Mit dem satirisch aufbereiteten Musiktheater „Yum!“ setzte Wen Liu dem Publikum einen Spiegel der Gegenwart vor. (Foto: Anja Koehler)
Peter Füssl · 10. Sep 2026 · Jubiläum

40 Jahre KULTUR

Ein paar Erinnerungen an die Gründung von einem, der dabei gewesen ist

Die Jubilarin lebt noch – wer hätte vor 40 Jahren auf diese Langlebigkeit eine Wette abschließen wollen? Und sie wird immer hübscher – der kostengünstige, nach heutigem Verständnis unter steinzeitlichen technischen Voraussetzungen produzierte Zweifärber von damals entwickelte sich dank der technischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte zum ästhetisch gestylten Vierfarb-Magazin. Obwohl die Jubilarin beachtlich an Umfang zulegte – von durchschnittlich 56 Seiten pro Heft im Premierenjahr auf mittlerweile rund 124 Seiten –, macht sie heute erst recht eine gute Figur. Und freut sich über eine etwas jüngere, digitale Schwester. Nun ist der Verfasser dieser Zeilen eher kein allzu großer Freund von Jubiläen, aber vielleicht ist es auch kein Fehler, sich als einer der Geburtshelfer der KULTUR-Zeitschrift an die Anfangsjahre zu erinnern.

Der Ursprung: Spielboden-Zeitung als progressives Sprachrohr

Die KULTUR ist aus der Spielboden-Zeitung hervorgegangen. Ulrich Gabriel, Richard Gasser und Helmut Wiener hatten diese – bald einmal nach Gründung des Vereins Spielboden – 1982 ins Leben gerufen, der Schreiber dieser Zeilen ist 1984 eingestiegen und hat bald einmal die Leitung übernommen. Sie war von Anfang an mehr als nur eine Programmvorschau und entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem Sprachrohr für ell und gesellschaftspolitisch alternativ denkende Menschen, die den über dem katholisch-konservativen, in vielerlei Hinsicht rückschrittlichen „Ländle“ (Filmzensur, Twist-Verbot, Flint-Verbot etc.) wabernden Mief mit Kreativität, Witz und Kampfgeist aufzuflösen versuchten. Einfach unter den Teppich Gekehrtes wie die NS-Vergangenheit wurde ans Tageslicht geholt, kultur- und gesellschaftspolitische Missstände, aber auch neue Entwicklungen und Trends wurden aufgezeigt und diskutiert, sich sakrosankt fühlende Autoritäten wurden angezweifelt. So ziehen sich etwa die Konflikte mit dem Dornbirner Bürgermeister Rudi Sohm, dem die Aufmüpfigkeit der Spielbödner:innen überhaupt nicht schmeckte, wie ein roter Faden durch den letzten Jahrgang der Spielboden-Hefte. Sohm meinte etwa ernsthaft, Interviews zu kultur- und gesellschaftspolitischen Themen mit allen wahlwerbenden Dornbirner Parteien vor den Gemeinderatswahlen 1985 unterbinden zu können, indem er als Listenführer der ÖVP das Gespräch verweigerte. Das Heft erschien mit den Interviews der anderen Parteien und ging erstmals „An jeden Haushalt in Dornbirn“. Einen Vortrag seines Parteikollegen Erhard Busek – damals Wiener Vizebürgermeister und eine intellektuelle Lichtgestalt innerhalb der ÖVP – am Spielboden wollte er ebenso verhindern wie eine Lesung mit dem genialen Helmut Qualtinger aus Hitlers „Mein Kampf“ anlässlich der Gedenkveranstaltung „1945-1985: Nie wieder Faschismus“. Der Widerstand des Spielboden gegen Sohms autoritäre Disziplinierungsversuche wurde – mit völliger Rückendeckung durch die VN unter deren ideologisch rückwärtsgewandten Chefredakteur Franz Ortner – mit krassen Diffamierungen und Subventionsstreichungen quittiert. Dass der Schreiber dieser Zeilen und damalige Spielboden-Zeitungsredakteur auf Betreiben Sohms als Freier Mitarbeiter auf der VN-Kulturseite gekündigt wurde (und schon tags darauf im ORF-Landesstudio und bei der damals noch als VN-Konkurrenz agierenden „neue“ anheuerte), sei nur nebenbei erwähnt. 

