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Kritiken

Taxi Teheran
Wer lacht hier so gelöst? Regisseur Jafar Panahi ("Der Kreis"), der auf unerschrockene Weise im öffentlichen Raum Teherans gegen das gerichtlich verhängte Arbeitsverbot verstößt.
Film / Kino
24.07.2015 Gunnar Landsgesell

Weil Jafar Panahi mit einem Arbeitsverbot belegt ist, fährt der iranische Regisseur ("Der Kreis") nun Taxi. Nicht ganz zufällig filmen drei Mini-Kameras die ketzerischen Dialoge der Fahrgäste. Ein Projekt, das zwischen poetischer Leichtigkeit und einem wirklichkeitsgetränkten Pessimismus seine Richtung sucht.

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Aktuell in den Filmclubs (24.7. - 30.7. 2015)
The Salvation
Film / Kino
23.07.2015 Walter Gasperi

Beim Filmfest Vaduz läuft diese Woche Kristian Levrings klassisch inszenierter Western „The Salvation“. In Rankweil und Altstätten gibt es nochmals die Gelegenheit das Alzheimer-Drama „Still Alice“ zu sehen.

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Erste Festspiel-Premiere im Wetterglück - Puccinis Oper „Turandot“ überzeugte als gigantisches Bühnenmärchen zwischen Seespiel und „Sehspiel“
Der Überraschungseffekt am Beginn der Oper: Die chinesische Mauer als Symbol der Macht fällt im Mittelteil in sich zusammen. Vorne der weiße Clown Paul Bélanger.
Musik / Konzert
23.07.2015 Fritz Jurmann

So viel Wetterglück muss man haben wie die Festspiele mit ihrer ersten Premiere am See. Trotz der von den Radiostationen den ganzen Tag über gebetsmühlenartig heraufbeschworenen „Unwetter“ in den Abendstunden ging Puccinis letzter Opernklassiker „Turandot“ am Mittwoch fast ungehindert, nur mit einer paar Tropfen in der ersten halben Stunde, über die Bregenzer Seebühne. Die Inszenierung des erstmals in Bregenz tätigen Schweizer Regisseurs Marco Arturo Marelli (65) liegt fast mathematisch genau im Fadenkreuz zwischen Seespiel und „Sehspiel“, befriedigt also seriös und in hoher künstlerischer Qualität die Opernfreaks, lässt aber auch die anderen mit viel Lokalkolorit jenen Spaß haben, den sich das breite Publikum heute von solchen Massenevents ganz einfach erwartet.

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Kurt Elling: Passion World
CD-Tipp
21.07.2015 Peter Füssl

„Nicht wandle, mein Licht“ von Johannes Brahms und „Where the Streets Have No Name“ von U2, Édith Piafs „La vie en rose“ und Björks „Who Is It“, mit eigenen Texten versehene Kompositionen so unterschiedlicher Musiker wie Arturo Sandoval, Pat Metheny oder Richard Galliano – ein weniger genialer Sänger als Kurt Elling würde möglicherweise beim Versuch scheitern, so disparates Songmaterial auf einem Silberling zu vereinen.

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Dem Verhältnis von Mensch und Tier auf der Spur – „Beastly/Tierisch“ im Fotomuseum Winterthur
Nicolas Deveaux: "5m80", 2013, Digitale Animation, Still. Copyright: Nicolas Deveaux, Cube Creative Productions
Ausstellung
19.07.2015 Karlheinz Pichler

Von der turmspringenden Giraffe bis zum nüsternblähenden Pferd: Das Fotomuseum Winterthur versucht in seiner aktuellen Ausstellung, dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier auf den Grund zu gehen und präsentiert etliche, teils recht schräge Manifestationen tierischer Präsenz.

