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01.06.2018 18:15
Kategorie
Musik
Veranstaltungsort

Kornmarktplatz
Kornmarktstraße
6900 Bregenz
http://bregenz.gv.at

Artikelaktionen
abgelegt unter:
Musik / Konzert 19.08.2018
Silvia Thurner

Vom Überschreiten der Normen – das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Gerard Korsten spielte anregende Werkdeutungen von Britten und Beethoven
Zum (vorläufig) letzten Mal leitete der quirlige und Energie geladene Gerard Korsten das Symphonieorchester Vorarlberg bei der diesjährigen Matinee  der Bregenzer Festspiele. (Foto: Dietmar Mathis)

Die letzte Matinee im Rahmen der diesjährigen Bregenzer Festspiele gestaltet traditionell das Symphonieorchester Vorarlberg. Dieses Mal war es ein Abschied in doppeltem Sinn, denn mit diesem Konzert stand auch Gerard Korsten (vorläufig) zum letzten Mal am Pult des SOV. Abwechslungsreiche Kompositionen von Benjamin Britten und Ludwig van Beethoven bestimmten das Konzerterlebnis. Den Höhepunkt bildete die Werkdeutung von Brittens Liederzyklus „Les Illuminations“ mit der lyrisch gestaltenden Sopranistin Sofia Burgos.

Musik / Konzert 19.08.2018
Silvia Thurner

Ausgeliefert und wehrlos!? – Thomas Larchers erste Oper „Das Jagdgewehr“ bei den Bregenzer Festspielen hinterließ ambivalente Gefühle
Ein Gedicht bringt das dramatische Geschehen in "Das Jagdgewehr" von Thomas Larcher ins Rollen. In seiner ersten Oper setzten der Tiroler Komponist und der Regisseur Karl Markovics auf viel Emotion. In der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses überzeugten das "Ensemble Modern" unter der Leitung von Michael Boder, die "Schola Heidelberg" sowie die Solisten Robin Tritschler als Dichter und Andè Schien als Josuke Misugi. (Fotos: Anja Köhler)

Seiner Überzeugung entsprechend, dass Worte die Kraft der Musik bündeln, legte der Tiroler Komponist Thomas Larcher seiner ersten Oper „Das Jagdgewehr“ die meisterhaft erzählte gleichnamige Novelle von Yasushi Inoue zugrunde. In der zurückhaltend und auf das Wesentliche konzentrierten Regie von Karl Markovics wurden gleichzeitig mehrere Beziehungsdramen in einen psychologisch ausgedeuteten Raum gesetzt. So entwickelte sich das oratorienhaft und ruhig angelegte Werk inhaltsschwer und wurde musikalisch höchst dramatisch dargestellt. Doch die permanente, ohne Unterlass durchzogene Dringlichkeit des Erzählens, Reflektierens und musikalischen Deutens relativierte meinem Empfinden nach die Aussagekraft des Ganzen.

Musik / Konzert 17.08.2018
Fritz Jurmann

Erfolg auf allen Linien: Bregenzer Festspiele zogen eine vorläufige Bilanz der Saison 2018
Auf dem Parkdeck der Seetribüne präsentierte die Festspielleitung eine „vorläufige“ Bilanz der Saison. Wenn keine „Carmen“ mehr ausfällt, gibt es mit 270.000 Besuchern einen Allzeit-Rekord.

Als das „Wunder Bregenz“ bezeichnete Intendantin Elisabeth Sobotka bei der Abschluss-Pressekonferenz der Festspiele am Freitagvormittag die Möglichkeiten, mit denen hier an vier Spielplätzen ganz unterschiedliche Musiktheaterproduktionen angeboten und damit die Interessen eines breiten Publikums abgedeckt werden können. Das ist für sie das Optimum dessen, was Festspiele leisten können und macht ein Gutteil des großen künstlerischen und kommerziellen Erfolges aus, den das Festival auch im vierten Jahr unter ihrer Leitung eingefahren hat. Für sie ist der Idealzustand erfüllt, wenn Besucher mit vor Betroffenheit oder vor Freude glänzenden Augen die Aufführungen verlassen. Mit prognostizierten 270.000 Besuchern waren das heuer so viele wie nie zuvor.

