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Monatsprogramm

Artikelaktionen
CD-Tipp 28.06.2016
Peter Füssl

Xenia Rubinos: Black Terry Cat

Wenn die 31-jährige in Brooklyn lebende Xenia Rubinos mit ihrem zweiten Album „Black Terry Cat“ nicht den ganz großen Durchbruch schafft, dann ist das Musikbusiness wirklich nicht mehr zu retten. Denn diese aberwitzig geniale, höchst anspruchsvolle, aber dennoch leicht zugängliche Mischung aus R’n’B, Soul, Funk, Jazz, Hip-Hop, Electronic und Latin-Elementen ragt meilenweit aus dem Meer an Durchschnittsveröffentlichungen heraus.

Theater 27.06.2016
Dagmar Ullmann-Bautz

Poesie und Tango – „Mein Herz ist rot“ im Theater Kosmos
Alfonsina Storni

Alfonsina Storni? Wer ist Alfonsina Storni? Eine Dichterin, 1892 geboren in der Schweiz, im Alter von 4 Jahren mit ihren Eltern ausgewandert nach Argentinien, Suizid mit 46. In Argentinien sind Straßen nach ihr benannt, ein Denkmal erinnert an sie, noch zu Lebzeiten wurde sie mit praktisch allen bedeutenden argentinischen Literaturpreisen geehrt. Alfonsina Storni hatte kein leichtes Leben, hatte es auch nicht leicht mit sich selber. Sie wehrte sich gegen die Unterdrückung der Frauen, stand für ein selbstbestimmtes, autonomes Leben, sie war zum einen stark, zum anderen doch höchst sensibel und auch verletzlich. Sie litt unter der Enge eines Lebens auf dem Lande ebenso wie unter der Einsamkeit der Großstatt. Sie brüskierte mit ihrem Lebenswandel, mit ihrer scharfen Zunge, nie nahm sie sich ein Blatt vor den Mund.

Kritiken 27.06.2016
Christina Porod

Out now!

In der Juli/August-Ausgabe der KULTUR finden Sie u.a. Artikel zu folgenden Themen:

Musik / Konzert 26.06.2016
Silvia Thurner

Lieder von Salomon Sulzer ins Licht gerückt – Musikalische Vergleiche mit Seltenheitswert in Hohenems
Der Pianist und musikalische Leiter Lorne Richstone, die Sopranistin Shira Karmon, Rita Tawil, Jamila Zaatreh, Hiba Awad und Sama Shafea aus Ost-Jerusalem, die Altistin Veronika Dünser und Karl Kronthaler (Einstudierung und Klavier) präsentierten im schönen Ambiente des Salomon-Sulzer Saales in Hohenems reizvolle Kompositionen von Salomon Sulzer, seinen Söhnen Julius und Joseph Sulzer, und setzten diese in Beziehung zu Liedern von Franz Schubert.

Der Name Salomon Sulzer ist in Vorarlberg zwar ein Begriff, doch vielen ist nicht bewusst, dass der aus Hohenems stammende Kantor auch ein herausragender Liedkomponist gewesen ist. Mit Franz Schubert war er eng befreundet und durchaus auch auf dessen Niveau hat Salomon Sulzer Lieder geschaffen. Der amerikanische Musikwissenschaftler Lorne Richstone forschte von Oklahoma aus über Salomon Sulzers kompositorisches Schaffen und suchte auch nach Werken von dessen Söhnen Julius und Joseph. In diesem Zusammenhang kontaktierte er das Jüdische Museum in Hohenems und so wurde eine Kooperation mit dem Al Quds College of Music in Jerusalem und der Musikmanagerin Petra Klose möglich. Der Salomon Sulzer Saal bot ein gutes Ambiente für vier engagierte junge Sängerinnen aus Ost-Jerusalem, die Altistin Veronika Dünser und die Sopranistin Shira Karmon, am Klavier begleitet von Lorne Richstone und Karl Kronthaler sowie die Cellistin Liina Leijala.

