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CD-Tipp

Esperanza Spalding: Chamber Music Society
CD-Tipp
09.03.2011 Peter Füssl

Als Esperanza Spalding bei der Grammy-Verleihung als „Best New Artist“ ausgezeichnet wurde, dürfte zwar so manchem Justin Bieber-, Drake- oder Florence and the Machine-Fan kurzfristig die Spucke weggeblieben sein, Jazz-Kenner waren aber wenig überrascht.

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Moddi: floriography
CD-Tipp
02.03.2011 Peter Füssl

Im Zeitalter der Reizüberflutung und massenhaften Neuerscheinungen kommt es nicht allzu häufig vor, dass sich ein Silberling in den CD-Player verirrt und man sich schon nach wenigen Minuten fern des Alltagsgetriebes, irgendwo ganz anders, in einer Art freiwillig gewählter Gefangenschaft wiederfindet. In einer Welt aus zauberhafter Melancholie und rauer, zerbrechlicher Schönheit, die oft nur aus wenigen Tönen hingetupft ist, die sich zuweilen zu einem stürmischen Soundorkan verdichten, der aber so rasch wieder bis zur absoluten Stille hin verebbt, wie er aufgezogen war.

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Joan As Police Woman: The Deep Field
CD-Tipp
27.02.2011 Peter Füssl

Auch mit ihrem dritten Album „The Deep Field“ geht die klassisch ausgebildete Violinistin und ausdrucksstarke Sängerin Joan Wasser, die durch ihre Engagements bei Antony and the Johnsons und bei Rufus Waingwright bekannt wurde, klar auf Distanz zu jenen Damen, die sich sonst so mit dem verkaufsfördernden „Soul“-Etikett versehen mehr oder weniger erfolgreich vermarkten lassen.

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Joseph Tawadros: The Hour Of Separation
CD-Tipp
23.02.2011 Peter Füssl

Dank genialer Großmeister wie dem Libanesen Rabih Abou-Khalil und den Tunesiern Anouar Brahem und Dhafer Youssef hat die arabische Kurzhalslaute Oud längst ihren Platz im internationalen Jazzgeschehen gefunden. Ebenfalls im arabischen Raum würde man Joseph Tawardos vermuten, tatsächlich lebt der gebürtige Ägypter aber seit seinem zweiten Lebensjahr in Australien, das musikalisch aber nicht auf ihn abgefärbt hat, wo er aber schon sechs sehr erfolgreiche, orientalisch orientierte CDs veröffentlichte.

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ShortCuts: Stump-Linshalm
CD-Tipp
22.02.2011 Silvia Thurner

Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm haben sich als neugierige, risikobereite und kreative Klarinettisten international einen Namen gemacht. KomponistInnen aus aller Welt komponieren im Auftrag der beiden Musiker, die in Vorarlberg leben. Nun legten sie eine Doppel-CD mit Kompositionen für Klarinette bzw. Bassklarinette vor und begeistern durch ihren unkonventionellen und inspirierten Zugang zur Musik unserer Zeit. „ShortCuts“ beinhaltet 34 kurze Stücke für Klarinetten- bzw. Bassklarinettenduo. Faszinierend ist die breit gefächerte Klangwelt, die mit Werken von KomponistInnen aus vier Kontinenten geöffnet wird.

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The Bad Plus: Never Stop
CD-Tipp
16.02.2011 Peter Füssl

Zwar verwursteten The Bad Plus pro CD maximal zwei Songs von so unterschiedlichen Hitlieferanten wie Nirvana, Abba, Black Sabbath, Radiohead, Vangelis, Pink Floyd, Bee Gees, Tears for Fears oder Burt Bacharach, dennoch waren es gerade diese gleichermaßen frechen wie genialen Coverversionen, die die Aufmerksamkeit auf dieses unkonventionelle New Yorker Trio lenkten. Dass Pianist Ethan Iverson, Bassist Reid Anderson und Drummer Dave King absolut keine fremden Federn notwendig haben, machen sie nun mit dem neunten Album in ihrer zehnjährigen Karriere klar.

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Asa: Beautiful Imperfection
CD-Tipp
09.02.2011 Peter Füssl

Zweieinhalb Jahre musste man warten, bis die in Paris geborene und in Lagos aufgewachsene Asa nach ihrem äußerst erfolgreichen Debut-Album endlich neue Songs nachlegte, dafür erfüllt sie nun mit „Beautiful Imperfection“ alle doch ziemlich hochgesteckten Erwartungen, die man an diese außergewöhnliche, 28-jährige Singersongwriterin nun einmal hat.

