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Musik / Konzert

Erfolg auf allen Linien: Bregenzer Festspiele zogen eine vorläufige Bilanz der Saison 2018
Auf dem Parkdeck der Seetribüne präsentierte die Festspielleitung eine „vorläufige“ Bilanz der Saison. Wenn keine „Carmen“ mehr ausfällt, gibt es mit 270.000 Besuchern einen Allzeit-Rekord.
Musik / Konzert
17.08.2018 Fritz Jurmann

Als das „Wunder Bregenz“ bezeichnete Intendantin Elisabeth Sobotka bei der Abschluss-Pressekonferenz der Festspiele am Freitagvormittag die Möglichkeiten, mit denen hier an vier Spielplätzen ganz unterschiedliche Musiktheaterproduktionen angeboten und damit die Interessen eines breiten Publikums abgedeckt werden können. Das ist für sie das Optimum dessen, was Festspiele leisten können und macht ein Gutteil des großen künstlerischen und kommerziellen Erfolges aus, den das Festival auch im vierten Jahr unter ihrer Leitung eingefahren hat. Für sie ist der Idealzustand erfüllt, wenn Besucher mit vor Betroffenheit oder vor Freude glänzenden Augen die Aufführungen verlassen. Mit prognostizierten 270.000 Besuchern waren das heuer so viele wie nie zuvor.

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Rossinis „Barbier von Sevilla“ bei den Festspielen: Ein Opernspaß wird zum Exempel für exzellente Regiearbeit
Im Bühnenbild von Dietrich von Grebmer mit einem riesigen Schreibtisch spielt sich das turbulente Geschehen um den alten Hagestolz ab, der sein junges Mündel heiraten will.
Musik / Konzert
14.08.2018 Fritz Jurmann

So geht Opernregie, die nicht wie im modernen Regietheater die Musik zugrunde richtet, sondern ein Stück von der Musik tragen lässt. Die Grande Dame der internationalen Opernbühne, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, hat das mit ihrer Inszenierung von Rossinis „Barbier von Sevilla“ am Montagabend im ausverkauften Kornmarkttheater beispielhaft vorgezeigt und damit den Bregenzer Festspielen und ihrem Opernstudio im vierten Bestandsjahr einen Bombenerfolg beschert, wie man ihn in dieser Intensität hier kaum erlebt hat.

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Jazz Bühne Lech 2018 – Großartiges Finale mit Bugge Wesseltoft
Sensibilität und Einfallsreichtum - Bugge Wesseltofts Solo-Piano-Abend begeisterte das Publikum in Lech (©ACT/Alse Karstadt)
Musik / Konzert
13.08.2018 Peter Füssl

Der 54-jährige norwegische Pianist, Komponist, Produzent und Labelchef Bugge Wesseltoft zählt seit zwanzig Jahren zu den zentralen Gestalten der kreativen nordischen Jazzszene. Vor allem mit seiner unkonventionellen Kombination aus Live-Electronics und Jazzimprovisationen zeigte er neue Wege auf, die zahlreiche jüngere Musiker nachhaltig beeinflussten. Aber Wesseltoft ist stets für Überraschungen gut und liebt unterschiedliche Herausforderungen. Das wird klar, wenn man sich seine vier letzten Alben anschaut: Auf Duo-Bearbeitungen nordischer Traditionals und Kunstmusik mit dem klassischen Geiger Henning Kraggerud („Last Spring“) folgte die elektronikfreie Beschäftigung mit Ethno-Musik unterschiedlichster Provenienz („OK World“) und darauf wiederum ein „Trialogue“ mit dem Berliner DJ und Computer-Freak Henrik Schwarz und dem E.S.T.-Bassisten Dan Berglund irgendwo im Spannungsfeld zwischen kammermusikalischem Jazz und hypnotisch groovendem und sphärisch schimmerndem Ambient. Letzten Herbst präsentierte der rührige Wesseltoft dann sein lyrisches Solo-Album „Everybody Loves Angels“, das die Basis seines vielbeklatschten Auftrittes in der Neuen Kirche in Lech lieferte.