Ausstellung 26.06.2016
Karlheinz Pichler

Im Zeichen schwereloser und durchlässiger Farbigkeit - Edda Jachens und Gaby Terhuven in der Galerie Feurstein
Gaby Terhuven: "G 12-14", 2014. Öl auf Glas

Die beiden deutschen Künstlerinnen Edda Jachens und Gaby Terhuven stellen erst zum zweiten Mal gemeinsam aus. Da sich in ihren Werken hinsichtlich Leichtigkeit und Transparenz sowie Licht und Schatten in mehrfacher Hinsicht Ergänzungen ergeben, wollen sie künftig des Öfteren zusammenspannen. In ihrer aktuellen Ausstellung in der Feldkircher Galerie Feurstein, in der die einzelnen Werke der beiden Kunstschaffenden jeweils nebeneinander gehängt sind, ergibt sich im Verbund mit dem durch Stellwände gegliederten, lichtdurchflutenden Galerienraum eine spannungsvolle Rhythmik, die von der Fragilität und Durchlässigkeit der Farben getragen wird.

Musik / Konzert 25.06.2016
Silvia Thurner

Lustvoll über den Tellerrand hinaus gespielt – Das Ensemble „Amarcord Wien“ bescherte dem Publikum ein musikalisch bilderreiches Konzert
Das dritte Abokonzert der neuen Reihe "Klassik am Bach" mit dem Ensemble "Amarcord Wien" (Sebastian Gürtler, Vl; Michael Wilmas, Vc; Gerhard Muthspiel, Kb; und Tommaso Huber, Akk;)  war ein voller Erfolg.

Das dritte Konzert der neuen Abo-Reihe „Klassik am Bach“ in Götzis prägte das Ensemble „Amacord Wien“ mit seinem unvergleichlichen Charme. Die vier Musiker Sebastian Gürtler (Violine), Michael Wiliams (Cello), Gerhard Muthspiel (Kontrabass) und Tommaso Huber (Akkordeon) widmeten sich Werken von Modest Mussorgsky, Erik Satie und Claude Debussy und boten damit beste Unterhaltung. Gespickt mit Humor und einer unbändigen Freude an musikalischer und spieltechnischer Raffinesse wurden „Die Bilder einer Ausstellung“ in den Raum gestellt. Dann führten die Musiker das begeisterte Publikum mit Bekanntem und Unbekanntem von Erik Satie in einen Pariser Club am Beginn des 20. Jahrhunderts.

Film / Kino 24.06.2016
Gunnar Landsgesell

The Neon Demon
Shades of color, Elle Fanning

Junge Frau (Elle Fanning) wird in der Ego-Maschine der Model-Industrie aus dem Stand zum Superstar nach oben gespült. Nicht ohne den Missmut der Verliererinnen zu ernten. Dramaturgisch lau, aber visuell faszinierend inszeniert, ein Film voller zersplitterter Ideen, getaucht in eine dunkle Dreamyness. Regisseur Nicolas Winding Refn ("Drive") interessiert sich dabei weniger für das Model-Business als die - wiewohl distanzierte - Beschreibung einer psychischen Konstellation.

Film / Kino 23.06.2016
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (24.6. - 30.6. 2016)
A Bigger Splash

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche mit „A Bigger Splash“ Luca Guadagninos Remake des Romy Schneider/Alain Delon-Klassikers „Der Swimmingpool“. In Hard wiederum wird die Open-Air-Saison mit David Oelhoffens meisterhafter Albert Camus-Adaption „Den Menschen so fern“ gestartet.

Musik / Konzert 21.06.2016
Silvia Thurner

Kreative Fülle - oder des Guten zu viel? – Die „Symphonie du Silence“ der HUGO Preisträgerinnen in der Johanniterkirche war bewundernswert, aber auch überbordend
Katharina Lechner, Viviane Hirschi und Badamsuren Gangaabazar haben den Konzertdramaturgiewettbewerb HUGO 2016 gewonnen. In der Johanniterkirche präsentierten sie ihr vielschichtiges Konzertprogramm vor begeistertem Publikum.

