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Kritiken

Aktuell in den Filmclubs (2.8. - 8.8. 2019)
Kill Billy
Film / Kino
01.08.2019 Walter Gasperi

Unter anderem zwei Komödien zeigen die Filmclubs diese Woche: Beim Open-Air in Egg steht die norwegisch-schwedische Produktion "Kill Billy" auf dem Programm, beim FKC Dornbirn die österreichische "Kaviar", mit der die Ibiza-Affäre geradezu prophetisch vorweggenommen wurde.

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Kunst, der man en passant begegnet – Die Galerie Vor-Ort in Altach ermöglicht 24 Stunden am Tag den Blick auf Kunst
Papierstein von Hannes Ludescher in der Galerie Vor-Ort (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
01.08.2019 Karlheinz Pichler

Mit Wasseraquarellen und Papiersteinen von Hannes Ludescher ist am Dienstagabend (30.7.) mit der Galerie Vor-Ort in Altach am Alteichweg ein neuer Ort für Kunst offiziell eröffnet worden. Das Besondere an der Galerie ist, dass sie sich in einem Container befindet, der vor dem Wohnhaus der Künstlerin Verena Leija direkt am Wegesrand steht und das ganze Jahr über 24 Stunden täglich für jedermann und jedefrau den Blick auf Vorarlberger Gegenwartskunst frei gibt.

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Leberkäsjunkie
Der Hund, das Kind, das Essen und dazwischen der Leberkäsjunkie: Das sind auch einige der Ingredienzien der Krimikomödie, die derb zubereitet ist, aber dennoch ein bisschen zu gut geschmiert wirkt.
Film / Kino
31.07.2019 Gunnar Landsgesell

Die mittlerweile sechste, routiniert ins Bild gesetzte Verfilmung der Rita-Falk-Krimikomödien nach Titeln wie "Dampfnudelblues" und "Sauerkrautkoma". Der Eberhofer Franz, der träge Dorfpolizist, hat wieder mehr mit seinem kleinen Sohn, den Kumpels, der Ex und den zu konsumierenden Leberkässemmeln zu tun als mit den Ermittlungen. Denn ein Mordfall passiert ja trotz allem.

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Die malerische Befragung des Ichs und der Landschaft - Alexandra Wacker im Künstlerhaus Bregenz
Alexandra -Wacker: Aus der Serie "Selbstporträts (Close-ups)", 2007, Öl auf MDF-Platten (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
30.07.2019 Karlheinz Pichler

Selbstporträts, Blumenbilder und Landschaften sowie große Tuschearbeiten zählen zu den Arbeitsschwerpunkten der 1958 geborenen Malerin Alexandra Wacker. Anhand von 70 Werken verteilt auf drei Stockwerke ermöglicht die diesjährige Sommerausstellung im Bregenzer Künstlerhaus Palais Thurn & Taxis in Bregenz einen guten Einblick in die Könnerschaft der Enkelin des großen Rudolf Wacker.

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Brandt Brauer Frick: Echo
CD-Tipp
30.07.2019 Peter Füssl

Neo-Klassik, Neue Musik, Techno, Minimal Music, Minimal Techno, Jazz, Elektro-Pop – den drei Berliner Musikern Daniel Brandt, Jan Brauer und Paul Frick sind längst alle Schubladen zu eng geworden, wenngleich sie mit ihren intensiven musikalischen Experimenten Fans in allen genannten Lagern gefunden haben und auf dem Montreux Jazz Festival oder dem kalifornischen Coachella Music and Arts Festival ebenso spielten wie in der Royal Albert Hall oder im Berliner Techno-Tempel Berghain. Ihr fünftes Album „Echo“ dient nun auch der Reflexion, feiert man doch damit das zehnjährige Bestehen des Trios, das auf der Bühne mittlerweile längst schon bis zum zehnköpfigen Ensemble erweitert wurde. Denn Brandt Brauer Frick entwickelten sich schon gleich in den Anfängen vom reinen Elektronik-Trio weg und ließen die verwendeten Sounds von realen Musikern auf klassischen Instrumenten einspielen.

