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Monatsprogramm

Artikelaktionen
Literatur 22.01.2017
Anita Grüneis

"Die letzten Dinge" im TAK, Schaan: Ich atme die Welt ein und sie ist dann in mir drin
Gespräche mit 19 Autoren über die "letzten Dinge"

Ein Thema, mit dem sich jeder irgendwann im Leben auseinandersetzen muss, sind „die letzten Dinge“, die Frage, was ist vom Leben übrig geblieben, was war das für ein Leben, was war gut, was schlecht, hat es sich gelohnt und was kommt danach. Die Journalistin Iris Radisch hat darüber ein Buch geschrieben und stellte dies im TAK Theater Liechtenstein auf Einladung des Literaturhauses vor.

Musik / Konzert 22.01.2017
Silvia Thurner

Ruhevoll zelebrierte Klangflächen und quirliges Figurenwerk – Das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Kevin John Edusei sowie der Klarinettist Sebastian Manz boten viel Abwechslung
Der Klarinettist Sebastian Manz und Kevin John Edusei am Dirigentenpult des Symphonieorchesters Vorarlberg bereicherten das dritte Abonnementkonzert im Feldkircher Montforthaus.

Im Rahmen des dritten Abonnementkonzertes stand erstmals der viel beachtete Dirigent Kevin John Edusei am Pult des Symphonieorchesters Vorarlberg. In einem musikdramaturgisch geistreich zusammengestellten Programm setzte er flächig angelegte musikalische Klanglandschaften des Letten Peteris Vasks und des Finnen Jean Sibelius in Beziehung zum temperamentvollen ersten Klarinettenkonzert von Mendelssohn-Bartholdy. Viel Applaus erhielt der Solist Sebastian Manz für seine spritzige und gelenkige Werkdeutung dieses romantischen Bravourstückes.

Musik / Konzert 21.01.2017
Anita Grüneis

In Vaduz grünt das Grün und alles ist „wundascheen“

"My Fair Lady" ist eines der populärsten Musicals. Seit seiner Uraufführung 1956 ist es immer wieder neu auf allen Bühnen zu erleben. Was seine Faszination ausmacht, wurde bei der Produktion der Operettenbühne Vaduz deutlich. Ein Ohrwurm reihte sich an den anderen, die Charakteure waren lebensnah und die Musik hatte teilweise einen ganz besonderen Groove. Das Sinfonieorchester SOL mit seinem Dirigenten William Maxfield rockte bisweilen den Vaduzersaal und das klang dann, als läge die "West Side Story" gleich um die Ecke.

Musik / Konzert 20.01.2017
Silvia Thurner

Überbordende musikalische Kreativität – Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die Wiener Symphoniker und der Dirigent Teodor Currentzis begeisterten und regten zum Nachdenken an
Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja und der Dirigent Theodor Currentzis gemeinsam mit den Wiener Symphonikern boten im Bregenzer Festspielhaus ein unkonventionelles Meisterkonzert.

Ein Konzert der Sonderklasse versprach das diesjährige Gastspiel mit den Wiener Symphonikern bei den Bregenzer Meisterkonzerten zu werden. Angekündigt waren die allseits geschätzte Geigerin Patricia Kopatchinskaja und der Dirigent Teodor Currentzis, der international für Furore sorgt. Diese beiden Musiker haben etwas zu sagen, darin besteht kein Zweifel. Ausgefallen wirkte insbesondere die Werkdeutung des Violinkonzertes von Peter I. Tschaikowsky. Eine spannungsgeladene Interpretation stellten die Wiener Symphoniker auch von Tschaikowskys vierter Symphonie in den Raum des Bregenzer Festspielhauses. Doch trotz der Begeisterung blieben einige Vorbehalte oder zumindest Überlegungen zurück, ob diese Art der Herangehensweise an traditionelle Orchesterliteratur tatsächlich neue Aspekte beinhaltet oder doch als eher zeitgeistiger Gag zu beurteilen ist.

Film / Kino 19.01.2017
Gunnar Landsgesell

Verborgene Schönheit
Der Dominoeffekt: Howard (Will Smith) baut an den Metaphern seines Leidens: Alles in der Welt ist miteinander verbunden, irgendwie ausweglos.

Ein Agenturbesitzer (Will Smith) ist in eine Lebenskrise geschlittert, doch durch märchenhafte Interventionen holen seine Kollegen ihn da wieder heraus. "Collateral Beauty" ist wie ein Lebensberatungskurs, in dem alles nach Rezept heilen soll. Ohne Kitsch geht das nicht.