Die „Montforter Zwischentöne“ haben zum zweiten Mal den Wettbewerb für Konzertdramaturgie ausgeschrieben. Den begehrten „HUGO“ haben nach einem interessanten Auswahlverfahren Katharina Lechner, Viviane Hirschi und Badamsuren Gangaabazar, alle drei studieren am Vorarlberger Landeskonservatorium, für sich entschieden. Mit Spannung wurde nun die Umsetzung ihrer „Symphonie du Silence“ in der Johanniterkirche in Feldkirch erwartet. Zahlreiche mitwirkende Studienkollegen sowie der Kammerchor Feldkirch unter der Leitung von Benjamin Lack präsentierten eine dichte Performance. Die Zeit und die Zeitwahrnehmung, Menschenrechte, unterschiedliche Musik- und Aufführungsstile, Tanz, Rezitation, Licht, Farben und Gerüche waren inbegriffen.

CD-Tipp 21.06.2016
Peter Füssl

Gerardo Núñez & Ulf Wakenius: Logos

Dieses Gipfeltreffen des großartigen, auch für seine genreübergreifenden musikalischen Kooperationen bekannten spanischen Flamenco Nuevo-Stars Gerardo Núñez mit dem nicht weniger experimentierfreudigen schwedischen Saitenzauberer Ulf Wakenius könnte durchaus zur musikalischen Feierstunde für Freunde akustischer Gitarristenartistik werden.

Ausstellung 20.06.2016
Anita Grüneis

Gert Gschwendtners GedankenBerg - Ein heiliger Hain in Sevelen, SG
Das eiserne Tor am Eingang zum Gedankenberg

Die Germanen bauten ihren Göttern keine Häuser, sondern weihten ihnen Landschaften, heilige Haine, Bäume und Gewässer. Der GedankenBerg in Sevelen ist ebenfalls ein Heiliger Hain. Gert Gschwendtner und Mali Gubser haben ihn der Kunst geweiht.

Aktuell 20.06.2016
Anita Grüneis

Kunst kennt keine Grenzen - Schweiz und Liechtenstein spannen zusammen
Die Busbeschriftung des "Brücke"-Projekts

Die Kunstschaffenden von Liechtenstein und der Schweiz haben Grund zu feiern: Ihre Berufsverbände sind 10, respektive 150 Jahre alt. Zudem spannen sie neuerdings zusammen. Um dies zu verdeutlichen, wurde das Projekt „Kunstbrücke“ initialisiert.

Film / Kino 16.06.2016
Gunnar Landsgesell

Demolition
Davis (Jake Gyllenhaal) demoliert sein Haus, um sich - zu befreien. Warum nicht?

Der Investmentbanker Davis (Jake Gyllenhaal) hat eben seine Ehefrau verloren, vermag aber nicht zu trauern. Also beginnt er ein Werk der Zerstörung, um sich selbst doch wieder zu begegnen, vielleicht andernorts. Naomi Watts begleitet ihn in dieser kunstvoll ausgedachten Metapher auf das Leben.

Ausstellung 16.06.2016
Karlheinz Pichler

In zeitlosen Welten unterwegs - 
Arbeiten zum Thema Evolution von Rafet Jonuzi im Bernecker Kulturrefugium „Le Schnard“
Blick in die Ausstellung von Rafet Jonuzi im Le Schnard in Berneck

In Zeichnungen unterschiedlichen Formats thematisiert Rafet Jonuzi das Universum: Den Urknall als noch ungeformten Zustand, die flussdiagrammähnliche Ausdehnung und letztlich die Verbindung der nicht-dinglichen mit der dinglichen Welt in Bezug auf unser Hier und Jetzt. In mehreren Schichten aufgebaut, entfalten die mit Feder, Tusche und Farbe in sisyphusartiger Akribie geschaffenen Werke eine ganz persönliche Sicht des Künstlers auf die Erstehung der Ordnung aus dem Chaos.

Film / Kino 16.06.2016
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (17.6. - 23.6. 2016)
Colonia Dignidad

An die Gräuel der Pinochet-Diktatur zu erinnern, ist zweifellos wichtig, doch Florian Gallenberger wählt in "Colonia Dignidad", den das Filmforum Bregenz diese Woche zeigt, wohl die falschen Mittel. Eine flotte Jugendbuchverfilmung steht dagegen im TaKino Schaan mit Michael Steiners "Mein Name ist Eugen" auf dem Programm.