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Leid und Herrlichkeit
Auf dem Weg in die Höhlenwohnung. Almodóvar beherrscht die Kunst, die Potenziale seiner Geschichte nicht auszubeuten.
Film / Kino
26.07.2019 Gunnar Landsgesell

Pedro Almodóvar, Meister der Groteske, hält die Luft an, um Rückschau zu halten. Durch die Augen eines mürrischen Filmemachers (wahrhaft zerzaust: Antonio Banderas) blickt man auf ein Leben zurück, dem die Aufregung nur noch aus der Distanz anzumerken ist. "Leid und Herrlichkeit" weiß über lange Strecken Ernsthaftigkeit mit verspielten Petitessen zu verbinden.

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Aktuell in den Filmclubs (26.7. - 1.8. 2019)
Der Junge muss an die frische Luft
Film / Kino
25.07.2019 Walter Gasperi

Beim Open-Air in Altstätten wird diese Woche unter anderem Caroline Links beglückende Adaption von Hape Kerkelings autobiographischem Roman „Der Junge muss an die frische Luft“ gezeigt. Beim Open-Air des Kunsthaus Bregenz steht dagegen Agnés Vardas ungeschminktes Meisterwerk „Sans toit ni loi – Vogelfrei“ auf dem Programm.

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Interessante Einblicke und anregende Unterhaltung – der Wiener Concert-Verein bot im vorarlberg museum ein ansprechendes Kammerkonzert
Robert Gillinger zog beim Konzert "Zeitklang im Museum I" im vorarlberg museum mit seinem Kontraforte die Aufmerksamkeit auf sich.
Musik / Konzert
24.07.2019 Silvia Thurner

Eine angenehme Kühle erwartete die Konzertbesucherinnen und -besucher im vorarlberg museum, wo der Wiener Concert-Verein im Rahmen der Reihe „Zeitklang im museum“ ein interessantes Programm spielte. Der Fagottist Robert Gillinger stellte mit großer Begeisterung und drei Kompositionen das Kontraforte, ein Fagott in Basslage, vor. Darüber hinaus präsentierten Ines Schüttengruber (Klavier), Jacqueline Roschek (Violine) und Erik Umenhoffer (Violoncello) Werke unter anderem von Johanna Doderer.

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Wo die Greifvögel einst nisteten - „Hor(s)t der Kunst 4“ auf dem Pfänder
Luna de Rosa  bei ihrer "Folter"-Performance auf dem Pfänder (© Luna de Rosa)
Ausstellung
23.07.2019 Karlheinz Pichler

Das Bregenzer Enfant terrible der Kunstszene, Gregor Koller (Kunstpunkt), lädt zum nunmehr bereits vierten Male in die ehemalige Adlerwarte im Alpenwildpark unterhalb der Pfänderbahn-Bergstation, um dort die Werke unterschiedlichster Techniken von 22 Kunstschaffenden zu erkunden.

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Maria Farantouri / Cihan Türkoğlu: Beyond The Borders
CD-Tipp
23.07.2019 Peter Füssl

Wem sollte man echtes gesellschaftliches Engagement abnehmen, wenn nicht der 1947 in Athen geborenen Sängerin Maria Farantouri, die einigen der wichtigsten Werke von Mikis Theodorakis, etwa „Canto General“ oder „Mauthausen“, buchstäblich Stimme verlieh, die in den 1960ern nach dem Militärputsch aus Griechenland floh und im Exil jahrelang lautstark gegen die Diktatur auftrat, die später auch die deutsche Friedensbewegung unterstützte und als Politikerin im griechischen Parlament saß? Bereits Anfang der 1980er Jahre trat sie mit türkischen Musikern auf, um ein antichauvinistisches Zeichen gegen die griechischen und türkischen Nationalisten zu setzen, die die Feindseligkeiten zwischen den Ländern skrupellos anheizten. Für Maria Farantouri ist der Titel ihres neuen Albums „Beyond The Borders“ schon seit Jahrzehnten Programm, und ihr ausdrucksstarker Kontraalt ist immer noch ein ideales Instrument, um Zeichen der Toleranz und Menschlichkeit über Grenzen hinwegzutragen.

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