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Theater

„Saturn kehrt zurück“ - Wenn sich im Theater Kosmos ein Kosmos auftut!
Großartig und berührend Michael Gruner als alter Gustin und Julia Sewing sehr präzise als Pflegerin Suzanne
Theater
20.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Lachen und Weinen liegen so nah beieinander. Das hat das Theater Kosmos bei der gestrigen Premiere von „Saturn kehrt zurück“ des amerikanischen Autors Noah Haidle ganz eindrücklich aufgezeigt. Augustin Jagg führte behutsam Regie und präsentierte dem Publikum die Lebensgeschichte eines Mannes mit all seinen Höhen und Tiefen, berührend, komisch und ganz ehrlich.

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Großartige Inszenierung in zauberhafter Kulisse - „Effi Briest“ am Vorarlberger Landestheater
Nadine Rosemann begeisterte als Effi Briest
Theater
08.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Dem brillanten Werk von Theodor Fontane wurden sie alle gerecht - Schauspielerinnen wie Schauspieler überzeugten am vergangenen Premierenfreitag vorbehaltlos und die erarbeitete Bühnenfassung und Inszenierung von Ronny Jakubaschk zeigte sich dem Stoff des Literaturklassikers mehr als gewachsen. „Effi Briest“, erschienen 1896, darf sich wohl als einer der ersten großen deutschsprachigen Gesellschaftsromane verstanden wissen und stellt sich auch heute noch sowohl sprachlich wie auch in seiner Kritik der damaligen bürgerlichen Gesellschaft als außergewöhnliches und bemerkenswertes Denkmal deutscher Literaturgeschichte dar. „Effi Briest“ in der Bearbeitung von Ronny Jakubaschk feierte vergangenen Freitag am Vorarlberger Landestheater nicht nur Premiere sondern auch seine Uraufführung.

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"Buchenwald, Treblinka, Triest – schöne Zeiten! “ (auch in Klagenfurt und Bregenz) – Ute Liepold inszenierte Werner Koflers „Tanzcafé Treblinka“ im Kunsthaus Bregenz
Bravourös: Marcus Thill (l.) u. Andreas Jähnert (Fotos: Karlheinz Pichler)
Theater
26.03.2018 Karlheinz Pichler

Die Betonwände des KUB und das nachgebaute Amsterdamer Anne-Frank-Haus bildeten am Samstagabend eine kongeniale Kulisse für die einmalige Aufführung des unter die Haut gehenden Stückes „Tanzcafé Treblinka“ von Werner Kofler (1947-2011). Der in Villach geborene Kofler zählt zu den großen österreichischen Sprach- und Gesellschaftskritikern, dessen Beschimpfungen vielfach auch an Thomas Bernhard erinnern. „Tanzcafé Treblinka“ schrieb er 2001 als Auftragswerk des Klagenfurter Stadttheaters. Die von der aus Bregenz stammenden und heute in Klagenfurt lebenden und arbeitenden Regisseurin Ute Liepold einstudierte, vielgelobte Neuinszenierung hatte vergangenes Jahr in den Kammerlichtspielen Klagenfurts Premiere. Gut zum Begleitprogramm von Simon Fujiwaras Installation „Hope House“ passend, brachte sie das Stück als Produktion des Theaters Wolkenflug nun an die Bodenseestadt.

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Effi Briest zwischen Wetter, Werbung und viel Musik im Schaaner SAL
Und immer wird gesungen bei Effi Briest
Theater
23.03.2018 Anita Grüneis

Das Deutsche SchauspielHaus Hamburg brachte „Effi Briest. Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ in den Schaaner SAL. Dabei verblüffte zu Beginn nicht nur das Bühnenbild. Denn was hat ein Radiostudio mit der über hundert Jahre alten Geschichte der „Effi Briest“ von Theodor Fontane zu tun?

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Ich bin ich! – dieheroldfliri.at spielt „Di_ver*se“, ein berührendes Stück über das Anderssein und die bereichernde Vielfalt menschlicher Diversität
Ein großartiges Trio: Maria Fliri, Helga Pedros und Peter Bocek
Theater
14.03.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Am vergangenen Samstag feierte ein Stück über die Diversität menschlichen Seins seine Uraufführung im Alten Hallenbad in Feldkirch und zum wiederholten Mal überzeugte Barbara Herold mit ihrer neuesten Produktion. Herold hat dafür sehr genau, sehr präzise recherchiert und einen höchst einfühlsamen, den Menschen gerecht werdenden Text geschrieben.