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Verneri Pohjola: Aurora
CD-Tipp
02.02.2011 Peter Füssl

In Finnland ist der 33-jährige, aus einer bekannten Jazzdynastie stammende Trompeter Verneri Pohjola längst ein vielfach ausgezeichneter Star, und man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass er mit seinem Debut-Album auf ACT sehr schnell auch die ihm gebührende internationale Anerkennung finden wird. Denn Pohjola ist nicht nur ein exzellenter, an Miles Davis orientierter Instrumentalist, sondern auch ein äußerst origineller und vielseitiger Komponist, der vor allem mit seinem ganz besonderen Talent im Umgang mit den unterschiedlichsten Klangfarben und -kombinationen überzeugt.

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Adele: 21
CD-Tipp
27.01.2011 Peter Füssl

Die Karriere der Londonerin Adele Adkins ist eine unglaubliche Erfolgsstory. Innerhalb weniger Jahre von der MySpace-Ikone zum Kritikerpreis der Brit Awards für die beste Newcomerin und zu vier Grammy-Nominierungen für ihr auf ihr Alter bezugnehmendes Debutalbum „19“, von denen sie dann zwei tatsächlich erhielt. Nun ist sie 21 Jahre alt und ihre zweite CD „21“ prescht schon wieder in die internationalen Charts, was man als fortgeschrittener Musikfan durchaus auch als schlechtes Omen deuten könnte.

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Norah Jones: ... Featuring
CD-Tipp
04.01.2011 Peter Füssl

Die Latte, an der sich Erfolg und Misserfolg messen lassen, ist bei der 31-jährigen Sängerin, Pianistin, Songwriterin und Schauspielerin (sie spielte die Hauptrolle in Wong Kar-wais "My Blueberry Nights") Norah Jones besonders hoch gelegt.

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In die Tiefen des Kontrabasses abgetaucht – Neues von „Bass Instinct“ mit Peter Herbert
CD-Tipp
30.12.2010 Fritz Jurmann

Die Gruppe „Bass Instinct“, die sich mit ihrer dritten CD präsentiert, ist auch im Vorarlberger Konzertleben bereits des Öfteren erfolgreich in Erscheinung getreten: Sechs namhafte österreichische Kontrabassisten, darunter der Bregenzer Ausnahmebassist und Komponist Peter Herbert oder Gerhard Muthspiel und Ernst Weissensteiner, die sich hier erneut auf die Suche begeben nach dem tieferen Sinn ihres Instruments. Diese Musiker tauchen gerne ab in Bereiche, die üblicherweise das Fundament jedes ordentlichen Symphonieorchesters bilden, nun aber sind sie zu Sechst auf sich allein gestellt mit ihren Ungetümen.

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Lizz Wright: Fellowship
CD-Tipp
28.12.2010 Peter Füssl

Nach einem kurzen, aber erfolgreichen, von Calexico-Mastermind Joey Burns begleiteten Ausflug in Americana-Gefilde ist Lizz Wright nun wieder zu ihren musikalischen Wurzeln zurückgekehrt. Als Tochter eines Predigers aus Georgia ist sie mit Gospelklängen groß geworden – diesen frühen Erfahrungen widmet sie ein achteinhalb Minuten langes, mitreißendes, durchaus authentisch wirkendes Gospel-Medley, bei dem sie mit einfachsten Mitteln eine unglaubliche Wirkung erzielt.

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Dieter Ilg: Otello
CD-Tipp
22.12.2010 Peter Füssl

Wer den virtuosen deutschen Kontrabassisten Dieter Ilg schon einmal gehört hat, wundert sich keineswegs über dessen Vorliebe für Giuseppe Verdis „Otello“, denn Ilg ist ein ausdrucksstarker Geschichtenerzähler auf dem Bass, einer mit viel Gespür für dramatische Entwicklungen, harmonische Wendungen und eingängige Melodien.

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Renaud García-Fons: Méditerranées
CD-Tipp
20.12.2010 Peter Füssl

Der französische Kontrabassist Renaud García-Fons ist ein unglaublicher Virtuose, der seiner fünfsaitigen Spezialanfertigung atemberaubende Töne zu entlocken vermag. Er ist aber auch ein versierter Komponist mit einem schier unerschöpflichen Repertoire an eingängigen Melodien, die ihm als Basis für mitreißende Stücke dienen, die er für sich und seine Mitmusiker maßschneidert.

