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Literatur

„Brokkoli essen, Neapel sehen und dann sterben!“ - „Itinera Italica“ - Die Rom-Aufenthalten der Mönche des Klosters St. Gallen
Literatur
26.03.2017 Annette Raschner

Ein wunderbar sorgfältig gestaltetes Buch eröffnet Einblicke in den Tourismus des 18. Jahrhunderts. „Itinera Italica“ widmet sich den Rom-Aufenthalten der Mönche des Klosters St. Gallen.

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„Man sieht Sie aber immer spazieren!“ - Robert Walsers Erzählung „Der Spaziergang“ sowie weitere Prosastücke liegen nun in einer wunderbar genau edierten kritischen Ausgabe vor
Literatur
20.03.2017 Ingrid Bertel

Robert Walser starb am 25. Dezember 1956 auf einem seiner ausgedehnten Spaziergänge in Herisau bei St. Gallen. Das letzte Bild zeigt ihn im Schnee liegend, der weite Schalkragen seines Pelzmantels lässt den korrekten Dreiteiler, den er stets trug, erahnen, die elegant geknotete Krawatte. Ein paar Meter entfernt sieht man den Hut im unberührten Schneefeld. Robert Walser liegt auf dem Rücken, die Augen weit geöffnet zum Himmel. Es ist ein Bild von so ultimativer Einsamkeit, dass man es schwerlich vergessen kann, und es verlässt einen auch nicht bei der Lektüre all der heiteren „Spaziergänge“, mit denen er uns LeserInnen beschenkt.

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„Schließlich sind wir seit 36 Jahren verheiratet!“ - „Der Mensch ist verschieden. Dreiunddreißig Charaktere“ von Monika Helfer und Michael Köhlmeier
Literatur
19.03.2017 Annette Raschner

Der griechische Philosoph, Naturforscher und Aristoteles-Schüler Theophrast hat in einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Charaktere“ dreißig kleine, aber feine Skizzen menschlicher Typen gezeichnet. Diese einzige antike Charakterlehre, die 2000 in einer neuen deutschen Übersetzung erschienen ist, ist nun von Monika Helfer und Michael Köhlmeier in dem bei Haymon erschienenen Buch „Der Mensch ist verschieden. Dreiunddreißig Charaktere“ modern interpretiert worden. Annette Raschner hat mit dem Schriftstellerehepaar, das im vergangenen Jahr mit dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet wurde, das folgende Gespräch geführt.

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„Alles über Beziehungen“ - Der neue Roman von Doris Knecht
Literatur
16.03.2017 Raffaela Rudigier

Dieser Romananfang gehört wohl zu den viel gerühmten „schönsten ersten Sätzen“: „Reiche, weiße Menschen haben auch Probleme.“ Schon mit dem ersten Satz ist in Doris Knechts neuem Roman „Alles über Beziehungen“ alles klar: Hier werden jetzt gleich First-world-Problems verhandelt. Aha. Das nimmt den Unken-Rufen doch von vorneherein ein bisschen den Wind aus den Segeln, von wegen Frau Knecht würde ja nur über Weiße-Mittelschichtler-Probleme schreiben. Denn ja, ganz genau so ist es in diesem Buch und zwar in vollem Bewusstsein und eben: Reiche, weiße Menschen haben auch Probleme. Die Probleme, die dann folgen, überraschen in ihrem vollen Umfang dann doch mehr als erwartet: hier geht es vor allem um Sex, insbesondere um pikante Seitensprünge und zwar in x-facher Ausführung. Aber der Reihe nach:

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Oh wie schön ist’s im Gebirg! - Der Bildband „Rund um den Hochtannberg“ erinnert an eine Gebirgswelt ohne Tourismus
Rosamunde Muxel
Literatur
13.03.2017 Ingrid Bertel

Wie sahen die Dörfer Warth, Hochkrumbach und Schröcken aus, bevor Hotels und Lifte, Straßen und Parkplätze das Landschaftsbild bestimmten? Der Historiker Christof Thöny hat rund 70 Fotos aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ausgegraben. Ihr Urheber ist der Dornbirner Textilarbeiter Franz Beer. Er sollte im Auftrag der „Naturschau“ bäuerliches Leben dokumentieren. Christof Thöny veröffentlicht diese erstmals - in einem Band mit informativem Begleittext.

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Der Puer Robustus - Ein wilder Knabe im Blickfeld - Dieter Thomä im Theater am Saumarkt
Literatur
09.03.2017 Tamara Ofner

Dieter Thomä, Professor für Philosophie an der Universität in St. Gallen, hielt im Rahmen der Tangenten im Theater am Saumarkt in Feldkirch einen Vortrag über sein neu erschienenes Buch „Puer Robustus“ und ist damit auf dem Weg zu einer Philosophie des Störenfrieds.

