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Monatsprogramm

Artikelaktionen
Literatur 24.04.2017
Peter Niedermair

Über das Recht auf Sterbehilfe und den Unsinn eines natürlichen Todes - „kultiviert sterben“ von Alois Schöpf

Der Innsbrucker Limbus Verlag hat einen Programmschwerpunkt deutschsprachiger Gegenwartsliteratur mit Fokus österreichische Literatur sowie die Essayreihe zu gesellschaftspolitisch aktuellen Themen. In dieser Reihe erschien 2015 Alois Schöpfs Essay „kultiviert sterben“.

Literatur 23.04.2017
Anita Grüneis

Liechtensteiner Literaturtage: Literarisch und diplomatisch viel unterwegs
Armin Öhri, Präsident der IG Wort, mit dem Ehrenpreis "Murmeltier", der an Prinz Stefan von Liechtenstein vergeben wurde

Liechtenstein ist kulturell in Bewegung. Letztes Jahr hieß es: „Liechtenstein schreibt“. Dieses Jahr lautet das Motto: „Liechtenstein liest“ und „Liechtenstein spielt“, nächstes Jahr soll es heißen: „Liechtenstein gestaltet“ und „Liechtenstein singt“. Organisatoren dieser Veranstaltungen sind die Liechtensteinische Landesbibliothek, die IG Wort und „Vaduz Classic“. In Sachen Literatur ging am Wochenende der erste Teil der zweiten Liechtensteiner Buchtage zu Ende. Dabei wurden Texte aus der Schreibwerkstatt für Wortakrobatinnen und Wortakrobaten präsentiert, geehrt wurde der Jugendliche mit den meisten Buchausleihen und die IG Wort verlieh ihre Ehrengabe „Murmeltier“.

Musik / Konzert 21.04.2017
Thorsten Bayer

Was für ein Auftakt! Das Dynamo Festival am Spielboden ist eröffnet
Pure Energie und beste Laune versprühte Onk Lou (alle Fotos © Matthias Rhomberg).

Zum dritten Mal kommen am Spielboden Bands aus dem In- und Ausland zusammen, die mit Hörgewohnheiten brechen und live einfach großartig sind. Am gestrigen Donnerstag hinterließen Onk Lou & The Better Life Inc. einen bleibenden Eindruck, bevor Attwenger ihren ganz eigenen Dada-Charme versprühten. Am Freitag und Samstag sind weitere sehenswerte Bands am Spielboden zu erleben, darunter Wallis Bird, Polkov, Findlay und Milliarden. Die Nachfrage ist groß, Restkarten für beide Tage sind noch erhältlich.

Film / Kino 20.04.2017
Gunnar Landsgesell

The Founder
Lässt sich feiern: Michael Keaton als Ray Kroc, der McDonalds nicht erfunden hatte, dafür aber den Fordismus in die Gastronomie gebracht hat.

Er ließ sich als Gründer von McDonalds feiern und hatte in Wahrheit das Konzept anderer gestohlen: Ray Kroc, grandios von Michael Keaton verkörpert. "The Founder" ist so etwas wie die Schattenseite des amerikanischen Traums, den nur die leben, die ein bisschen gewiefter sind als der Rest.

Kritiken 20.04.2017
Karlheinz Pichler

Bildgewordene Poesie im Raum – Christoph Luger im Kunstraum Vaduz
Christoph Luger - Blick in seine Ausstellung im Vaduzer Kunstraum Engländerbau

Im Vaduzer Kunstraum Engländerbau gibt es unter dem Titel „Wandmalerei zwischen Fresko und Bild“ derzeit XXXL-formatige Malerein des Vorarlberger Künstlers Christoph Luger zu bestaunen.

Ausstellung 20.04.2017
Karlheinz Pichler

Auch Schwarz und Weiß sind Farben - Das QuadrART Dornbirn thematisiert „Black & White“
 Robert Sagermann: O.T., Öl auf Leinwand (Ausschnitt)

Keine „Farben“ sind so subtil wie gerade Schwarz und Weiß. Wie sich die Grenzen dazwischen auflösen, kann derzeit im QuadrART Dornbirn im Rahmen der Ausstellung „Black & White“ nachvollziehen.

