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Kritiken

Livekonzert von Bukahara zur Eröffnung der Schaffarei
Festivalstimmung zur Eröffnung der Schaffarei
Musik / Konzert
12.09.2021 Peter Ionian

Seit Donnerstag wird in Feldkirch die Schaffarei, das Haus der Arbeitskultur, feierlich eröffnet mit drei Tagen Programm. Am gestrigen Samstagabend fand das Finale dieses Eröffnungsreigens statt, mit einer Theateraufführung und Live-Konzerten.

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Atmen bis zur Atemlosigkeit – tanz ist exceptional präsentiert Simon Mayers Solo-Performance „Being Moved”
Simon Mayer in seiner Solo-Performance "Being Moved": Was in Ekstase endete ... (alle Fotos: Niklas Koch/Spielboden)
Tanz
12.09.2021 Peter Füssl

Der Oberösterreicher Simon Mayer gehört zu den gern gesehenen Gästen bei Günter Marinellis tanz ist Festival. Mit „SunBengSitting“ (2014) und „Sons of Sissy“ (2015) präsentierte er am Dornbirner Spielboden bereits zwei äußerst erfolgreiche Produktionen im Spannungsfeld von alpenländischer Tradition, Brauchtum und zeitgenössischem Tanz – eine sehr spezielle, zum Teil auch witzige Art getanzter Identitätssuche. Dort ließ Mayer nun auch sein Solo-Projekt „Being Moved“, das letztes Jahr in Belgien Premiere feierte, anschließend auch im Wiener Brut gezeigt wurde, dann aber durch die Pandemie bedingt nicht mehr aufgeführt wurde, wiederauferstehen. Ein effektvoll reduziertes Werk, das den Zusammenhang von Atmung und Bewegung in den Mittelpunkt stellt und dafür schamanistische Techniken verwendet.

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„Das Leben und Sterben des Julius Cäsar“ im TAK – In den Sand gesetzt
Die ehrenwerten Männer um Cäsar und ihre Machtspiele im Sand
Theater
12.09.2021 Anita Grüneis

Kaum ein römischer Staatsmann ist heute noch so berühmt wie Julius Cäsar. Er herrschte über das römische Imperium, eroberte das heutige Frankreich, hatte eine Affäre mit der ägyptischen Königin Kleopatra - und sagte über sich selbst: „Veni, vidi, vici“ („Ich kam, ich sah, ich siegte“). William Shakespeare hat ihm das Stück „The tragedy of Julius Caesar“ geschrieben, der Autor und Übersetzer Helmut Krausser hat davon eine konzentrierte Fassung erarbeitet, Oliver Vorwerk inszenierte dieses modernisierte Werk im TAK zur Saisoneröffnung. 

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Eisele, Huneck & Zandl in einer Vorpremiere mit „Sawdust Symphony“ im Freudenhaus Lustenau
Die Drei in Aktion: Kreative Schaffarei ©Jona Harnischmacher
Kritiken
10.09.2021 Peter Niedermair

Die gestrige Circus Performance in der taufrischen Tradition der Magie Nouvelle hält das faszinierte Freudenhaus Publikum, unter denen etliche 10-Jährige und ältere Besucher:innen waren, 60 Minuten auf Trab. Wir staunen über die theatralische Wunderkammer des neuen Circus. Dieser phantastische Bilderbogen ereignet sich in rhythmisiert wechselnden Tempi als play within the play auf einer raffiniert gebretterten Bühne, die schier unendlich viele Spielmöglichkeiten und Luken öffnet.

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Stillwater – Gegen jeden Verdacht
Damons brisante Figur dürfte in sein Heimatland zurückstrahlen.
Film / Kino
10.09.2021 Gunnar Landsgesell

Ein Arbeiter aus dem Dustbowl von Oklahoma (Matt Damon) fährt nach Marseille, wo seine Tochter wegen Mordes im Gefängnis sitzt. Sie beteuert ihre Unschuld, ihr Vater will sie beweisen. Regisseur Tom McCarthy ist ein Thriller gelungen, der seine Spannungsbögen ganz ohne Actionszenen äußerst raffiniert ausbreitet. Beeindruckend dicht werden Fragen der Schuld, der Wahrheit, aber auch der Rolle von Lebensentwürfen gestellt.

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Aktuell in den Filmclubs (10.9. - 16.9. 2021)
Bad Luck Banging or Loony Porn
Film / Kino
09.09.2021 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche mit dem rumänischen Spielfilm "Bad Luck Banging or Loony Porn" den Sieger der heurigen (virtuellen) Berlinale. Die LeinwandLounge in der Remise Bludenz startet nach der Sommerpause mit dem spanischen Feelgood-Movie "Rosas Hochzeit" in die neue Saison.

