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Tanz

Wunderschöne Tode - Michèle Anne De Mey/Jaco Van Dormael – collectif Kiss & Cry begeisterten mit „Cold Blood“ beim „Bregenzer Frühling“
In Miniaturkulissen tanzende Hände entführen in Traumwelten
Tanz
15.05.2017 Peter Füssl

Die belgische Tänzerin und Choreografin Michèle Anne De Mey und ihr Landsmann, der Autor und Regisseur Jaco Van Dormael, verleihen dem gängigen Begriff „Kunsthandwerk“ eine völlig neue Bedeutung, denn sie lassen in ihrer originellen Produktion „Cold Blood“ nur Hände und Finger tanzen. Ein virtuoses Spiel mit Perspektiven und Realitätsverschiebungen – gespickt mit herzerwärmender Poesie und bissigem Witz.

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Der Sehnsucht entgegen - „Tanzaku“ in der Kulturwerkstatt Kammgarn
Tanz
07.05.2017 Annette Raschner

Tägliche Pflichten in Form von gelben Post-its belagern Claudia Grava wie ein wild gewordener Bienenschwarm. Mit kräftig-kreisenden Bewegungen versucht die Tänzerin, sie wieder loszuwerden. Doch ohne Erfolg. Wie gelingt es im Leben, die richtige Balance zwischen Realitäts- und Lustprinzip zu finden? Verantwortung zu übernehmen, aber auch der eigenen Berufung zu folgen? Diesen Fragen spürt Claudia Grava in „Tanzaku“ nach; Einem berührenden Solo mit drei Musikerinnen, das in der Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard uraufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.

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Von der Kunst, mit dem Körper eins zu sein – TanzuferInternational zeigt mit "creatura" die Schönheit des Wesens
Animalische Bewegungen und Laute im Kellergewölbe des Atelier Capelli bei "creatura" | © Melanie Büchel
Tanz
25.03.2017 Mirjam Steinbock

Rungelin bei Bludenz ist ein pittoreskes Dorf mit schmalen, kurvigen Straßen und alten Häusern. Gleich neben der Ortskapelle liegt das Atelier Capelli, dessen BetreiberInnen über die Jahre vielen Kunstschaffenden Raum boten. So auch Ursula Sabatin, künstlerische Leiterin von Tanzufer, die die gute Gastgeberschaft der Capellis schätzt. Für die Premiere ihrer neuen Produktion wählte sie erneut diesen Ort mit seiner ausgefallenen Architektur und dem fantastischen Ausblick. Gemeinsam mit Bettina Neuhaus und Paolo Cingolani pflanzte die Künstlerin „creatura“ passgenau in das Atelier ein. Von einem Stück oder einer Produktion zu sprechen, wird „creatura“ allerdings kaum gerecht. Hierbei handelt es sich vielmehr um ein eigenes Wesen, dem das Trio mit Tanz, Sprache, Improvisation und viel Erfahrung authentisch Leben einhaucht.

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„Fla.Co.Men“ was here! – Israel Galván eröffnete den „Bregenzer Frühling“ 2017
Israel Galván ist "Fla.Co.Men": 90 Minuten ganz persönlicher, getanzter, getrommelter, geklatschter und gesungener stream of consciousness - über seine witzig-geniale Dekonstruktion des Flamenco staunt auch Bassistin/Geigerin Eloísa Cantón
Tanz
18.03.2017 Peter Füssl

Als Israel Galván de los Reyes 1973 als Spross eines hochkarätigen Flamenco-Paares in Sevilla das Licht der Welt erblickte, ahnte wahrscheinlich niemand, dass ausgerechnet er es sein würde, der den Flamenco um die Jahrtausendwende auf eine völlig neue Schiene stellen wird. Sein Ruf als experimentierfreudiger Tänzer und Chorgeograph, ja als Revolutionär wuchs mit jeder Produktion: Von seinem Erstling „Mira Los Zapatas Rojos“ über „Metamorphosis“, einer Flamenco-Adaption von Kafkas „Verwandlung“, bis zum hochpolitischen „Lo Real“, das anhand einer Geschichte um Leni Riefensthals Umgang mit den Gitanos das Schicksal dieser Menschen unter den Nazis mit den Mitteln des Tanzes beleuchtete. Mit seinem 2014 uraufgeführten „Fla.Co.Men“ dekonstruiert Israel Galván nun den Flamenco völlig, ohne freilich wirklich von ihm loszukommen.

