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Ausstellungen

Artikelaktionen
Ausstellung 12.12.2018
Karlheinz Pichler

Das Farben- und Formenspiel eines sich häutenden Baumes – Zum neuen Buch „Platanen“ des Fotografen Nikolaus Walter
Nikolaus Walter: Platane, Montlucon, Frankreich, 2006

Als Nikolaus Walter 2014 in der Galerie Kurzemann in Götzis erstmals Farbfotografien von Platanen ausstellte, war die Überraschung der Besucher perfekt, kannte man den in Feldkirch wohnenden Fotokünstler doch bislang als Meister der Schwarzweißfotografie und als Darsteller von Menschen in allen möglichen Lebens(schräg)lagen. Und nun dies: Ein Farbenmeer, das nur von einem einzigen Motiv handelte, dazu noch von einem landschaftlichen, der Platane. Doch die Überraschung legte sich und die Verwunderung wich einem „Wow“, denn die Fotografien erinnern großteils an abstrakte Gemälde.

Ausstellung 12.12.2018
Martina Pfeifer Steiner

Das peacearthotel im neueröffneten TSCHOFEN in Bludenz
Alte, eingegossene Kommunikationsobjekte erinnern daran, dass Vergangenheit unveränderbar ist

Das gesamte Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis bespielte sie 2017 als peacearthotel. Im Dezember 2018 öffnet nun das TSCHOFEN als neues Stadthotel in Bludenz seine Pforten und Ruth Gschwendtner-Wölfle pflanzt das erste reale peacearthotel ebendarin ein. Der Friede ist – besonders vor Weihnachten – das zentrale Thema. Von kitschüberladenen Dekovarianten bis hin zu weltweiten Hilfsprojekten reicht die Palette. Doch Friede ist die Grundlage für Glück, Leben, Kultur, Wohlstand. Friede ist unsichtbar, wenn er da ist, und es ist gefährlich, wenn er fehlt.

Ausstellung 09.12.2018
Karlheinz Pichler

„Kohle ist auch Asche!“ – Der Künstler Manfred Bockelmann zeichnet gegen das Vergessen an
Manfred Bockelmann: Erdmann Schmidt, 7 Jahre, von Dr. Josef Mengele in Auschwitz ermordet

Der Kärntner Künstler Manfred Bockelmann, der in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden ist, widmet sich seit rund acht Jahren dem „Zeichnen gegen das Vergessen“. Bei diesem Zyklus, an dem er so lange weiterarbeiten will, wie er den Stift noch in Händen halten kann, handelt es sich um großformatige Porträts von Kindern und Jugendlichen, die der Tötungsmaschinerie des Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind und in den KZ und anderen Einrichtungen ermordet wurden. Bockelmann, der um neun Jahre jüngere Bruder des vor vier Jahren verstorbenen Sängers Udo Jürgens, will mit diesen Kohlezeichnungen, die unter die Haut gehen, „Zeichen gegen das Vergessen“ setzen. Es gehe ihm darum, „zumindest einigen wenigen Namen und Nummern Gesichter zu geben, ein paar Menschen aus der Anonymität der Statistik herauszuheben“, wie er selber sagt.

Ausstellung 05.12.2018
Peter Niedermair

Alois Galehr: „Refugium Karton“ – Ausstellung in der Villa Falkenhorst, Thüringen
CAVALLINO IV (Foto: Alois Galehr)

Alois Galehr tritt dann auf den Plan, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass der Karton als Verpackungsmaterial weggeschmissen wird. Karton ist die Traummaschine des Alois Galehr. Er ist kein Horter. Er sammelt nur Karton. Er ist kein Messie. Ganz und gar nicht. Sein Haus in Vandans, sein Atelier, die Kellerräume, alles picobello. Da liegt nicht einfach etwas herum, alles ist verräumt. In Schachteln großteils. Wie sonst? Seine Kunst ist eine mehrdimensionale, schneiden und brechen sich doch klassische Kunstdisziplinen, Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Er arbeitet in Serien. Wiederholt konsultiert er seine Karton-Kultur-Archive, liest darin, im übertragenen Sinne, als wolle er den Wert und Unwert des Materials aktuell analysieren und neu bewerten.

Ausstellung 29.11.2018
Karlheinz Pichler

Nach dem großen Kino folgt im KUB das Jahr der Gesichter
Tacita Dean: The Montafon Letter. Kreidezeichnung, 366 x 732 cm, 2018 (Foto: Karlheinz Pichler)

Ob das Kunsthaus Bregenz (KUB) dieses Jahr die Besuchermarke von 50.000 knackt, hängt letztlich von der aktuell laufenden Schlussausstellung des Jahres ab, die dem Schaffen der britischen Künstlerin Tacita Dean gewidmet ist, der großen Verfechterin des analogen Films. Gelingt es, läge man deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre, ausgenommen des Jubiläumsjahres 2017, denn da gab es aufgrund der unzähligen Veranstaltungen einen Ausreißer nach oben auf über 77.000 BesucherInnen. Im kommenden Jahr setzt KUB-Direktor Thomas D. Trummer einen Schwerpunkt auf „handfeste“ Kunst. Gezeigt werden unter anderem Gemälde von Miriam Cahn und Skulpturen von Thomas Schütte. Thematisch zieht sich das „Gesicht“ wie ein roter Faden durch das neue Programmjahr.