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CD-Tipp

Kompost 3: Abyss/Aloft
CD-Tipp
23.05.2019 Peter Füssl

Zum zehnjährigen Band-Jubiläum beschenken sich Kompost 3 selber und ihre zahlreichen Fans mit einem kaum zu überbietenden musikalischen Gegensatzpaar: „Abyss“ und „Aloft“.

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Klaus Michler - km special : Fusion Project 1
CD-Tipp
21.05.2019 Peter Füssl

An manchen Geburtstagsgeschenken darf auch die Allgemeinheit partizipieren, etwa an der vorliegenden CD, die sich der gitarrespielende Apotheker bzw. pharmazeutisch ausgebildete Gitarrist Klaus Michler zum 55. Geburtstag selber geschenkt hat. Unter dem Pseudonym km special spielte der Vorarlberger Fusion-Aficionado mit einer Handvoll ausgesuchter Profis zehn seiner Eigenkompositionen im Dornbirner TonZoo ein.

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Angélique Kidjo: Celia
CD-Tipp
16.05.2019 Peter Füssl

Nicht alle 16 Studioalben der 1960 in Benin geborenen Angélique Kidjo sind vorbehaltlos zu empfehlen, aber die grammygekürten „Djin Djin“, „Eve“ und „Sings“ mit dem Orchestre Philharmonique Luxembourg oder die letztjährige originelle Bearbeitung des Talking Heads-Klassikers „Remain in Light“ sind es – und auch die nun vorliegende Hommage an die 2003 verstorbene, kubanisch-amerikanische „Queen of Salsa“ Celia Cruz zählt zu den absoluten Highlights in Kidjos Oeuvre.

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Andrew Bird: My Finest Work Yet
CD-Tipp
14.05.2019 Peter Füssl

Das 15. Studioalbum „My Finest Work Yet“ des unkonventionellen Multiinstrumentalisten und Singersongwriters Andrew Bird mag vielleicht – wie der Titel ironisch suggeriert – tatsächlich sein bestes sein, ist aber ganz sicher sein politischstes. Denn der exzellente Geiger aus Chicago bezog seine Inspirationen zum Gros der neuen Songs aus dem politischen Wandel nach dem Wahlsieg Donald Trumps, der die Spaltung der US-Gesellschaft nochmals vertieft hat.

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Areni Agbabian: Bloom
CD-Tipp
09.05.2019 Peter Füssl

In gar nicht so seltenen Fällen sind gerade die wohlüberlegte klangliche Reduktion und ein wundervoll ausgewogenes Verhältnis zur Stille jene Voraussetzungen, die außergewöhnliche Musik in voller Pracht erblühen lassen. So zu erleben bei „Bloom“, dem ECM-Debütalbum der jungen, in Santa Monica geborenen improvisierenden Vokalistin, Pianistin, Geschichtenerzählerin, Performerin – die Liste ihrer Interessensgebiete und bisherigen Aktivitäten ließe sich noch lange fortsetzen – Areni Agbabian.

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Daniel García Trio: Travesuras
CD-Tipp
07.05.2019 Peter Füssl

Bereits mit dem knapp acht Minuten langen Opener „Porto de rabia y miel“, der einzigen Fremdkomposition des Albums, wird klar, wohin die Reise geht. Sie stammt vom Gitarristen Paco de Lucia und dem Sänger Camarón de la Isla, die in den frühen 1970-er Jahren im Duo die starren Traditionen des Flamenco aufbrachen – ein Anliegen, das auf der Wunschliste des 35-jährigen Daniel García ebenfalls ganz oben stehen dürfte. Der aus Salamanca stammende, gleichermaßen experimentierfreudige wie virtuose Pianist, der sich – nach einer klassischen Ausbildung – bei Danilo Pérez am Berklee College of Music den letzten musikalischen Feinschliff geholt hat, entführt die Zuhörer auf eine rhythmisch und harmonisch waghalsige, mit farbenprächtigen, eingängigen Melodien angereicherte Expedition durch ein musikalisches Spannungsfeld aus Flamenco, zeitgenössischem Jazz und Klassik.

