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„Vorarlberg – und darüber hinaus“ – Alois Niederstätters Vorträge zu Geschichte und Gegenwart zum Nachlesen
Was macht eigentlich ein Landesarchivar? Ganz so einfach ist die Antwort auf diese Frage nicht. Ein Landesarchivar sorgt in erster Linie dafür, dass jenes Schriftgut, das von Amts wegen aufbewahrt werden muss, gesichtet, bewertet und geordnet wird – und schließlich in geeigneter Form den Archivbenutzern zugänglich gemacht wird. Zu den Benutzern gehören nicht zuletzt die MitarbeiterInnen der Landesverwaltung, denen der Landesarchivar wiederum beibringen muss, wie sie ihre Akten am besten so aufbewahren, dass sie später ordentlich archiviert werden können. Ein Landesarchivar muss aber auch Unterlagen für Reden der Landespolitiker liefern, sie fachlich beraten und mitunter auch selbst Vorträge zu bestimmten Themen halten. Ein Landesarchivar sollte eigentlich auch forschen und die Ergebnisse seiner Forschungen publizieren – wenn er dafür Zeit hat.
Existiert in Kritiken / Literatur
Das „Hohenems Lesebuch“ - Geschichten rund um den Schlossberg
Die Endgültigkeit der Deutung ist unmenschlich, weil sie am Ende nur historische Gleichgültigkeit und Ahnungslosigkeit erzeugt, zitiert Daniela Egger den in Vorarlberg lebenden Germanisten und Theologen Willibald Feinig. Weil erst viele Stimmen Geschichte ergeben, und weil es – wie es der italienische Archäologe und Kunsthistoriker Salvatore Settis formuliert hat – nicht nur eine Vergangenheit gibt, sondern mehrere, „und oft stehen sie im Widerspruch zueinander“, empfiehlt sich das soeben im Verlag unartproduktion erschienene „Hohenems Lesebuch“, für das Daniela Egger zahlreiche Geschichten „vom Fuße des Schlossbergs, von zwei Gassen, die es so nie gab, von Häusern und Menschen, die so, aber gleichzeitig immer auch anders waren und von Ereignissen, die so viele Geschichten wie ErzählerInnen haben“, ausgewählt und zusammengestellt hat; ein Buch, das keinen Anspruch an Vollständigkeit stellt, sondern das Ziel verfolgt, unterhaltsame, kleine Blitzlichter auf die Geschichte von Hohenems und die Menschen zu werfen, die darin vorkommen.
Existiert in Kritiken / Literatur
Schwarzes Vorarlberg - mehr als „Mohren“
Mehrjährige Expeditionen ins „afrikanische Österreich“ hat der Wiener Universitätsprofessor Walter Sauer unternommen und die Ergebnisse nun in einem bestens geschriebenen und mit vielen Bildern ausgestatteten Buch von über 400 Seiten festgehalten. Vorweg: Das ist eine äußerst informative und anschauliche Darstellung dessen, was in öffentlich zugänglichen Räumen an historischen Zeugnissen der Beziehungen zu Afrika - von Bildern bis zu Straßennamen - vorhanden ist. Auch Vorarlberg kommt nicht zu kurz (S. 358 - 378), und wer will, kann anhand dieses Buches ebenfalls im benachbarten Tirol (sowie natürlich in den übrigen Bundesländern) reichlich fündig werden.
Existiert in Kritiken / Literatur
„Mord unterm Hirschgeweih. Inspektor Ibeles wildester Fall“ - Peter Natters neuer Kriminalroman
„Inspektor Ibele hat manches schon erlebt“, spannt Peter Natter den Bogen von der Cello Toten in Schwarzenberg, seinem letzten Roman, ins Silbertal. Diesmal führt er den Leser mit Chefinspektor Isidor Ibele in den Süden Vorarlbergs, wo man es nicht mit blühenden Zitronen zu tun hat, sondern mit den höchsten Bergen des Landes. Der Autor zieht unsere Blicke hinein in eine Gebirgswelt mit bizarren Felsriffen, Steingärten und hoch gelegenen Graslandschaften, in jenes Tal, das sich heute längst dem Tourismus überantwortet hat, „ansichtskartenschön“ (S. 33). Und es sei „eine schöne Nacht, wie gemacht für romantische Waldgänge“, erfährt der Leser gleich zu Beginn. Doch wer Ibele, „ein Meister der Zwischentöne“, auch nur ein bisschen kennt, weiß, dass man sich in einer realen und nicht einer romantisierten Natur wiederfindet. Natter entfaltet vor uns auf 182 Seiten, die nur so hineinflutschen, eine Silbertaler Enzyklopädie, in der wir uns im Rhythmus des kriminalistischen Gehens, des Aus- und Einatmens, in der Gesellschaftsgrammatik des Tals umschauen. In diesem dicht gewobenen Rohmaterial wirft Natter eine heimatkundliche (Alb)Traummaschine an. Es geht um knallharten Mord, Blattschuss, und um dessen Aufklärung. „Mord unterm Hirschgeweih“ ist kein Bergkrimi, ein Stück weit Heimat- und Antiheimat-Krimi, der vom Chef-Landeskriminalbeamten und bescheidenen Edelkommissar, Isidor Ibele, handelt, der sich auf die Spur dieses Mordes nach Silbertal begibt.
