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Kritiken

Großes zum Auftakt von „Dornbirn Klassik“ - Das Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich bot intensive Werkdeutungen
Das Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich, die Sopranistin Tatiana Monogarova und der Bassist Sergei Leiferkus boten im Rahmen des ersten Abonnementkonzertes der Reihe "Dornbirn Klassik" unter anderem eine dichte Werkdeutung der 14. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch.
Musik / Konzert
15.10.2015 Silvia Thurner

Die aktuelle Saison der Abonnementreihe „DornbirnKlassik“ eröffneten das Münchener Kammerorchester und Alexander Liebreich mit einem exklusiven Konzert. Die Werkfolge war keine leichte Kost, standen doch Gefühle der Isolation und Einsamkeit im Mittelpunkt der Kompositionen. Den Höhepunkt des Abends bildete die Darbietung des Auftragswerkes „toned melisma silver print“ von Atac Sezer. Das feingliedrig, mit viel emotionaler Tiefe interpretierte Werk wurde vom Publikum im Dornbirner Kulturhaus hervorragend aufgenommen. Eindrücklich war überdies die Interpretation der Symphonie Nr. 14 von Dmitri Schostakowitsch mit der Sopranistin Tatiana Monogarova und dem Bassisten Sergei Leiferkus.

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Crimson Peak
Mia Wasikowska, engelhaft inszeniert, ironiefrei von der Unschuld getragen.
Film / Kino
15.10.2015 Gunnar Landsgesell

Was findet in diesem Film nicht alles zusammen: Gothic Horror und Love Story, kriminologischer Spürsinn und chronikale Aufarbeitung. Die ätherische Mia Wasikowska gerät Ende 19. Jahrhundert durch die Liebe zu einem seltsamen britischen Baron in eine Art Spukschloss, dessen Interieurs so schwarz wie die Nacht sind, aber die Böden davor purpurrot. Jessica Chastain setzt als Schlossherrin viel neurotisch-repressive Energie frei. Ein Film für Nerds und Gothic-Liebhaber von Fantasy-Tüftler Guillermo del Toro.

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Aktuell in den Filmclubs (16.10. – 22.10. 2015)
Halt auf freier Strecke
Film / Kino
15.10.2015 Walter Gasperi

Im Alten Kino Rankweil läuft diese Woche im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Rankweil in Pink – Wir setzen ein Zeichen gegen Brustkrebs“ Andreas Dresens schonungsloser Spielfilm „Halt auf freier Strecke“. Im Kunstmuseum Liechtenstein steht Andrej Tarkowskis epochales Meisterwerk „Andrej Rubljow“ auf dem Programm.

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John Scofield: Past Present
CD-Tipp
15.10.2015 Peter Füssl

Manchmal habe ich ja fast schon Mitleid mit den Jazz-Puristen, die gerade von John Scofield auch immer mal bitter enttäuscht werden – man denke nur an das grandiose und ausgesprochen experimentierfreudige Überjam-Projekt. Endlich kommen auch „straight ahead“-Hardliner wieder einmal ohne große Kompromisse voll auf ihre Kosten, denn auf „Past Present“ bietet „Sco“ erstklassigen Mainstream mit Joe Lovano am Tenorsax und Bill Stewart an den Drums, mit denen er schon in den frühen 1990er Jahren erfolgreich unterwegs war.

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Die Gewissheit eines mächtigen Winters - Der zweite Roman von Valerie Fritsch „Winters Garten“ ist erschienen
Literatur
14.10.2015 Klaus Lutz

2015 ist für die 26-jährige Grazer Autorin und Fotokünstlerin Valerie Fritsch das Jahr ihres literarischen Durchbruchs: Bei Suhrkamp ist ihr zweiter Roman „Winters Garten“ erschienen, der von der Kritik und von SchriftstellerkollegInnen begeistert aufgenommen wurde und eine Nominierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreises schaffte. Bereits im Vorfeld als eine der FavoritInnen gehandelt, gewann sie mit der sehr eindrucksvollen Erzählung „Das Bein“ bei den diesjährigen „Tagen der Deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt zwei der vier zu vergebenden Preise, wenn auch nicht den eigentlichen Bachmannpreis.

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Kurt Vile: b’lieve i’m goin down ...
CD-Tipp
13.10.2015 Peter Füssl

Der 35-jährige Gitarrist und Sänger Kurt Vile führt mit den zwölf Titeln seines mittlerweile sechsten Albums sein Songwriting zu neuen Höhepunkten, ohne viel an seinem bisherigen Erfolgsrezept zu ändern.

