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22.02.2014 |  Peter Füssl

Norma Winstone/Klaus Gesing/Glauco Venier: Dance Without Answer

Nach nun schon mehr als zehn Jahre und drei hervorragende Alben andauernder Zusammenarbeit legen die englische Sängerin Norma Winstone, der deutsche Bassklarinettist und Sopransaxophonist Klaus Gesing und der italienische Pianist Glauco Venier mit „Dance Without Answer“ nun wieder ein höchst außergewöhnliches Album fern jeglicher „Great American Songbook“-Tradition vor.

Thematisch gesehen geht es im Großen und Ganzen zwar um Abschiede, aber die drei Protagonisten befinden sich merklich auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Interaktion, inspirieren sich wechselseitig mit einfach-raffinierten Ideen und lassen sich viel Raum zur Entfaltung. Winston lässt sich beim Schreiben ihrer Lyrics zu den Melodien ihrer Mitstreiter oder auch von Ralph Towner gerne von Filmen inspirieren. Denn sie neige dazu, visuell zu denken, erklärt die Sängerin, die mit Fred Neils „Everybody Talking“, Tomas Mendez’ „Cucurrucucu Paloma“ oder Dave Grusins „It Might Be You“ auch Stücke ausgesucht hat, die als Filmmusiken bekannt wurden. Selbst das von Frank Sinatra über Ray Charles und Diana Ross bis Van Morrison dutzende Male gecoverte „Bein’ Green“ ist filmischen Ursprungs und erklang erstmals 1970 von Jim Henson als Kermit der Frosch in der „Muppet Show“ gesungen. Aber auch Songs von Madonna, Nick Drake und Tom Waits oder ein italienischer Kinderreim fügen sich nahtlos in das phantastisch klingende Universum dieses Trios ein, das jede Vorlage in stimmungsvolle Pretiosen verwandeln kann.  
(ECM/Vertrieb: www.lotusrecords.at)

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