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Herzerfrischendes Abschlusskonzert des „IBC-Camps“ bei den Bregenzer Festspielen
Siebenundsiebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vierten Internationalen Bodenseecamps gaben unter der Leitung von Martin Kerschbaum ein inspirierendes Konzert.
Musik / Konzert
12.08.2018 Silvia Thurner

Es ist bewundernswert, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vierten „Internationalen Blasmusik Camps“ innerhalb einer Woche auf die Beine gestellt und im Rahmen einer Matinee im Bregenzer Festspielhauses präsentieren konnten. Unter dem Motto „Brass Italiano“ zauberten die jungen Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Hannes Kerschbaum viel italienisches Gefühl, heiße Rhythmen und sinnliche (Liebes-)Abenteuer auf die Bühne. Darüber hinaus ist diese Kooperation mit Christoph Indrist vom Vorarlberger Blasmusikverband, Nina Wolf von den Bregenzer Festspielen und Dozenten der Wiener Symphonikern unter der künstlerischen Leitung von Martin Kerschbaum eine wert- und sinnvolle Initiative mit einer großen Wirkung.

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Neuer Bayreuther „Lohengrin“: Augen zu und durch!
In der Inszenierung des israelischen Regisseurs Yuval Sharon spielt dieser „Lohengrin“ in einem Elektrizitätswerk (Bühne: Neo Rauch & Rosa Loy) (© Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath)
Musik / Konzert
09.08.2018 Fritz Jurmann

Bayreuth ist das Mekka der Wagnerianer – eine Binsenweisheit. Alljährlich nehmen Tausende den Weg auf tempolimitfreien deutschen Autobahnen unter die Räder, um dabei zu sein, wenn dort allsommers Wagner auf höchstmöglichem Level zelebriert wird. Dabei gelten Wagnerianer nicht bevorzugt als Kultur-Adabeis, die sind eher in Salzburg zu finden. Wie hat mir doch die große, weise Sängerin, Regisseurin und Pädagogin Brigitte Fassbaender kürzlich in einem Interview gesagt? „In Bayreuth sind die Fanatiker, in Salzburg die Snobs, und in Bregenz ist es das ganz normale Publikum, das gute Musiktheaterproduktionen liebt.“

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Breitgefächerte Farben und Stile - „Zeitklang im Museum“ mit dem Wiener Concert-Verein
Beim "Zeitklang im Museum II" spielte der Wiener Concert-Verein unter der Leitung von Peter Schreiber Werke des Schweizer Komponisten Pierre Wissmer und ein Streichquintett von Alexander Kulkelka. Auch die Uraufführung von Volker Plangg und das Blechbläserquintett von Gerda Poppa fanden große Zustimmung.
Musik / Konzert
08.08.2018 Silvia Thurner

Der „Wiener Concert-Verein“ bot im Rahmen der Reihe „Zeitklang im Museum II“ ein breites Spektrum an Kompositionen unserer Zeit. Wertvoll für die heimische Musikszene sind die bereits zur Tradition gewordenen Konzerte unter anderem auch deshalb, weil die Musikerinnen und Musiker aus den Reihen der Wiener Symphoniker in ihre Aktivitäten auch Werke von Vorarlberger Komponistinnen und Komponisten miteinbeziehen. So fanden unter anderem die Uraufführung des Werkes „In flagranti“ von Volker Plangg und die Aufführung des Blechbläserquintetts „Colours“ von Gerda Poppa große Zustimmung.

