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Monatsprogramm

Artikelaktionen
Theater 12.12.2017
Annette Raschner

Theater als ein Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung - Stephanie Gräve ist neue Intendantin am Vorarlberger Landestheater
Theater muss gesellschaftlich relevant und politisch sein, es muss gleichermaßen berühren und verstören, überraschen, fordern und unterhalten, so die designierte Intendantin des Vorarlberger Landestheaters Stephanie Gräve © Anna Polke

Erstmals in seiner Geschichte wird das Vorarlberger Landestheater künftig von einer Frau geleitet. Die aus Duisburg stammende Dramaturgin Stephanie Gräve wird ab August 2018 neue Intendantin, ab sofort wird sie am Programmentwurf für die kommende Spielsaison arbeiten. Der Juryentscheid war einstimmig, in den Auswahlprozess waren neben den vier Aufsichtsratsmitgliedern Landesrat Bernhard, Kulturamtsleiter Nußbaummüller, Franz Salzmann und Kuges-Geschäftsführer Döring auch drei Fachjuroren eingebunden: Die neue Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele Bettina Hering, Andreas Beck, Direktor am Theater Basel, sowie die Dramaturgin Dorothee Bauerle-Willert. Es gab insgesamt 65 Bewerbungen.

Musik / Konzert 12.12.2017
Silvia Thurner

Förder- und Ehrengaben für außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten
Der Bratschist Andreas Ticozzi und die Regisseurin Barbara Herold erhielten die mit 5.000 € dotierten Ehrengaben des Landes. Der Jazzsängerin Filippa Gojo und dem Schriftsteller Max Lang wurden im Rahmen eines Festaktes im Landhaus Bregenz die mit jeweils 2.500 € dotierten Fördergaben übergeben. (Foto: Werner Micheli)

Im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz gab es bei der diesjährigen Förder- und Ehrengabenpreisverleihung viel zu feiern und gute Musik zu hören. Die Jazzsängerin Filippa Gojo, sie wurde mit einer Fördergabe ausgezeichnet, sang solistisch vier ihrer bestens Songs und begeisterte damit die Zuhörenden im voll besetzten Saal. Für ihr künstlerisches Wirken über viele Jahre hinweg wurden die Regisseurin Barbara Herold und der Bratschist Andreas Ticozzi mit den Ehrengaben des Landes bedacht. Ebenfalls eine Fördergabe erhielt der Schriftsteller Max Lang für seine literarischen Arbeiten. Landesrat Christian Bernhard gab Einblicke in die interessanten Künstlerbiografien bevor Markus Wallner die Ehrungen vornahm.

CD-Tipp 12.12.2017
Peter Füssl

Jon Balke Siwan: Nahnou Houm

Der norwegische Pianist, Komponist und Arrangeur Jan Balke begeisterte 2009 mit seinem Projekt Siwan Musikfreunde und Kritiker gleichermaßen – nicht nur wegen der in zeitgenössischer Improvisation, Frühbarock, sephardischer und arabischer Tradition angesiedelten Musik, sondern auch wegen des damit verbundenen Gedankengebäudes, an dem er jetzt, acht Jahre später, weiterbaut. Einmal mehr wird al-Andalus zum Sehnsuchtsort, wo Christen, Juden und Muslime friedlich koexistierten und die kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Errungenschaften auf ein bis dorthin unerreichtes Level brachten. Was, wenn all dem durch die Auswirkungen der Inquisition und weltlicher Herrschaftsgelüste nicht ein abruptes Ende bereitet worden wäre?

Musik / Konzert 11.12.2017
Silvia Thurner

Freudvolle Adventstimmung – der Kammerchor Feldkirch beeindruckte mit herausfordernden Darbietungen
Der Kammerchor Feldkirch unter der Leitung von Benjamin Lack sowie Johannes Hämmerle am Orgelpositiv begeisterten das Publikum in der Alten Kirche Götzis mit Kompositionen zur Marienverehrung und Adventliedern.

Eine sinnliche musikalische Feierstunde bescherten der Kammerchor Feldkirch unter der Leitung von Benjamin Lack sowie der Organist Johannes Hämmerle den zahlreichen Zuhörenden in der Alten Kirche in Götzis. Unter dem Leitgedanken „Meine Seele preist den Herrn“ interpretierten die Chorsängerinnen und –sänger vielgestaltige Kompositionen von Monteverdi über Brahms und Bruckner bis in die Gegenwart mit einer Uraufführung von Thomas Thurnher und einem zeitgenössischen Chorwerk des lettischen Komponisten Eriks Esenvalds. Bemerkenswert war der ausgewogene Gesamtklang des Kammerchores und darüber hinaus ließen einige Solistinnen und Solisten aufhorchen.

