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Collection for Letzte Kritiken

Der Blumenegger Sommer ist eröffnet
Bei Prachtwetter wurde am vergangenen Sonntag in den Park der Villa Falkenhorst geladen und man fühlte sich zurückversetzt in jene Zeiten, als hier der schottische Adel residierte und durch die privaten Gärten flanierte. Mit ausgeliehenen Strohhüten bestückt zählte man sich als Besucher nun selbst ein wenig zu jener illustren Runde, wandelte durch den seit 1. Juli eröffneten Skulpturenpark mit Werken von Albrecht Zauner und suchte sich ein schattiges Plätzchen mit Blick auf die Bühne, auf der um 17 Uhr die Salonkapelle Tafelspitz erwartet wurde.
Fröhliche Heiterkeit und leidenschaftliche Gefühle – das Ensemble Lago di Costanza stellte sich mit einem inspirierenden Konzert vor
Im schönen Ambiente der Abtei Mariastern-Gwiggen in Hohenweiler startete die Violinistin Editha Fetz eine eigene Konzertreihe. Unter der Leitung von Marc Kissóczy musizierte das neu formierte Ensemble di Lago Costanza Werke, die nicht jeden Tag zu hören sind. Die klangsinnlichen Kompositionen von Ottorino Respighi und Ermanno Wolf-Ferrari und die stringenten Werkdeutungen verströmten eine eindringliche Wirkung. Im Mittelpunkt stand die Sopranistin Sabine Winter. Sie gestaltete Respighis dramatisches Orchesterlied „Il Tramonto“ leidenschaftlich bewegt.
Andrew Bird: Inside Problems
Im 2019er-Album „My Finest Work Yet“ beschäftigte er sich im Gefolge des Wahlsiegs von Donald Trump und der Spaltung der US-Gesellschaft in niemals oberflächlich politischen, sondern ambivalenten Texten mit dem Wesen des Despotismus, mit Apathie und Widerstand und mit politischer Brandstiftung in Zeiten grassierender Charakterlosigkeit. 2020 veröffentlichte er unter dem Titel „Hark!“ ein völlig aus der Reihe tanzendes Christmas-Album mit von Covid inspirierten Weihnachtsliedern, winterlichen Versionen von John Prines „Souvenirs“ oder John Cales „Andalucia“ und einem zur Geige gepfiffenen Schubert-Stück. 2021 tauchte er dann mit seinem Langzeit-Kumpel Jimbo Mathus von den Squirrel Nut Zippers stilistisch tief in traditionelle Country-, Bluegrass-, Folk- und Blues-Gefilde ab, um nun mit seinem 15. Soloalbum „Inside Problems“ wieder aufzutauchen und ganz andere Wege zu beschreiten.
Werkstatt Geschichte Bregenzerwald – wie weiter?
Nachdem die Werkstatt Geschichte im Bregenzerwald seit fast einem Jahr im Rahmen eines Leader-Kleinprojektes gefördert wird und auch schon mit Veranstaltungen in die Öffentlichkeit ging, fand nun am 22. Juni ein Vernetzungstreffen mit Gedächtnisinstitutionen im Bregenzerwald statt, um diesen das Konzept vorzustellen. Wie nun weiter?
KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee
Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte Mitarbeiter:innen zu finden.
Gerd Menia: „verwoben“ – Ausstellung in Schwarzach
Im Foyer der IMA Schelling Austria in der Gebhard-Schwärzler-Str. 34 in Schwarzach stellt Gerd Menia neue Großformate und kleinere Akte aus. Der 1961 in Hard geborene Künstler lebt in Hard und arbeitet in einem großen, geräumigen, nordwestbelichteten Atelier, das er auch als Ausstellungsraum nutzt. Hier entstand die Serie „verwoben“, die er in einen kultur- und kunsthistorischen Kontext stellt: „Mono no Aware“ – eine „japanische Redewendung für das Bewusstsein der Vergänglichkeit oder auch für die Seele der Dinge“.
„immer wenn ich falle: Klippenspringerin" – Uraufführung des Stückes von Raoul Eisele im Rahmen des Kosmodroms im Theater Kosmos
Im Theater Kosmos hatte die „Klippenspringerin“, ein Stück von Raoul Eisele, gestern Abend Premiere. Heute Freitag und morgen Samstag, 1. und 2. Juli, treten in der vortrefflichen Inszenierung, Regie Michaela Vogel, die drei exzellent agierenden Schauspielerinnen Laura Dittmann, Kaija Ledergerber und Maria Strauss nochmals auf die Bühne. Der Besuch der 60-minütigen Inszenierung mit dramatischem Tiefgang in der Kosmodrom Reihe lohnt den Weg ins Theater.
