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Monatsprogramm

Artikelaktionen
Literatur 09.12.2016
Mirjam Steinbock

Tief eingetaucht – Das Literaturprogramm „kopfsprung“ lässt Film und Drehbuch von „Drei Tage Nacht“ Wellen schlagen
Der Produzent und Kameramann Hannes Hämmerle (2.v.l.) und die Drehbuchautorin Daniela Egger (2.v.r.) beantworten Fragen zum Film "Drei Tage Nacht" | © Barbara Winkler

Oft geht es in der Wahrnehmung schlicht unter: das Drehbuch eines Films. Wer geduldig und aufmerksam ist, mag im Abspann des Films den Namen der Autorin oder des Autors entdecken, ansonsten aber bleibt das Skript vor allem der Betrachtung der Filmcrew vorbehalten. Diese Tatsache nahmen die Kuratorinnen des Literaturprogramms „kopfsprung“ zum Anlass, ein Drehbuch aus seinem Nischendasein zu befreien. Barbara Winkler und Frauke Kühn luden vor der Filmpremiere von „Drei Tage Nacht“ die Autorin Daniela Egger und den Kameramann und Produzenten Hannes Hämmerle auf die Bühne und ließen sie in einer von StudentInnen der Pädgagogischen Hochschule geführten Podiumsdiskussion vom Alltag der Filmindustrie erzählen.

Film / Kino 09.12.2016
Gunnar Landsgesell

Alle Farben des Lebens
Beim Arzt, Gefühlsschattierungen: Die 16jährige Ray will eine Geschlechtsumwandlung, Mutter und Großmutter wollen eher nicht.

Ein Transgender-Drama, das drei Generationen von Frauen porträtiert, von denen die jüngste (Elle Fanning) sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen möchte. Ein Film, der lange sein Thema sucht, und mit Susan Sarandon und Naomi Watts als Familienanhang immer wieder auf komödiantisch zugespitzte Nebenschauplätze abdriftet.

Film / Kino 08.12.2016
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (9.12. - 15.12. 2016)
Café Society

Das TaSKino Feldkirch zeigt diese Woche Woody Allens charmante Komödie "Café Society". Im Kino Balzers steht Frank Capras klassischer Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" auf dem Programm.

Literatur 07.12.2016
Markus Barnay

Man aß alte Pferde, Hunde und Katzen: Sabine Sutterlütti studierte die Hungerkrise der Jahre 1816-1818 im Detail
Sabine Sutterlüti

„1816 ist gar [ein] schlechtes Jahr, es hat gar kein Wein geben und Türgen geben, denn es hat den ganzen Sommer bereits alle Tag geregnet und im Herbst früher gefrohren, der Türgen und der Wein ganz erfroren […] so ist eine große Not, das viele Leuthe fast zugrunde gegangen.“ So beschrieb ein Wolfurter Chronist ein Jahr, das in Mitteleuropa als eines der klimatisch schwierigsten Jahre des 19. Jahrhunderts in die Geschichte einging – und das erst rund 100 Jahre später den Beinamen „Jahr ohne Sommer“ bekam.

Aktuell 06.12.2016
Karlheinz Pichler

„Dirty Harry“ & „Klementine“ oder die Machtspielchen auf dem Rücken der Kunst
Der designierte "Kunst im Funkhaus"-Kurator Harald Gfader und sein Förderer ORF-Landesdirektor Markus Klement. Soll ein nettes Lächeln über hinterfragenswerte Umgangsformen hinwegtäuschen?  (Foto: ORF)

Mit der österreichischen Bundespräsidentenwahl stand in der vergangenen Woche ein polarisierendes Großereignis im Blickfeld der Öffentlichkeit, das weit über die österreichischen Grenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgte. Mit der willkürlichen Absetzung von Carina Jielg als Kuratorin von „Kunst im Funkhaus“ durch ORF-Landesdirektor Markus Klement erregte in Vorarlbergs Kulturszene zudem ein weiteres polarisierendes Ereignis die Gemüter, das zwar nur einen Bruchteil der Breitenwirkung vom Match Hofer gegen Van der Bellen hatte, aber immerhin zumindest über die Vorarlberger Landesgrenzen hinaus strahlte. Wenn man sieht, wie hier in einem kleinen lokalen Umfeld persönliche Interessen ohne jegliche Rücksicht auf fachliche und auch moralische Schranken einfach durchgeboxt werden, muss man sich nicht wundern, dass die Welt im Großen nicht funktionieren kann. Eine nähere Beleuchtung der Vorgänge rund um die Absetzung der ORF-Kuratorin und der Zeit davor, ergibt ein befremdliches Stimmungsbild der heimischen Kunstszene.