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Die Geister der Vergangenheit - „Die Unverheiratete“ am Vorarlberger Landestheater
In seinem sprachlich herausragenden Text hat der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer das Psychogramm von drei Generationen von Frauen gezeichnet, deren untrennbares Verbindungsband Schuld heißt: Babett Arens (herausragend!): die Alte
Theater
11.03.2018 Annette Raschner

Bei der Uraufführung von Ewald Palmetshofers Stück „Die Unverheiratete“ am Akademietheater Wien vor vier Jahren konnte Regisseur Borgmann auf ein starkes Frauenensemble setzen. Elisabeth Orth erwies sich als Idealbesetzung für die herrische Alte, Stefanie Reinsperger gab „die Junge“ mit unbändiger Energie. Ein Jahr später wurde das von Palmetshofer komplex verschachtelte und auf mehreren Zeitebenen spielende Drama für sieben Schauspielerinnen mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet. Das Vorarlberger Landestheater hat „Die Unverheiratete“ anlässlich 80 Jahre Anschluss auf seinen Spielplan gesetzt. Samstagabend feierte die Produktion in der Regie des aus Heidelberg stammenden Philip Jenkins eine durchaus gelungene Premiere.

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Eine amüsante und rasante „Sommernacht“ im TAK mit viel guter Musik
Eine "Sommernacht" im TAK voller Pep und Musik
Theater
04.03.2018 Anita Grüneis

Sie gießt den Bühnenboden mit der Gießkanne, er besprüht die Bühnenluft mit einem Raumspray. Sie mimt eine erfolgreiche Anwältin, er einen Straßenmusiker. Jeder von ihnen ist offiziell 35 Jahre alt. Sie wartet auf ihre (verheiratete) Liaison, er hat dunkle Gedanken im Kopf und ein dunkles Bier vor sich. Beide wissen: „Love will break your heart“. Und darüber singen sie auch in dieser „Sommernacht” im TAK. Und sprechen über ihre Gefühle, ihre Beziehungen und ihre Geschichten. Schon lange nicht mehr war ein Theaterabend im Schaaner TAK so kurzweilig, amüsant und temporeich.

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Die Ubus aller Herren Länder lassen grüßen … Theater Kosmos spielt den Alfred Jarry-Klassiker "König Ubu"
 Ubu (Hubert Dragaschnig), diese grauslige Mischung aus Hanswurst und Massenmörder, wird von seiner Frau (Daniela Gaets) zu seinen Untaten aufgestachelt (alle Fotos © Gerhard Kresser/Theater Kosmos)
Theater
23.02.2018 Annette Raschner

Vor 122 Jahren sorgte der französische Schriftsteller Alfred Jarry für einen handfesten Skandal. Sein Stück "König Ubu", das er auf Grundlage einer Spottschrift eines ehemaligen Mitschülers auf dessen verhassten Physiklehrer Felix Hébert geschrieben hatte, wurde gleich nach der Uraufführung 1896 in Paris abgesetzt. Jarry war damals erst 23 Jahre alt. Der Vorarlberger Theaterregisseur und UNPOP-Gründer Stephan Kasimir hat den avantgardistischen Text, der Surrealisten und Dadaisten gleichermaßen begeistert hat, als Jugendlicher gelesen. Bis heute fasziniert ihn die dem Stück innewohnende Radikalität. Das Theater Kosmos hat nun mit "König Ubu" in der Regie Kasimirs seine neue Spielzeit eröffnet.

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Radikal und äußerst klug! – Theater Wagabunt spielt „Täter“ von Thomas Jonigk im TiK in Dornbirn
Beeindruckende Leistung von Lucia Zamora Campos und Daniel Hauser
Theater
28.01.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Studien machen glaubhaft, dass in Westeuropa jede dritte bis fünfte Frau und jeder sechste bis zehnte Mann sexuelle Übergriffe in der Kindheit erlebt hat. Dabei sind die Täter laut Statistik hauptsächlich Familienmitglieder und in allen gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen anzutreffen. Somit ist Sexueller Missbrauch kein Ausnahmephänomen, sondern durchzieht unsere gesamte Gesellschaft. Und dennoch ist das Thema tabu, sieht man von spektakulären, medienwirksamen Vorfällen ab, und ungern wird im privaten wie öffentlichen Umfeld darüber gesprochen und noch weniger gern ein Theaterstück zum Thema besucht. Dies hat auch das Theater Wagabunt leider bemerken müssen.

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„Clean City“ im TAK - Fünf Putzfrauen, ein Tango und viel Mutterwitz
Die fünf (Putz)Frauen in Athen und ihre Geschichten
Theater
17.01.2018 Anita Grüneis

„Clean City“ ist ein Stück über Integration, über den Umgang mit Fremden, über Heimweh und über die Würde des Menschen. Fünf Putzfrauen – reale, keine Schauspielerinnen! – erzählen von ihrem Leben in Griechenland, ihrem Ankommen, ihren Schwierigkeiten als Illegale, ihrem Fremdsein und ihrer Arbeit. Das TAK zeigte diese Produktion von Anestis Azas und Prodomos Tsinikoris in der Originalsprache Griechisch mit deutschen Untertiteln. Das Publikum dankte für den kurzweiligen und mitreißenden Abend mit standing ovations.

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