Ausstellung 17.08.2018
Peter Niedermair

Imelda Wachters „Camera Obscura“ auf dem Kornmarktplatz
Die begehbare Camera Obscura steht noch bis 8.10. auf dem Kornmarktplatz

Die Künstlerin Imelda Wachter, Jahrgang 1957, lebt und arbeitet in Lustenau und in Marrakesch. Dort in der Altstadt, der Medina, hat sie 2005 in einer Häuserzeile ein Haus gekauft und dieses zu einem Hotel umgebaut. Mehrfach schon hat sie ihre künstlerische Arbeit von dort, in Marokko, hier in Vorarlberg gezeigt. Das letzte größere Projekt war ein Videoprojekt „Un instant à Marrakech“,‚Ein Augenblick in Marrakesch‘, das sie 2012 u. a. im Öltank auf dem Ottenareal in Hohenems präsentierte. Aus dem Leben in diesen beiden Welten, zwischen denen sie hin- und herpendelt, bezieht die Künstlerin Inspiration. Ein Thema unter mehreren ist vor allem der Umgang mit Zeit. Auf dem Kornmarktplatz in Bregenz vor dem Vorarlberg Museum zeigt sie noch bis 8. Oktober 2018 ihre Camera Obscura, ein Projekt, bei dem die Welt auf dem Kopf steht.

Film / Kino 16.08.2018
Gunnar Landsgesell

Don't Worry, Weglaufen geht nicht
Hawaii-Hemd und orange gefärbtes Haar, Joaquin Phoenix gibt "Don't Worry" den gewissen Look.

Joaquin Phoenix als bissiger Cartoonist im Rollstuhl, der mit dem Alkohol und seinen inneren Dämonen ringt, umschwärmt von Rooney Mara und Jonah Hill. Independent-Ikone Gus Van Sant meldet sich mit einem expressiven Porträt zwischen Humor und Misanthropie zurück.

Tanz 16.08.2018
Mirjam Steinbock

Magnetisches in Stadt und See – Marinella Senatore motiviert im Auftrag des KUB zu Kunst im öffentlichen Raum in Bregenz
Beginn der Prozession im Kunsthaus Bregenz zum Rhythmus der Formation um Kofi Quarshie © Miro Kuzmanovic

Eine Prozession mit Tanz, Rhythmen, Musik und Literatur, die zwei Stunden lang vom Kunsthaus Bregenz aus durch die Stadt zieht und überraschende Performances an verschiedenen Plätzen zeigt wurde letzten Freitag geboten. Rund 120 Menschen waren aktiv daran beteiligt: Junge, ambitionierte, Amateure wie Profis und sie folgten in ihrer individuellen Ausdrucksform dem Dirigat der italienischen Künstlerin Marinella Senatore. Die Gründerin von „The School of Narrative Dance“ führte den Tross gut gelaunt an und hielt die um Mitlaufende ständig wachsende Umzugs-Gesellschaft zusammen. Was dem Vorhaben des Kunsthauses entspricht, gerade jene Menschen zu beteiligen, die noch nicht zum Publikum des KUB gehören.

Film / Kino 16.08.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (17.8. - 23.8. 2018)
System Error

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche den kapitalismuskritischen Dokumentarfilm „System Error“. Im Kunstmuseum Liechtenstein steht mit Pier Paolo Pasolins „Il Vangelo secondo Matteo“ ein Klassiker auf dem Programm.

Musik / Konzert 14.08.2018
Fritz Jurmann

Rossinis „Barbier von Sevilla“ bei den Festspielen: Ein Opernspaß wird zum Exempel für exzellente Regiearbeit
Im Bühnenbild von Dietrich von Grebmer mit einem riesigen Schreibtisch spielt sich das turbulente Geschehen um den alten Hagestolz ab, der sein junges Mündel heiraten will.