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Das Poetische in der Strenge der Geometrie - „Geometrie.Poesie 1“ im Otten Kunstraum
Alfonso Fratteggiani Bianchi: "392-396-398", 2009
Ausstellung
12.10.2015 Karlheinz Pichler

Der Sammler und Industrielle mit eigenem, für die Öffentlichkeit zugänglichen Kunstmuseum, Wilhelm Otten, ist auf Kunst fokussiert, die sich vor allem mit geometrischen Formen auseinandersetzt. Ausgehend vom russischen Konstruktivismus bis hin zur unmittelbaren Gegenwart sind in seiner Sammlung mittlerweile mehr als 600 markante Werke vereint. Dass Geometrie nicht nur ordnend und streng, sondern auch verspielt und poetisch sein kann, dem versucht die derzeit laufende, von Ingrid Adamer kuratierte Ausstellung im Otten Kunstraum nachzuspüren.

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Späte Blüte - Jürgen-Thomas Ernst präsentiert seinen zweiten Roman
Literatur
11.10.2015 Annette Raschner

„Vor hundert Jahren und einem Sommer“ nennt der Vorarlberger Schriftsteller Jürgen-Thomas Ernst seinen zweiten Roman, der zugleich – nach „Anima“ (2010) - sein zweiter historischer Roman ist. Im sogenannten Dorf der Kirschen wächst ein ledig geborenes Mädchen als Pflegekind auf; bei den gleichen Zieheltern wie auch Jonathan. Der Entwicklungsroman wurde bereits vor seiner Publikation ausgezeichnet (3. Preis bei der Floriana – literarischer Wettbewerb in Sankt Florian bei Linz) und ist soeben im Verlag braumüller erschienen.

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Niemand kann malen, ohne verletzlich zu sein. Und auch nicht tanzen. - „3times Joan“ im Kunsthaus Bregenz
Carina Huber präsentierte ihr Solo im ersten Stockwerk des KUB | ©Rudolf Sagmeister
Tanz
10.10.2015 Mirjam Steinbock

„3times Joan“ ist das Gesamtwerk aus drei Soli junger Tanzschaffender aus Vorarlberg mit der Inspiration aus der Retrospektive Joan Mitchell im Kunsthaus Bregenz. Seit einigen Jahren öffnet das Kunsthaus Bregenz seine Türen dem regionalen Tanzschaffen und lädt junge wie etablierte KünstlerInnen zu Ausstellungen ein, bei denen man die Ergänzung von Tanz als logisch und sinnvoll erachtet. Bisher im Programm waren Aufführungen, offene Bühnen, Kuratorenführungen mit namhaften Vorarlberger Tanzpersönlichkeiten und Fotoshootings im Rahmen der Ausstellungen mit professionellen TänzerInnen und Ensembles aus dem In- und Ausland. Unterstützend holt sich das KUB bisweilen den Verein netzwerkTanz ins Boot. Die Verbindung von außen und innen ist somit hergestellt und mit Tanzabenden wie diesen kann das KUB sogar als temporäres Tanzhaus betrachtet werden. Etwas, das in der Region – neben einer ausbildenden Institution oder Hochschule für Bühnenkunst – noch immer fehlt. Gegen Ende der aktuellen Ausstellung, einer Retrospektive der amerikanischen Expressionistin Joan Mitchell, lud das Kunsthaus drei junge Tanzschaffende aus Vorarlberg dazu ein, mit der Inspiration aus der Ausstellung jeweils ein Tanzsolo zu präsentieren.

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Gegen den Strich gebürstet - Die Regie bei Rossinis „Barbier von Sevilla“ am Musiktheater Vorarlberg wird zur Geschmacksfrage
Turbulent geht es zu beim Götzner „Barbier“ von Rossini, in einfacher, aber fantasievoller Ausstattung, dafür mit großem Einsatz und Enthusiasmus der über einhundert Mitwirkenden.
Musik / Konzert
10.10.2015 Fritz Jurmann

2012, als beim Musiktheater Vorarlberg zuletzt Oper gespielt wurde, gelang mit Mozarts „Don Giovanni“ ein Haupttreffer auf allerhöchstem Niveau. Erwartungen, dass sich dies im dreijährigen Turnus, nach Operette („Die Csardasfürstin) und Musical (Evita), heuer mit Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ wiederholen würde, haben sich am Freitag in der Götzner Kulturbühne AMBACH nur zum Teil bestätigt.

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