Der beste Film aller Zeiten
Nicht der erste Film, der das Showbusiness auf die Schaufel nimmt, aber eine kühl auf das Wesentliche (Eitelkeiten!) reduzierte Parodie wie diese wird auch nicht alle Tage produziert. Mit Antonio Banderas als ein von sich eingenommener Geck und Penelope Cruz als herrlich exaltierte Star-Regisseurin, die für ihr jüngstes Werk probt: für den besten Film aller Zeiten.
Aktuell in den Filmclubs (1.7. - 7.7. 2022)
In Hard wird an diesem Wochenende open air am Bodenseeufer unter anderem Paul Thomas Andersons fulminante Teenager-Geschichte „Licorice Pizza" gezeigt. Beim Filmforum Bregenz steht dagegen die feinfühlige argentinische Tragikomödie „Das letzte Geschenk - El último traje" auf dem Programm.
Charles Lloyd Trios: Chapel
Während sich die meisten Menschen im neunten Lebensjahrzehnt längst geruhsam auf das Altenteil zurückgezogen haben, erfährt Charles Lloyd einen Kreativitätsschub nach dem anderen. Nach den exzellenten Produktionen „8: Kindred Spirits“ und „Tone Poem“ plant der 84-Jährige heuer nun innerhalb von vier Monaten drei Alben in drei unterschiedlichen Trio-Besetzungen zu veröffentlichen. Den Schlusspunkt wird Ende Oktober „Trios: Sacred Thread“ mit Gitarrist Julian Lage und Tabla-Virtuose Zakir Hussain setzen, Ende August erscheint „Trios: Ocean“ mit Gitarrist Anthony Wilson und Pianist Gerald Clayton, und Ende Juni hat „Trios: Chapel“ den von Lloyd als „Trio of Trios“ bezeichneten Reigen eröffnet. „Chapel“ verweist auf die Elizabeth Huth Coates Chapel an der Southwest School of Art in San Antonio/Texas, wo Charles Lloyd den ersten Auftritt dieses formidablen Trios mit Gitarrist Bill Frisell und Kontrabassist Thomas Morgan live mitschneiden ließ.
Interpretation zeitgenössischer Musik als kreativen Akt wertschätzen – der Vorarlberger Kulturpreis 2022 stellt sieben Musiker:innen in den Mittelpunkt
Bereits zum achten Mal loben die Dornbirner Sparkasse und das Casino Bregenz in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem ORF den Vorarlberger Kulturpreis aus. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis sowie zwei Förderpreise (2.500 Euro) gehen nach einem aufwendigen Nominierungsverfahren an Künstler:innen, deren hohes Potential wertgeschätzt und weiter gefördert werden soll. In jedem Jahr werden Kunstschaffende aus unterschiedlichen Sparten vor den Vorhang geholt, im Herbst steht die Interpretation zeitgenössischer Musik im Mittelpunkt des Interesses. Die Initiatoren und Organisatoren Martin Jäger, Markus Klement, Bernhard Moosbrugger und Winfried Nussbaummüller gaben in der Stadtbibliothek Dornbirn die Namen der sieben Nominierten bekannt. Hanna Bachmann, Raphael Brunner, Nikolaus Feinig, Matthias Kessler, Paul Moosbrugger, Guy Speyers und Monica Tarcsay erhalten eine Carte blanche für das Auswahlverfahren, das im September im ORF Funkhaus über die Bühne gehen wird.
Neuer Preis für junge Dramatiker:innen
Das Bregenzer Theater Kosmos schreibt einen neuen Preis für junge Dramatiker:innen aus: der „Ingo & Ingeborg Springenschmid Preis“. Damit soll ein neuer Impuls für jüngere Autor:innen gesetzt werden.
Zeitgenössisches Theater an ungewöhnlichen Orten. Brigitte Walks „WO BIS DU. Places to share in Lustenau“
In diesem aktuellen Community Art Stück und Tanztheaterprojekt im Freien auf Straßen und Plätzen in Lustenau begibt sich das Ensemble des walktanztheaters auf die Suche nach unscheinbaren, alltäglichen Orten, die durch die Hintergrundrecherchen auf ihre Eigenheiten und auch Besonderheiten untersucht werden.
