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Literatur

Kindheit(en) in Vorarlberg - Kindergeschichten und Geschichte in einem faszinierenden Buch des Vorarlberger Kinderdorfs
Literatur
09.01.2018 Peter Niedermair

„Kindheit(en) in Vorarlberg“ war in diesem Jahr mehrfach die Nummer eins der Vorarlberger Sachbuch-Bestsellerliste. Zu recht „die Besten“. Das sehr sorgfältig edierte Buch versammelt 38 persönliche Kindheitserinnerungen, Geschichten von Persönlichkeiten quer durch verschiedene soziale Schichten und Lebensalter. Diese Texte spiegeln Kindheitserfahrungen, sie vermitteln Erfahrungen und Einblicke, Stimmungen und Einschätzungen wie es war, in diesem Land nach 1945 aufzuwachsen. Sie erzählen von der Leichtigkeit kindlicher Tagträumereien, von unbeschwerten Abenteuern, von liebevoller Zuneigung und schier unglaublicher emotionaler Kälte und auch Armut. Diese Erzählungen sind eingebettet in Aufsätze, die den gesellschaftlichen und universellen Rahmen für diese Kindheiten abstecken: Die Veränderungen in der rechtlichen Stellung von Kindern, die weltanschaulich-kulturellen Positionen der Schule, die Geschichte des Vorarlberger Kinderdorfs und die sozialpolitischen Kontexte. Alle Texte sind lesenswerte Vertiefungen und kulturelle Horizonterweiterungen der Bedeutung der Kindermenschenrechte für heute.

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Taucht unter, ihr Gedanken! - Drei Strophen eines Volkslieds und ein paar Verse von Verlaine sind Klaus A. Amanns Ariadnefaden durch die Labyrinthe von Demenz und Erinnerung
Literatur
02.01.2018 Ingrid Bertel

Seit Demenz eine massenhaft auftretende Erscheinung unserer Gesellschaft ist, hat das Thema auch Eingang in die Literatur gefunden, sehr oft als Vater-Sohn-Geschichte. Das reicht von der „ehrlosen Entblößung des Vaters“ (FAZ) bei Tilman Jens über Martin Suters tröstliche „Small World“ und Jonathan Franzens Versuch „die individuelle Einzigartigkeit von Earl Franzen vor der Generalisierung durch einen benennbaren Befund zu schützen“ bis zu Arno Geigers Wunder an Empathie „Der alte König in seinem Exil“.

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Bolschewisten, Räte, Revolutionen - Die Rheticus-Gesellschaft erinnert an die russischen Revolutionen 1917 – und ihre Wahrnehmung in Vorarlberg
Literatur
26.12.2017 Markus Barnay

Warum das 100-Jahr-Jubiläum der russischen Oktoberrevolution im November 2017 gefeiert wurde, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben: In Russland galt noch bis 1918 der julianische Kalender, und der hinkte dem – im übrigen Europa seit 1700 allgemein gebräuchlichen – gregorianischen eben um rund zwei Wochen hinterher. Die „Oktoberrevolution“ mit dem Sturm auf das Winterpalais in Petrograd, der damaligen Hauptstadt des Zarenreiches, fand also am 6./7. November unserer Zeitrechnung statt. Was man aber in Vorarlberg damals von den Ereignissen in Russland erfahren und wie man sie beurteilt hat – das wurde bisher noch kaum umfassend erforscht. Diese Forschungslücke möchte jetzt eine Publikation schließen, die von der Rheticus-Gesellschaft als Band 73 ihrer Schriftenreihe herausgegeben wurde und an der - neben Rheticus-Geschäftsführer Gerhard Wanner – auch die Historiker Werner Bundschuh, Nadja Feuerstein, Johannes Spies und Karl Schweizer und die ungarische Universitäts-Dozentin Ibolya Murber mitwirkten. Bundschuh, Spies und Wanner analysierten, was die damaligen Parteizeitungen über die Vorgänge zwischen Februar und November 1917, aber auch in den Jahren danach berichteten. Ihr Fazit: Über die russische Revolution wurde regelmäßig, aber nicht immer sehr detailliert, vor allem aber sehr parteiisch berichtet – und das trotz der herrschenden Zensur, denn schließlich war ja der Erste Weltkrieg noch immer in vollem Gange.

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Die Fabrik und das Dorf - Barbara Motters „ Die Ära Rudolf Kastner”, ein Beitrag zur Industriegeschichte Vorarlbergs
Rudolf Kastner mit einem Geschäftspartner auf dem Fabrikshof in Thüringen, um 1919 © Familie Dittrich
Literatur
18.12.2017 Markus Barnay

„Nach der Schließung der Fabrik 1967 herrschte Trauer im Dorf“, schreibt die Historikerin Barbara Motter in ihrer kleinen, aber feinen Geschichte der Textilfabrik Kastner in Thüringen, die vom Verein Villa Falkenhorst vor kurzem präsentiert wurde. Die Fabrik war 130 Jahre lang – seit der Gründung durch den Schotten John Douglass 1837 – eine Institution gewesen, die das Dorfleben in vielfacher Hinsicht geprägt hatte. Und nach der Familie Douglass, deren letzter in Thüringen ansässiger Vertreter 1904 wieder zurück auf die Insel gezogen war, war es die Familie Kastner, die mit dem Betrieb der Fabrik, aber auch mit ihren gesellschaftlichen und sozialen Aktivitäten dem Dorf den Stempel aufdrückte.

