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Ausstellung

„Für mich zählt das Bild hinter dem Bild ...“ - Martin Frommelt und seine Apokalypse
Stefan Kraus präsentiert den neuen Bildband von Martin Frommelt
Ausstellung
19.10.2017 Anita Grüneis

Über 50 Jahre lang hat sich der Liechtensteiner Künstler Martin Frommelt mit der Apokalypse des Johannes beschäftigt. Was daraus alles entstand und wie es entstand, das wurde im TAK in Schaan gezeigt. Im Mittelpunkt stand dabei der neue Bildband zum Thema „Apokalypse“, der von Stefan Kraus, Direktor von Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, zusammengestellt wurde.

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Die Linie als übergreifendes Versuchsfeld - Bignia Wehrli, Lydia Wilhelm, Maureen Kägi im Vaduzer Engländerbau
Bignia Wehrli: Sonnenzirkel - Rhein, von Sargans bis Buchs, 2017 Installationsausschnitt (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
19.10.2017 Karlheinz Pichler

Rund ein Jahr nach ihrem Auftritt im Kunstraum Klingental in Basel haben sich die Schweizer Künstlerinnen Bignia Wehrli, Lydia Wilhelm und Maureen Kägi im Vaduzer Kunstraum Engländerbau erneut zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammengefunden. Dem übergeordneten Thema „on lines“ nähern sie sich dabei aus heterogenen Richtungen an. Linien, aufgefasst als Verbindungen, Grenzen und Schnittstellen, können nicht nur über die Zeichnung und die Malerei, sondern auch akkustisch und über die Bewegung im Raum nachempfunden werden.

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Kleine Veranstalter sind große Gewinner der „Langen Nacht der Museen“
Der Bregenzer Künstler und Grafiker Günter Gruber bereitet den Druck einer Kaltnadelradierung vor (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
10.10.2017 Karlheinz Pichler

Dass vor allem große Kultureinrichtungen in Ballungszentren im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ besuchermäßig voneinander profitieren können, liegt auf der Hand. Schwerer haben es da die kleinen Veranstalter abseits der großen Routen, wie etwa das Museum für Druckgrafik in Rankweil, das Atelier Artquer in Frastanz/Felsenau oder die Artenne in Nenzing. Da sie auf weiter Flur die einzigen Anbieter sind, kommen zwar weniger Leute, dafür bleiben diese viel länger und setzen sich entsprechend intensiver mit dem Dargebotenen auseinander.

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Die neue Garten-Galerie in Heilgard Bertels Atelier Spitzenegg Hohenems – Eröffnung der Ausstellung „Requiem“ am 7. Oktober 2017
Ausstellung
09.10.2017 Peter Niedermair

„Ich will ein Reiter werden.“ Aus dem Kaspar Hauser Lied - Man tut nichts einfach so. Man redet miteinander. Manchmal auch mit sich selbst. Denn die Vielfalt der Meinungen ist auch in jedem einzelnen Menschen vorhanden. Jeder Mensch ist ständig in einem – oft auch kontroversen – Gespräch mit sich selbst. Mit Referenz an Ludwig Wittgenstein und Thomas Bernhard, dessen Literatur Mariella Scherling-Elia, die jetzt gerade, wenn wir hier im Garten vor der neuen Galerie Heilgard Bertels stehen, in Hohenems beerdigt wird, sehr mochte, „Alles was wir sehen, könnte auch anders sein“. Meine frühesten Erinnerungen an meine Kindheit spielen um ein Karussell, bei dem ich auf einem weißen hölzernen Pferd saß, an dessen Hals ich mich festhielt, eine Geschichte, die ein Foto aus diesen Jahren erzählt.

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Wenn Bilder im Doppelpack miteinander korrespondieren - „Dialog #2: Imagination“ im QuadrART Dornbirn
Thomas Hoor: "Susanne sollte sich entscheiden". Öl/Leinwand 2007
Ausstellung
05.10.2017 Karlheinz Pichler

Das vorarlberg museum hat es gleichsam zum Programm erklärt, Werke aus dem Depot der Landessammlung ans Tageslicht zu holen und über Kooperationsausstellungen mit anderen Kunsteinrichtungen im Lande verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine solche Zusammenarbeit hat sich mit dem QuadrART Dornbirn bereits bestens eingespielt. Nach „Dialog #1: Vom Zeigen und Verbergen“ läuft in dem von Uta Belina Waeger und Erhard Witzel privat geführten Kunstraum „QuadrART“ Dornbirn mit „Imagination“ aktuell bereits die zweite Ausgabe dieser Dialogreihe. Regionale Kunstwerke aus dem Bestand des vorarlberg museums werden dabei auserwählten nationalen und internationalen Exponaten aus der Sammlung Witzel gegenübergestellt. Für die Auswahl der KünstlerInnen zeichnet diesmal Galerist Witzel verantwortlich. Seitens des Museums wird die Schau von Ute Denkenberger kuratiert.

