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Kritiken

Ilse Aberer bei Markus Gell Druckwerkstatt Rankweil – Vernissagerede von Peter Niedermair am 8. November 2014
Ausstellung
10.11.2014 Peter Niedermair

In Ilse Aberers Circle Welt wird die Welt durch Gedankenstriche angedeutet. Doch die sieht man nicht. Ursprünglich nimmt sie zwei Prototypen. Durchschneidet sie. Belässt ihnen ihre Größe und Proportionalität. Zerlegt sie in Halb- und Viertelkreise. Segmentiert sie. Teilt auf. Spielt damit. Legt diese Formen in Variationen aus. Dreht sie. Lässt weg. Spart aus. Konstruiert Abfolgen und Räume. Ohne das Spiel der Optionen zu vermessen. Interessiert sich für die Syntax. Für die Reihenfolge. Und geht mit den Strichpunkten, dem wichtigsten Satzzeichen, spazieren. Wie Robert Walser drüben am Schweizer Berg. Mit Red Blue und Yellow. Bei jedem Wetter. Sie, Ilse Aberer, macht das alles mit ihren Mitteln der Kunst. Was die technische Seite anbelangt.

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Zersplitterte Nacht
Holzschnittartige Typenzeichnung (Edwin Hochmuth, Matthias Renneisen, Alessio Riggi
Film / Kino
09.11.2014 Walter Gasperi

Ausgehend von einer Geschichtsstunde mit zwei Maturanten zeichnet Hermann Weiskopf die Entwicklung von Nationalsozialismus und Antisemitismus in Tirol von 1920 bis zur Reichspogromnach am 9. November 1938 mit Zeitzeugen, Fotos, Zeitungsartikel und Spielszenen nach. – Die Vergangenheit dem Vergessen entreissen ist zweifellos eine wichtige Aufgabe und auch an Informationswert, wenn auch oberflächlichem, mangelt es diesem Dokudrama nicht, doch allzu bescheiden ist die filmische Bewältigung des großen Stoffes.

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Wenn unterschiedliche Musikstile eine kreative Verbindung miteinander eingehen – Die „Lautten Compagney“ begeisterte mit „timeless“ bei Dornbirn Klassik
Die "Lautten Compagney" zog mit ihrem ausgezeichneten Projekt "timeless" die Abonnentinnen und Abonnenten von "Dornbirn Klassik" in ihren Bann.
Musik / Konzert
07.11.2014 Silvia Thurner

Vor vier Jahren wurde das Ensemble für Alte Musik, die „Lautten Compagney“, mit einem Echo Award für das Projekt „timeless“ ausgezeichnet. Seit damals spielen die sympathischen Musiker aus Berlin quer durch die Lande dieses außergewöhnliche Konzertprogramm, bei dem Musik der Gegenwart und des Barock zueinander in Beziehung gestellt werden. Im Rahmen von „Dornbirn Klassik“ gastierte die „Lautten Compagney“ im Kulturhaus Dornbirn und zog auch hier das Publikum in ihren Bann.

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Die Geschichten einer Reise - Das Klapp-Theater auf der Suche nach den „broken Stars“
Erwin Schleicher alias Sticky Finger, Martin Prochaska, Bluesmusiker Roger Coolman und Thomas Nied vom Klapp-Theater (v.l.n.r.)
Kleinkunst / Kabarett
07.11.2014 Christina Porod

Die Bühne der Kulturwerkstatt Kammgarn in Hard wurde am gestrigen Donnerstagabend von Martin Prochaska und Thomas Nied vom Klapp-Theater belebt. Das Figuren-Musik-Kabarett begab sich unter dem Titel „Boulevard der broken Stars" auf eine musikalische Reise und auf die Suche nach den gefallenen Stars.

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Introspektive Konstellationen – Arno Egger in der Feldkircher Villa Claudia
Arno Egger: "Listen to your heart" (Installation, 2014)
Ausstellung
07.11.2014 Karlheinz Pichler

Im Schaffen des Künstlers Arno Egger spielt die Conditio Humana, also die Bedingungen des Menschseins und die der Natur des Menschen, immer eine gewichtige Rolle. In seiner aktuellen Ausstellung „How deep is your soul“ fordert er die Ausstellungsbesucher gleichsam zu einer Selbstbeobachtung auf.

