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CD-Tipp

Parisien - Peirani - Schaerer - Wollny: Out of Land
CD-Tipp
22.06.2017 Peter Füssl

Wenn ein Label vier seiner hervorragenden Zugpferde zusammenspannt, liegen dieser Idee oft eher Business-Interessen als künstlerische Überlegungen zugrunde - dementsprechend kommt bei sogenannten Supergroups nicht selten nur mit Virtuosität kaschiertes Mittelmaß heraus. Das lässt sich von diesem neuen Quartett wahrlich nicht behaupten, denn der deutsche Pianist Michael Wollny, der Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer, der französische Akkordeonist Vincent Peirani und sein Landsmann Emile Parisien am Sopransaxophon verstehen es, ihre kreativen Kräfte, ihren ungezwungenen Umgang mit Genres und Stilen und ihre Lust am Experimentieren zu bündeln und nochmals zu potenzieren

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Nils Wogram Root 70: Luxury Habits
CD-Tipp
20.06.2017 Peter Füssl

Der in Braunschweig geborene und seit vielen Jahren in Zürich lebende Posaunist Nils Wogram ist einerseits mit der Jazztradition bestens vertraut, gilt andererseits aber auch als legitimer Nachfolger des experimentierfreudigen Albert Mangelsdorff und ist permanent auf der Suche nach neuen musikalischen Wegen – etwa mit dem aus vier Posaunisten bestehenden Vertigo Trombone Quartett oder dem ausschließlich aus Bläsern bestehenden Nils Wogram Septett.

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Chick Corea: The Musician
CD-Tipp
13.06.2017 Peter Füssl

Am 12. Juni feiert mit Armando Anthony „Chick” Corea eine der zentralen Lichtgestalten des zeitgenössischen Jazz ihren 76. Geburtstag, wobei Corea in künstlerischer Hinsicht schon anlässlich seines Siebzigers in ganz großem Stil jubilierte – mit zehn Bands und 46 ausverkauften Konzerten im New Yorker Blue Note-Club. Die Highlights dieser Abende liegen nun in einem 3 CD-Set (für wahre Fans in einer special edition um eine Blu-Ray erweitert) vor und ergeben einen schönen Überblick über einige der wichtigsten Stationen im Schaffen dieses unter anderem mit 22 Grammys dekorierten Komponisten und Ausnahmepianisten.

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Zitronen Püppies: Bambis Rache
CD-Tipp
08.06.2017 Peter Füssl

Mal ehrlich: wann haben Sie zum letzten Mal beim Anhören einer neuen Scheibe unter Außerachtlassens jedes höheren Anspruchs an die eigene Intellektualität völlig unbeschwert herausgelacht? Ich für mich kann diese Frage beantworten: Beim ersten Song des phänomenalen Albums „Bambis Rache“ der Zitronen Püppies aus dem Niederbayerischen Wald.

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Bill Frisell/Thomas Morgan: Small Town
CD-Tipp
06.06.2017 Peter Füssl

Der 65-jährige, mit allen musikalischen Wassern gewaschene Bill Frisell hat im dreißig Jahre jüngeren Kontrabassisten Thomas Morgan den idealen Partner gefunden, um in einem unkonventionellen Duo-Projekt einige mit seiner musikalischen Biographie verbundene Meilensteine abzuklopfen und in einem gänzlich neuen Gewand zu präsentieren.

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Youn Sun Nah: She Moves On
CD-Tipp
01.06.2017 Peter Füssl

Die mittlerweile 47-jährige Sängerin Youn Sun Nah war in ihrer südkoreanischen Heimat ein Musical-Star, ehe sie sich wegen ihres Faibles für das Chanson für zwanzig Jahre in Paris niederließ und von dort aus mit ihrer neuen Liebe, dem Jazz, den ganzen europäischen Kontinent eroberte. Besonders für ihre ACT-Alben „Same Girl“ (2010) und „Lento“(2013), die in vielen Ländern Spitzenpositionen in den Jazz-Charts einnahmen, wurde sie gefeiert und vielfach ausgezeichnet. Nachdem sie in fünf Jahren mehr als 500 Konzerte gegeben hatte, kehrte Youn Sun Nah vor zwei Jahren in ihre Heimat zurück – also back to the roots, um sich anschließend wieder ihrer Reiselust hinzugeben und auf ein ganz neues Abenteuer einzulassen: New York.

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Avishai Cohen: Cross My Palm With Silver
CD-Tipp
30.05.2017 Peter Füssl

Schneidende Schärfe und wohlige Wärme, coole Distanz und emotionale Nähe – die Ausdrucksskala des aus Tel Aviv stammenden, spieltechnisch perfekten Trompeters Avishai Cohen kennt keine Beschränkungen. Dasselbe lässt sich von seinen fünf neuen, bis zu zwölf Minuten langen Eigenkompositionen sagen, die in perfekter Balance zwischen klaren Strukturen und freien Improvisationen pendeln.