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Kammerorchester „Arpeggione“ legt Bilanz vor - Eine neue CD zum 20-Jahr-Jubiläum
CD-Tipp
16.12.2010 Fritz Jurmann

Etwas verspätet ist das Produkt zwar auf den Markt gekommen, zwei Monate nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen in der Pfarrkirche Hohenems, aber immer noch rechtzeitig vor dem Fest und damit geeignet als sinnvolles Geschenk für die vielen Freunde und Fans des Kammerorchesters „Arpeggione“ Hohenems. Die neue CD ist eine Art musikalische Bilanz nach zwei Jahrzehnten, gibt sich äußerlich bescheiden, in Schwarz gehalten mit einem stilisierten Kontrabassisten, den man eher dem Jazzbereich zuordnen würde. Doch viel wichtiger bei einem Tonträger ist der Inhalt, aber auch da gibt es gewisse Vorbehalte, die möglicherweise auf den enormen Zeitdruck während der Produktion der CD zurückzuführen sind.

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Charles Lloyd Quartet: Mirror
CD-Tipp
14.12.2010 Peter Füssl

Man müsste dem leider längst verstorbenen französischen Pianisten Michel Petrucciani eigentlich noch posthum eine Medaille dafür verleihen, dass es ihm in den 80er Jahren gelang, den Weltklassesaxophonisten Charles Lloyd, der sich völlig von der Jazzszene zurückgezogen hatte und als Lehrer für Transzendentale Meditation arbeitete, zurück auf die Bühne zu bringen.

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Das Opus 1 des Organisten Günther Fetz - Eine packende lateinische Chor- und Orgelmesse
CD-Tipp
11.12.2010 Fritz Jurmann

Die Überraschung war perfekt, als heuer im Frühjahr bekannt wurde, dass Vorarlbergs Orgellegende Günther Fetz unter die Komponisten gegangen ist und gleich auf Anhieb eine mitreißende lateinische Chormesse mit virtuoser Orgelbegleitung vorlegte. Inzwischen sind von diesem Werk sowohl eine CD mit einem Mitschnitt der Uraufführung als auch das komplette Notenmaterial erschienen.

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Trombone Shorty: Backatown
CD-Tipp
07.12.2010 Peter Füssl

"Supafunkrock" nennt Trombone Shorty seinen Musikstil - und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt. Troy Andrews heißt der mitreißende Posaunist mit bürgerlichem Namen, der seinen Spitznamen im heimatlichen New Orleans verpasst bekam, weil er angeblich schon im zarten Alter von vier Jahren bei einer Streetparade mit seiner Posaune mitmarschierte, die größer war als er selber.

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Neue Doppel-CD als repräsentative Dokumentation zum Jubiläum des Symphonieorchesters Vorarlberg
CD-Tipp
03.12.2010 Fritz Jurmann

Zum Jubiläum seines 25-jährigen Bestehens, das dieser Tage mit beeindruckenden Aufführungen von Beethovens „Neunter“ mit dem Chor über Schillers „Ode an die Freude“ in Bregenz und Feldkirch begangen wurde, hat das Symphonieorchester Vorarlberg auch eine Doppel-CD unter dem Titel „Sternstunden“ veröffentlicht. Sie enthält sorgfältig ausgewählte Livemitschnitte des ORF von Konzerten des Orchesters aus den Jahren 1996 bis 2010 und ist damit ein fabelhafter Leistungsbeweis, aber auch eine glänzende Visitenkarte dieses im Kulturleben unseres Landes mittlerweile so stark verankerten Klangkörpers.

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Vijay Iyer: Solo
CD-Tipp
30.11.2010 Peter Füssl

Speziell bei Solo-CDs, die naturgemäß einen besonders unverstellten Blick auf einen Musiker ermöglichen und den aktuellen Zustand seiner kompositorischen Fähigkeiten und seines instrumentaltechnischen Könnens repräsentieren, reicht es manchmal schon, die Auflistung jener Namen zu lesen, denen der Musiker seinen ganz persönlichen musikalischen Output widmet. Im Fall von Vijay Iyer sind dies die Pianisten Thelonious Monk, Andrew Hill, Duke Ellington, Muhal Richard Abrams, Randy Weston, Cecil Taylor und Sun Ra, sowie Wadada Leo Smith, Steve Coleman und Roscoe Mitchell, die ihn als Komponisten-Performer besonders beeindrucken.

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