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Vom Mooszickzack bis zu Mädchenmorgenblütenträumen - Edgar Höscheler und Edgar Leissing im stillgelegten Bahnhof Doren-Sulzberg
Edgar Höscheler: "Scherben", verbrannte Hartfaserplatte auf Holz, 2014
Ausstellung
18.07.2015 Karlheinz Pichler

Die beiden Kunstschaffenden Edgar Höscheler und Edgar Leissing nähern sich im Rahmen eines gemeinsamen Ausstellungsprojektes dem Thema „Faltenwurf“ an. Und zwar auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Während sich bei den Zeichnungen und Ölbildern des 1960 in Bregenz geborenen Leissing alles um die Falten der Juppe, also der traditionellen Bregenzerwälder Tracht dreht, erzeugt Höscheler Faltenstrukturen der anderen Art, indem er natürliche und gefundene Materialien wie Schwemmhölzer, Moos, Äste, Rechenkrallen oder angekohlte Hartfaserplatten und anderes an- und ineinanderreiht, assembliert, zusammenfügt und auf Bildträger montiert. Gezeigt werden die Werke im komplett ausgehöhlten ehemaligen Bahnhof Doren-Sulzberg, der in einen beeindruckenden Kunst- und Kulturraum inmitten einer phantastischen Landschaft verwandelt wurde.

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Farbfeuerwerke zwischen Poesie und Strenge - Nicholas Bodde, Thierry Feuz und Ben Hübsch in der Feldkircher Galerie Feurstein
Nicholas Bodde: "1012 Circle", 2013, Öl, Acryl, Folie auf Alu
Ausstellung
17.07.2015 Karlheinz Pichler

Die diesjährige Sommerausstellung der Feldkircher Galerie Feurstein steht ganz im Zeichen der Farbe. Unter dem Titel „Farben Wahn Sinn“ wird ein aktueller Werkquerschnitt der „Dreierrunde“ Nicholas Bodde, Thierry Feuz und Ben Hübsch geboten. Die drei deutschen Kunstschaffenden arbeiten mit sehr unterschiedlichen Mitteln und Strategien. Die gemeinsame Konstante ist die Dominanz der Farbe.

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Junge Theatermacher erobern den Muttersberg - Shakespeare am Berg präsentiert "Macbeth"
Michaela Spänle und Tim Engemann
Theater
17.07.2015 Dagmar Ullmann-Bautz

Gestern Abend feierte die Umsetzung einer großartigen Idee, eines ambitionierten, mehrjährigen Projekts in Form einer gewagten Theaterproduktion seine Premiere. Das Open-Air-Theater-Festival "Shakespeare am Berg" möchte in Zukunft jährlich eines der unzähligen Meisterwerke Shakespeares in der Muttersbergarena, rund 700 Meter oberhalb von Bludenz, zur Aufführung bringen.

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Unknown User
Das Symbol des anonymen Users als Bedrohung.
Film / Kino
17.07.2015 Gunnar Landsgesell

Sechs Jugendliche werden von einem Geist heimgesucht, während sie im Netz miteinander skypen. „Unknown User“ ist ein Online-Rache-Thriller, der durch seine ungewöhnliche Erzählweise - ausschließlich über die Computer-Oberfläche - auffällt. Dramaturgisch hat der Film aber wenig Neues zu bieten.

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Denn Sprache ist in dieser Welt die Waffe der Weisen – Käptn Peng und die Tentakel von Delphi beim poolbar//festival
Mit Käptn Peng und den Tentakeln von Delphi wurde ein Kreis gebildet (Fotos: Matthias Rhomberg)
Musik / Konzert
16.07.2015 Peter Ionian

Käptn Peng und die Tentakel von Delphi lassen mit ihrem verdrehten Namen bereits erahnen, worum es hier geht: Worte. Und derer jede Menge. Mal als Gedicht, mal als Freestyle, aber die meiste Zeit in Form von überraschenden Songs mit deutschem Sprechgesang, die wie Geschichten daherkommen. Aber es sind nicht nur viele Worte, die Robert aka „Käptn Peng“ Gwisdek schier unerschöpflich aus sich heraus sprudeln lässt, sondern auch anregende. Der Rap von Käptn Peng entspringt einem unruhigen, offenen Geist, der sich jede Menge großer und kleinerer Fragen stellt. Hier wird nicht geprahlt und nicht gedisst. Dazu kommen die Tentakel von Delphi, eine Band voller Funk und Eigenarten. Alles zusammen hat am Mittwoch, 15. Juli die Halle des poolbar//festivals 2015 zum Zuhören und Ausarten gebracht.

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