So geht Opernregie, die nicht wie im modernen Regietheater die Musik zugrunde richtet, sondern ein Stück von der Musik tragen lässt. Die Grande Dame der internationalen Opernbühne, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, hat das mit ihrer Inszenierung von Rossinis „Barbier von Sevilla“ am Montagabend im ausverkauften Kornmarkttheater beispielhaft vorgezeigt und damit den Bregenzer Festspielen und ihrem Opernstudio im vierten Bestandsjahr einen Bombenerfolg beschert, wie man ihn in dieser Intensität hier kaum erlebt hat.

Musik / Konzert 13.08.2018
Peter Füssl

Jazz Bühne Lech 2018 – Großartiges Finale mit Bugge Wesseltoft
Sensibilität und Einfallsreichtum - Bugge Wesseltofts Solo-Piano-Abend begeisterte das Publikum in Lech (©ACT/Alse Karstadt)

Der 54-jährige norwegische Pianist, Komponist, Produzent und Labelchef Bugge Wesseltoft zählt seit zwanzig Jahren zu den zentralen Gestalten der kreativen nordischen Jazzszene. Vor allem mit seiner unkonventionellen Kombination aus Live-Electronics und Jazzimprovisationen zeigte er neue Wege auf, die zahlreiche jüngere Musiker nachhaltig beeinflussten. Aber Wesseltoft ist stets für Überraschungen gut und liebt unterschiedliche Herausforderungen. Das wird klar, wenn man sich seine vier letzten Alben anschaut: Auf Duo-Bearbeitungen nordischer Traditionals und Kunstmusik mit dem klassischen Geiger Henning Kraggerud („Last Spring“) folgte die elektronikfreie Beschäftigung mit Ethno-Musik unterschiedlichster Provenienz („OK World“) und darauf wiederum ein „Trialogue“ mit dem Berliner DJ und Computer-Freak Henrik Schwarz und dem E.S.T.-Bassisten Dan Berglund irgendwo im Spannungsfeld zwischen kammermusikalischem Jazz und hypnotisch groovendem und sphärisch schimmerndem Ambient. Letzten Herbst präsentierte der rührige Wesseltoft dann sein lyrisches Solo-Album „Everybody Loves Angels“, das die Basis seines vielbeklatschten Auftrittes in der Neuen Kirche in Lech lieferte.

Musik / Konzert 12.08.2018
Silvia Thurner

Herzerfrischendes Abschlusskonzert des „IBC-Camps“ bei den Bregenzer Festspielen
Siebenundsiebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vierten Internationalen Bodenseecamps gaben unter der Leitung von Martin Kerschbaum ein inspirierendes Konzert.

Es ist bewundernswert, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vierten „Internationalen Blasmusik Camps“ innerhalb einer Woche auf die Beine gestellt und im Rahmen einer Matinee im Bregenzer Festspielhauses präsentieren konnten. Unter dem Motto „Brass Italiano“ zauberten die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Hannes Kerschbaum viel italienisches Gefühl, heiße Rhythmen und sinnliche (Liebes-)Abenteuer auf die Bühne. Darüber hinaus ist diese Kooperation mit Christoph Indrist vom Vorarlberger Blasmusikverband, Nina Wolf von den Bregenzer Festspielen und Dozenten der Wiener Symphonikern unter der künstlerischen Leitung von Martin Kerschbaum eine wert- und sinnvolle Initiative mit einer großen Wirkung.

Literatur 11.08.2018
Peter Niedermair

Bianca Tschaikners „Minisutra“
Ein heiterer Umgang mit Sexualität: Bianca Tschaikners "Minisutra"

Im Foyer der Galerie und Kunstraum Hollenstein Lustenau begrüßte kürzlich Daniela Fetz, die Galerieleiterin in Vertretung von Claudia Voit, eine illustre Schar interessierter BesucherInnen zur Präsentation von Bianca Tschaikners „Minisutra“, eine Sammlung kleinformatiger Aquarelle mit heiter-fröhlichen Liebesstellungen und einer mehr als leichten Anspielung auf das Kamasutra. Die Galerie bietet neuerdings regionalen KünstlerInnen eine Bühne für kurzfristige zustande kommende Veranstaltungen und setzt dabei auf diskursive Formate, Präsentationen, Diskussionen, bei freiem Eintritt.