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Im Moment des Berührt-Werdens – Großer Zulauf und Begeisterung beim ersten Schnupperworkshop der Initiative „tanzfähig“ am Spielboden
Viel Platz für Improvisation bot der erste Schnupperworkshop der Initiative "tanzfähig"
Tanz
23.02.2017 Mirjam Steinbock

Tanzfähig vom ersten Moment - das waren die 22 Menschen beinahe jeden Alters, die sich auf Einladung der „tanzfähig“-Leiterin Evelyne Wohlfarter am vergangenen Sonntag am Dornbirner Spielboden einfanden. Die in Berlin gegründete Initiative bietet Interessierten nun auch in Vorarlberg die Möglichkeit, sich mit mehr körperlicher Vielfalt im zeitgenössischen Tanz vertraut zu machen. Die respektvolle Zurückhaltung der Teilnehmenden zu Beginn des Workshops wandelte sich rasch in eine offene Neugier – der wohl beste Boden für einen gemeinsamen Tanz. Am Ende der drei Stunden sah man überall strahlende Gesichter.

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Mit Blick vom höchsten Rang – Das Luzerner Theater erzeugt mit dem Tanzstück „Kinder des Olymp“ den Zauber der Illusion
Ausgefallene Choreografien und unterschiedliche Perspektiven machen das Seherlebnis bei "Kinder des Olymp" zum Genuss (© alle Fotos: Luzerner Theater)
Tanz
08.02.2017 Mirjam Steinbock

Das Publikum im SAL Schaan sah sich am Anfang zuerst einmal selbst, denn ein großer Spiegel reflektierte es so, dass es mitten auf der Bühne saß. Und das war erst der Beginn eines Stückes, das elegant zwischen ungewohnten Sichtweisen und mehreren Perspektiven hin und her sprang. Eine tragende Rolle kam dabei dem Bühnenbild in Form einer Wand zu, die je nach Szene als Fenster, Spiegel oder Leinwand diente. Im Wechselspiel mit Lichtstimmungen machte sie die Akteurinnen und Akteure sichtbar, ließ sie wie eine große Sehnsucht auftauchen und wie ein flüchtiges Gefühl wieder verschwinden. Das Tanztheater „Kinder des Olymp“ ist eine moderne Auseinandersetzung mit dem Stoff des gleichnamigen Filmklassikers, der das Theatermilieu des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Der brasilianische Choreograf Fernando Melo nahm sich der Steilvorlage an und schuf gemeinsam mit dem Ausstatter Patrick Kinmonth eine poetische und sehr zauberhafte Adaption.

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Der umgedrehte Spieß – Das Tanz- und Theaterstück „Die hohe Kunst des Wegschauens“ im TAK Theater in Schaan
Mit dem Wasser beginnt die Flucht der Liechtensteinerin und ein Albtraum (v.l.n.r.: Yukie Koji, Faizal Ddamba Mostrixx, Katja Langenbahn, Bradley Luwelin Zeelie) | © Jacqueline Beck
Tanz
17.01.2017 Mirjam Steinbock