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Aus dem Gehen und dem Sehen heraus schaffen - Helen Mirra und Gianni Pettena in Kunst Meran
Gianni Pettena: Human Wall, Ausschnitt (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
31.08.2017 Karlheinz Pichler

Das Südtiroler Ausstellungshaus Kunst Meran zeit mit „Natürliche Architekturen“ des aus Bozen stammenden Gianni Pettena sowie „Gehen, weben“ der US-Amerikanerin Helen Mirra derzeit eine Doppelausstellung zweier Kunstschaffenden, deren Werkergebnisse zwar sehr konträr sind, in deren Werkstrategie es aber durchaus Verbindungslinien gibt. So setzen sich beide mit der Landschaft sowie mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur auseinander, und die Arbeiten beider sind sowohl in den USA als auch im Südtirol entstanden.

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Wenn ein Land mit der Kameralinse seziert wird – Österreichische Fotografie von 1970 bis 2000 in der Albertina Wien
Nikolaus Walter: Aus der Österreichmappe, 1973, Nr. 1
Ausstellung
07.08.2017 Karlheinz Pichler

Wie die Alpenrepublik im Fokus der Linse ihrer eigenen Fotografen aussieht, und inwiefern sich das Bild, das Selbstverständnis und vor allem die Menschen des Landes in Laufe der Zeit gewandelt haben, dem versucht die Fotoausstellung „Österreich. Fotografie 1970 – 2000“ nachzuspüren, die noch bis 8. Oktober in der Albertina in Wien gezeigt wird. An der Schau, die sehr ironische Blicke auf die österreichische Identität wirft und tief in ländliche und städtische Milieus eindringt, sind mit Nikolaus Walter und Gottfried Bechtold auch zwei Vorarlberger Fotokünstler unter den insgesamt 22 Positionen vertreten.

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Die Figur als formales Maß aller Dinge – Herbert Albrecht im Vorarlberg Museum
Herbert Albrecht: Kopf, 2001, afrikanischer Marmor (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
05.08.2017 Karlheinz Pichler

Anlässlich seines 90. Geburtstages und in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien zeigt das Vorarlberg Museum derzeit im Foyer und auf dem Vorplatz des Museums einen Querschnitt durch das skulpturale Schaffen des Vorarlberger Bildhauers Herbert Albrecht. Wobei ganz neue Arbeiten im Zentrum der Präsentation stehen, denen ältere Werke gegenübergestellt werden, um solcherart auf die Spannweite seiner Formalsprache hinzuweisen.

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Alles ist real, auch das Surreale – Christian Ludwig Attersee in der neueröffneten Bregenzer K12-Galerie
Christian Ludwig Attersee: Brautjagd, 2015
Ausstellung
01.08.2017 Karlheinz Pichler

Mit Hermann Nitsch, dessen Werk derzeit in der Kunsthalle Arlberg 1800 in St. Christoph gezeigt wird, und Christian Ludwig Attersee, von dem die von Werner Marxx Bosch neueröffnete Bregenzer K12 Galerie einen Querschnitt neuer Werke präsentiert, sind gegenwärtig zwei Künstler in unserem geografischen Raum präsent, deren Namen eng mit der Entwicklung der österreichischen Avantgarde der Nachkriegszeit verknüpft sind. Der eine, Nitsch, ist als Wiener Aktionist weltbekannt geworden, Attersee wiederum als einer der wichtigsten Vertreter der gegenständlichen Malerei nicht nur Österreichs, sondern international.