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„Ich bin die Protagonistin in meinem Zukunftsroman“ - Zweiter Lyrik-Band von Maya Rinderer
„Verstörende Schönheit ist ein Ausdruck, der das Wesen von Maya Rinderers Lyrik wohl am treffendsten wiederzugeben vermag.“
Literatur
06.03.2017 Annette Raschner

Als der Bucher Verlag Hohenems vor sechs Jahren „Esther“ - einen über 350 Seiten starken Roman über den Überlebenskampf eines jüdischen Mädchens im Dritten Reich - herausgab, war die Autorin, die in Dornbirn geborene Maya Rinderer, gerade einmal fünfzehn Jahre alt. Mit zwölf Jahren hatte die Tochter zweier Architekten mit dem Skizzieren und dem Schreiben des Buches begonnen, weil sie, wie sie einmal sagte, erkannt habe, dass etwas mit ihrer Familiengeschichte nicht stimme. Ihre Eltern hatten das Konzentrationslager von Auschwitz besucht, aber Maya nicht mitgenommen und auch bei gewissen, unbewusst gezielten Fragen des neugierigen Mädchens des Öfteren geschwiegen. Aus gutem Grund! Der Großvater mütterlicherseits hatte als ungarischer Jude den Holocaust überlebt, die erlittenen Traumata aber nie überwunden und erst nach Erscheinen des Romans seiner Enkelin begonnen, sich Maya erzählerisch zu öffnen. Mittlerweile ist Maya Rinderer 21 Jahre alt und mit der Familiengeschichte bestens vertraut. Sie studiert mit großer Begeisterung Altorientalistik in Wien, und nach „An alle Variablen“ (2013) ist soeben ihr zweiter Lyrikband „Standardabweichungen“ in der edition miromente erschienen.

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Judenhass als Geschäftsmodell? - Franco Ruault „würdigt“ den Gründer des Hilti-Konzerns, Martin Hilti
Literatur
05.03.2017 Markus Barnay

Die Firma Hilti AG mit Hauptsitz in Schaan ist ein Weltkonzern mit einem Umsatz von über 4 Milliarden CHF und über 20.000 Beschäftigten, davon rund 1800 in Liechtenstein selbst. Über so einen Konzern spricht man nicht schlecht – jedenfalls nicht im Fürstentum, und auch nicht in Vorarlberg, von wo über 500 der Hilti-MitarbeiterInnen nach Liechtenstein pendeln. So wurde zum 75-Jahr-Jubiläum im vergangenen September die Gründungsgeschichte des Konzerns denn auch nur kurz gestreift – und sogar mit jener von berühmten Unternehmen aus dem Silicon Valley verglichen: „In einer Garage im liechtensteinischen Schaan beginnen die Gebrüder Martin und Eugen Hilti im jahr 1941 mit den ersten Werkzeugen” (vol.at am 11.9.2016 in Original-Orthographie). Und der Noch-Wirtschaftsminister des Fürstentums, Thomas Zwiefelhofer, erklärte Hilti zum Vorbild für innovative Unternehmen, „die klein anfangen und sich dann organisch entwickeln”.

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„Für mich war klar, das muss über Mann und Frau hinausweisen …“ - „Lieben muss man unfrisiert“ – Das neue Buch von Nadine Kegele
Literatur
28.02.2017 Annette Raschner

Die Vorarlberger Schriftstellerin Nadine Kegele zählt zu den interessantesten literarischen Stimmen der jüngeren Generation. 2013 erschien ihr Buchdebüt „Annalieder“, im gleichen Jahr wurde sie zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen und gewann dort mit ihrem Romanauszug „Scherben schlucken“ den Publikumspreis. 2014 publizierte der Czerninverlag den Roman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“. Bei Kremayr & Scheriau ist nun das Buch „Lieben muss man unfrisiert“ – Protokolle nach Tonband – mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz herausgekommen. Die gebürtige Bludenzerin, die in Wien lebt, hat dafür lange Gespräche mit Frauen und trans*-Personen im Alter zwischen 16 und 92 Jahren – von der Schülerin bis zur Kontoristin, von der Reinigungsfachfrau bis zur Architektin – geführt. Diese Interviews wurden von ihr zu spannenden, teils witzigen, vor allem aber bewegenden Lebensgeschichten in mündlicher Rede verarbeitet.

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Nudelsuppe mit Knackwurst: Die Suppégasse hat Christian Futscher zu einem literarischen Exkurs über Suppen animiert  
Literatur
08.02.2017 Ingrid Bertel

Wie beginnen, wenn man keinesfalls die Absicht hat, als Gastrokritiker zu enden? Vielleicht mit einem Satz aus der „Ahnfrau“ von Franz Grillparzer, überlegt Christian Futscher. An einer kroatischen Küste aber fällt ihm noch Prickelnderes ein: „Das Meer ist auch nichts anderes als eine Fischsuppe, eine stark versalzene.“ Ein unheimlich starker erster Satz, obwohl er aus keinem Drama von Grillparzer stammt, auch nicht aus „Des Meeres und der Liebe Wellen“.

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