Von der Spielboden-Zeitung zur KULTUR-Zeitschrift

Der bibelfeste Bürgermeister hätte sich vielleicht besser an den Ausgang des Kampfes David gegen Goliath erinnern sollen, jedenfalls trugen die geschilderten Vorkommnisse dazu bei, dass der Spielboden österreichweit einen ausgezeichneten Ruf als alternativer Kulturveranstalter genoss und die Spielboden-Zeitung in einem Jahr rund 500 neue Abos verbuchen konnte. Das Heft stieß über die Stadtgrenzen hinaus zunehmend auf Interesse und wurde auch von anderen Kulturveranstaltern – Verein Denk-mal Bludenz, Jeunesse Bludenz, Probstei St. Gerold, Jazzclub Lustenau, Theater am Saumarkt, Jeunesse Feldkirch, Jeunesse Bregenzerwald, TaK Schaan, Kulturamt Bregenz – zur Ankündigung ihrer Veranstaltungen genutzt. Auch immer mehr Firmen entdeckten die Werbewirksamkeit des alternativen Mediums, oder unterstützten dieses aus Solidarität und trugen wesentlich zur Finanzierung bei. „Die Spielboden-Zeitung marschiert in Richtung Landeskulturzeitung“, hieß es im Oktober-Heft 1985, da man in einer Sitzung der Initiative der „Kleinen Kulturveranstalter“ zum Schluss gekommen war, dass es keinen Sinn macht, wenn jeder Verein seine eigene Zeitung herausgibt. Der Kulturkreis Feldkirch und der Spielboden Dornbirn kristallisierten sich unter der Federführung von Karlheinz Albrecht und Ulrich Gabriel bald einmal als mitfinanzierende Herausgebervereine heraus. Der wegen seiner „auseinandersetzungsorientierten Aktivkultur“ („Wedelwochen“, „Störrischer Herbst“) mit Anzeigen überzogene und massiv unter Druck gesetzte Verein Denk-mal wurde aus Solidaritätsgründen als nicht-zahlendes Mitglied in die Herausgeberriege integriert. Später war Bludenz dann durch den Verein allerArt vertreten. Anlässlich der Suche nach einem Namen für das neue Gemeinschaftswerk einigte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: KULTUR, wobei die bewusste Beibehaltung des Untertitels der Spielboden-Zeitung „Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft“ durchaus programmatischen Charakter hatte.

