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15.02.2014 |  Peter Füssl

Catherine & Wind Duo Art: New Folks

Der mittlerweile auch schon 71-jährige belgische Gitarrist Philip Catherine hat sich vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Dexter Gordon, Stéphane Grappelli, Chet Baker oder Larry Coryell einen hervorragenden Namen in der Jazzwelt erspielt. Seinem Spitznamen „Young Django“, den ihm dereinst kein geringerer als Charles Mingus verpasst hat, wird er auf „New Folks“ wieder einmal mehr als gerecht, wenngleich sein stilistisches Repertoire trotz eines stets spürbaren Hanges zum Swing weit über diesen hinausreicht.

Der seit den 90er Jahren in New York lebende deutsche Kontrabassist Martin Wind erzählt, ein Duo-Album von Catherine und dem legendären Niels-Henning Ørsted Pedersen habe ihn vor dreißig Jahren während seiner Studienzeit zum Jazz gebracht – kein schlechtes Vorzeichen für diese erste Kooperation der beiden, die einen kleinen „Duo Art“-Schwerpunkt des rührigen ACT-Labels eröffnet. Zudem musiziert Wind auch schon seit ewigen Zeiten im Duo mit dem deutschen Gitarristen Ulf Meyer und ist mit diesem Format also bestens vertraut. Philip Catherine zaubert mit der für ihn typischen Relaxtheit und seinem unverwechselbaren lyrischen Gitarrenton stimmungsvolle Improvisationen, die von Martin Wind nicht nur solide und abwechslungsreich begleitet, sondern auch höchst kreativ weitergesponnen werden. Diese virtuosen Dialoge bewegen sich in den vier Catherine- und zwei Wind-Eigenkompositionen ebenso wie in Klassikern von Willard Robison, Dexter Gordon, Oscar Pettiford, Irving Berlin, Hank Jones oder Hoagy Carmichael zwar stets im konventionellen Rahmen, bestechen aber durch ihren Charme, ihre Wärme und eine stets spürbare Freude an der musikalischen Interaktion.
(ACT)

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