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Text und Musik als Geschwisterkünste erlebbar gemacht – Beim dritten Orchesterkonzert der Bregenzer Festspiele zog eine mitreißende musikalische Aussagekraft das Publikum in ihren Bann
Die Dirigentin Karina Canellakis, der Bariton Benjamin Appl und die Wiener Symphoniker interpretierten Werke von Thomas Larcher und Ludwig van Beethoven. Damit boten sie ein tiefgreifendes musikalisches Ereignis. (Foto: Dietmar Mathis)
Musik / Konzert
07.08.2018 Silvia Thurner

Ein Ereignis, das in mehrerlei Hinsicht Superlative verdient, stellte das dritte Orchesterkonzert bei den Bregenzer Festspielen dar. Auf dem Programm standen zwei groß angelegte Symphonien, die einen enormen Eindruck hinterließen. Zuerst boten die Wiener Symphoniker und der Bariton Benjamin Appl die österreichische Erstaufführung des imposanten Werkes „Alle Tage“ von Thomas Larcher. Die beziehungsreich komponierte Musik und der riesige Orchesterapparat sowie die Texte von Ingeborg Bachmann ermöglichten ein tiefgreifendes musikalisches Erlebnis. Ergänzend dazu erklang Beethovens Fünfte in einer bemerkenswerten Deutung. Karina Canellakis am Pult leitete die Musikerinnen und Musiker mit einer Energie geladenen und körperbetonten Ausdruckskraft, die ihresgleichen sucht.

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Freundschaftliches Musizieren im Wohnzimmer – gute Stimmung und herausragende Werkdeutungen beim Festival „Klassik Krumbach“
Christina Bock (Mezzosopran), Natalia Sagmeister und Sebastian Caspar (Violine), Rumen Cvetkov (Viola), Alexandre Castro-Balbi (Violoncello) und Dominik Neunteufel (Kontrabass) musizierten im schönen Ambiente einer ausgebauten Scheune. Ihr anregendes und geistreiches Spiel sowie das ansprechende Ambiente begeisterten das Publikum.
Musik / Konzert
05.08.2018 Silvia Thurner

Kammermusik in das Dorf Krumbach zu bringen, haben sich die Geigerin Natalia Sagmeister und ihr Bruder, der Klarinettist Alex Ladstätter, vorgenommen. In Kooperation mit dem örtlichen Kulturverein und zahlreichen Musikfreunden fand die zweite Ausgabe des Festivals „Klassik Krumbach“ statt. In einem geschmackvoll ausgebauten Tenn gaben die Musikerinnen und Musiker ein Kammerkonzert mit Tondichtungen von Richard Strauss, Arvo Pärt und Ottorino Respighi in Quintett-, Trio- sowie Sextettbesetzung, gut ergänzt von zwei Kompositionen von Ernst von Dohnanyi und Gernot Wolfgang. Bewundernswert war das hohe Niveau der Werkdeutungen.

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Rossini-Klassiker und Opern-Uraufführung dominieren die zweite Festspielhälfte
Der „Club“ der Werkstattbühne war diesmal Schauplatz des Pressetages II der Bregenzer Festspiele, bei dem über die beiden großen Produktionen der zweiten Festspielhälfte informiert wurde.
Musik / Konzert
03.08.2018 Fritz Jurmann

Wenn die beiden großen Premieren am See und im Haus und die ersten Orchesterkonzerte vorbei sind, sind auch die Bregenzer Festspiele so gut wie gelaufen. Denkt sich mancher, aber es stimmt so nicht. Denn wie jedes Jahr hat die Festivalleitung auch heuer für die zweite Hälfte zwei weitere Musiktheater-Produktionen bereit, die zwar rein äußerlich kleinere Kaliber sind und „nur“ auf der Werkstattbühne und im Kornmarkttheater stattfinden.

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"La Traviata" in Werdenberg - Das Orchester weint mit Violetta am See
Sarah Längle als Violetta mit Attila Mokus als Vater Germont
Musik / Konzert
03.08.2018 Anita Grüneis

Trotz indisponiertem Hauptdarsteller und einigen technischen Problemen wurde die Premiere von „La Traviata“ am Werdenberger See eine runde Sache. Dazu beigetragen haben vor allem das Sinfonieorchester Liechtenstein unter der Leitung von William Maxfield und Sarah Längle als Violetta. Der Neustart der Werdenberger Schlossfestspiele als „Seefestspiele“ ist damit gelungen. Es wurde dank des intimen Rahmens eine Oper zum Anfassen.

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