Rendezvous mit Schubertwerken – Musiker:innen rund um die Familie Barenboim boten zwar gute Unterhaltung, doch der Funke sprang nicht so recht über
Zum Abschluss der Junikonzerte bei der Schubertiade Schwarzenberg musizierte ein hochkarätig besetztes Quintett. Neben Michael Barenboim (Violine) musizierten Yulia Deyneka (Viola), Kian Soltani (Violoncello) sowie Nabil Shehata (Kontrabass) und die Pianistin Elena Bashkirova. Das reine Schubertprogramm mit früher Kammermusik sowie berühmten Werken, wie die „Arpeggione-Sonate“ und das „Forellenquintett“, bot zwar Abwechslung und eine gute Unterhaltung, doch die hohen Erwartungen an die renommierten Musiker:innen und ihre Werkdeutungen wurden enttäuscht.
Wienerschnitzel im Dreivierteltakt - umjubeltes Thomas Bernhard-Stück „Das Kalkwerk“ als österreichische Erstaufführung im Theater Kosmos
1970 erschien Thomas Bernhards Roman „Das Kalkwerk“ und machte den Autor erstmals einer breiteren Leserschaft bekannt. Es erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Passion, von Konrad, der seit Jahren verbissen an einer Studie über das menschliche Gehör arbeitet, es aber nicht schafft, sie in Worte zu fassen und aufs Papier zu bringen. Seine gelähmte Frau benutzt er als Versuchskaninchen und um ungestörter arbeiten zu können nehmen beide Quartier in einem stillgelegten Kalkwerk. Zunehmend entwickelt sich Konrads Passion zu einer immer zerstörerischen Obsession. Selbst ein Getriebener und von seiner Obsession Gequälter, quält er auch seine Frau stundenlang mit immer denselben Worten, denselben Lauten und kratzenden Geräuschen. Zornig projiziert er sein Scheitern, seine Unfähigkeit auf seine Umgebung, auf seine Frau und so kommt es unausweichlich zum tödlichen Eklat.
locart „3 x 12": Drei Stipendiat:innen sind glücklich über je 12.000 Euro
Für das vom Verein locart initiierte Pilotprojekt „3 x 12" zur Sicherung des künstlerischen Grundeinkommens haben sich 45 Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen um die drei Jahresstipendien beworben. Am 21. Juni hat das Los entschieden, und ab Herbst werden Gabriele Bösch, Natalie Fend und Peter Wehinger ein Jahr lang ein künstlerisches Grundeinkommen erhalten.
Die Juli/August-Ausgabe der KULTUR ist soeben erschienen und enthält unter anderem folgende Themen:
Elvis
„Elvis" ist ein opulenter Bilderreigen, inszeniert wie eine große Party, auch wenn deren Gastgeber zu früh stirbt. Baz Luhrmann („Moulin Rouge") erzählt von der Strahlkraft seines Helden, die ausgerechnet sein Manager Colonel Parker (Tom Hanks) einzugrenzen versucht. Die Geschichte des King of Rock'n'Roll, erzählt von seinem Förderer, der schließlich zu seinem Feind wurde.
Vorstellung der kommenden Saison der Bregenzer Meisterkonzerte
In der am 23. Juni abgehaltenen Pressekonferenz der Bregenzer Meisterkonzerte wurde vom Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz die kommende Saison der seit nunmehr über 35 Jahren bestehenden Konzertreihe in Bregenz präsentiert. Heuer und im kommenden Jahr soll mit dem vielfältigen Programm vermehrt auch junges Publikum angesprochen und im Festspielhaus begrüßt werden.
Das Austausch-Projekt: Eine Videoarbeit und die Couch im blauen Koffer - Ausstellung im Kunstraum DWDS in Bregenz
Im Projekt Künstler:innen-Austausch umfasst das Stipendienangebot des Landes Vorarlberg auch eine Kooperation mit der Organisation Hangar.org in Barcelona. Selina Reiterer und Janine Maria Schneider verbringen im laufenden Jahr zwei Monate in Barcelona, während zwei Kunstschaffende aus Barcelona Maria Alcaide und Ely Daou zwei Monate nach Bregenz gekommen sind. Am gestrigen Mittwoch, 22. Juni wurde ihre Ausstellung „Was wäre, wenn“ im Kunstraum DWDS in Bregenz von Kirsten Helfrich eröffnet. Sie ist bis einschließlich Sonntag, 26. Juni täglich von 17.00 bis 19.30 Uhr zu sehen. Maria Alcaide und Ely Daou sind während der Öffnungszeiten anwesend und für Gespräche bereit.
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