Unterstützung durch das Land Vorarlberg

Die Erfahrungen mit dem Dornbirner Bürgermeister, der in den VN unter Ortner mit eigenem Namen gezeichnete Kommentare gegen den Spielboden schreiben durfte, hatten eindrucksvoll gezeigt, dass man sich bei der Finanzierung einer kritischen Zeitschrift besser nicht von den Kommunen, also von Stadt- und Dorf-Sheriffs abhängig machen sollte. Als einzige realisierbare Möglichkeit blieb ein Subventionsansuchen an das Land Vorarlberg, wobei der damals schon seit mehr als 20 Jahren als Landeshauptmann agierende und auch das Kulturressort innehabende Herbert Keßler – er hatte unter anderem das Flint-Verbot zu verantworten – nicht unbedingt als progressiver Kulturpolitiker verschrien war. Dementsprechend nervös war das kleine Verhandlungsteam aus Spielboden- und Saumarkt-Aktivisten, das sich im Herbst 1985 zu einem ersten Sondierungsgespräch ins Landhaus begab. Keßler hörte sich freundlich lächelnd alle Argumente an und machte schließlich die Unterstützung seitens des Landes davon abhängig, dass eine ihm genehme „Vertrauensperson“ in der Redaktion sitzen müsse. Während die Spielbödner ratlos reagierten, zeigte sich Karlheinz Albrecht sofort optimistisch und meinte umgehend, er werde Keßler in Kürze einen entsprechenden Vorschlag machen. Nach der Sitzung begleitete der damalige Leiter der Landeskulturabteilung, Kunrich Gehrer, das Team hinaus und meinte, er freue sich sehr, falls wir eine Unterstützung bekommen sollten, und er habe vor dem Landeshauptmann auch keine Zweifel säen wollen, aber ehrlich gesagt könne er sich nicht vorstellen, dass die Themen für mehr als vier oder fünf Ausgaben reichen würden. So viel sei in Vorarlberg nun auch wieder nicht los. „Schick du das Geld, wir liefern die Themen“, war die Antwort darauf, und bis zum heutigen Tag ist nicht die Themensuche, sondern das Eindämmen des Umfangs auf ein finanzierbares Maß eine allmonatliche Herausforderung geblieben. 
Blieb nur noch das Problem um die notwendige „Vertrauensperson“. Karlheinz Albrecht fragte den prominenten Germanisten, damaligen Obmann des Franz-Michael-Felder-Vereins, Gründungsobmann des Theaters am Saumarkt und späteren PädAk-Direktor Elmar Haller um diesen Gefallen. Der meinte, diese Rolle zu spielen, widerstrebe ihm total, aber uns zuliebe werde er es machen. Denn wenn die Subventionen ein Jahr geflossen seien, werde kein Hahn mehr nach einer „Vertrauensperson“ krähen – und dann werde er umgehend aus der Redaktion austreten. Genauso kam es auch. Die Unterstützung des Landes Vorarlberg für die KULTUR-Zeitschrift entwickelte sich – in der Nachfolge Keßlers – unter den Kulturlandesräten Guntram Lins und Hans-Peter Bischof, die beide als Ausnahmeerscheinungen unter den Vorarlberger Kulturpolitikern bezeichnet werden müssen, auf einer sehr soliden und zuverlässigen Basis.
Die ersten Redaktionssitzungen verliefen ausgesprochen interessant und witzig, wenn ganz linke non-konforme, gänzlich schräge und konservative Ansichten aufeinandertrafen. Denn im Redaktionsteam saßen damals – neben meiner Wenigkeit als Chefredakteur und Geschäftsführer –für den Spielboden Ulrich Gabriel, Peter Niedermair und Kurt Bracharz, für den Kulturkreis Feldkirch Elmar Haller und Karlheinz Albrecht und als Denk-mal-Vertreter Wolfgang Rückner. Das Lay-out besorgte der Graphiker und bildende Künstler Michael Mittermayer, der auch jenes Pinselstrich-Logo entwarf, das die nächsten 30 Jahre die Titelseite der KULTUR-Zeitschrift zieren sollte. Und auch das heute noch aktive Korrektoren-Paar Claudia und Peter Niedermair war von Anfang an unverzichtbar mit dabei. 

Ein Minimalbeitrag vom Bund

Kurz nach Erscheinen des ersten Heftes wurde am 22. Februar 1986 der Spielboden nach einem umfassenden Umbau wiedereröffnet, zur Feier erschien als Vertreter des Bundes Alfred Koll, der später als langjährige Leiter der Abteilung Musik und darstellende Kunst Herr über wesentliche Subventionstöpfe wurde. Bei seinen Grußworten fuchtelte er nervös mit einem Exemplar der KULTUR in der Luft herum und meinte, was bitteschön die Diskussion um die Realisierung von Gottfried Bechtolds Lichtsteine-Projekt vor dem Wiener Konferenzzentrum auf der Titelseite einer neuen Vorarlberger Kulturzeitschrift verloren habe. Er wurde rasch aufgeklärt, dass der Künstler aus Vorarlberg stammt. Das Lichtsteine-Projekt wurde realisiert, und die KULTUR erhält bis zum heutigen Tag eine bescheidene Unterstützung seitens des Bundes, da sie von der Erscheinungsweise her leider nicht unter die weit lukrativere Presseförderung, sondern unter die Literaturförderung fällt.

