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Theater

Anart-Theater Hard „Der wunderbare Massenselbstmord“ nach dem Roman von Arto Paasilinna - „Vom Glück im Scheitern: Hoffnungsvolle Selbstmordstrategien aus Finnland“
„Der ärgste Feind der Finnen ist die Melancholie. Trübsal. Grenzenlose Apathie. Schwermut." (Denise Partsch, Simona Wulf, Elisabeth Lindner)
Theater
13.06.2018 Peter Niedermair

Die grotesk-absurde Komik des makabren Themas entfaltet sich in der Aufführung des Harder Anart-Theaters mit spielerisch-fröhlicher Heiterkeit. Aus dem erfolgreichen Roman des in Finnland populären Autors Arto Paasilinna, übersetzt von Regine Pischel, haben Katharina Schöfl und Dagmar Ullmann-Bautz das Destillat einer eineinhalbstündigen Bühnenversion gefiltert, die zu einem melancholisch-witzigen Plädoyer für das Leben wird. Von Anfang an ist klargestellt, dass man mit einer grandiosen Inszenierung à la Ullmann-Bautz und den Mitteln des Theaters auf diese Weise mit dem Selbstmord spielen darf. Auch wenn jeder weiß und alle wissen, dass der Suizid ein Tod wie kein anderer und jeder individuelle Suizid einzigartig und der Schmerz für jene, die zurückbleiben, universell ist.

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Taboris „Mein Kampf“ als Gastspiel aus Konstanz im TAK – Viel Lärm um Nichts. 
Taboris "Mein Kampf" mit Thomas Fritz Jung als Schlomo Herzl, Peter Posniak als Hitler, Andreas Haase als Lobkowitz (v.l.n.r.)
Theater
08.06.2018 Anita Grüneis

„Sie werden uns nie verzeihen, was sie uns angetan haben“ – das ist einer der typischen bitteren jüdischen Wortwitze. Der große Theatermensch George Tabori beschäftigte sich in seinem Stück "Mein Kampf" in komödienhafter Form mit dem Trauma der Shoah. Er selbst bezeichnete sein Werk abwechselnd als "Farce" und als Liebesgeschichte, und zwar "in dem Sinn, wie man es in Hollywood versteht: "A Great Love Story - Hitler and His Jew". Das Stück ist eine Auseinandersetzung mit dem, was Tabori den "Fluch, seinen Feind zu verstehen", nannte. Von alledem war im Gastspiel des Theaters Konstanz kaum etwas zu bemerken. Es war eher eine Comedy Show mit viel fucking nudity. Wenn es wenigstens der Entblößung gedient hätte, diese Nacktheit. Sie war jedoch eher Teil der brachialen Modernisierung des Stückes. 

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Das sollte man nicht versäumen – „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“
Großartiges Ensemble: Andreas Jähnert, Benjamin Vanyek, Sascha Jähnert, Fabian Schiffkorn, Thomas Kolle, Peter Pertusini
Theater
01.06.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Heiß ging es her bei der Premiere des Aktionstheater Ensembles im Theater Kosmos im Rahmen des Bregenzer Frühlings. Martin Gruber und sein Ensemble haben sich intensiv und äußerst selbstkritisch mit „dem Männerbild“ auseinandergesetzt. „Die wunderbare Zerstörung des Mannes“ - so der Titel des Stückes -, dem als Grundlage eine Männer-Rollenbilder-Umfrage und die eigenen Geschichten aller Mitwirkenden diente, eröffnet dem Publikum den Kosmos Mann auf die ganz typische Gruber´sche Art! Denn das gesammelte Material - und das war ganz schön viel - wurde von Martin Gruber auf seine unnachahmliche Weise verdichtet und in eine dramatische Form gebracht, unterstützt von Texten der Autoren Wolfgang Mörth und Elias Hirschl.

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Das TAK vor der neuen Spielsaison: Die Urkraft des Theaters aufzeigen
Die neue Spielzeit-Broschüre des TAK Theater LIechtenstein
Theater
30.05.2018 Anita Grüneis

Zwei Eigenproduktionen und ein neues Jazzfestival stehen auf dem Spielplan der nächsten Saison des TAK Theater Liechtenstein. Daneben werden Gastspiele vom Deutschen Theater Berlin, Schauspielhaus Zürich, Schauspiel Dortmund, Theater Neumarkt, Burgtheater Wien und Residenztheater München sowie den Stadttheatern Konstanz und Augsburg zu sehen sein. Das Motto für die Saison 2018/19 lautet: „Der Vorhang stürzt, wir brechen auf“. 

