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Literatur

Von bedrückender Idiotie und der Zukunft - Rainer Juriatti „Die werten Herren - Essay mit Theatermonolog“
Literatur
15.11.2017 Raffaela Rudigier

Die Nationalratswahlen sind um, das Ergebnis der Großparteien war in etwa absehbar und nun stehen wir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit vor einer Neu-Auflage von „Schwarz-Blau“. Im Ausland wird das, beispielsweise in der Online-Ausgabe der „Welt“ von Sascha Lehnartz, so analysiert: „Rund 60 Prozent aller Österreicher haben sich bei dieser Wahl für Parteien entschieden, die den Herausforderungen einer digitalisiert-globalisierten Gegenwart und Zukunft mit konservativ-nationalen oder rechtsextremen Lösungsansätzen begegnen wollen. Darin liegt eine gewisse Ironie, denn zugleich gaben über 35 Prozent den Wunsch nach ‚Veränderung' als wichtigsten Grund für ihre Wahlentscheidung an. Rechts ist in Österreich nun die neue Mitte." Das heißt wohl die Rechten müssen sich in Zukunft richtig anstrengen, wenn sie rechts von der rechten Mitte noch wahrgenommen werden wollen. Was bedeutet das für die Zukunft? Was wird in einigen Jahren alles salonfähig, besser gesagt regierungsfähig, sein? Worauf steuert eine rechte Regierung und eine dementsprechend willige oder - noch schlimmer - willenlose Gesellschaft zu? Mögliche Antwort auf diese Fragen gibt der Bludenzer Autor Rainer Juriatti in seinem neuen Buch. Er hat noch vor dieser Nationalratswahl einen „Essay mit Theatermonolog“ mit dem Titel „Die werten Herren“ geschrieben.

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„Landeskunde“ einmal anders - Vorarlberg von 1 bis 101 statt von A bis Z: „Vorarlberg kompakt“ von Alois Niederstätter
Literatur
12.11.2017 Markus Barnay

Eigentlich schrillen ja bei gelernten VN-LeserInnen die Alarmglocken, wenn sie in der „Bestsellerliste“ der russverlagseigenen Buchhandlung im Messepark ein Buch auf Platz 1 entdecken, das gerade erst auf den Markt kam: Hat der Geschäftsführer zu viele Exemplare geordert und fürchtet, dass er sie nicht los wird? Steckt gar der eigene Verlag dahinter und will das eigene Buch pushen? Gibt es einen Deal mit dem Herausgeber des Buches? Der Gedanke, dass das Buch tatsächlich so oft gekauft wird, mag sich jedenfalls nur zögernd einstellen – schließlich war das Buch zu diesem Zeitpunkt (22. September) noch gar nicht öffentlich präsentiert worden. Nach einer ersten Lektüre des Buches steht aber eines fest: „Vorarlberg kompakt. 101 Fragen – 101 Antworten“ hat sich durchaus viele LeserInnen verdient!

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Böse Briefe - Welche Veränderungen in Stil, Strategie, Technologie beim Erpressen zu beobachten sind, das untersuchen Christoph Winder und Ernst Strouhal
Literatur
08.11.2017 Ingrid Bertel

Griefer, Troller, Cyber-Groomer – sie werden immer mehr, aber ihre Untaten sind nicht neu. Christoph Winder und Ernst Strouhal erzählen die Geschichte der bösen Briefe.

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Vom heilsamen Schweigen und der Suche nach dem eigenen Weg - „Darf ich dich küssen Himmel“ von Ingrid Maria Kloser
Literatur
05.11.2017 Annette Raschner

Keine laute, aber eine interessante literarische Stimme ist Ingrid Maria Kloser. Die gebürtige Harderin hat bislang zwei Bücher veröffentlicht: Die Erzählung „Nur zu Hause“, für die sie sich auf die Spuren ihrer Großeltern begeben hat, die 1925 mit ihren beiden Kindern nach Brasilien ausgewandert sind, sowie die Kurzgeschichtensammlung „Im Sommer werden die Tage wieder länger sein“. Vor kurzem ist nun im Verlag „Bibliothek der Provinz“ ihr drittes Buch, eine Erzählung unter dem Titel „Darf ich dich küssen Himmel“, erschienen. Eine Frau, deren Ex-Partner Suizid begangen hat, versucht, ins Leben zurückzufinden.

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Trauer und Trost - „Sakari lernt, durch Wände zu gehen“ von Jan Costin Wagner
Jan Costin Wagner ist mit seinem neuen Werk erneut ein lesenswerter Kriminalroman gelungen. (© Heike Bogenberger)
Literatur
02.11.2017 Thorsten Bayer

Der deutsche Schriftsteller und Musiker legt den sechsten Band um den jungen finnischen Kommissar Kimmo Joentaa vor. Wer bereits einen der vorherigen Teile gelesen hat, erkennt in diesem Fall um eine Familientragödie einige Personen und Motive wieder. Doch auch Neulingen gelingt die literarische Reise nach Turku problemlos – und mit großem Lesevergnügen.