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Feist: Pleasure
CD-Tipp
25.05.2017 Peter Füssl

Die Kanadierin Leslie Feist lässt sich von der Musikindustrie nicht vereinnahmen, schon gar nicht treiben. Zwischen ihrem Erfolgsalbum „The Reminder“ und dem Nachfolger „Metals“ lagen vier Jahre, nun ließ sie sich gar sechs Jahre Zeit, um mit „Pleasure“ ein überaus starkes Lebenszeichen zu geben.

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Samantha Crain: You Had Me At Goodbye
CD-Tipp
23.05.2017 Peter Füssl

Ob die Geschichte, Samantha Crain habe die Aufnahmen zu ihrem fünften Album zwischen die Arbeitsschichten in einer Pizzeria eingeschoben, wo sie gejobbt habe, um die Produktionskosten finanzieren zu können, wahr oder gut erfunden ist, ist nicht so wichtig. Jedenfalls passt sie gut zum Image der unkonventionellen 30-jährigen Autodidaktin aus Shawnee/Oklahoma, deren Experimentierfreude und Nonkonformität erfrischend wirken.

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Eric Schaefer: Kyoto mon Amour
CD-Tipp
18.05.2017 Peter Füssl

Der von Hardcore über klassische Perkussion und Jazz bis zur Neuen Musik mit allen musikalischen Wassern gewaschene Schlagzeuger und Komponist Eric Schaefer thematisiert auf seiner neuesten Produktion seine Begeisterung für Asien, vor allem für Japan, das er, wie auch Korea, schon mehrfach besuchte. „Kyoto mon Amour“ wurde von den vielfältigen Eindrücken im Verlauf eines dreimonatigen Studienaufenthaltes in der alten Kaiserstadt inspiriert: Von Zen-Meditationen, Kabuki- und Nō-Theater, alter höfischer Musik, Bergwanderungen und auch von den Kalligraphien des Shodo-Künstlers Shoshu, der auch die Cover-Art beisteuerte.

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Trombone Shorty: Parking Lot Symphony
CD-Tipp
16.05.2017 Peter Füssl

Als Vierjähriger marschierte er in New Orleans mit Posaune bei der Streetparade mit und bekam dafür den Namen „Trombone Shorty“ verpasst, als Achtjähriger trat er - natürlich illegalerweise - mit eigener Band in Clubs auf, er produzierte bei Verve drei Alben und wurde für den Grammy nominiert, war mit Lenny Kravitz, Madonna, den Foo Fighters und den Red Hot Chili Peppers unterwegs, wurde mit 26 im „Down Beat“-Poll zum besten Posaunisten des Jahres gewählt, gastierte fünfmal bei den Obamas im Weißen Haus, schrieb mit dreißig ein preisgekröntes Kinderbuch über seine eigene Lebensgeschichte und landet nun ein Jahr später beim renommierten Blue Note-Label. Troy Andrews ist also alles andere als ein Langweiler und auch kein Kind von Traurigkeit.

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Aimee Mann: Mental Illness
CD-Tipp
11.05.2017 Peter Füssl

Herzerwärmendes Fingerpicking, Lagerfeuer-Schrumm-Schrumm-Gitarre, gefühlvolles Pianoklimpern, wunderbare Gesangsharmonien, emotionsgeladene Streicher – alles so zusammengemischt, dass stets die lässig unterkühlte und gleichzeitig einschmeichelnd zarte Stimme Aimee Manns in den Vordergrund gestellt wird. Man fühlt sich angenehm an die 1970-er Jahre erinnert, etwa an die noch jazzfernen Folk-Alben Joni Mitchells. Aimee Mann lässt damit ihre Indie-Pop-Versuche hinter sich und schließt an ihre eigenen größten Erfolge Ende der 1990-er Jahre und kurz nach der Jahrtausendwende an, etwa die brillante Filmmusik für Paul Thomas Andersons „Magnolia“ oder die Alben „Bachelor No. 2“ und „Lost In Space“.

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Omerzell/Siewert/König: Battleship Euphoria
CD-Tipp
09.05.2017 Peter Füssl

Achtung, dieses Schlachtschiff fährt mit schweren Geschützen auf und macht keine Gefangenen! Am Gefechtsstand stehen der aus dem Bregenzerwald stammende und in Wien lebende Benny Omerzell an Hammondorgel, Fender Rhodes und Piano, Martin Siewert an E- & Bariton-Gitarre, Lapsteel und Electronics sowie Lukas König an Drums und Synthesizer und treiben die exzessivsten Momente ihrer ohnehin schon unorthodoxen Stamm-Bands Kompost 3, Radion oder König Leopold auf die Spitze.