CD-Tipp 06.12.2016
Peter Füssl

Agnes Obel: Citizen Of Glass

In ihrem dritten Album macht die in Berlin lebende Dänin Agnes Obel den „gläsernen Menschen“ zum Thema – vom Staat durchleuchtet, von Verkaufsstrategen ausgeforscht, sich in sozialen Netzwerken freiwillig selbstentblößend. Auch der Künstler, der immer vor der Entscheidung steht, wie viel er von sich selbst preisgeben will, macht sich gläsern. Wie bei Obel üblich, sind die mit zahlreichen Anspielungen auf literarische Einflüsse gespickten Texte aber nicht so leicht zu dechiffrieren, bleiben im Mehrdeutigen, Geheimnisvollen, Zerrissenen.

Musik / Konzert 05.12.2016
Silvia Thurner

Distanz und Hingabe lagen nahe beieinander – das Symphonieorchester Vorarlberg und Gérard Korsten begeisterten, Anika Vavic enttäuschte
Das Symphonieorchester Vorarlberg und Gérard Korsten stellten im Bregenzer Festspielhaus eine Werkdeutung der vierten Symphonie von Peter I. Tschaikowsky in den Raum, die lange nachwirkt.

Beim zweiten Abonnementkonzert führte das Symphonieorchester Vorarlberg unter der Leitung von Gerard Korsten mit Werken von Penderecki, Rachmaninoff und Tschaikowsky in die klangschwelgerische musikalische Welt Osteuropas. Im Mittelpunkt stand die international gefeierte Pianistin Anika Vavic, doch ihre Werkdeutung von Rachmaninoffs Rhapsodie op. 43 wirkte allzu routiniert. Begeisterung löste die vielschichtige Interpretation der vierten Symphonie von Tschaikowski aus, denn die Orchestermusiker und Gerard Korsten liefen zu Hochform auf und spielten „auf Teufel komm raus“.

Aktuell 05.12.2016
Mirjam Steinbock

„Kultur am Zug“ – Neues Vermittlungsformat lässt Kulturschaffende regelmäßig einen Zugwaggon bespielen
Evelyn Fink-Mennel und Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums geben mit "ADVENTure" eine Kostprobe  im Kultur im Zug-Waggon | © VLK/Alexandra Serra

Wie man mit Kultur auf Schiene kommt, künstlerisch bewegt wird und vor allem kleine Kulturinitiativen besser kennen lernt, stellt das von Nina Winkler kuratierte Vermittlungsprogramm „Kultur am Zug“ in Aussicht. Die vom ÖBB-Regionalmanagement Vorarlberg und der Landesregierung getragene Initiative wurde bei der Pressekonferenz am Montag, 5. Dezember am Bahnhof Bregenz präsentiert. Eine Hörprobe im eigens für diese Aktion gestalteten und reservierten „Kultur am Zug“-Waggon gaben Evelyn Fink-Mennel vom Vorarlberger Landeskonservatorium und Studierende der Volksmusikklasse mit „ADVENTure“. Mehr davon gibt es am Samstag, 10. Dezember, wenn der Kultur-Waggon um 14.30 Uhr in Bludenz erstmals Kurs auf Lindau nimmt.

Musik / Konzert 05.12.2016
Mirjam Steinbock

Gegurgelte Weihnachtslieder – Der Musiker Konrad Bönig und sein mitreißendes KinderLiederMitmachKonzert
Konrad Bönig lädt in seinem Konzert sofort zum Mitmachen ein

Während beim Kinderprogramm des Bregenzer Weihnachtsmarkts animierte Märchenfiguren ihre Bewegungen zu Stimmen vom Tonband machen, lädt das Vorarlberger Landestheater zu einem Adventserlebnis, das auf Tuchfühlung, Blickkontakt und Emotionen setzt. „Süsser die Glocken nie klingen“ heißt die Reihe, die an drei Samstagen stattfindet und bei freiem Eintritt Familien dazu motiviert, näher zusammenzurücken, zuzuhören, gemeinsam zu singen und zu spielen. Den Auftakt machte Konrad Bönig, der zusammen mit dem jungen und auch älteren Publikum nach allen Regeln der Kunst die Bühne rockte.