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Aldous Harding: Designer
CD-Tipp
02.05.2019 Peter Füssl

Die 29-jährige Aldous – bürgerlich: Hannah – Harding hat es mit zwei Alben vom Insider-Tipp zur fixen Größe am Indie-Folk-Pop-Himmel geschafft, einige Konzerte der Präsentationstour für die neue Scheibe „Designer“ waren schon ausverkauft, als noch kaum ein Ton daraus bekannt war. Ihre seltsam bizarren Auftritte – als Beispiele mögen ihre neuesten Videos „The Barrel“ und „Fixture Picture“ dienen – dürften ein Grund dafür sein.

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Bill Frisell / Thomas Morgan: Epistrophy
CD-Tipp
30.04.2019 Peter Füssl

Wie das 2017 erschienene, von Fans und Kritik begeistert aufgenommene Duo-Album „Small Town“ haben Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan auch das Nachfolgewerk wieder live vor Publikum im legendären New Yorker Jazzclub Village Vanguard eingespielt. Und wie damals verblüffen sie bei der Stückwahl auch dieses Mal wieder durch große Offenheit für alle Genres – Frisell nennt in dieser Hinsicht Sonny Rollins und Miles Davis als Vorbilder –, wobei sich durchaus Parallelen zum Vorgänger-Album ergeben. So gelingt es Bill Frisell, selbst bei vielgespielten und somit in gewisser Weise „vorbelasteten“ Titeln, dank seiner musikalischen Neugier, seines Einfallsreichtums und seiner enormen Erfahrung zu den essentiellen Bestandteilen einer Komposition vorzudringen und dieser auf unkonventionelle Weise neues Leben einzuhauchen.

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Billie Eilish: When We All Fall Asleep, Where Do We Go?
CD-Tipp
25.04.2019 Peter Füssl

Und weiter geht’s im Reigen blutjunger, (verhaltens-)origineller Supertalente, eine Sparte, in der die Frauenquote längst übererfüllt sein dürfte. Aber Quote hin oder her, auf eine wie Billie Eilish möchte niemand verzichten, wie die unzähligen Feuilleton-Artikel in renommierten Blättern eindrucksvoll beweisen. Das Ende März veröffentlichte Debütalbum mit dem ausgefallenen Titel „When We All Fall Asleep, Where Do We Go?” brachte der 17-jährigen Billie Eilish Pirate Baird O’Connell aus Los Angeles Rekordzahlen bei den diversen Internetplattformen ein: z.B. 17 Millionen Instagram-Follower, eine Milliarde Streams weltweit, 86 Millionen wollten auf Youtube sehen, wie sie im Video zu „You Should See Me In A Crown“ Dutzende Spinnen auf sich krabbeln lässt und eine Vogelspinne in den Mund nimmt, 126 Millionen klickten das Horror-Paranoia-Suizid-Video zu „Bury A Friend“ an, einem Song, der in der Zeile „I wanna end me“ kulminiert.

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Adam Bałdych Quartet: sacrum profanum
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18.04.2019 Peter Füssl

Als jungen Geiger hat man den heutigen Starviolinisten Adam Bałdych von der Musikschule geworfen, weil er Jazz spielte und weil sein Versuch, den Geigenklang neu zu definieren, partout nicht in die Ohren der Klassiker passen wollte. Längst hat sich Bałdych mit der Klassik ausgesöhnt und integriert in seine gleichermaßen vom Jazz inspirierte Musik seinen Zwecken dienliche Elemente ungeachtet aller Genregrenzen. Es ist also wenig verwunderlich, dass der heute 32-jährige Pole auf der Suche nach zeitloser Schönheit, Harmonie und Wahrheit zur sakralen Musik fand, die er respektvoll neu arrangierte und in seiner zeitgemäßen Musiksprache interpretierte, ohne sie ihres mystischen Charakters zu berauben.

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The Claypool Lennon Delirium: South of Reality
CD-Tipp
16.04.2019 Peter Füssl

Es muss die Hölle sein, als Sohn von John Lennon und Yoko Ono Popmusik machen zu wollen. Der mittlerweile auch schon 43-jährige Sean Lennon packt aber den Stier bei den Hörnern und versucht gar nicht erst, nicht wie sein Vater zu klingen. Ganz im Gegenteil, nie klang er ihm ähnlicher als auf dem zweiten Album mit Les Claypool, dem Sänger und genialen Bassisten der für ihre schrägen musikalischen Ideen (Eigendefinition: „psychedelic polka“) und skurrilen Texte bekannten kalifornischen Metal-Jazz-Funk-Prog-Rock-Band Primus.