Film / Kino 10.08.2018
Gunnar Landsgesell

Deine Juliet
Liebesdrama und Geschichtslektion: Lily James als Juliet weiß diesen Weg perfekt zu beschreiten.

Eine junge Schriftstellerin kurz nach dem Zweiten Weltkrieg findet ihre Liebe auf der britischen Insel Guernsey - und wird mit Verstrickungen aus der jüngsten Vergangenheit konfrontiert. "Deine Juliet" ist ein äußerst gepflegtes romantisches Drama, das mit exzellenten Schauspielern und ausgewählten Schauwerten aufwartet.

Musik / Konzert 09.08.2018
Fritz Jurmann

Neuer Bayreuther „Lohengrin“: Augen zu und durch!
In der Inszenierung des israelischen Regisseurs Yuval Sharon spielt dieser „Lohengrin“ in einem Elektrizitätswerk (Bühne: Neo Rauch & Rosa Loy) (© Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath)

Bayreuth ist das Mekka der Wagnerianer – eine Binsenweisheit. Alljährlich nehmen Tausende den Weg auf tempolimitfreien deutschen Autobahnen unter die Räder, um dabei zu sein, wenn dort allsommers Wagner auf höchstmöglichem Level zelebriert wird. Dabei gelten Wagnerianer nicht bevorzugt als Kultur-Adabeis, die sind eher in Salzburg zu finden. Wie hat mir doch die große, weise Sängerin, Regisseurin und Pädagogin Brigitte Fassbaender kürzlich in einem Interview gesagt? „In Bayreuth sind die Fanatiker, in Salzburg die Snobs, und in Bregenz ist es das ganz normale Publikum, das gute Musiktheaterproduktionen liebt.“

Film / Kino 09.08.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (10.8. - 16.8. 2018)
Madame Aurora und der Duft von Frühling

Sommerzeit ist Zeit der Open-Air-Kinos: Auf dem Marktplatz Rankweil wird diese Woche bei „Filme unter Sternen“ unter anderem die französische Komödie „Madame Aurora und der Duft von Frühling" gezeigt, das Filmfest Vaduz präsentiert unter anderem das intensive französische Drama „Reparer les vivants – Die Lebenden reparieren“.

Ausstellung 08.08.2018
Karlheinz Pichler

Von möglichen Grenzen, Oberflächen und Umschichtungen – Vier Künstlerinnen intervenieren im öffentlichen Raum in Feldkirch
V.l.n.r.: Nora Gutwenger, Nadine Hirschauer, Alice von Alten und Ursula Gaisbauer (Fotos: Karlheinz Pichler)

Unter dem Titel „Schichten. Mögliche Grenzen“ experimentieren Alice von Alten, Ursula Gaisbauer, Nora Gutwenger und Nadine Hirschauer in Feldkirch mit natürlichen und kulturellen Grenzen und dem Abtasten von Schwellen zwischen Körpern und Umwelt.

Musik / Konzert 08.08.2018
Silvia Thurner

Breitgefächerte Farben und Stile - „Zeitklang im Museum“ mit dem Wiener Concert-Verein
Beim "Zeitklang im Museum II" spielte der Wiener Concert-Verein unter der Leitung von Peter Schreiber Werke des Schweizer Komponisten Pierre Wissmer und ein Streichquintett von Alexander Kulkelka. Auch die Uraufführung von Volker Plangg und das Blechbläserquintett von Gerda Poppa fanden große Zustimmung.

Der „Wiener Concert-Verein“ bot im Rahmen der Reihe „Zeitklang im Museum II“ ein breites Spektrum an Kompositionen unserer Zeit. Wertvoll für die heimische Musikszene sind die bereits zur Tradition gewordenen Konzerte unter anderem auch deshalb, weil die Musikerinnen und Musiker aus den Reihen der Wiener Symphoniker in ihre Aktivitäten auch Werke von Vorarlberger Komponistinnen und Komponisten miteinbeziehen. So fanden unter anderem die Uraufführung des Werkes „In flagranti“ von Volker Plangg und die Aufführung des Blechbläserquintetts „Colours“ von Gerda Poppa große Zustimmung.