Medien 04.12.2016
Anita Grüneis

Kabarett in bester Wiener Tradition mit Hosea Ratschiller
Der mehrfach preisgekrönte Künstler Hosea Ratschiller

Der Abend mit Hosea Ratschiller im Schaaner TAK glich einer Offenbarung. Es war, als wären Karl Kraus und Helmut Qualtinger gemeinsam in ihm reinkarniert. Kein Wunder, dass der Künstler nächstes Jahr mit dem Salzburger Stier geehrt wird. Bereits vor vier Jahren erhielt er den österreichischen Kabarettpreis, dieses Jahr folgte der gleiche Preis für sein Programm "Der allerletzte Tag der Menschheit (Jetzt ist wirklich Schluss)“.

Musik / Konzert 02.12.2016
Anita Grüneis

Ein Fest der Opernarien im Vaduzersaal mit der Südwestphilharmonie und dem Dirigenten Karsten Januschke
Dirigent Karsten Januschke begeisterte mit seinem EInfühlungsvermögen

Mehr als zwei Stunden lang dauerte der Ohrenschmaus mit den „schönsten Opernarien“ im Vaduzersaal. Im Rahmen der TAK Vaduzer Weltklassik Konzerte gastierte die Südwestdeutsche Philharmonie mit Stipendiaten der sic itur ad astra foundation aus Vaduz, die junge Solisten auf ihrem Weg in eine internationale Karriere begleitet.

Film / Kino 01.12.2016
Gunnar Landsgesell

Sully
Clint Eastwood am Set: Der Regisseur schärft seine spezifischen Heldenporträts mit einer weiteren, schönen, konzentrierten Arbeit.

Als Chesley Sullenberger ein Passagierflugzeug im eisigen Wasser des Hudson River notlandete und damit allen Menschen das Leben rettete, wurde der Pilot zum Helden in den USA. Clint Eastwood rekapituliert die Ereignisse rundherum, in der Titelrolle Tom Hanks, der gehörig unter Druck gerät.

Film / Kino 01.12.2016
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (2.12. - 8.12. 2016)
Mein Fleisch und Blut

Das Filmforum Bregenz zeigt diese Woche den österreichischen Psychothriller "Mein Fleisch und Blut". Im Andelsbucher Gasthof Jöslar wird im Rahmen des Gaumenkinos nach einem dreigängigen Menü (Reservierung erforderlich) Maria Schraders "Vor der Morgenröte" gezeigt, den Österreich heuer für die Oscars einreichte.

Literatur 01.12.2016
Willibald Feinig

Hat Klawa auch Kirschen bekommen? - Albert Summers mikrohistorische Studie über das NS-Musterdorf Fraxern
Fraxern - vorne rechts das Dach des Gefangenenlagers

Im Jahr 1934 ist das Dorf am Sonnenhang der Hohen Kugel abgebrannt, 34 Häuser, darunter zwei Gastwirtschaften, Sennerei, Sägerei, Schule und Pfarrhaus. Die Fraxner Feuerwehr konnte die Katastrophe nicht verhindern, es gab keine Motorspritze und keinen Wagen um sie zu transportieren.

Ausstellung 01.12.2016
Karlheinz Pichler

Gedanken zum Raum als Teppichmuster - Eine Gruppenausstellung mit „Räumungsverkauf“ in der Lustenauer Galerie Hollenstein
Sale On-Site: Der Teppich als Layout-Vorlage

Die aktuelle Gruppenschau „Sale On-Site“ in der Lustenauer Galerie Hollenstein setzt sich mit der künstlerischen Nutzung des Raumens in 45 Jahren Ausstellungsgeschichte auseinander. Zitate von elf Kunstschaffenden aus Gesprächen mit Kuratorin Claudia Voit stehen im Zentrum der Präsentation. Der Verkauf von Werken, die von den KünstlerInnen eigens dafür geschaffen wurden, geschieht gleichsam en passant.