Existiert in Kritiken / Literatur
Nadelstiche, Brölate, Lockspitzel und mehr - Die Chronik der politischen Bedrängnisse der Vorarlberger Kirche 1938 – 1945 von Johannes Schöch
Bei jedem Text sollte man auf Genre, Entstehungsgeschichte und Intention achten. Ein Satiremagazin unterscheidet sich von einer Chronik. Satire muss lächerlich machen – nicht das Vaterland, nicht Jesus oder den Propheten, wohl aber den Missbrauch dessen, was Achtung verdient, die Bemäntelung von Dummheit und Bestialität durch Pathos und Tabu. Chroniken streben Gerechtigkeit auf andere Art an, nennen Geschehenes beim Namen, um es dem Vergessen zu entreißen, sind für später gedacht, für Leser, die aus der Geschichte lernen.
Existiert in Kritiken / Literatur
Höllisch gut! - Fabian Oppolzers zweiter Roman
„Höllensturzsinfonie“ nennt Fabian Oppolzer seinen zweiten Roman – eine märchenhafte, musikalische, ironisch-verspielte, kluge und verstörende Geschichte über die Zerbrechlichkeit menschlichen Wahrnehmens.
Existiert in Kritiken / Literatur
„ein geheimnisvolles Tier, grundsonderbar von Natur“ - Arno Geiger legt ein „Selbstporträt mit Flusspferd“ vor
„Alles über Sally“ war ein Eheroman. „Der alte König in seinem Exil“ war ein Roman über das Alter. Auch in seinem neuesten Werk bleibt Arno Geiger programmatisch: Das Jungsein ist Thema seines „Selbstporträts mit Flusspferd“. Eine „Herzensangelegenheit“ sei ihm dieses Buch, an dem er zwei Jahre lang gearbeitet hat, es gehe ihm um die Besonderheiten der Jugend, betont der Autor im Gespräch. Es gehe um Risikobereitschaft und Neugier; „alles ist offen, alles ist instabil – und darin liegt eine so große Herausforderung“. Wer sage, die Jugend sei ein schwieriges Alter, da müsse man durch, sei schlicht oberflächlich. Der 20-Jährige „wohnt noch in mir“, sagt Arno Geiger. Und er sagt es mit Recht, denn kaum ein Autor ist dem hellen, nervösen Ton, dem offenen Blick, der Verletzbarkeit, dem bisweilen ungelenken, bisweilen überwältigend sensitiven Erleben junger Menschen so nahe gekommen wie Arno Geiger. „Mit halboffenen Augen in der Sonne liegen und die Blätter hören, die Tage sind lang wie Kaugummi“, liest man – und das Faszinosum des Arno Geiger-Tons zieht einen vom ersten Satz an in den Roman.
Existiert in Kritiken / Literatur
Schuld und Verantwortung - „Drei Depeschen gegen den Krieg“ von Michael Köhlmeier
In einer bibliophilen, gerade einmal 28 Druckseiten umfassenden Ausgabe, erzählt Michel Köhlmeier paradigmatische Geschichten. „Drei Depeschen gegen den Krieg“ thematisiert jene Fragen, die uns angesichts der Anschläge auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ beschäftigen sollten.
Existiert in Kritiken / Literatur
„So kühn, so stolz und frei, es ist die edle Turnerei!“ - Wolfgang Berchtolds Recherchen in der Sportgeschichte von Götzis
Eine „Kulturgeschichte des Turnens und des Sports in Götzis“ nennt Wolfgang Berchtold – allzu bescheiden – das Ergebnis detaillierter Recherchen in der Geschichte von Götzis. Denn seine Sportgeschichte fasst wie ein Brennglas die Strukturen einer sich rasant wandelnden Gesellschaft.
Existiert in Kritiken / Literatur
„Wir schleppen immer noch Lustenauer Senf hinüber“ - Ingrid Klosers Erzählung „Nur zu Hause“
Es gilt auf ein kleines aber wichtiges Büchlein hinzuweisen. Ingrid Kloser legt eine komplex verschränkte Erzählung vor, in der sie der Auswanderungsgeschichte ihrer Harder Großeltern, Franz und Stefanie Kloser, nachgeht, die sich jedoch nicht um sozialhistorisches Material konstruiert. Dieser Art Geschichten sind historisch aufbereitet, u.a. 1996 von Werner Dreier, der mit „Colónia Áustria. Bairro da Seda“, die Geschichte Vorarlberger Auswanderer nach Brasilien erzählt.
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