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Christina Porod · 20. Feb 2014 · Ausstellung

Was schlummert da noch? – „Neuerwerbungen von Ai Weiwei bis Zobernig“ im KUB Sammlungsschaufenster in Bregenz

Nach der erfolgreichen Präsentation der Architekturmodelle von Peter Zumthor ist die Präsentation der „Neuerwerbungen von Ai Weiwei bis Zobernig“ nun das zweite Projekt im KUB Sammlungsschaufenster. Im angrenzenden Postgebäude zeigt das Kunsthaus Bregenz zum ersten Mal in der 17-jährigen Geschichte einen kleinen Ausschnitt seiner Sammlung zeitgenössischer Kunst. Einen Tag vor der Eröffnung gewährten heute Mittag Direktor Yilmaz Dziewior und Kurator Rudolf Sagmeister bei einer Pressekonferenz Einblicke in die Ausstellung.

„Das Sammlungsschaufenster mehr ins Bewusstsein bringen“, ist laut Yilmaz Dziewior ebenso ein Anspruch dieser Ausstellung, wie „neugierig machen, was da sonst noch schlummert“. Die Ausstellung konzentriert sich auf Exponate, die seit Herbst 2009 erworben worden sind, dem Beginn seiner Amtszeit als Direktor. Unter der Leitung von Dziewior fanden so manche Arbeiten aus vergangenen Ausstellungen ihren neuen Raum im Postgebäude. Auch von der aktuellen Ausstellung „I love you!“ des aus Kamerun stammenden Künstlers Pascale Marthine Tayou wird etwas in Bregenz zurückbleiben.
„Wenn die Künstlerinnen und Künstler schon so großzügig sind, wollen wir die Arbeiten auch öffentlich halten,“, erläutert Direktor Yilmaz Dziewior seine Überlegungen zur Ausstellung.

Spiegel der bisherigen Aktivitäten


Demgemäß trifft man im Sammlungsschaufenster immer wieder auf alte Bekannte.
Ihren Weg dorthin finden die Exponate auf unterschiedliche Weise, zum Großteil sind sie Schenkungen, die zum Teil aus der befruchtenden Zusammenarbeit zwischen KünstlerIn und KUB entstanden sind. Aber auch mit Unterstützung aus dem Fonds der Galerienförderung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur konnten viele Exponate junger österreichischer Kulturschaffender angekauft werden. So beispielsweise die Fotoserie „Basic Vorarlbergian“ des in New York lebenden und in Bludenz geborenen Künstlers Rainer Ganahl.
Auf den Anspruch der Vollständigkeit wurde in der Präsentation bewusst verzichtet. Als Spiegel der bisherigen Aktivitäten ermöglicht die Ausstellung aber einen Überblick über die künstlerischen Medien der heutigen Zeit. Neben Video-, Malerei- und Papierarbeiten sind zudem Fotografien, Skulpturen und Installationen zu sehen.

Von Lichtskulpturen und Porzellan-Arbeiten


Die koreanische Künstlerin Haegue Yang ist mit zwei ihrer - aus den bizarrsten Materialkombinationen gefertigten - Lichtskulpturen vertreten.
Zugänglich gemacht wird auch „Rock“ des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Die fünf individuellen Stücke, mit weißer Glasur überzogen und filigran verziert, sind in einer althergebrachten Handwerkstradition in der chinesischen Stadt Jingdezhen, die als Ursprung der Porzellan-Produktion gilt, hergestellt. VALIE EXPORT ist mit sehr unterschiedlichen Arbeiten vertreten: mit den beiden Vitrinen „Homometer“ und „Body Sign Action“ und der Fotografie „Body Sign A“.
Mit weiteren Arbeiten von Cosima von Bonin, Harun Farocki, Rainer Ganahl, Guyton/Walker, Roni Horn, Anita Leisz, Dorit Margreiter, Miriam Prantl, Florian Pumhösl, Danh Vo und Heimo Zobernig startet die Ausstellung morgen, den 21. Februar.

„Neuerwerbungen von Ai Weiwei bis Zobernig“
22.2. – 7.9.2014
Eröffnung: Fr, 21.2., 18 Uhr
KUB Sammlungsschaufenster