Literatur 11.12.2017
Gerhard Wanner

Spannender Einblick in 200 Jahre Landesgeschichte - Zu Meinrad Pichlers „Menschen in Bewegung. Vorarlberger Lebenswege und Zeitläufte“

Zum 70. Geburtstag erschien Meinrad Pichlers Sammelband zum Thema „Menschen in Bewegung. Vorarlberger Lebenswege und Zeitläufte“. Pichler, der an der Universität Wien und nicht etwa im „reaktionären“ Innsbruck Geschichte und Deutsch studierte, gehörte schon in den 70er-Jahren zur Gruppe junger, zeitkritischer Historiker. Er hatte sich außerdem zum Ziel gesetzt „Geschichte von unten“ zu erforschen.

Musik / Konzert 09.12.2017
Silvia Thurner

Ein Feiertag mit einem erfrischenden Musikerlebnis – Dominik Neunteufel, Johannes Schwendinger und der Orchesterverein Götzis gestalteten ein ansprechendes Konzert
Der Orchesterverein Götzis unter der künstlerischen Leitung von Markus Ellensohn lud den Sänger Johannes Schwendinger und den Kontrabassisten Dominik Neunteufel zum gemeinsamen Musizieren ein. Geboten wurden eine exzellente Werkauswahl und gute Werkdeutungen. (Foto: Arno Wohlgenannt)

Für das traditionelle Konzert des Orchestervereins Götzis hat der künstlerische Leiter Markus Ellensohn ein erlesenes Programm zusammengestellt. So wurde den engagierten Musikerinnen und Musikern vor allem mit der Ouvertüre, op.3/1 von Johann Christian Bach die Gelegenheit geboten, ihre niveauvolle Musizierlust zu präsentieren. Darüber hinaus bereicherten der Kontrabassist Dominik Neunteufel und der Bassist Johannes Schwendinger den Abend mit selten zu hörenden Werken von Johann Baptist Vanhal und W.A. Mozart.

Ausstellung 09.12.2017
Peter Niedermair

Hanna Schaich – "a walk down memory lane": Finissage und Performance Hanna Schaich mit Karl Salzmann am Sonntag, 10. Dezember 2017, 18 Uhr, in der Galerie Hollenstein in Lustenau
Hanna Schaich, Still aus dem Video "Evelyne"

Hanna Schaichs Arbeit beschäftigt sich mit den Schnittstellen zwischen individueller und kollektiver Erinnerung. Das von ihr bevorzugte Medium Video hat sich im letzten Jahr während ihres Aufenthalts in den USA um die Kunstform der Performance erweitert. Zur Finissage der Ausstellung wird sie gemeinsam mit Karl Salzmann eine Performance mit Sound präsentieren, in der der Ast einer Linde vom Pfänder, ihrem Hausberg, eine besondere Rolle spielt ... Karl Salzmann stammt aus Vorarlberg, er lebt und arbeitet als Sound & Visual Artist und Sound-Wissenschaftler in Wien. Von ihm hat das Land Vorarlberg für die Sammlung im Jahr 2016 eine bedeutende Soundinstallation angekauft, die im Sommer des Vorjahres in der Johanniterkirche in Feldkirch und später in der Galerie allerArt in Bludenz zu sehen war. Mit prozessorientierten und experimentellen Setups entwickelt er Arbeiten, die sich mit der Materialität von Sound und seiner sozialen, kulturellen und metaphorischen Bedeutungsebene auseinandersetzt. Er unterrichtet und forscht in der Abteilung für Kunst & Wissenschaft der Universität für angewandte Kunst in Wien.

Film / Kino 07.12.2017
Gunnar Landsgesell

Zwischen zwei Leben - The Mountain between us
Ungleiches Paar in den Bergen. Das könnte ein Abenteuer für sich sein.

Ein Flugzeugabsturz stürzt Ben (Idris Elba) und Alex (Kate Winslet) in ein winterliches Bergabenteuer. Ein Mash-up zwischen Überleben und Romantik, so stapfen die beiden durch den Schnee. Wo geht's hier ins Tal?