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Giovanni Guidi: Avec Le Temps
CD-Tipp
11.04.2019 Peter Füssl

Das Wissen um die Jazztradition, verbunden mit einem unstillbaren Wunsch nach kreativer Weiterentwicklung derselben und ein feines Händchen für lyrisch-melodische Raffinessen, charakterisiert den in der Nähe von Perugia geborenen Pianisten Giovanni Guidi, kein Wunder also, dass ihn der bei weitem nicht nur für den italienischen Jazz bedeutsame Trompeter Enrico Rava bereits als 17-jährigen in seine Band holte. Gemeinsam mit dem vielbeschäftigten amerikanischen Kontrabassisten Thomas Morgan und dem portugiesischen Drummer João Lobo hat Guidi bereits die exzellenten ECM-Alben „City of Broken Dreams“ und „This Is The Day“ vorgelegt, und die bestens aufeinander eingespielten Brüder im Geiste bestreiten nun gemeinsam auch den Opener und das Finale des neuen Albums.

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Sigrid: Sucker Punch
CD-Tipp
09.04.2019 Peter Füssl

Sigrid Solbakk Raabe ist gerade mal 22 Jahre alt und auf dem besten Weg, von der norwegischen Kleinstadt Ålesund aus die Pop-Welt zu erobern. Lorde, Adele oder Robyn fallen einem spontan ein, wenn man die zwölf Titel von Sigrids Debütalbum „Sucker Punch“ zum ersten Mal hört, und dennoch verfügt sie über mehr als genug Eigenständigkeit, Unverwechselbarkeit und vor allem Talent, um sich in der Riege starker junger Sängerinnen behaupten zu können. Zuerst haben das wohl die Briten erkannt, die BBC hat Sigrid zur „Sound of 2018“-Siegerin gekürt, so ihre Karriere maßgeblich angeschoben, was zu zahlreichen Festival-Auftritten, Dauer-Rotation ihrer EP „Don’t Kill My Vibe“, Gold-Status und lukrativen Werbeaufträgen führte.

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BartolemeyBittmann: Dynamo
CD-Tipp
04.04.2019 Peter Füssl

Wer sich angesichts der Besetzung Cello und Violine/Mandola stimmungsvolle Geruhsamkeit und akademische Ernsthaftigkeit erwartet, wird vom umwerfenden Elan dieses explosiven Saitengespanns glatt weggeblasen – pardon: weggestrichen. Nicht dass es etwa an Ernsthaftigkeit fehlen würde, aber die vor sechs Jahren von Matthias Bartolomey und Klemens Bittmann – beides hoch angesehene Mitglieder der österreichischen Streicheravantgarde – gestartete Suche nach bislang Ungehörtem für diese außergewöhnliche Duokonstellation förderte viel Überraschendes zutage. Zuerst zu hören auf den 2015 beim österreichischen Label Preiser Records erschienenen Alben „Meridian“ und „Neubau“ und nun perfektioniert, aber immer noch voller Ecken und Kanten auf dem Debüt beim renommierten Münchner Label ACT.

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The Comet Is Coming: Trust In The Lifeforce of Deep Mystery
CD-Tipp
02.04.2019 Peter Füssl

Es braucht große Füße, um in die Schuhe von Sun Ra, Alice Coltrane oder Pharoah Sanders zu schlüpfen! Diese erste Reaktion auf das Cover und den Titel des zweiten Longplayers „Trust In The Lifeforce of The Deep Mystery“ des britischen Trios The Comet Is Coming wird schnell einmal ad aburdum geführt, denn es geht den Herren keineswegs um eine Revitalisierung der epochalen Ausflüge genannter Referenzgrößen in das, was diese einstmals musikalisch und philosophisch für den Outer Space hielten. Deren Konzepte dienen bestenfalls als Ausgangspunkt für die einerseits radikalen, andererseits dancefloor-tauglichen Klangexpeditionen des gefeierten Saxophonisten Shabaka Hutchings, der sich in diesem Projekt genre-gemäß King Shabaka nennt, und des Elektronic-Duos Soccer96, bestehend aus dem Synth-Spezialisten Danalogue (Dan Leavers) und dem Drummer Betamax (Max Hallett).

