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12.06.2018 |  Silvia Thurner

Was von innen her bewegt wird – Sinnliche musikalische Meditation zum Thema „Wachsen“

Die musikalischen Spaziergänge im Rahmen der Konzertreihe „Musik in der Pforte“ laden zur Kontemplation beim Gehen sowie zur musikalischen Meditation in die Wallfahrtskirche St. Arbogast ein und finden viel Publikumszuspruch. Unter dem Leitgedanken „Wachsen“ entwarf der künstlerische Leiter Klaus Christa ein geistreich durchkomponiertes Programm, das auch drei Uraufführungen beinhaltete. Im Zusammenwirken mit David Helbock am E-Piano und Synthesizer, Klaus Christa und Fridolin Schöbi (Viola), Martin Lindenthal (Gesang, Hang), Zuko Samela (Conga) sowie dem Vokalensemble des Musikgymnasiums Feldkirch erlebten die Zuhörenden ein ansprechendes Konzert.

Dem Bratschisten Klaus Christa schrieb David Helbock sein neuestes Werk mit dem bezeichnenden Titel „Grenzenloses Wachstum in einer endlichen Welt“ auf den Leib. Der Titel war zugleich Programm der Musik. Aus einem schlichten, mit Dämpfer gespielten Ton entfaltete sich eine Geste, die allmählich mehr Volumen und rhythmische Gestalt erhielt und schließlich zu einer energischen Floskel anwuchs. Klaus Christa spielte hervorragend und ihm wurde auch Einiges abverlangt, denn die Grenzen des Wachstums dieser musikalischen Phrase wurden in der rhythmischen Komplexität und der Körperlichkeit der Musik deutlich. Am Ende des aussagekräftigen Werkes beruhigte sich der musikalische Fluss und mündete schließlich in einer ausformulierten fragenden Geste.

Hervorragende Werkpräsentation

Das Stück „From Somewhere“ von Simon Frick präsentierte Fridolin Schöbi. Darin entfaltete sich ein Kontinuum, das anhand von Referenztönen ständig weiter entwickelt wurde. Spannend komponiert geriet der musikalische Bewegungsfluss mit der Zeit aus dem Lot und die melodischen Linien drifteten auseinander. Ein Groove und eine Allusion über einen Gospel imaginierten einen versöhnlichen Schluss. Fridolin Schöbi ist Musikgymnasiast und studiert Bratsche in der Klasse von Klaus Christa am Landeskonservatorium. Die Art wie er den musikalischen Bogen der Komposition fasste und aussagekräftig darlegte, hinterließ einen großen Eindruck.

Erfrischendes Vokalensemble

Martin Lindenthal hat für das Vokalensemble des Musikgymnasiums das Lied „Auf glitzernden Wellen des nächsten Tags“ komponiert, das ebenfalls zur Uraufführung gelangte. Transparent entfalteten die Sängerinnen und Sänger den schlichten Satz und entwickelten aus der Textpassage „auf glitzernden Wellen“ eine immer größer werdende melodische Linie. Daraus bauten sich wirkungsvoll gesetzte kanonische Schichtungen auf, die in einem atmenden Duktus gesteigert und hervorragend miteinander verflochten erklangen.
Bemerkenswert waren überdies die Songs „Sommars Psalm“ und „Only in sleep“ mit Alessandra Maxfield als Solosängerin. Die einzelnen Werke wurden mit Improvisationen verbunden, die den emotionalen Gehalt der Musik weiter trugen. Dass ständiges Wachsen auch negative Seiten haben kann, wurde auch musikalisch eindrücklich verdeutlicht. Schließlich mündete die vielschichtig angelegte musikalische Meditation in Bachs Allemande aus der 6. Suite für Violoncello, bearbeitet für Viola. Klaus Christa artikulierte das Werk wunderbar klar und sorgte damit für eine wirkungsvolle Conclusio.

Im schönen Ambiente der Wallfahrtskirche St. Arbogast stellten David Helbock, Klaus Christa, Fridolin Schöbi, Martin Lindenthal, Zuko Samela und das Vokalensemble des Musikgynamnasiums Feldkirch die vielen Facetten des Wachsens in einer durchkomponierten musikalischen Meditation eindrucksvoll dar.

Im schönen Ambiente der Wallfahrtskirche St. Arbogast stellten David Helbock, Klaus Christa, Fridolin Schöbi, Martin Lindenthal, Zuko Samela und das Vokalensemble des Musikgynamnasiums Feldkirch die vielen Facetten des Wachsens in einer durchkomponierten musikalischen Meditation eindrucksvoll dar.

David Helbock verband die einzelnen Songs und Kompositionen mit passenden Improvisationen.

David Helbock verband die einzelnen Songs und Kompositionen mit passenden Improvisationen.

Fridolin Schöbi spielte die Uraufführung des Werkes "From somewhere" von Simon Frick.

Fridolin Schöbi spielte die Uraufführung des Werkes "From somewhere" von Simon Frick.

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  • Im schönen Ambiente der Wallfahrtskirche St. Arbogast stellten David Helbock, Klaus Christa, Fridolin Schöbi, Martin Lindenthal, Zuko Samela und das Vokalensemble des Musikgynamnasiums Feldkirch die vielen Facetten des Wachsens in einer durchkomponierten musikalischen Meditation eindrucksvoll dar. Im schönen Ambiente der Wallfahrtskirche St. Arbogast stellten David Helbock, Klaus Christa, Fridolin Schöbi, Martin Lindenthal, Zuko Samela und das Vokalensemble des Musikgynamnasiums Feldkirch die vielen Facetten des Wachsens in einer durchkomponierten musikalischen Meditation eindrucksvoll dar.
  • David Helbock verband die einzelnen Songs und Kompositionen mit passenden Improvisationen. David Helbock verband die einzelnen Songs und Kompositionen mit passenden Improvisationen.
  • Fridolin Schöbi spielte die Uraufführung des Werkes "From somewhere" von Simon Frick. Fridolin Schöbi spielte die Uraufführung des Werkes "From somewhere" von Simon Frick.