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Bücher für die Küche - Ein kleiner Streifzug
Literatur
15.12.2017 Kurt Bracharz

Auch heuer sind wieder eine Reihe interessanter Kochbücher erschienen.

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Spannender Einblick in 200 Jahre Landesgeschichte - Zu Meinrad Pichlers „Menschen in Bewegung. Vorarlberger Lebenswege und Zeitläufte“
Literatur
11.12.2017 Gerhard Wanner

Zum 70. Geburtstag erschien Meinrad Pichlers Sammelband zum Thema „Menschen in Bewegung. Vorarlberger Lebenswege und Zeitläufte“. Pichler, der an der Universität Wien und nicht etwa im „reaktionären“ Innsbruck Geschichte und Deutsch studierte, gehörte schon in den 70er-Jahren zur Gruppe junger, zeitkritischer Historiker. Er hatte sich außerdem zum Ziel gesetzt „Geschichte von unten“ zu erforschen.

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Dr. Friebes Drachen-Salon - Der Paläontologe J. Georg Friebe wirkt als Kurator an der inatura und pflegt ein exquisites Hobby: Er widmet sich einem Tier, das nur der Mensch erfinden konnte.
Literatur
04.12.2017 Ingrid Bertel

Es ist ein Geschöpf menschlicher Fantasie, zusammengesetzt aus dem Körper einer riesigen Schlange und dem Kopf eines Krokodils, den Füßen eines Löwen, manchmal auch den Klauen eines Adlers. Dazu kommen Fledermausflügel und ein Kamm, ähnlich der Rückenflosse eines Hais. Besonders schön ist der Drache nicht, aber besonders eindrucksvoll. Und das liegt nicht nur daran, dass er zusammengestückelt ist aus furchteinflößenden Waffen. Es liegt vor allem am starren Blick, dem er seinen Namen verdanken könnte. Das altgriechische „dracon“ meint „der starr Blickende“ und hat im Gorgonenhaupt der Medusa, um das sich Schlangen winden und dessen Anblick jeden Menschen erstarren lässt, eine mythologische Spur hinterlassen.

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Babelsprech im Vaduzer Schlösslekeller - Wenn Wörter zu Klängen werden und eine Lesung zum Konzert
Junge Lyriker: Patrick Savolainen, Tabea Xenia Magyar, Simon Deckert und Gerd Sulzenbacher.
Literatur
01.12.2017 Anita Grüneis

Es war eine Premiere: Zum ersten Mal gastierte die Organisation „Babelsprech“ in Liechtenstein. Vor vier Jahren von Lyrikern aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gegründet, hat Babelsprech zum Ziel, das Image der Lyrik zu entstauben und sie als eigenständige Kunstform zu präsentieren. Um dieses Ziel zu erreichen findet jährlich eine große Konferenz statt – nächstes Jahr übrigens in Liechtenstein – an der sich an die 35 Dichter austauschen und am Abend für Publikum lesen. Außerdem gibt es eine Lesereihe in allen Ländern. Finanziert wird das Projekt von der Kulturstiftung des Bundes (Deutschland), vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Österreich), von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung und von der Kulturstiftung Liechtenstein.

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Leblose Gebäude im Doppelpack - Denkmal Guide Vorarlberg: Die Bände 3 und 4 sind erschienen
Literatur
23.11.2017 Markus Barnay

Der Norden Vorarlbergs – vom Leiblachtal bis zum Kleinwalsertal - stand im Zentrum der ersten beiden Bände des Denkmal Guide Vorarlberg, die im Herbst 2016 erschienen. Inzwischen hat sich Johann Peer, der ehemalige Leiter der Abteilung Stadtplanung im Amt der Stadt Feldkirch und Autor mehrerer Bücher über die Vorarlberger Kulturlandschaft, weiter nach Süden vorgearbeitet und hat soeben die nächsten beiden Bände des Führers zu sämtlichen Baudenkmälern des Landes vorgelegt: Diesmal steht das Rheintal zwischen Dornbirn und Feldkirch im Mittelpunkt, und statt der bäuerlichen Baukultur dominieren jetzt die städtischen Viertel von Hohenems und Feldkirch jeweils einen Band – und Dornbirn ist mit Fabrikantenvillen, Arbeiterwohnhäusern und Fabriksgebäuden auch nicht schlecht vertreten.

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„Wald, hau dich über die Häuser!“ - Der Autor Christian Futscher hat einen neuen Erzählband geschrieben
Literatur
19.11.2017 Ingrid Bertel

In seinem neuen Erzählband versammelt Christian Futscher Elogen auf die Stadt, Lesefrüchte eines Büchernarren und Eindrücke eines gewitzten Flaneurs.

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