Die ersten drei Jahre der KULTUR-Zeitschrift

Die KULTUR diente einerseits Kulturveranstaltern, Ausstellungshäusern etc. als eine Art zentrales Programm-Heft für Vorankündigungen und Hintergrundinformationen, worüber dann teilweise kritische Rezensionen erschienen. Gerne benutzt wurde das Monatsprogramm in der Heftmitte, das viele Leser:innen heraustrennten und im Sinne eines persönlichen Kultur-Fahrplanes mit entsprechenden Markierungen versehen gut sichtbar an eine Wand pinnten. Heute noch kommen manchmal Klagen, dass es diese praktische Mittelseite mit Veranstaltungs- und Ausstellungsterminen nicht mehr gibt – wenig verwunderlich, benötigt doch die kalendarische Aufbereitung dieser Informationen angesichts der massiven Zunahme an Terminen mittlerweile das Sechsfache an Platz. Andererseits wurde aber auch – wie schon bei der Spielboden-Zeitung – viel Wert auf die Diskussion kultur- und gesellschaftspolitischer Themen gelegt. Eine kleine Zwischenbilanz nach den ersten drei Jahren stimmte optimistich: 1300 neue Abonnent:innen konnten gewonnen werden und nochmals 100 Stück wurden monatlich an den Kiosken verkauft. 105 unterschiedliche Autorinnen und Autoren hatten für die ersten 30 Ausgaben Artikel geschrieben oder literarische Texte zur Verfügung gestellt. Und das kostenlos! Offenbar war der Anreiz enorm groß, selbst unter Verzicht auf ein Honorar, ohne blattlinienmäßige oder ideologische Einschränkungen die eigene Meinung auf einer interessanten Diskussionsplattform präsentieren zu können – und so mit Hilfe von Multiplikatoren wenigstens eine kleine Gegenöffentlichkeit zu den VN zu schaffen.

Unglaublich breites Spektrum an Themen

1986 waren heiße kulturpolitische Themen der umstrittene Bau der Kulturremise in Bludenz, die von den Kulturveranstaltern geforderte Abschaffung der Kriegsopferabgabe oder die damals nach wie vor bestehende Filmzensur. Aber auch damals aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie „Frauengesprächskultur“ oder Diskussionen zu Kraftwerksprojekten und Zivilschutzräumen waren zu finden. Auch die S18 und andere Aspekte der Straßen-, Stadt- und Landschaftsplanung wurden in einer eigenen Themennummer diskutiert. 1987 ging es um den Vorarlberger Historikerstreit Burmeister contra Bilgeri, um die Vorarlberger Jugendhaus-Szene, das Selbstverständnis der Vorarlberger Kulturpolitiker:innen, die Bedeutung des Tourismus für Vorarlberg, eine Demonstration von Vorarlberger Künstler:innen, Kulturveranstalter:innen und Jugendzentrumsaktivist:innen unter dem Motto „Kultur im Umbruch“ im Rahmen der Eröffnung der Bregenzer Festspiele. 1988 gab es anlässlich des „Bedenkjahres“ zu „50 Jahre Anschluss“ gleich drei Themenhefte zur kritischen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Vorarlberg und eines zum Antisemitismus – mit Beiträgen der Historiker der Johann-August-Malin-Gesellschaft (Meinrad Pichler, Harald Walser, Kurt Greussing, Werner Bundschuh, Werner Dreier, Gernot Egger, Markus Barnay, August Fleisch), von denen – im Gegensatz zu heute – damals noch keine Artikel in den VN abgedruckt wurden. Auch Konzepte für das künftige Jüdische Museum Hohenems wurden diskutiert. Eine junge Generation von Architekten und Baukünstlern entdeckte die KULTUR-Zeitschrift als Sprachrohr für eine kritische Aufbereitung des Baugeschehens im Land.  Mit einem eigenen Themen-Heft wurde das Liechtensteiner Kulturgeschehen in den Kosmos der KULTUR integriert, das Hauptaugenmerk richtete sich auf das von Alois Büchel einfallsreich und kreativ geführte TaK in Schaan.
Kurt Bracharz betreute die regelmäßige Kolumne „Das politische Buch“, es gab CD-Tipps und Film-Schnipsel, Buchkritiken und Kirchenkritik. 
Prominente Namen waren auf der Liste der Interviewpartner zu finden: der Schauspieler und Gründer eines Nicaragua-Hilfsfonds Dietmar Schönherr, die kritischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch, Lukas Resetarits und Dieter Hildebrandt, die Literat:innen Erich Fried, Felix Mitterer, Sarah Kirsch und Peter Turrini, Theaterregisseur George Tabori oder die Jazz-Ikone Wayne Shorter, um nur einige zu nennen. 
Ulrike Längle, die Leiterin des Franz-Michael-Felder-Archivs, präsentierte „Literarische Beiträge“ mit Originaltexten von Kurt Bracharz, Eva Schmidt, Herbert Häusle, Kundeyt Surdum, Ricarda Bilgeri, Norbert Huber, Dragica Rajcic, Max Riccabona, Norbert Mayer, Günter Köllemann, Michael Köhlmeier, Lina Hofstädter, Jutta Rinner, Ricarda Bilgeri, Monika Helfer, Christian Futscher und Wolfgang Hermann. 
Und last but not least konnten man/frau sich seit der ersten Ausgabe über die witzigen, blöden oder sprachkreativen Schnipsel aus der Vorarlberger Medienwelt auf der „Vorletzten Seite“ amüsieren – bis heute ein Dauerbrenner. 
Wie schon bei der Spielboden-Zeitung verhalf uns auch der Dornbirner Bürgermeister Rudi Sohm schon im Februar 1989 wieder zu einem interessanten Schwerpunkt-Heft, nämlich zum Thema Homosexualität. Er wollte dem Spielboden unter Androhung von Subventionsstreichung und Auflösung des Mietvertrages verbieten, den Saal an die Homosexuellen Initiative Vorarlbergs für einen sogenannten „Fummelball“ weiterzuvermieten. Den sagte die HOSI dann selber ab, aber auch eine stattdessen stattfindende Solidaritätsveranstaltung mit Vorarlberger Künstler:innen reichte dem Bürgermeister aus, um die angedrohten Sanktionen umzusetzen. Zu den Rettern des Spielbodens zählte damals Kulturlandesrat Guntram Lins, der dezidiert zu den Subventionszusagen des Landes stand. Bei ihm stieß Rudi Sohm auch auf kein Gehör, als er die sofortige Streichung der Landessubventionen für die KULTUR-Zeitschrift forderte.   