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Über die Macht der Sprache – „Kaspar“ von Peter Handke am Vorarlberger Landestheater
Sehr berührend: Jörg Ratjen
Theater
11.05.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Es ist eine einfache Geschichte in seiner hochkomplexesten Form, die Autor Peter Handke anhand der Figur des Kaspar Hauser erzählt und die in der Inszenierung der Regisseurin Carina Riedl seine faszinierende Umsetzung findet. Die Premiere von „Kaspar“, wurde am vergangenen Mittwoch im Vorarlberger Landestheater gefeiert und vom Publikum bejubelt.

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Wie sich die Menschheit lächelnd in den Untergang singt – UNPOP spielt „Das Knurren der Milchstraße“ von Bonn Park
Großartig: Ronald Kuste und Maria Fliri
Theater
11.05.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Wenn die Milchstraße knurrt, ist einiges aus den Fugen, dann kracht es im Gebälk, dann ist der Weltuntergang nah. Und genau das durften die Zuschauer letzten Dienstag auf der Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses erleben. Einen Blick in die Zukunft werfen, in eine Zukunft, die alles andere als rosig erscheint. Das junge „Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung“ kurz „UNPOP“ feierte Premiere mit Bonn Parks preisgekröntem Stück „Das Knurren der Milchstraße“.

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„Saturn kehrt zurück“ - Wenn sich im Theater Kosmos ein Kosmos auftut!
Großartig und berührend Michael Gruner als alter Gustin und Julia Sewing sehr präzise als Pflegerin Suzanne
Theater
20.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Lachen und Weinen liegen so nah beieinander. Das hat das Theater Kosmos bei der gestrigen Premiere von „Saturn kehrt zurück“ des amerikanischen Autors Noah Haidle ganz eindrücklich aufgezeigt. Augustin Jagg führte behutsam Regie und präsentierte dem Publikum die Lebensgeschichte eines Mannes mit all seinen Höhen und Tiefen, berührend, komisch und ganz ehrlich.

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Großartige Inszenierung in zauberhafter Kulisse - „Effi Briest“ am Vorarlberger Landestheater
Nadine Rosemann begeisterte als Effi Briest
Theater
08.04.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Dem brillanten Werk von Theodor Fontane wurden sie alle gerecht - Schauspielerinnen wie Schauspieler überzeugten am vergangenen Premierenfreitag vorbehaltlos und die erarbeitete Bühnenfassung und Inszenierung von Ronny Jakubaschk zeigte sich dem Stoff des Literaturklassikers mehr als gewachsen. „Effi Briest“, erschienen 1896, darf sich wohl als einer der ersten großen deutschsprachigen Gesellschaftsromane verstanden wissen und stellt sich auch heute noch sowohl sprachlich wie auch in seiner Kritik der damaligen bürgerlichen Gesellschaft als außergewöhnliches und bemerkenswertes Denkmal deutscher Literaturgeschichte dar. „Effi Briest“ in der Bearbeitung von Ronny Jakubaschk feierte vergangenen Freitag am Vorarlberger Landestheater nicht nur Premiere sondern auch seine Uraufführung.

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"Buchenwald, Treblinka, Triest – schöne Zeiten! “ (auch in Klagenfurt und Bregenz) – Ute Liepold inszenierte Werner Koflers „Tanzcafé Treblinka“ im Kunsthaus Bregenz
Bravourös: Marcus Thill (l.) u. Andreas Jähnert (Fotos: Karlheinz Pichler)
Theater
26.03.2018 Karlheinz Pichler

Die Betonwände des KUB und das nachgebaute Amsterdamer Anne-Frank-Haus bildeten am Samstagabend eine kongeniale Kulisse für die einmalige Aufführung des unter die Haut gehenden Stückes „Tanzcafé Treblinka“ von Werner Kofler (1947-2011). Der in Villach geborene Kofler zählt zu den großen österreichischen Sprach- und Gesellschaftskritikern, dessen Beschimpfungen vielfach auch an Thomas Bernhard erinnern. „Tanzcafé Treblinka“ schrieb er 2001 als Auftragswerk des Klagenfurter Stadttheaters. Die von der aus Bregenz stammenden und heute in Klagenfurt lebenden und arbeitenden Regisseurin Ute Liepold einstudierte, vielgelobte Neuinszenierung hatte vergangenes Jahr in den Kammerlichtspielen Klagenfurts Premiere. Gut zum Begleitprogramm von Simon Fujiwaras Installation „Hope House“ passend, brachte sie das Stück als Produktion des Theaters Wolkenflug nun an die Bodenseestadt.

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Effi Briest zwischen Wetter, Werbung und viel Musik im Schaaner SAL
Und immer wird gesungen bei Effi Briest
Theater
23.03.2018 Anita Grüneis

Das Deutsche SchauspielHaus Hamburg brachte „Effi Briest. Allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ in den Schaaner SAL. Dabei verblüffte zu Beginn nicht nur das Bühnenbild. Denn was hat ein Radiostudio mit der über hundert Jahre alten Geschichte der „Effi Briest“ von Theodor Fontane zu tun?

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