Was wäre, wenn Liechtenstein mit Dürrekatastrophen zu kämpfen hätte, nicht mehr im Wohlstand leben würde und Flucht auf einen reicheren Kontinent der einzige Ausweg wäre? Der Verein Daburu(T) wagt mit seinem aktuellen Stück einen Blick in diese Utopie und lotet ein „Was-wäre-wenn-Szenario“ aus. Hervorragend gelingt dies in der Umsetzung, denn Regisseur Hanspeter Horner und Choreografin Jacqueline Beck wissen, wie Theater und Tanz inszeniert gehören und das Ensemble vermag das in feinster Qualität umzusetzen. Doch die angekündigte futuristische Fiktion verliert ihren tollen Ansatz in der bloßen Versetzung des Schauplatzes von Europa nach Afrika. Das Potential, Gewagtes weiterzudenken, bleibt unausgeschöpft.

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Zauberhaft anmutiger Tanz am See – Die Lindauer Marionettenoper begeistert mit „Schwanensee“
Die verzauberte Prinzessin Odette mit den Schwänen am See | © Christian Flemming
Tanz
28.12.2016 Mirjam Steinbock

Mit ihrem Puppenspiel möchten sie menschlichen Vorbildern möglichst nahe kommen - so lautet das Ziel der Marionettenoper. Bei „Schwanensee“, dem einzigen Ballett des sonst aus Opern bestehenden Repertoires, wurde die Latte noch ein Stück höher gesetzt: Zusätzlich sollten die Anstrengungen der Tänzerinnen und Tänzer sichtbar gemacht werden; auch wenn diese an Fäden hängen und scheinbar mühelos über die Bühne schweben. Dass hinter der Leichtigkeit viel Arbeit steckt und es ein Höchstmaß an Virtuosität von den Spielenden erfordert, davon durfte sich das Publikum bei der Aufführung am ersten Weihnachtsfeiertag überzeugen.

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Überzeugendes „More“ – Silvia Salzmann ist die Preisträgerin des Kulturpreises Vorarlberg für die Kategorie zeitgenössischer Tanz
Silvia Salzmann, Kulturpreisträgerin für zeitgenössischen Tanz zwischen Natalie Fend (l.) und Carmen Pratzner (r.), die den Anerkennungspreis erhielten © Udo Mittelberger
Tanz
26.11.2016 Mirjam Steinbock

Acht nominierte Tänzerinnen und Tänzer präsentierten Anfang November im ORF Landesstudio ein jeweils zehnminütiges Solo, zeigten engagiert die Vielfalt des zeitgenössischen Bühnentanzes in Vorarlberg und stellten sich der Beurteilung einer international tätigen Expertenjury im Wettbewerb um den Kulturpreis Vorarlberg. Am Freitag, 25. November wurde das über knappe drei Wochen streng gehütete Geheimnis endlich gelüftet. Silvia Salzmann ist die Preisträgerin des Kulturpreises 2016. Den Anerkennungspreis erhielten Natalie Fend und Carmen Pratzner.

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Und ewig lockt der Preis – Zeitgenössische Tänzerinnen und Tänzer und der Vorarlberger Kulturpreis 2016
Die Nominierten und der ihnen gebührende Applaus © Sarah Mistura
Tanz
10.11.2016 Mirjam Steinbock

Wer sagt schon "Nein" zu einer Nominierung für einen hochdotierten Preis in einer Sparte, in der man daheim ist und an der Lebensentscheidung, Herzblut, Schweiß und Entbehrung hängen. Alle acht nominierten Tänzerinnen und Tänzer sagten "Ja" und erklärten sich bereit, ein zehnminütiges Solo zu erarbeiten. Sie sagten damit auch ja zu einer Würdigung des zeitgenössischen Tanzes allgemein und ihres Schaffens im Speziellen. Längst fällig, fanden die Initiatoren dieses Preises, das Casino und die Sparkasse Bregenz sowie ihre Kooperationspartner Land Vorarlberg und ORF Vorarlberg. Und so wurden am 8. November acht Soli vor einer international besetzten Jury in einem zum Bersten gefüllten ORF Funkhaus in Dornbirn präsentiert.

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