CD-Tipp 07.12.2017
Peter Füssl

Trio Da Kali & Kronos Quartet: Ladilikan

Fodé Lassana Diabaté am Balafon, der auch im Hip-Hop erfahrene Mamadou Kouyaté an der Bass-Ngoni und die Sängerin Hawa Kassé Mady Diabaté – alle drei Mitglieder der seit Jahrhunderten einflussreichsten Griot-Familien in Mali – stehen im musikalischen Epizentrum dieser außergewöhnlichen Produktion. In Mali gelten die drei als Supergroup, dennoch hatte Bandleader Fodé Diabaté zuerst Bedenken, ihre archaischen Instrumente könnten in direkter Konfrontation mit den Streicherstars des Kronos Quartets untergehen, als World Circuit-Label-Chef Nick Gold, der vor zwanzig Jahren auch schon die „Buena Vista Social Club“-Welle in Gang gebracht hatte, einen Vorschlag zur Zusammenarbeit unterbreitete.

Film / Kino 07.12.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (8.12. - 14.12. 2017)
Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt

Beim TaSKino Feldkirch steht diese Woche Arne Feldhusens herrlich schräge Sven Regener-Verfilmung "Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt" auf dem Programm. Das Filmforum Bregenz bietet mit dem Spielfilm "Chez nous - Das ist unser Land" Einblick in die Methoden rechtspopulistischer Parteien.

Theater 06.12.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Dance to the right – Das Aktionstheater Ensemble begeistert mit seinem neuen Stück
Großartig Martin Hemmer und Nicolaas van Diepen

Lächelnd tanzen sie am Rande des Abgrunds, gekonnt spielen sie auf der Klaviatur der Emotionen, klug klopfen sie auf den Busch, mit lauten und mit leisen Tönen. Dem Aktionstheater Ensemble gelingt es spielend mit ganz alltäglichen Geschichten den Finger in die Wunde zu legen, ohne zu moralisieren. Gestern feierte „Swing. Dance to the right“ die Premiere der Uraufführung im ausverkauften Dornbirner Spielboden.

Theater 06.12.2017
Anita Grüneis

„Geächtet“ von Ayad Akhtar im Schaaner SAL – eine surreale Show
Die weiße Welt der Darsteller

Das Gastspiel des Dortmunder Schauspielhaus mit dem „Stück der Stunde“ irritierte, faszinierte und – ja, es langweilte manchmal auch. Regisseur Kay Voges hatte das preisgekrönten Stück zu einer Mischung aus Kindergeburtstag und surrealer Horror-Show werden lassen.  

Theater 04.12.2017
Dagmar Ullmann-Bautz

Absurd komischer Alpenthriller - „Altes Holz, Ernst und der Schnee“ von Cafe Fuerte
Großartiges Ensemble: Rudi Widerhofer, Tobias Fend, Kristine Walther

Mehrfach hat es sich gelohnt, gestern Abend nach Hittisau zu fahren. Schon die Fahrt in den verschneiten Bregenzerwald erwies sich als wunderbare Einstimmung in den Advent. Das Stück, das im Hof des Gasthauses Goldener Adler zur Aufführung kam, war großartig und der anschließende Hock in der warmen Gasthausstube mit Glühwein, Gerstensuppe und Rösti erwärmend und gemütlich.

Literatur 04.12.2017
Ingrid Bertel

Dr. Friebes Drachen-Salon - Der Paläontologe J. Georg Friebe wirkt als Kurator an der inatura und pflegt ein exquisites Hobby: Er widmet sich einem Tier, das nur der Mensch erfinden konnte.

Es ist ein Geschöpf menschlicher Fantasie, zusammengesetzt aus dem Körper einer riesigen Schlange und dem Kopf eines Krokodils, den Füßen eines Löwen, manchmal auch den Klauen eines Adlers. Dazu kommen Fledermausflügel und ein Kamm, ähnlich der Rückenflosse eines Hais. Besonders schön ist der Drache nicht, aber besonders eindrucksvoll. Und das liegt nicht nur daran, dass er zusammengestückelt ist aus furchteinflößenden Waffen. Es liegt vor allem am starren Blick, dem er seinen Namen verdanken könnte. Das altgriechische „dracon“ meint „der starr Blickende“ und hat im Gorgonenhaupt der Medusa, um das sich Schlangen winden und dessen Anblick jeden Menschen erstarren lässt, eine mythologische Spur hinterlassen.

Musik / Konzert 02.12.2017
Silvia Thurner

Kammermusik wie sie im Buche steht – Unter dem Motto „Viola total!“ erfreuten Annette Heil, Elisa Kessler, Guy Speyers und Klaus Christa das Publikum
Klaus Christa, Guy Speyers, Annette Heil und Elisa Kessler setzten den schönen Klang ihrer Bratschen mit exklusiven Kompositionen und hervorragenden Werkdeutungen im schönen Ambiente des Pfarrsaales in Nüziders eindrücklich in Szene.