Film / Kino 20.04.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (21.4. - 27.4. 2017)
Madame Mallory und der Duft von Curry

Im TaKino Schaan läuft diese Woche Lasse Hallströms Feelgood-Movie "Madame Mallory und der Duft von Curry". Beim Filmforum Bregenz prallt dagegen in Tom Fords "Nocturnal Animals" die schicke, aber kalte Hochglanzwelt von L. A. auf einen brutalen und schmutzigen Film noir.

Literatur 19.04.2017
Markus Barnay

„Verliehen für die Flucht vor den Fahnen“ - Publikation zum Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz

Es hat lange gedauert, bis den österreichischen Opfern der NS-Militärjustiz Gerechtigkeit widerfuhr – eine Gerechtigkeit, die das einst erlittene Unrecht nicht wiedergutmachen kann, ja für die meisten Betroffenen ohnehin viel zu spät kam. Über 30.000 Menschen wurden während der NS-Diktatur von der Militärjustiz zum Tode verurteilt, und der Großteil davon wurde auch tatsächlich hingerichtet. Unter ihnen waren auch Dutzende VorarlbergerInnen, darunter bekannte Namen wie Carl Lampert (verurteilt u.a. wegen „Feindbegünstigung“), Karoline Redler („Wehrkraftzersetzung“) oder Ernst Volkmann („Wehrdienstverweigerung“), und weniger bekannte wie der Lustenauer Zöllner Hugo Paterno oder die Soldaten Martin Lorenz und Wilhelm Burtscher, die sich im Großen Walsertal versteckt hatten und von Nachbarn verraten wurden.

Musik / Konzert 18.04.2017
Silvia Thurner

Freundschaft beflügelt – Kirill Petrenko und das Symphonieorchester Vorarlberg sowie der Bariton Daniel Schmutzhard sorgten in Bregenz für Jubelstimmung
Kirill Petrenko - Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper München, designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Klangmagier, Energiebündel und Freund - und das Symphonieorchester Vorarlberg setzten die Aufführung aller neun Symphonien von Gustav Mahler fort und lösten im Bregenzer Festspielhaus Jubelstimmung aus.

Längst hat sich im Land herumgesprochen, dass der Mahler Zyklus 9x9 des Symphonieorchesters Vorarlberg mit dem befreundeten Dirigenten Kirill Petrenko ganz besondere Ereignisse darstellen, die in die Orchestergeschichte eingehen werden. Aus gutem Grund waren deshalb das Montforthaus Feldkirch, das Festspielhaus Bregenz und die Kulturbühne AmBach, wo die Generalprobe stattgefunden hat, längst ausverkauft. Die Aufführung von Mahlers fünfter Symphonie sowie die Deutung der "Lieder eines fahrenden Gesellen" mit dem Bariton Daniel Schmutzhard bescherten den Zuhörenden außergewöhnliche Erlebnisse. Der mitreißende Gestaltungswille des Orchesters und die sprühende Energie von Kirill Petrenko verliehen den Werkdeutungen eine große Spannkraft.

Aktuell 18.04.2017
Christina Porod

Verena Konrad wird 16. Architektur-Biennale-Kommissärin
Am 18. April 2017 stellte Kunst- und Kultusminister Thomas Drozda die Kommissarin der Architektur-Biennale Verena Konrad, Leiterin des Vorarlberger Architektur Instituts, vor. (© Christopher Dunker)

Verena Konrad, seit 2013 Leiterin des Vorarlberger Architektur Instituts (vai), wird den Österreich-Pavillon der Architekturbiennale in Venedig 2018 kuratieren. Damit wird von Kunst- und Kulturminister Thomas Drozda eine Kommissärin bestellt, die einen neuen und innovativen Blick auf die Architektur Österreichs im internationalen Kontext mitbringt. Konrad will ihr Konzept samt beteiligter Architekten zwar erst im Oktober vorstellen, aber: „Man darf eher thematische Schwerpunktsetzungen erwarten als eine Personale.“