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Edmund Kalb künstlerisch in die Jetztzeit transformiert – Günter Marinelli zeigte beim tanz ist Festival seine Performance „ENTkalben“
Günter Marinelli in "ENTkalben" 2014: Missverstanden, ignoriert, verspottet und vom Lebensschmerz zerfressen werden, und dennoch kompromisslos und klar in der Haltung bleiben
Tanz
06.11.2014 Peter Füssl

Der 1952 im Alter von gerade einmal 52 Jahren verstorbene Ausnahmekünstler Edmund Kalb konnte sich in seiner Heimatstadt Dornbirn Zeit seines Lebens nicht so viel positiver Aufmerksamkeit erfreuen wie in den vergangenen Monaten. So setzt sich ein auf Initiative von Ulrich Gabriel und Rudolf Sagmeister gegründeter Kulturverein für die Erhaltung und sinnvolle Nutzung seiner Wohn- und Wirkungsstätte in der Schillerstraße ein, und bei Unartproduktion erschien dieser Tage ein 216 Seiten starkes und mit 150 Bildern gespicktes, höchst informatives und spannend zu lesendes Buch zum „Leben und Werk“ Edmund Kalbs. Ganz anders, aber nicht weniger spannend ist der künstlerische Zugang, den Tänzer, Performer und tanz ist Festival-Mastermind Günter Marinelli in seiner erstmals 2002 aufgeführten und nun neu adaptierten Produktion „ENTkalben“ zu Edmund Kalb gefunden hat, den man zu seiner Zeit schlicht als „Spinner“ abgetan hat, wie eine Zeitzeugin nach der Aufführung erklärte.

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„Die Lyrik der Zeit – Menschenportraits“ – Der Vorarlberger Andreas Uher ist einer der ausgewählten Fotografen für das Ausstellungsprojekt der Prager Fotoschule Österreich
Ausstellung
06.11.2014 Christina Porod

In diesem Sommer erfolgte eine Ausschreibung der Prager Fotoschule Österreich für ein Ausstellungsprojekt in der Oberösterreichischen Landesbibliothek zum Thema „Die Lyrik der Zeit – Menschenportraits“. 140 FotografInnen haben am Wettbewerb teilgenommen, 16 wurden von der Jury ausgewählt, einer dieser 16 ist der Vorarlberger Fotograf Andreas Uher.

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Plötzlich Gigolo - Fading Gigolo
© Filmladen Filmverleih
Film / Kino
06.11.2014 Walter Gasperi

Spritzige Dialoge, Witz, Romanze und einen Blick auf das orthodoxe jüdische Viertel von New York mixt John Turturro mit leichter Hand zu einem stimmungsvollen und charmanten Film über Einsamkeit und die Sehnsucht nach Liebe. – Nah an Woody Allen ist diese Tragikomödie und doch etwas Eigenes, das leicht daher kommt und doch Tiefgang besitzt.

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Aktuell in den Filmclubs (7.11. - 13.11. 2014)
Im Keller
Film / Kino
06.11.2014 Walter Gasperi

Filmforum Bregenz und FKC Dornbirn zeigen diese Woche Ulrich Seidls Dokumentarfilm „Im Keller“. Feinste Unterhaltung für die Kleinsten bietet dagegen der französische Zeichentrickfilm „Ernest und Célestine“, der im Theater am Saumarkt auf dem Programm steht.

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„Bis dann übe auch ich Sabotage!“ - Ein „Volksbuch“ soll den Dornbirner Maler Edmund Kalb stärker ins öffentliche Bewusstsein zurückholen
Kritiken
05.11.2014 Ingrid Bertel

Im September 2013 schrieb Ulrich Gabriel einen offenen Brief an das Land und die Stadt Dornbirn. Anlass war der Verkauf des Hauses, in dem der Künstler Edmund Kalb bis zu seinem Tod 1952 gelebt hat. Gabriel forderte Stadt und Land auf, das „Haus Kalb“ gemeinsam zu erhalten und ein Nutzungskonzept zu erarbeiten. Er fand einen Verbündeten in Rudolf Sagmeister, der Leben und Werk Kalbs in den 1990er-Jahren erforscht hatte. Sagmeister schlug vor, das denkmalgeschützte Gebäude der Öffentlichkeit in Form eines Museums zugänglich zu machen. Und er wurde aktiv: Im Februar 2014 stellte Sagmeister den „Kunst- und Kulturverein Edmund Kalb“ vor, dessen bislang 137 Mitglieder aus dem Haus eine Begegnungsstätte für Künstler machen wollen.

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