Festspiele/Kamil Kloch)
Musik / Konzert
23.07.2010 Fritz Jurmann

Die Bregenzer Festspiele haben sich schon im Vorjahr damit gebrüstet, die Wüstenoper „Aida“ von Giuseppe Verdi ins Gegenteil zu verkehren und im Wasser spielen zu lassen. Daran hat sich auch bei der Wiederaufnahme am Donnerstag nichts geändert, nur kam noch eine Komponente dazu: das Wasser von oben. Schon von Beginn an war es immer wieder zu kurzen Schauern gekommen, doch Akteure und das Publikum auf der ausverkauften Tribüne hielten tapfer durch. Erst als es im Nilakt, nach etwa drei Vierteln der Gesamtspielzeit, wie aus sprichwörtlichen Kübeln zu gießen begann, wurde der Rest der Vorstellung ins Haus verlegt, verkündet von einer von diesem Umstand offenbar völlig überraschten, stotternden Ansagerin.

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Alles unter Kontrolle - Archive in der poolbar
Archive - bei aller Wucht, die ihre Stücke entwickeln, eher Dienst nach Vorschrift
Musik / Konzert
23.07.2010 Thorsten Bayer

Kontrolle ist ihr Thema. Sie haben ihre Zuhörer im Griff. Wie könnte es auch anders sein, wenn das aktuelle Album einer Band „Controlling Crowds“ (Massen kontrollieren) heißt? 
Der Titelsong ist auch der Opener an diesem Abend in der Feldkicher poolbar. Kaum hat Sänger Pollard Berrier zum Mikrofon gegriffen, sind die geschätzt 800 Fans auf seiner Seite und singen mit. Es wird ein intensiver Abend, der Einiges von den Zuhörern verlangt – mit düsteren Texte über Abschied, Einsamkeit und Todessehnsucht in ebenso düsterer musikalischer Atmosphäre, die die sechs Musiker immer wieder neu gestalten. Links und rechts der Bühne laufen auf Leinwänden Filme, die traurige Bilder liefern, unter anderem von einer Armee aus Gesichtlosen.

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„Mit Herz und Sensibilität“ starteten die 65. Bregenzer Festspiele, respektvoll abgestimmt auf das diesjährige Thema „In der Fremde“
Videobotschaften internationaler Autoren
Gesellschaft
22.07.2010 Dagmar Ullmann-Bautz

Unspektakulär und sehr bedacht ging am Mittwoch vormittag die von Intendant David Pountney gestaltete Eröffnung der diesjährigen Bregenzer Festspiele über die Bühne. Die auf ein hochinteressantes Festspielprogramm hinweisenden musikalischen Anklänge, eingebettet in eindrucksvolle, auch multimedial aufbereitete Bilder, machten neugierig auf das Kommende und gaben den teilweise inhaltlich auch sehr anregenden Ansprachen den Rahmen.

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Bregenzer Festspiele: Holocaust-Oper „Die Passagierin“ – eine Entdeckung, die unter die Haut geht
Elena Kelessidi als Martha und Michelle Breedt als Lisa
Musik / Konzert
22.07.2010 Fritz Jurmann

Maßgeschneiderter Auftakt zum heurigen Motto der Bregenzer Festspiele, „In der Fremde“. Beklemmender als mit der szenischen Erstaufführung der Holocaust-Oper „Die Passagierin“ von Mieczyslaw Weinberg hätte man dieser Vorgabe nicht gerecht werden können. So sehr, dass dem erlauchten Premierenpublikum mit viel Politprominenz am Mittwoch im Festspielhaus am Ende der dreistündigen Aufführung der Jubel fast im Hals stecken blieb. Uneingeschränkter Respekt gebührt vorab der Festspielleitung für ihren Mut, damit das Werk eines im Westen praktisch unbekannten polnisch-russischen Komponisten jüdischer Abstammung ins künstlerische Zentrum des Festivals gehievt zu haben. Und gleich noch mit einem Programmschwerpunkt in weiteren Konzerten zu garnieren.

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Protestaktion der IG Kultur Vorarlberg im Rahmen der Festspiel-Eröffnung
Vorarlberger Kulturveranstalter protestierten im Rahmen der Festspiel-Eröffnung
Gesellschaft
21.07.2010 Peter Füssl

"Freie Kulturarbeit um 5 Prozent gekürzt - Guten Appetit!" war auf dem Transparent zu lesen, das Vorarlberger Kulturschaffende heute um 12 Uhr an der Tribüne der Seebühne enthüllten - just in jenem Augenblick, als die Festgäste der Eröffnung der Bregenzer Festspiele zum Buffet schritten.

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