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Durch dunkle Räume und dunkle Epochen - Adrián Villar Rojas im Kunsthaus Bregenz
Adrián Villar Rojas: The Theater of Disappearance, 2017, Ausstellungsansicht 3. OG, Kunsthaus Bregenz (Foto: Jörg Baumann, © Adrián Villar Rojas, Kunsthaus Bregenz)
Ausstellung
31.07.2017 Karlheinz Pichler

Der 1980 im argentinischen Rosario geborene Künstler Adrián Villar Rojas ist mit spektakulär großen Skulpturen bekannt geworden. Etwa einem Wal, den er 2009 bei der "Bienal del Fin del Mundo" in Patagonien in einem Wald stranden ließ, der das Publikum in Erstaunen versetzte. Auch im Kunsthaus Bregenz (KUB) hat Rojas mit großer Kelle angerührt. Anhand materialintensiver Installationen zieht er einen Bogen durch die menschliche Kulturgeschichte. Mit Blick auf die Besucherzahl scheint sich der gewaltige Aufwand gelohnt zu haben. Wie Kurator Rudolf Sagmeister betont, hätten nicht wenige Kunstinteressierte die Rojas-Schau sogar zwei oder gar drei Mal besucht. Und viele bedauerten, dass die Schau nicht verlängert werde. Bis Ende Juli haben laut Sagmeister bereits mehr als 25.000 Besucher die Ausstellung gesehen, die den Titel “The Theater of Disappearance” trägt.

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Von der Schwarm-Intelligenz bis zum schwebenden Stein – die Art Bodensee in der neuen Messehalle 11 kommt gut an
Ausstellerstand der Harder Galerie.Z
Ausstellung
23.07.2017 Karlheinz Pichler

Die von Marte.Marte entworfene Messehalle 11 erinnert mit ihren Betonwänden und ihrer pechschwarzen Decke in Form einer Leimbinderkonstruktion architektonisch ein wenig an eine riesige Kunsthalle. Dass hier die ausgestellten Werke deutlich besser zur Geltung kommen als früher, liegt auf der Hand. Das sehen nicht nur die Galeristen so, sondern auch die Besucher der Messe. Die 17. Art Bodensee kommt gut an, auch wenn es trotzdem einiges zu kritisieren gibt.

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„Stoffliches“ von Albrecht Zauner und mehr ... - Zwei Sonderausstellungen in der Juppenwerkstatt Riefensberg
Im Außenraum der Juppenwerkstatt erhebt sich eine weiße, flache, dreiteilige Skulptur von Albrecht Zauner
Ausstellung
21.07.2017 Christina Porod

Mit viel Liebe zum Detail wird in Riefensberg geglästet, gefältelt, genäht und gestickt, denn in der Juppenwerkstatt entsteht bekanntlich noch immer das traditionelle Wälderkleid – d´Jûppô. Das ist aber längst nicht alles, wofür im ehemaligen Gasthaus Krone Zeit und Leidenschaft investiert werden. Immer wieder finden spannende, lehrreiche Kurse oder informative und sehenswerte Ausstellungen statt. Aktuell sind zwei Sonderausstellungen zu sehen: „bewahren und erneuern. Bregenzerwälder Frauen- und Männertrachten“ sowie „Stoffliches. Albrecht Zauner Skulpturen und Zeichnungen“

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Monochrome, beschauliche Gegenwelten – „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck im Kunstraum Dornbirn
Hans Op de Beeck: The Pond Room (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
19.07.2017 Karlheinz Pichler

Ganz in Grau gibt sich derzeit der Kunstraum Dornbirn. Der artifizielle Teich mit den Seerosen aus Gips, auf dessen gläsernem Wasser sich die Fenster der Montagehalle spiegeln, die Chesterfield-Sofas, die Gesteinsbrocken, der Kies, mit der der Kunstraum aufgeschüttet wurde, selbst das Geräteschuppen-artige Häuschen, in dem die Videofilme abgespielt werden, ist mit einem grauen Farbanstrich überzogen. Die Installation „The Pond Room“ von Hans Op de Beeck erscheint wie ein monochromes Gemälde. Einzig die rosa Kirschblüten aus Stoff auf den Bäumchen entlang des Teichens setzen einige lyrische Farbtupfen in den Raum.