Die beiden Bratschistinnen Annette Heil und Elisa Kessler und der Bratschist Guy Speyers trafen sich im Pfarrsaal in Nüziders mit ihrem ehemaligen Lehrer Klaus Christa sozusagen zum „Klassentreffen“ und gaben im Rahmen der Kammermusikreihe „solis musica“ ein exklusives Konzert. Das Programm mit größtenteils Originalliteratur für Bratsche von Frank Bridge, York Bowen und Max von Weinzierl sowie die eindrucksvollen Werkdeutungen entfalteten den Geist des kammermusikalischen Musizierens in vollen Zügen. Darüber hinaus unterstrich das schöne Ambiente im voll besetzten Saal die hervorragende Stimmung.

Film / Kino 01.12.2017
Anita Grüneis

TaKino - Österreich-Premiere in Liechtenstein mit dem Film „Atelier de Conversation“ – Integration kann so viel Spaß machen
Menschen stehen im Mittelpunkt

„Die Welt ist klein und unser Land noch viel kleiner“, meinte Laura Hilti, Vorstandsmitglied des Kunstvereins Schichtwechsel bei der Präsentation einer kleinen Ausstellung zum Thema „Fremdsein“, „eat more art“ sowie der Premiere des Films „Atelier de Conversation“. 

Literatur 01.12.2017
Anita Grüneis

Babelsprech im Vaduzer Schlösslekeller - Wenn Wörter zu Klängen werden und eine Lesung zum Konzert
Junge Lyriker: Patrick Savolainen, Tabea Xenia Magyar, Simon Deckert und Gerd Sulzenbacher.

Es war eine Premiere: Zum ersten Mal gastierte die Organisation „Babelsprech“ in Liechtenstein. Vor vier Jahren von Lyrikern aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet, hat Babelsprech zum Ziel, das Image der Lyrik zu entstauben und sie als eigenständige Kunstform zu präsentieren. Um dieses Ziel zu erreichen findet jährlich eine große Konferenz statt – nächstes Jahr übrigens in Liechtenstein – an der sich an die 35 Dichter austauschen und am Abend für Publikum lesen. Außerdem gibt es eine Lesereihe in allen Ländern. Finanziert wird das Projekt von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland), vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Österreich), von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und von der Kulturstiftung Liechtenstein.

Ausstellung 30.11.2017
Karlheinz Pichler

Von Fettaugen bis zum Panüler Massiv - Jubiläumsausstellung anlässlich fünfzehn Jahre Kunst.Vorarlberg
May-Britt Nyberg Chromy: "Es sollten immer mehr Augen aus der Suppe heraus- als hineinschauen", Installation, 2017

Vor nunmehr gut fünfzehn Jahren hat sich eine Gruppe von Kunstschaffenden zusammengetan, um mit Kunst.Vorarlberg ein Gegengewicht zur Berufsvereinigung zu schaffen. Mit einer Gruppenausstellung, die den Titel „FETTEJahre“ trägt und an der 26 der insgesamt 51 Mitglieder der Künstlervereinigung beteiligt sind, wird in der Villa Claudia diesem Jubiläum mit reichlich Material und Kreativität Rechnung getragen.

Film / Kino 30.11.2017
Gunnar Landsgesell

Coco
Dia de los Muertes, wenn Seelenverwandte sich kennenlernen.

Wenn die Toten aufspielen - Die neue Pixar-Produktion "Coco" entpuppt sich als farbenprächtige, smarte Adaption eines düster klingenden Themas. Ein Junge, Miguel, der gerne Musiker werden möchte, gerät unversehens in das Jenseits, wo er seine Familiengeschichte wie einen Krimi aufrollt.

Film / Kino 30.11.2017
Walter Gasperi

Aktuell in den Filmclubs (1.12. - 7.12. 2017)
Der Wein und der Wind

Im Filmforum Bregenz steht diese Woche Cédric Klapischs nicht zuletzt von der prächtigen Landschaft des Burgunds lebende Familiengeschichte „Der Wein und der Wind“ auf dem Programm. Das Takino Schaan zeigt dagegen mit Laurent Tirards „Der kleine Nick“ einen hinreißenden Kinderfilm.