CD-Tipp 18.04.2017
Peter Füssl

José James: Love In A Time Of Madness

Wenn José James erklärt, er wende sich vom Jazz ab, weil er künftig ein größeres Publikum erreichen wolle, ist es gut zu wissen, dass der Mann aus Minneapolis seine Wurzeln ohnehin im Hip-Hop, Soul und Power-Funk-Pop eines Prince hatte, ehe er via John Coltrane die Liebe zum Jazz entdeckte und beispielsweise seiner Säulenheiligen Billie Holiday mit „Yesterday I Had The Blues“ vor zwei Jahren eine unglaublich schöne Hommage widmete.

Theater 14.04.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Wenn Alpträume das Leben bestimmen – eine philosophische Studie im Kosmodrom
Beeindruckend: Philipp Scholz und Kathrin Jaehne

Dass das Theater Kosmos junge Autorinnen und Autoren fördert, ist bekannt. Dass im Kosmodrom, dem kleinen Theater im Foyer des Theater Kosmos, drei bis viermal im Jahr neue Stücke dieser jungen Schreibenden auch gezeigt werden, darf sich ruhig noch etwas mehr herumsprechen. Denn meist sind es kleine Juwelen, die hier als Low-Budget-Produktionen gezeigt werden.

Film / Kino 13.04.2017
Gunnar Landsgesell

Abgang mit Stil
Auf der Parkbank, mit gewagten Plänen. "Going in Style" ist ein Buddy- und Feelgood-Movie.

Drei alte Freunde, von Altersarmut bedroht, planen einen Banküberfall. Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin als Rentnergang, die zugleich wohl einer der ältesten Casts in der Filmgeschichte sind. Da kann man nur hoffen, dass alles gut geht.

Ausstellung 13.04.2017
Peter Niedermair

„peace art hotel 2“ - Zum aktuellen Projekt von Ruth Gschwendtner-Wölfle im Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis
Blick ins Foyer des „peace art hotel 2“ im Künstlerhaus Bregenz. Im Vordergrund der KunstKiosk mit „Kleinkunstobjekten“ als KunstMitbringsel (Fotos 1-5: Ruth Gschwendtner-Wölfe)

Gemeinsam mit Irene Dworak-Dorowin „Sacred Ground“, Anton Moosbrugger und Christian Gerstenmayer präsentiert die Künstlervereinigung derzeit Ruth Gschwendtner-Wölfles neues Projekt „peace art hotel 2“. Die Ausstellung wurde am Palmsonntagwochenende eröffnet und ist bis 7. Mai zu sehen. Mit „peace art hotel 2“ bespielt die Künstlerin das Grundgeschoss und die Kellerräume im Tiefgeschoss des Künstlerhauses, die Arbeiten von Dworak-Dorowin und Anton Moosbrugger sind im 1. Stock, Christian Gerstenmayer ist im 2. Stock zu sehen.

Gesellschaft 13.04.2017
Tamara Ofner

Vorbildhaft - Eine 18-jährige Gymnasiastin recherchierte einen Fall der versuchten Enteignung ihrer Familie während des Nationalsozialismus
Anna Maria Eggler und das Ergebnis ihrer Recherchen

Anna Maria Egglers Urgroßvater - Franz Eggler - war Mitbegründer und Teilhaber der Skiliftgesellschaft Zürs. Als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen, wurden nicht nur Juden und Regimegegner enteignet, vertrieben und ermordet, sondern es wurde auch das gesamte Wirtschaftsgefüge im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie umstrukturiert. Die Lecher Skiliftbetreiber wehrten sich dagegen und hatten Erfolg – im Gegensatz zu vielen anderen Gewerbetreibenden und Unternehmern. Anna Maria Eggler hat im Rahmen einer vorwissenschaftlichen Arbeit im Fach Geschichte die Rechtsakten dazu in den Archiven gesucht und die Daten und Fakten zu diesem Fall recherchiert.