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Tomasz Stanko New York Quartet: December Avenue
CD-Tipp
04.05.2017 Peter Füssl

Das vor vier Jahren veröffentlichte Doppelalbum „Wisława“ zählt im exquisiten Oeuvre des polnischen Trompeters Tomasz Stanko auf ECM zu den absoluten Highlights und dokumentiert gleichzeitig seine Hinwendung zur Jazz-Metropole New York, wo er schon vor zehn Jahren seine Zelte aufgeschlagen hat. Mit „December Avenue“, seiner zwölften Produktion als Bandleader beim renommierten Münchner Label, schreibt Stanko diese Erfolgsgeschichte nun auf eindrucksvolle Weise weiter und setzt dabei wieder auf den wendigen, kubanischstämmigen Pianisten David Virelles und den quirlig-einfühlsamen, superkreativen Drummer Gerald Cleaver.

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Hang em High: Tres Testosterones
CD-Tipp
01.05.2017 Peter Füssl

Der in Bezau lebende Schlagzeuger, Perkussionist und Boomslang Records-Betreiber Alfred Vogel verblüfft seit Jahren mit einer Vielzahl an Projekten und einem enormen Output, wobei das Trio Hang em High eine ganz besondere Rolle in seinem reichhaltigen Oeuvre spielt.

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Kendrick Lamar: Damn
CD-Tipp
27.04.2017 Peter Füssl

Der 29-jährige Kendrick Lamar hat sich mit vier herausragenden Alben, namentlich seinem mit fünf Grammys ausgezeichneten 2015-er Meisterwerk „To Pimp a Butterfly“, längst im Spitzenfeld der Rap-Szene etabliert. Dementsprechend groß ist auch das Interesse an seinem am Karfreitag veröffentlichten neuen Album „DAMN“, das musikalisch vielleicht etwas geradliniger und unprätentiöser daherkommt als das fast schon monströse Meisterwerk, aber dennoch mit musikalischen Raffinessen und Spitzfindigkeiten gespickt ist, die sich einem erst nach mehrmaligem Hören offenbaren.

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Jarvis Cocker – Chilly Gonzales: Room 29
CD-Tipp
25.04.2017 Peter Füssl

Jarvis Cocker, der als Sänger und wichtigster Songschreiber von Pulp Brit-Pop-Geschichte geschrieben hat, und der in Berlin lebende kanadische Pianist Chilly Gonzales – ein unkonventioneller Grenzgänger zwischen Klassik, Jazz, Lounge und Hip-Hop – haben auf dem renommierten Klassiklabel Deutsche Grammophon ein ganz spezielles Konzeptalbum vorgelegt. In einem 16 Songs umfassenden Liedzyklus über den mit einem Stutzflügel ausgestatteten „Room 29“ des legendären Château Marmont Hotel am Sunset Boulevard spüren sie dem Hotel als Quelle von Wünschen und Fantasien, Ort der Sehnsucht, Zuflucht, aber auch der Ernüchterung und des einsamen Todes nach.

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José James: Love In A Time Of Madness
CD-Tipp
18.04.2017 Peter Füssl

Wenn José James erklärt, er wende sich vom Jazz ab, weil er künftig ein größeres Publikum erreichen wolle, ist es gut zu wissen, dass der Mann aus Minneapolis seine Wurzeln ohnehin im Hip-Hop, Soul und Power-Funk-Pop eines Prince hatte, ehe er via John Coltrane die Liebe zum Jazz entdeckte und beispielsweise seiner Säulenheiligen Billie Holiday mit „Yesterday I Had The Blues“ vor zwei Jahren eine unglaublich schöne Hommage widmete.

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Hurray For The Riff Raff: The Navigator
CD-Tipp
13.04.2017 Peter Füssl

Alynda Segarras Lebensgeschichte klingt wie gut erfunden: als Tochter puertoricanischer Eltern wächst sie bei einer Tante in der Bronx auf; hegt frühe Begeisterung für Hardcore Punk; mit 17 haut sie ab, um fortan mittels Trainhoppings ein klassisches Hobo-Leben zu führen und sich die Vereinigten Staaten zu erobern; sie wird Mitglied der alternativen Musikerkommune Dead Man Street Orchestra und gründet 2007 in New Orleans schließlich ihre eigene Band Hurray For The Riff Raff.

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Natalia Mateo: De Profundis
CD-Tipp
11.04.2017 Peter Füssl

„I always went my own road and on my own legs where I had a mind to go“ ließ die aus Polen stammende und in Berlin lebende Sängerin, Komponistin und Bandleaderin Natalia Mateo auf ihrem vor zwei Jahren erschienenen, erstklassigen ACT-Debut „Heart of Darkness“ selbstbewusst verlauten. Dieses Joseph Conrad-Zitat passt ebenso perfekt auf das neue Album, das eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie eigenständig und klischeefrei sich die 34-Jährige im Spannungsfeld von Jazz und Singer-Songwriting bewegt – unterstützt von einer bestens aufeinander eingespielten Band, die unterschiedlichste musikalische Atmosphären zu zaubern und die Ausdruckskraft der unkonventionellen Vokalistin stets ins beste Licht zu rücken versteht.

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