Ausstellung 08.08.2018
Karlheinz Pichler

Fressen und gefressen werden - Willkommen im Clubcannibal von Thomas Feuerstein
Thomas Feuerstein: Clubcannibal. Installation, 2018 (Fotos: Karlheinz Pichler)

Die Installation „Clubcannibal“ des Tiroler Künstlers Thomas Feuerstein ist wohl eine der aufwendigsten, jedenfalls eine der imponierendsten Projekte, die der Kunstraum Dornbirn bislang realisiert hat. Unter einem mächtigen Stahlgerüst hat der an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Kunst und Philosophie operierende Kunstschaffende eine Laborsituation eingerichtet, wo in Bioreaktoren respektive Fermentoren Mikroorganismen gezüchtet werden, die aus dem aus Eisen und Schwefel bestehendem „Katzengold“ (Pyrit) Nahrung für menschliche Zellen produzieren.

Musik / Konzert 07.08.2018
Silvia Thurner

Text und Musik als Geschwisterkünste erlebbar gemacht – Beim dritten Orchesterkonzert der Bregenzer Festspiele zog eine mitreißende musikalische Aussagekraft das Publikum in ihren Bann
Die Dirigentin Karina Canellakis, der Bariton Benjamin Appl und die Wiener Symphoniker interpretierten Werke von Thomas Larcher und Ludwig van Beethoven. Damit boten sie ein tiefgreifendes musikalisches Ereignis. (Foto: Dietmar Mathis)

Ein Ereignis, das in mehrerlei Hinsicht Superlative verdient, stellte das dritte Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen dar. Auf dem Programm standen zwei groß angelegte Symphonien, die einen enormen Eindruck hinterließen. Zuerst boten die Wiener Symphoniker und der Bariton Benjamin Appl die österreichische Erstaufführung des imposanten Werkes „Alle Tage“ von Thomas Larcher. Die beziehungsreich komponierte Musik und der riesige Orchesterapparat sowie die Texte von Ingeborg Bachmann ermöglichten ein tiefgreifendes musikalisches Erlebnis. Ergänzend dazu erklang Beethovens Fünfte in einer bemerkenswerten Deutung. Karina Canellakis am Pult leitete die Musikerinnen und Musiker mit einer Energie geladenen und körperbetonten Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht.

CD-Tipp 07.08.2018
Peter Füssl

Neko Case: Hell-On

Auf dem Cover ist Neko Case mit einer äußerst eigenartigen, aus Zigaretten bestehenden Perücke abgebildet, aus ihrer Schulter lodern von dunklem Rauch umfangene Flammen empor. Ein ironischer Hinweis auf die Tatsache, dass ihr Farmhaus in Vermont just in jenem Moment niederbrannte, als sie in Stockholm mit ihrem Ko-Produzenten Björn Yttling den Song „Bad Luck“ aufnahm. Case meinte aber auch in einem Interview, dass sie bei der Cover-Gestaltung mit der Graphikerin darüber feixte, dass die Zigarette das passend Symbol in einem imaginären Familienwappen für jene Unterschichtsfamilie wäre, aus der sie stamme.

Theater 05.08.2018
Dagmar Ullmann-Bautz

Ein Fest für die Sinne – Shakespeares Sommernachtstraum am Bludenzer Waldesrand
Tolle Schauspielerinnen v.l.n.r.: Guylaine Hemmer, Anne Noack, Rebecca Selle, Michaela Spänle

Wie der Name schon verrät, widmet sich die Theatergruppe „Shakespeare am Berg“ mit ihren Stücken dem großen englischen Dichter und Schauspieler. Drei Sommer lang bespielte das Ensemble um Gründer und Regisseur Thomas A. Welte die Bergarena auf dem Muttersberg bei Bludenz mit den Stücken „Macbeth“, „Romeo und Julia“ sowie „Moustache“, einer Adaption von „Was ihr wollt“. Heuer hat sich „Shakespeare am Berg“ am Fuße des Muttersberg niedergelassen, was, im Gegensatz zu den drei letzten Produktionen, logistisch sicherlich ein Kinderspiel war. Seit letzten Donnerstag spielt die Gruppe höchst erfolgreich Shakespeares „Sommernachtstraum“ in Hinterplärsch, einem atmosphärisch stimmigen Ort am Waldesrand, zu Fuß gut erreichbar vom Parkplatz der Talstation Muttersberg.