Ausstellung 30.11.2017
Karlheinz Pichler

Poetische und tragikomische Kommentare zu gesellschaftlichen Abläufen - Lorenzo Scotto di Luzio bei Kunst Meran
Lorenzo Scotto di Luzio: Spartifila, 2017, verschiedene Materialien, Installationsansicht - Ausschnitt (Fotos: Karlheinz Pichler)

Die Werke des 1972 geborenen und seit zehn Jahren in Berlin lebenden und arbeitenden italienischen Künstlers Lorenzo Scotto di Luzio sind vielfach als ironische, spöttische, skurrile, mitunter auch sehr poetische und tragikomische Kommentare zu den alltäglichen gesellschaftlichen Abläufen zu lesen. Mit oft einfachsten, kargen, beiläufigen Materialien, die er aus dem ursprünglichen Causalzusammenhang herausreißt, schafft der aufmerksame Beobachter sozialer Prozesse kuriose Objekte und verweist damit auf die typischen großen und kleinen Schwächen des Homo Sapiens.

CD-Tipp 30.11.2017
Peter Füssl

Panzerballett: X-Mas Death Jazz

Keine Spur von stiller Nacht und leise rieselndem Schnee, wenn das Münchner Panzerballett die beliebtesten heimischen und internationalen Weihnachtslieder durch den Fleischwolf der „Verkrassung“ drehen, wie sie ihre musikalische Vorgangsweise nennen.

Aktuell 29.11.2017
Anita Grüneis

Die Kunstschule in Liechtenstein wird zu einer Plattform für alle Kulturschaffenden
Die neuen LILI-Filmpreise warten auf ihre Gewinner

Was den Franzosen der César, den Deutschen die Lola, das ist den Liechtensteinern nun die Lili. So heißt der neue Filmpreis, der am Sonntag zum ersten Mal vergeben wird. Dieser Filmpreis ist auch das Ergebnis einer neuen Kooperation zwischen der Liechtensteiner Kunstschule und dem Filmclub Liechtenstein. Und das ist nicht die einzige Neuigkeit an der Kunstschule.

Medien 28.11.2017
Peter Füssl

Boxen gegen eine Gummiwand – ein Kommentar zur lebhaften Diskussion zum Thema Kulturabbau im ORF Vorarlberg
300 Kulturinteressierte aus dem ganzen Land und aus allen Sparten deponierten ihren Unmut über den Kulturabbau im ORF Landesstudio (alle Fotos: Mark Mosman)

Es war schon sehr beeindruckend! Rund 300 Interessierte aus dem ganzen Land und aus allen Sparten der Kunst- und Kulturszene strömten ins vorarlberg museum, wo die IG Kultur Vorarlberg, diverse Netzwerkgruppen und die „Plattform gegen den Kulturabbau beim ORF“ zur Podiumsdiskussion geladen hatten. Unter der souveränen Leitung von Angelika Böhler diskutierten Barbara Herold (Regisseurin, Bundeslandsprecherin IG Freie Theater), Wolfgang Mörth (Schriftsteller, Obmann Literatur Vorarlberg), Hanno Loewy (Direktor Jüdisches Museum Hohenems), Kulturlandesrat Christian Bernhard und ORF Vorarlberg-Chefredakteur Gerd Endrich.

Ausstellung 28.11.2017
Peter Niedermair

Wolfgang Bender „KARABINER“ - Eine Raumintervention im Künstlerhaus Bregenz
Wolfgang Bender, KARABINER, Installation Bregenz 2017, Gesamtansicht

Am 24. November 2017 wurden im Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis vier Ausstellungen eröffnet: Wolfgang Bender KARABINER | Carmen Pfanner Reset |#vaporfolk Andreas Ervik, Lona Gaikis, Bernhard Garnicnig, Zwiener Transforming Realities. Benders plastische Wandarbeit „KARABINER“ setzt sich aus drei Teilen zusammen: einem zur Ausstellung publizierten Journal in Form einer Bodenskulptur, einer großformatigen Fotografie eines Herrenschuhs im Eingangsfoyer, die Bezug nimmt auf den Bijouterie-Warenfabrikanten Güllich, der das Palais Thurn und Taxis 1848 als Wohnhaus errichten ließ, und einem an der Wand fixierten Seil im parkseitigen Ausstellungsraum des Erdgeschoßes. Die Installation „KARABINER“ besteht aus geschnitzten Balsaholz-Rundstäben, die zu einem 100 Meter langen Band zusammengesetzt, drei Zentimeter von der Wand entfernt, zu schweben scheinen. An diesem Balsa-Seil, das den gesamten Ausstellungsraum umschließt, hängen in unregelmäßigen Abständen Balsa-Karabinerhaken. Peter Niedermairs Text zur Ausstellungseröffnung fokussiert diese künstlerische Raumintervention.