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„Farbe und Ton“ – Gerhard Mangold und Mario Meusburger im Alten Bad Pfäfers
Gerhard Mangold, Bad Ragaz
Ausstellung
06.07.2017 Peter Niedermair

Bis zum Bahnhof Bad Ragaz fährt man von Bregenz aus eine gute Stunde, mit dem Zug zwei. Dort steigt man in einen stündlich verkehrenden Bus, der entlang der Tamina, die durch ein schmales, enges Tal führt, über das sich an einer Stelle etwa zur Hälfte des Weges weit oberhalb der Schlucht die in diesem Jahr eröffnete, mit einer Weite von 260 Metern größte Bogenbrücke der Schweiz spannt. Ziel ist das Alte Bad Pfäfers, dessen Geschichte um 1240 begann, als zwei Jäger eine 36,5 Grad warme Quelle entdeckten, in der man bald eine heilende Wirkung erkannte. Hoch über dem Fluss wurden bald darauf Gästehäuser in den Felswänden gebaut. Den Ruhm der Therme jedoch begründete ein Gutachten des berühmten Naturforschers, Arztes und Philosophen Theophrastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus, der 1535 an der Kurstätte weilte. Im 17. Jh. wurde das Wasser mit Holzleitungen an den heutigen Ort geführt. 1838 nach Auflösung der Benediktinerabtei Pfäfers gingen Quelle und Badehäuser in das Eigentum des Kantons St. Gallen über. 1839 wurde die Schlucht mit der oben erwähnten Straße erschlossen. Ab 1840 führte man das Thermalwasser nach Ragaz, wo der Weltkurort Bad Ragaz entstand. Zwischen 1983 und 1995 wurde das Badgebäude umfassend restauriert, heute ist es ein beeindruckender Natur- und Kulturort mit überregionaler Ausstrahlung. Das Alte Bad Pfäfers ist ein Stück weit auch ein eindrückliches Modell, wie man mit historischem Bauerbe kulturpolitisch sensibel umgehen kann.

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Dem Riedmiller auf die Nase steigen - Simon Kindle in der Galerie allerArt, Bludenz
Elemente der Stadtgeschichte Bludenz dienen als Klettergriffe
Ausstellung
30.06.2017 Karlheinz Pichler

„Klettern“ lautet das Stichwort zur aktuellen Ausstellung in der Bludenzer Galerie allerArt. Unter dem Titel „Follow-up“ wird in dem in der Remise untergebrachten Kunstraum derzeit ein Vernetzungsprojekt des 1983 im liechtensteinischen Balzers geborenen und heute in Luzern lebenden und arbeitenden Künstlers Simon Kindle gezeigt, das die Besucher sprichwörtlich dazu verleiten soll, die Wände hochzugehen.

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Entblättert durch den Nadelwald – Situativ-schräge Nacktheiten von Nikolaus Walter im milk_ressort Göfis
Nikolaus Walter: "Die Zwerge", Ungarischer Grenzverkauf, 2016
Ausstellung
25.06.2017 Karlheinz Pichler

Der Franzose Henri Cartier-Bresson, der zu den größten Fotografen des 20. Jahrhunderts zählt, meinte einmal sinngemäß, dass ein Foto dann gut sei, wenn man es länger als eine Sekunde anschaue. Nimmt man dieses Statement als Maßstab für die Arbeiten des Feldkircher Fotografen Nikolaus Walter, so müsste man permant den Hut vor ihm ziehen. Denn die alltäglichen Absurditäten, situativen Komiken und kleinen menschlichen Tragödien und Dramen, die sich in seinen Schwarz-Weiß-Fotografien abspielen, lassen jeden Betrachter innehalten und verweilen. In seiner aktuellen Ausstellung „nackt“ im Göfner milk_ressort, sind es mehr oder weniger zufällige oder beabsichtigte Nacktheiten, die Walter in den Jahrzehnten seines Schaffens vor die Linse geraten sind und ihre jeweils ganz speziellen (Bild)Geschichten erzählen.

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„ … und so den Raum betrat, auf 47stem Breitengrad ...“ - vom Fundstück zum Kunststück in der Artenne Nenzing
Nita Tandon: "Automat" (Betonabguss)
Ausstellung
22.06.2017 Jonas Berkmann

Gegenstände, Objekte, Formen und Strukturen aus dem alltäglichen Umfeld, der Industrie oder der Natur sind es, die den Ausgangspunkt der Ausstellung „ … und so den Raum betrat, auf 47stem Breitengrad ...“ in der Artenne Nenzing bezeichnen. Die teilnehmenden KünstlerInnen zeigen, wie Gefundenes und Gewöhnliches durch künstlerische Eingriffe und Erfindungsgabe aus seiner ursprünglichen Bedeutung herausgelöst und in die Ebene der Kunst transformiert wird.