Film / Kino 19.01.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (20.1. - 26.1. 2017)
L´avenir - Alles was kommt

Zwei meisterhafte Filme stehen diese Woche auf dem Programm: Der FKC Dornbirn zeigt Mia Hansen-Løve großartiges Frauenporträt „L´avenir – Alles was kommt“, die Kammgarn Hard Ruben Östlunds messerscharfe Gesellschafts- und Geschlechtersatire „Höhere Gewalt“.

Tanz 17.01.2017
Mirjam Steinbock

Der umgedrehte Spieß – Das Tanz- und Theaterstück „Die hohe Kunst des Wegschauens“ im TAK Theater in Schaan
Mit dem Wasser beginnt die Flucht der Liechtensteinerin und ein Albtraum (v.l.n.r.: Yukie Koji, Faizal Ddamba Mostrixx, Katja Langenbahn, Bradley Luwelin Zeelie) | © Jacqueline Beck

Was wäre, wenn Liechtenstein mit Dürrekatastrophen zu kämpfen hätte, nicht mehr im Wohlstand leben würde und Flucht auf einen reicheren Kontinent der einzige Ausweg wäre? Der Verein Daburu(T) wagt mit seinem aktuellen Stück einen Blick in diese Utopie und lotet ein „Was-wäre-wenn-Szenario“ aus. Hervorragend gelingt dies in der Umsetzung, denn Regisseur Hanspeter Horner und Choreografin Jacqueline Beck wissen, wie Theater und Tanz inszeniert gehören und das Ensemble vermag das in feinster Qualität umzusetzen. Doch die angekündigte futuristische Fiktion verliert ihren tollen Ansatz in der bloßen Versetzung des Schauplatzes von Europa nach Afrika. Das Potential, Gewagtes weiterzudenken, bleibt unausgeschöpft.

CD-Tipp 17.01.2017
Peter Füssl

E.S.T. Symphony

Als der schwedische Pianist Esbjörn Svensson 2008 bei einem tragischen Tauchunfall ums Leben kam, genoss sein Trio mit dem Bassisten Dan Berglund und dem Schlagzeuger Magnus Öström längst Kultstatus und erfreute sich eines Maßes an Popularität, das Jazz-Bands äußerst selten erreichen. Denn auch die Pop-Fans fanden Gefallen an diesen wunderschönen, leicht ins Ohr gehenden lyrischen Piano-Melodien, die sich mit experimentelleren Passagen auf ideale Weise zusammenfügten und die Zuhörer mit sich rissen, wenn sie sich dynamisch zu gewaltigen Soundorkanen auftürmten. Emotionale Wechselbäder für musikalische Feinspitze aus allen Lagern.

Theater 15.01.2017
Annette Raschner

Mit einem kräftigen Schuss Tarantino - George Taboris "Mein Kampf" am Vorarlberger Landestheater
Dem äußerst wandlungsfähigen Felix von Bredow gelingt es als junger Hitler mit überzeugendem Spiel und sprachlich feinen Nuancierungen, jene Lacher im Publikum zu erzeugen, die im Halse stecken bleiben

Einen theologischen Schwank nannte der große Theatermacher George Tabori seine vor 30 Jahren am Wiener Burgtheater uraufgeführte Hitlerfarce „Mein Kampf“. Am Vorarlberger Landestheater ist die Groteske nun in einer Inszenierung von Matthias Rippert zu erleben, der bereits im vergangenen Jahr für das Ionesco-Stück „Die kahle Sängerin“ in Bregenz gastierte. Das Premierenpublikum erlebte eine Aufführung mit Licht, aber auch mit Schatten.

Theater 14.01.2017
Mirjam Steinbock

Wut ist gut – Das ANARTtheater feiert mit „Teuflische Göttinnen“ Premiere im Spannrahmen in Hard
Die teuflischen Göttinnen schmieden ihre Rachepläne für Virginia (v.l.: Ulli Filler, Denise Partsch, Elke Gander) | © Sigrun Berkmann

Viel Mut beweist Dagmar Ullmann-Bautz, Regisseurin des ANARTtheater, mit der Wahl eines Musicals für die erste Präsenz des Amateurtheaters im großen Saal des Spannrahmens in Hard. Ein ambitioniertes Vorhaben, denn Gesang, Schauspiel und Tanz sollten die Darstellenden beherrschen, um leichtfüßig und unterhaltsam durch die Handlung zu führen. Dies gelang am Premierenabend nicht allen Ensemblemitgliedern. Dennoch gab es tolle Highlights im ausverkauften Haus.

