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Kritiken

Werke aus der Zeit der schönen Tode zum Abschluss des FeldkirchFestivals - Die hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt
Kammerchor Salzburg und das Mozarteumorchester Salzburg
Musik / Konzert
23.06.2009 Silvia Thurner

Zum Abschluss des FeldkirchFestivals interpretierten das Mozarteum Orchester und der Kammerchor Salzburg zwei unkonventionelle Kompositionen von Francis Poulenc und Gabriel Fauré. Die Werkdeutungen erreichten unter der Leitung von Thomas Rösner jedoch lediglich ein mittelmäßiges Niveau. Obwohl die Sopranistin Rebecca Evans und der Bariton Gerardo Garciacano ihre Soloparts bemerkenswert gestalteten, glückte vor allem in Faurés „Requiem“ der Spagat zwischen der großen Form und der relativ kammermusikalischen Anlage nicht so recht.

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Musikalisch gestaltete Zeit, die Form annimmt - das Klangforum Wien unter der Leitung von Emilio Pomárico bereicherte das FeldkirchFestival
Das Klangforum Wien unter Emilio Pomárico endlich wieder einmal in Vorarlberg zu hören
Musik / Konzert
22.06.2009 Silvia Thurner

Seit Jahren gastierte das „Klangforum Wien“ nicht mehr in Vorarlberg. Im Rahmen des FeldkirchFestivals wurde eine Wiederbegegnung möglich. Diese Gelegenheit nutzten zahlreiche ZuhörerInnen und sie erlebten ein Konzert mit französischer Musik, für die man gerne die Ohren spitzte, weil sie Klangwelten eröffnete, die begeisterten. Die Flötistin Eva Furrer interpretierte Hugues Dufourts „Antiphysis“ auf höchstem Niveau. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ das Werk „Pour adoucir le cours du temps“ von Tristan Murail. Er setzte 18 Instrumente und rotierende elektronische Klänge zueinander in Beziehung.

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Schahrasad verführt ihr Publikum - „1001 Nacht“ in Hohenems
Das "Orpheo Saxophone Quartet" und Rebekka Schneider boten Unterhaltung für die Ohren und für die Augen
Musik / Konzert
22.06.2009 Silvia Thurner

Michael Köhlmeier gab den Impuls für den Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache. 2009 wird der mit € 10.000 dotierte Preis erstmals vergeben. Agnieszka Piwowarska aus Berlin und Michael Stavaric aus Wien teilen sich dieses Jahr den Hauptpreis, einen Anerkennungspreis über € 3.000 erhält die in Wien lebende Susanne Grego. Im Rahmen der Veranstaltungen rund um die Vergabe des Literaturpreises gestaltete das „Orpheo Saxofone Quartet“ mit dem neuen Werk „1001 Nacht“ von Murat Üstün gemeinsam mit Renate Bauer einen geist- und sinnenreichen Abend.

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Aktuell in den Filmclubs (22. - 28.6. 2009)
XXY
Film / Kino
21.06.2009 Walter Gasperi

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Renaud García-Fons: La Línea des Sur
CD-Tipp
20.06.2009 Peter Füssl

Einen imaginären, grenzenlosen Süden hatte der spanisch-französische Kontrabassist Renaud García-Fons im Kopf, erfüllt mit einer Mischung aus jenen Klängen, die er seit seiner Kindheit gewohnt ist: die uralte Schmelztiegel-Musik des Mittelmeerraumes, Flamenco, Lateinamerikanisches und Jazz.

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Vom Tanz auf dem Vulkan in Zanzibar - Erfolgreiche Aufführung der Oper „Les Mamelles de Tirèsias“ von Francis Poulenc beim FeldkirchFestival
Thérèse (Magali Léger) emanzipiert sich
Musik / Konzert
14.06.2009 Silvia Thurner

In den Mittelpunkt des FeldkirchFestivals 2009 stellte Philippe Arlaud die Oper „Les Mamelles de Tirèsias“ von Francis Poulenc. Konfrontiert wurde dieses sehr amüsante und temporeiche Werk mit Richard Wagners „Wesendonck Liedern“. Damit sollte eine Bruchstelle in der musikalischen und kunstästhetischen Entwicklungslinie des 20. Jahrhunderts verdeutlicht werden. Dies gelang im Rahmen eines unterhaltsamen Opernabends, der auf sehr hohem künstlerischem Niveau über die Bühne ging.

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Von Hühnern und Menschen – Das tanz ist Festival ging mit einer witzig-schrägen Performance der Kompanie Ayelen Parolin zu Ende
Tanz
14.06.2009 Peter Füssl

Das von Günter Marinelli am Dornbirner Spielboden kuratierte tanz ist Festival bot vom 5. bis 13. Juni jede Menge Schräges, Außergewöhnliches und radikal Witziges. Die vom Grazer Opernballett-Direktor Darrel Toulon geleitete „alpha group“ überzeugte mit einer multimedialen Tanzperformance, die durch den großen Altersunterschied zwischen der blutjungen, wunderbar tanzenden Clemmie Sveass und dem 67-jährigen Ralf Harster einen ganz besonderen Reiz entwickelte. Julia Mach bewies im Duo mit Filip Szatarski, dass sie völlig zurecht zu den perfektesten Tänzerinnen – nicht nur im Alternativbereich – gezählt wird. Der mit Spannung erwartete Abend mit der „Grand Dame“ der zeitgenössischen finnischen Tanzszene war insofern probelmatisch, dass der „Part 1“ ihres jüngsten Stückes „Onni-Bonheur-Happiness“ praktisch ein reines Sprechstück ist und die tänzerische Umsetzung des Ganzen in „Part 2“ aus Zeitgründen nicht gezeigt wurde. Eine Fehldisposition, die mit dem abschließenden „SMS and LOVE“ der gleichermaßen witzigen wie radikalen Kompanie Ayelen Parolin aus Brüssel wieder vergessen gemacht wurde.

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The Decembrists: The Hazards of Love
CD-Tipp
14.06.2009 Peter Füssl

Colin Meloy, Mastermind der Decembrists aus Portland, ist längst bekannt für sein makelloses Songwriting, seinen Hang zum britischen Folk-Revival der 60er Jahre und einen leichten Hang zum Theatralischen.

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Youn Sun Nah: Voyage
CD-Tipp
12.06.2009 Peter Füssl

Sowohl in ihrer koreanischen Heimat als auch in ihrer europäischen Wahlheimat Paris, wo die musikalisch „Spätberufene“ Jazz studierte, konnte die 1969 in Seoul geborene Sängerin Youn Sun Nah mit mehreren zwischen Jazz, Pop und französischem Chanson angelegten Produktionen schon beachtliche Erfolge verbuchen, im restlichen Europa ist sie bestenfalls ein Geheimtipp.

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Hassgeschichte als „Neue MusikLesebuch“ präsentiert
Ein Hör- und Leseerlebnis
Musik / Konzert
11.06.2009 Silvia Thurner

Vor gut einem Jahr wurde Gerold Amanns „Hassgeschichte“ in Bludenz erstmals aufgeführt. Dabei wurde klar, dass es sich um ein außerordentliches Werk handelt, dem der Komponist eine eigene kompositorische Idee zugrunde gelegt hatte. Verbunden mit magischen Zeichen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und auf dem Palindrom „Ruhe liegt im Tier - reit mit geile Hur“ beruhend, verströmt die streng gebundene Musik einen archaischen Charakter. Ulrich Gabriel hat die Komposition nun in Form eines sehr schön gestalteten „Neue Musik Lesebuchs“ publiziert.

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