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Vom Begreifen zum Verstehen – Die Galerie in der Poststelle Hirschbühl zeigt in einer Doppelausstellung Tiefdrucke von Melanie Berlinger und neue Skulpturen aus Holz von WolfGeorg und Uwe Filzmoser
Melanie Berlinger, Die Hand und ihre künstlerische Obliegenheit: Aquatinta und Stichätzung auf Tiefdruckkarton, 2017 (In Anlehnung an den Essay von Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.")
Ausstellung
12.06.2017 Peter Niedermair

Die Galerie in der Poststelle Hirschbühl am Dorfplatz in Schwarzenberg zeigt vom 10. bis 25. Juni 2017 in einer Doppelausstellung Tiefdrucke von Melanie Berlinger und neue Skulpturen aus Holz von WolfGeorg und Uwe Filzmoser, die in der Werkstatt ARTquer von Erika Lutz entstanden sind. Berlinger stellt in ihren Druckgraphiken Vergrößerungen von Naturobjekten dar, Insekten und anderes winzig Getier, oftmals Fundstücke, die sie von Spaziergängen mitbringt. Im Tiefdruck, einer Technik aus dem 15. Jahrhundert, werden diese faszinierenden Geschöpfe detailgenau wiedergegeben. Auf den Blättern bestechen die Insekten dann, losgelöst von ihrem natürlichen Kontext und überdimensioniert abgebildet insbesondere durch die mikroskopisch geschärften Konturen. Franz Kafka, wäre er an diesem Freitagabend, 9. Juni, anlässlich der Eröffnung bei der Hirschbühl gewesen, hätte vermutlich nicht nur „die Verwandlung“ etwas anders geschrieben, sondern sich auch gedacht, Hilfe komme doch eher aus Schwarzenberg denn aus Bregenz. Auch Günter Grass hätte seine literarischen Insekten nicht bei Steidl in Göttingen sondern bei Melanie Berlinger drucken lassen. Wie bei Berlinger, so stehen auch die neuen Holzobjekte der ARTquer Künstler für Erzählungen, die zunächst faszinieren und staunend machen, sie wirken mitunter grotesk, gar bizarr und verweisen auf die Vielfalt und Einzigartigkeit jener Lebewesen, von denen es so zahllos viele gibt, dass wir mitunter achtlos auf sie treten, aus Angst, Gleichgültigkeit oder Arroganz. Die ARTquer Künstler erweitern den Kunstbegriff und stellen indirekt Fragen wie, wer denn ein Künstler sei; sie stehen per se für Inklusion und Akzeptanz der Vielfalt von Menschen. Mit diesen jungen Künstlern, ihrer faszinierenden kreativen Energie, ihrem gewieften Humor und ihrer Kunst, die sie so charmant präsentieren, begreifen und verstehen wir die großen Bögen der menschlichen Existenz, vom Herz, zur Hand, zum Hirn, in einem fort auf einem Karussell, wie Kunst im Kreisverkehr. Spinnen, die überdimensioniert groß in ein Eckfenster der Galerie gehängt sind, „bewachen das Haus und beschützen die Bewohner“, wie WolfGeorg plausibel zu berichten weiß. Margarete Müller aus Bregenz spielte bei der Eröffnung Akkordeon und sang wunderbare Lieder, denen die sehr zahlreich erschienen Gäste aufmerksam zuhörten.

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Akzente setzen - Kunstankäufe des Landes in der Bludenzer Galerie allerArt
Wolfgang Bender: R.E.G.A.L. ( L-version ), sideways, 2017
Ausstellung
26.05.2017 Karlheinz Pichler

Claudia Voit und Peter Niedermair sind von der Landesregierung für drei Jahre als Ankaufsbevollmächtigte der Kunstkommission bestellt worden. Sie haben die Sammlung des Landes im vergangenen Jahr erweitert, ergänzt und vervollständigt. In Kooperation mit dem vorarlberg museum und der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg zeigt die Galerie allerArt in Bludenz noch bis 11. Juni, wie die Kunstankäufer das zur Verfügung gestandene Budget von € 90.000,- investiert haben.

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Das wahre Kapital steckt in der Kreativität - "Who Pays?" im Kunstmuseum Liechtenstein
RELAX (Chiarenza & Hauser & Co: "Who Pays?", 2006, Leuchtstoffröhren und Metallrahmen. (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
25.04.2017 Karlheinz Pichler

Ausgehend von der legendären Beuys'schen Gleichung „Kunst = Kapital“ versucht die aktuelle Ausstellung „Who Pays?“ im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz anhand von 16 Statements den sich verändernden Geld- und Kapitalvorstellungen und einem damit einhergehenden Wandel von Bedeutungen und Werten auf den Grund zu gehen.

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