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Von Internet-Trollen und verunsicherten Frauen
Literatur
09.09.2021 Raffaela Rudigier

Der neue Roman „Die Nachricht“ von Doris Knecht ist ein „Pageturner“: spannende Story, aktuelles Thema, rasant geschrieben, gute Lektüre. Die Wahl-Wienerin und ursprünglich aus Vorarlberg stammende Autorin beweist einmal mehr, dass sie ihr Handwerk beherrscht. Der cineastische Roman hat die Spannung eines Krimis und erzählt gleichzeitig von der langsamen Veränderung seiner Hauptfiguren wie ein klassischer Entwicklungsroman.

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KUU!: artificial sheep
CD-Tipp
09.09.2021 Peter Füssl

„It’s easier to believe fiction than real life“ lautet die erste Zeile des sechs Minuten lang nervös dahinpreschenden Openers „Crimes That Bring Me Joy“ – und das darf man ruhig als programmatisch verstehen. Der Albumtitel „artificial sheep“ verweist auf den 1968 erschienen Roman „Do Androids Dream of Electric Sheep?” des genialen US-Science Fiction-Autors Philip K. Dick. Das Quartett KUU! wollte die Texte des neuen Albums zwar ohnehin dystopisch anlegen, die Vorgänge um die das gewohnte Leben abrupt ins Wanken bringende Corona-Pandemie machten Themen wie Machtausübung, das Implementieren von Ängsten, Zwang, Kontrolle, Überwachung, Infragestellen von gewohnten Rechten einerseits und Misstrauen, Paranoia, Verschwörungstheorien, Fake-News anderseits aber mit einem Mal alltagstauglich und sorgten für Verunsicherung.

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„lost space“ Ausstellung in der Dornbirner Gewölbegalerie – „Kleiner Luger“
Gewölbegalerie im Kleinen Luger, Dornbirn, Riedgasse 6, © Georg Vith
Ausstellung
08.09.2021 Peter Niedermair

Unter den vielen sehenswerten Exponaten in dieser am 7. September 2021 eröffneten Ausstellung in der temporären Galerie im Kleinen Luger, in der Riedgasse 6 in Dornbirn, zählen vier kleinformatige 15x15 cm Tusche-Buntstift Arbeiten zu „Hölderlins Gedichten aus dem Turm, Frühling, Sommer, Herbst, Winter“ von Georg Vith. In „Hälfte des Lebens: Mit gelben Birnen hänget und voll mit wilden Rosen. ... Weh mir, wo nehm' ich, wenn. Es Winter ist, die Blumen, und wo. Den Sonnenschein“, 1804 im Tübinger Turm entstanden, geht es nur an der Oberfläche um sentimental-romantische Naturgefühle, wenn auch der Anfang einem klassischen Naturgedicht ähnlich ist. Der Text repräsentiert bei Friedrich Hölderlin, ebenso wie bei Goethe und Schiller, eine spätpolitische Sehnsuchtshoffnung, die durch den enttäuschenden Verlauf der Französischen Revolution nach 1789 entstanden war. Dieses an sich merkwürdige Hölderlin Gedicht in seiner poetischen Wortmelodie notiert in der künstlerischen Übertragung in Georg Viths künstlerische Formensprache, unter den von sechs rechteckigen abstrakten Buntstiftkompositionen verdeckten Hölderlinschen Textfragmenten, die im ursprünglichen Lyrik-Untergrund unlesbar bleiben.

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Gemischter Satz: Die 15. Liechtensteiner Literaturtage sind eröffnet
Anya Schutzbach sprach über das Verhältnis zwischen LektorInnen und AutorInnen
Literatur
03.09.2021 Anita Grüneis

«Gemischter Satz» heißt das Programm der 15. Liechtensteiner Literaturtage. Der Titel bezieht sich auf das Spannungsfeld von AutorIn und Verlag. An drei Tagen lesen im Literaturhaus in Schaan mehrere AutorInnen aus ihren Werken, dazu ist mit «Steiner» eine musikalische Erzählung zu erleben, bei der die Texte von Roman Banzer mit Werner Hasler am Bass und Wilfried Marxer an der Gitarre musikalisch auf die Bühne gebracht werden. Bei der Eröffnung sprach Anya Schutzbach zum Thema «Betriebsverhältnis» zwischen Verlag/LektorIn und AutorIn. Zudem zeigte Helena Becker mit der Ausstellung «Rußige Brennstäbe» ihre Papierschnitte, die sie in den letzten drei Jahren geschaffen hat.

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