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Sokratis Sinopoulos Quartet: Metamodal
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28.03.2019 Peter Füssl

Der Schmerz, aber auch die Schönheit von Jahrhunderten scheint in dieser die Atmosphäre der Ägäis verströmenden Musik zu liegen, wohltuende Wärme und melancholische Sehnsucht, die sich von Zeit zu Zeit in lebensfrohen, quicklebendigen, fast schon zum Tanzen einladenden Passagen entladen. Ungeheure Tiefe, zerbrechliche Zartheit und ganz großes Drama fügen sich mit großer emotionaler Kraft in diesen acht neuen Kompositionen zusammen, die der griechische Lyra-Virtuose Sokratis Sinopoulos sich und seinem Langzeit-Quartett mit dem Pianisten Yann Keerim, dem Kontrabassisten Dimitris Tsekouras und dem Drummer Dimitris Emmanouil auf den Leib geschrieben hat.

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Nguyên Lê Quartet: Streams
CD-Tipp
21.03.2019 Peter Füssl

Auch auf seinem 16. Album für das Münchner ACT-Label erweist sich der ausgesprochen vielseitige, vietnamesisch-stämmige, französische Gitarrist Nguyên Lê wieder als genialer musikalischer Vermittler zwischen Jazz, Rock und fernöstlichen Musikstilen. Zwar verzichtet er dieses Mal auf exotisches Instrumentarium, aber schon die ersten unverkennbaren, asiatische Ethno- und westliche E-Gitarren-Stile verschmelzenden Töne weisen „Streams“ als typisches Nguyên Lê-Werk aus.

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Grand Ensemble Koa: Beat
CD-Tipp
19.03.2019 Peter Füssl

Hierzulande wenig bekannt ist das neunköpfige französische Grand Ensemble Koa, das nach einem Album zu Alfred Jarrys groteskem „Ubu roi“ seiner Experimentierlust nun mit einem Projekt zur Beat Generation freien Lauf lässt. Bandleader und Bassist Alfred Vilayleck ließ sich von den Texten und dem mit Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs assoziierten Lebensgefühl zu den bis zu zwölf Minuten langen Kompositionen inspirieren, die im Spannungsfeld von Modern Jazz und Progressive Rock eine enorme Dynamik entwickeln und auch viel Raum für spannende Improvisationen lassen.

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Rigmor Gustafsson: Come Home
CD-Tipp
14.03.2019 Peter Füssl

Mit diesem Album fühle ich mich, als ob ich endlich gelandet wäre und etwas Neues erreicht hätte, aber auch etwas, das immer schon in mir geschlummert hatte. Ich fühle mich, als ob ich zuhause angekommen wäre“, schreibt Rigmor Gustafsson in den Liner Notes zu ihrem siebten ACT-Album, für das sie sich mehr als vier Jahre Zeit gelassen hat. In der Tat hat sie sich in Kooperation mit renommierten schwedischen Textern acht Eigenkompositionen auf den Leib geschrieben, die ihre warme, ausdrucksstarke und durch ihre Natürlichkeit bestechende Stimme ins perfekte Rampenlicht setzen.

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Joachim Kühn: Melodic Ornette Coleman
CD-Tipp
12.03.2019 Peter Füssl

Free Jazz-Legende Ornette Coleman war eher zurückhaltend und besonders wählerisch, wenn es um Pianisten ging. Er nahm mit Paul Bley und Geri Allen auf, ein ganz besonderes Verhältnis entwickelte er aber zum vierzehn Jahre jüngeren deutschen Pianisten Joachim Kühn, mit dem er zwischen 1995 und 2000 sechzehn Duo-Konzerte gab. Vor jedem Konzert ließ er Kühn nach New York einfliegen und probte mit ihm sieben Tage à 14 Stunden lang zehn neue Kompositionen in seinem Harmolodic Studio in Harlem ein, die dann im Konzert aufgeführt wurden, ehe sie wieder in der Schublade verschwanden.

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