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„Franz und der Regenschirm“ - Ein Kinderbuch von Erika Kronabitter mit Illustrationen von Sarah Rinderer
Literatur
01.11.2017 Annette Raschner

Franz Wunderbar ist ein zwölfjähriger Junge. Er kümmert sich liebevoll um seine kleineren Geschwister, weil seine Eltern dazu nicht in der Lage sind. Sie sind alkoholkrank, und die Lage spitzt sich immer mehr zu … Mit „Sarah und die Wolke“ hat die Vorarlberger Autorin Erika Kronabitter schon einmal ein Kinderbuch mit einer jungen Protagonistin geschrieben, die nicht in ihrer eigenen Familie, sondern in einer sozialpädagogischen Einrichtung aufwächst. Dafür wurde sie 2011 mit dem dritten Preis der „SozialMarie“ ausgezeichnet. Diesmal hat Erika Kronabitter die junge Vorarlberger Literaturpreisträgerin des Jahres 2017 mit ins Boot geholt. Sarah Rinderer zeichnet für die Illustrationen verantwortlich. Das Kinderbuch „Franz und der Regenschirm“ ist in der Edition Art Science erschienen.

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Talking Heads - Zu Jens Dittmars neuem Roman „Falknis. Eine Mordgeschichte“
Literatur
12.10.2017 Jürgen Schremser

Glaubt man den Verlagsankündigungen zum neuen Buch des liechtensteinischen Autors Jens Dittmar, dann wird uns ein spannendes Gaunerstück mit Lokalkolorit und internationalen Verflechtungen vorgelegt. Ein „widerborstiger Heimatroman“, der mit Anspielungen und Reverenzen an Theodor Storms „Schimmelreiter“ überdies Anschluss an die deutsche Literaturgeschichte sucht. Das ist nicht unbescheiden, nimmt man Maß an der Erzählkunst des 19. Jahrhunderts. Bei Dittmar ist das Spiel mit Reverenzen und Referenzen Programm und macht auch in „Falknis“ einen Gutteil des Erzählaufkommens aus. Leider bleibt dabei das Geschäft, den verbrechensträchtigen Stoff – „Eine Mordgeschichte“ – glaubhaft mit Spannung zu versehen, unerledigt.

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Es werden jedes Jahr mehr ... - Haben und Sein/V#33
Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein für die V#33 zu verfassen © Gerhard Klocker
Literatur
09.10.2017 Annette Raschner

Eine Rolltreppe, vermutlich in einem Einkaufszentrum (Foto: Gerhard Klocker) ziert die neue Ausgabe der von Literatur Vorarlberg herausgegebenen Zeitschrift „V“. 23 Autorinnen aus Österreich, der Schweiz, Deutschland und Liechtenstein wurden eingeladen, Texte über die Armut und das Arm-Sein mitten unter uns zu verfassen. Laut Statistik Austria waren 2016 achtzehn Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung bzw. 1.542.000 Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. 8,3 Prozent sind trotz Erwerbstätigkeit armutsgefährdet („Working Poor“). Annette Raschner hat mit Christina Walker und Andrea Gerster gesprochen; beide Autorinnen haben erstmals eine Ausgabe der „V“ kuratiert.

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Verdichtetes Sprachkunstwerk - „Ungemach“ – das Romandebüt von Christoph Linher
Literatur
03.10.2017 Annette Raschner

Vor zwei Jahren gelang dem 1983 in Bludenz geborenen Autor und Musiker Christoph Linher mit dem Gewinn des Vorarlberger Literaturpreises eine handfeste Überraschung. Dass es sich dabei um keine Eintagsfliege gehandelt hat, stellte er im vergangenen Jahr unter Beweis, als der preisgekrönte Text als Erzählung unter dem Titel „Farn“ erschien. Jetzt hat der müry salzmann Verlag auch Christoph Linhers ersten Roman publiziert: „Ungemach“ erzählt von Sinnsuche und Selbstfindung, vom Verzweifeln in der Mitte und am Ende des Lebens, von der Reise nach Innen und den verzwickten Bedingungen unserer Existenz. Handlungsort ist ein fiktives Dorf namens Fernach.

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Ein Buch wie ein Film - „Die Töchter“ von Dietmar Schlatter
Literatur
25.09.2017 Raffaela Rudigier

Sie kämpfen ums Überleben, hadern mit ihren Schicksalen, werden missbraucht und üben selbst manchmal Macht aus, sind mehr oder weniger gottesfürchtig, sozial angesehen oder geächtet und manche von ihnen haben besondere Gaben – so oder so ähnlich kann man sich das Leben der Frauen von früher in den Bergdörfern der Alpen vorstellen. Dietmar Schlatter hat das getan. Er schreibt in seinem Erstlingswerk „Die Töchter“ über die Frauenschicksale zweier Familien, die über drei Generationen hinweg miteinander verwoben sind.

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