Vollständige Abnabelung

Der nächste große Schritt in der organisatorischen Geschichte der KULTUR-Zeitschrift war dann 1999 die Abnabelung von Saumarkt und Spielboden und die Gründung eines eigenständigen Vereins, dessen Langzeit-Obmann Peter Niedermair war, der 2022 von Marc Isele abgelöst wurde. 2021 gab der Schreiber dieser Zeilen die Agenden des Chefredakteurs/Geschäftsführers an Manuela Schwärzler und Raffaela Rudigier weiter, seit Herbst 2025 erledigt Schwärzler diesen Job solo. 
Die KULTUR-Zeitschrift entwickelte sich über die Jahre hinweg zum Seismographen für kulturelle und gesellschaftliche Erschütterungen, Verwerfungen und Neuerungen. Die Gesamtzahl der Schreiber:innen für die KULTUR-Zeitschrift geht längst in die Hunderte, aber natürlich hat sich in den Jahren ein harter Kern an Beitragslieferant:innen herausgebildet – manche sind schon seit Jahrzehnten dabei: Karlheinz Pichler und Ariane Grabher (Bildende Kunst), Dagmar und Heinz Franziska Ullmann-Bautz (Theater), Silvia Thurner und Fritz Jurmann (Musik), Ingrid Bertel und Annette Raschner (Literatur, Theater), Markus Barnay (Geschichte, Gesellschaft), Claudia Niedermair und Peter Fischer (Schule, Integration), Architektur (Martina Pfeifer Steiner) und Anita Grüneis (Liechtenstein). Und ständig kommen neue dazu. Ihnen allen sei – auch stellvertretend für die vielen hier platzbedingt Ungenannten – gedankt, denn sie haben die KULTUR zu dem gemacht, was sie heute ist!

Dieser Artikel ist bereits in der Print-Ausgabe der KULTUR Februar 2026 erschienen. Hier geht es zum E-Paper.