Film / Kino 13.01.2017
Gunnar Landsgesell

La La Land
Künstlichkeit...

Was von den Träumen erlebbar wird, machen sich Emma Stone und Ryan Gosling in Los Angeles am Rande Hollywoods aus. Ein Musical, das mit dem Format relativ cool umgeht und Zitat und Gefühl zu verorten weiß.

Film / Kino 12.01.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (13.1. - 19.1. 2017)
Frühstück bei Monsieur Henri

Im Alten Kino Rankweil läuft diese Woche die Komödie „Frühstück bei Monsieur Henri“. Im Kunstmuseum Liechtenstein steht der Dokumentarfilm „Die Tunisreise" auf dem Programm, in dem Bruno Moll Tagebucheintragungen Paul Klees zu seiner Tunesienreise im Jahre 1914 mit heutigen Überlegungen des Erzählers und Filmemachers Nacer Khemir über die arabische Kultur und die Notwendigkeit eines Dialogs verbindet.

Literatur 11.01.2017
Raffaela Rudigier

Kultur für alle? - Verteilungsgerechtigkeit und Demokratie in Kunst und Kultur

„Kultur für alle“ – das klingt auf den ersten Blick nach einem sinnvollen Slogan. Die meisten werden diesem Leitspruch wohl zustimmen. Natürlich soll Kultur für alle da sein. Alle sollen die Möglichkeit haben in ein Konzert, ins Theater, ins Museum zu gehen. Jeder soll sich an Kunst und Kultur erfreuen können. Eintrittspreise müssen leistbar sein. Interessierte sollten die Möglichkeit haben, selbst in Sachen Kultur tätig zu sein. Kultur für alle eben.

Musik / Konzert 10.01.2017
Silvia Thurner

„Die Qual der Wahl“ – Die siebente Ausgabe der „Montforter Zwischentöne“ stellt Entscheidungen in den Mittelpunkt
Folkert Uhde, Hans-Joachim Gögl, Edgar Eller, Peter Schmid, Thomas Ludescher und Barbara Schöbi-Fink (v.l.n.r.)  stellten das neue Programm der "Montforter Zwischentöne" zum Thema "entscheiden! Im Ungewissen wählen..." vor. Foto: Magdalena Türtscher

Der freie Wille des Menschen verurteilt ihn gleichzeitig, ständig Entscheidungen treffen zu müssen. Diesem breiten Feld widmet sich die siebente Ausgabe der „Montforter Zwischentöne“. Verantwortlich dafür zeichnen nun bereits im dritten Jahr die künstlerischen Leiter Folkert Uhde und Hans-Joachm Gögl. Ihr Konzept, kulturelle Veranstaltungen auf ihre Alltagstauglichkeit zu prüfen und Menschen aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen mit einzubeziehen, ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Die einzelnen Programme, aufgeteilt in drei Zyklen, finden Publikumszuspruch. Im kommenden Jahr werden die "Montforter Zwischentöne" deshalb zu 99,99% fortgesetzt, verspricht Barbara Schöbi-Fink im Rahmen eines Pressegesprächs. Das aktuelle Programm wurde unter dem Leitgedanken „entscheiden! Im Ungewissen wählen“ zusammengestellt. Dabei gestaltet das Sinfonische Blasorchester Vorarlberg mit seinem Dirigenten Thomas Ludescher ein Konzert unter dem Motto „Marsch in die falsche Richtung“. Das Vorarlberger Landeskonservatorium feiert sein 40-jähriges Bestandsjubiläum mit einem großen Hauskonzert in den altehrwürdigen Räumlichkeiten des ehemaligen Jesuitenkollegs „Stella Matutina“.

CD-Tipp 10.01.2017
Peter Füssl

TaxiWars: Fever

Wer bei „Fever“ an den von Peggy Lee bekannt gemachten und in unzähligen Versionen fast zu Tode interpretierten 1950-er Jahre Evergreen denkt, wird vom gleichnamigen punk-jazzigen Opener des belgischen Quartetts TaxiWars möglicherweise ein bisschen überrascht sein – ein explosives Gemisch aus Indie-Rock und Jazz, geprägt von einer druckvoll vorantreibenden Stimme und einem expressiv röhrenden Sax.