Musik / Konzert 05.08.2018
Silvia Thurner

Freundschaftliches Musizieren im Wohnzimmer – gute Stimmung und herausragende Werkdeutungen beim Festival „Klassik Krumbach“
Christina Bock (Mezzosopran), Natalia Sagmeister und Sebastian Caspar (Violine), Rumen Cvetkov (Viola), Alexandre Castro-Balbi (Violoncello) und Dominik Neunteufel (Kontrabass) musizierten im schönen Ambiente einer ausgebauten Scheune. Ihr anregendes und geistreiches Spiel sowie das ansprechende Ambiente begeisterten das Publikum.

Kammermusik in das Dorf Krumbach zu bringen, haben sich die Geigerin Natalia Sagmeister und ihr Bruder, der Klarinettist Alex Ladstätter, vorgenommen. In Kooperation mit dem örtlichen Kulturverein und zahlreichen Musikfreunden fand die zweite Ausgabe des Festivals „Klassik Krumbach“ statt. In einem geschmackvoll ausgebauten Tenn gaben die Musikerinnen und Musiker ein Kammerkonzert mit Tondichtungen von Richard Strauss, Arvo Pärt und Ottorino Respighi in Quintett-, Trio- sowie Sextettbesetzung, gut ergänzt von zwei Kompositionen von Ernst von Dohnanyi und Gernot Wolfgang. Bewundernswert war das hohe Niveau der Werkdeutungen.

Musik / Konzert 03.08.2018
Fritz Jurmann

Rossini-Klassiker und Opern-Uraufführung dominieren die zweite Festspielhälfte
Der „Club“ der Werkstattbühne war diesmal Schauplatz des Pressetages II der Bregenzer Festspiele, bei dem über die beiden großen Produktionen der zweiten Festspielhälfte informiert wurde.

Wenn die beiden großen Premieren am See und im Haus und die ersten Orchesterkonzerte vorbei sind, sind auch die Bregenzer Festspiele so gut wie gelaufen. Denkt sich mancher, aber es stimmt so nicht. Denn wie jedes Jahr hat die Festivalleitung auch heuer für die zweite Hälfte zwei weitere Musiktheater-Produktionen bereit, die zwar rein äußerlich kleinere Kaliber sind und „nur“ auf der Werkstattbühne und im Kornmarkttheater stattfinden.

Musik / Konzert 03.08.2018
Anita Grüneis

"La Traviata" in Werdenberg - Das Orchester weint mit Violetta am See
Sarah Längle als Violetta mit Attila Mokus als Vater Germont

Trotz indisponiertem Hauptdarsteller und einigen technischen Problemen wurde die Premiere von „La Traviata“ am Werdenberger See eine runde Sache. Dazu beigetragen haben vor allem das Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung von William Maxfield und Sarah Längle als Violetta. Der Neustart der Werdenberger Schlossfestspiele als „Seefestspiele“ ist damit gelungen. Es wurde dank des intimen Rahmens eine Oper zum Anfassen.

Film / Kino 03.08.2018
Gunnar Landsgesell

Vom Ende einer Geschichte
Exzentrisch: Emily Mortimer als Mutter von Tonys erster Freundin, tief aus den Erinnerungen an die Sechziger Jahre ausgegraben.

Der notorische Misanthrop Tony erfährt vom Tod eines Freundes, in dessen Tagebuch er eine entscheidende Rolle spielt. Die Suche nach dem Buch führt ihn in seine eigene, wenig ruhmreiche Vergangenheit. Vertrackte Story, wenig inspiriert erzählt, mit hervorragendem Cast.

Film / Kino 02.08.2018
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (3.8. - 9.8. 2018)
The Interpreter - Der Dolmetscher

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche Martin Šulíks tragikomisches Roadmovie „The Interpreter – Der Dolmetscher“. Beim Open-Air in Altstätten steht dagegen unter anderem Stephen Chboskys „Wunder“ auf dem Programm.