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Kritiken

Großes Erbe und Kampfgeist im Tanz – Shailesh Bahoran und Redouan Ait Chitt zeigen Außergewöhnliches bei tanz ist
Der Tänzer und Choreograf Shailesh Bahoran zeigt sich in größter Körperbeherrschung und mit einer Vielzahl an stilistischen Mitteln (alle Fotos © Stefan Karl Hauer)
Kritiken
13.06.2019 Mirjam Steinbock

Nach einem fulminanten Start ins 25. Jubiläumsjahr bietet das tanz ist Festival am Spielboden in Dornbirn mit „Heritage“ und „REDO“ erneut zwei beeindruckende Tanzperformances. Den Abend teilen sich zwei Tänzer mit sehr persönlichen und in Körperbeherrschung, Ausdruck und Technik beeindruckenden Solo-Stücken. Verbindende Elemente zwischen Shailesh Bahoran und Redouan Ait Chitt gibt es einige. Die beiden Künstler über Elemente des urbanen Tanzes in ihrer Individualität und Einzigartigkeit zu erleben, macht neugierig, mehr über sie zu erfahren.

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Aktuell in den Filmclubs (14.6. - 20.6. 2019)
The Guilty
Film / Kino
13.06.2019 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn begleiten diese Woche Peter Madsen & CIA mit ihrer Musik live Fritz Langs Stummfilm „Der müde Tod“. Ein packendes Kammerspiel steht dagegen mit dem dänischen Film „The Guilty“ bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz auf dem Programm.

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Knoedel. Still. „Kaum etwas endet so, wie es anfängt“
CD-Tipp
13.06.2019 Silvia Thurner

Die Tiroler Band „Knödel“ war in den 1990er Jahren eine viel beachtete und gefeierte Truppe. Schon damals haben die Musikerinnen und Musiker rund um Christof Dienz die dazumal aufkommende Erneuerung der traditionellen Volksmusik auf ganz unverwechselbare Weise mitgetragen und weiterentwickelt. Nun - nach siebzehn Jahren Pause - bat der Komponist und Fagottist Christof Dienz seine Freunde zum gemeinsamen Musizieren ins Studio. Alle, bis auf ein ehemaliges Mitglied, nahmen die Einladung an und spielten eine wunderbar entspannte und zugleich tiefsinnige CD mit dem bezeichnenden Titel „still“ ein. Die Verwurzelung in der alpinen Volksmusik ist in Christof Dienzs Kompositionen nachvollziehbar. Doch weit darüber hinaus gibt es in den vielfältig zusammen gestellten Werken viel Überraschendes, eine poetische Melancholie sowie eine feine Brise Humor zu entdecken.

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The Dead Don't Die
B. Murray, A. Driver, C. Sevigny als Trio, das dem Untergang der Welt mit schockierendem Gleichmut begegnet.
Film / Kino
11.06.2019 Gunnar Landsgesell

Die urbanen Hipster aus der Stadt sind schuld, dass die Zombies hier auftauchen, mutmaßt man im Film. Wie wahr ... Jim Jarmusch hat das unsterbliche Thema der Zombie-Filme wie zu erwarten als lakonische Komödie gestaltet, in der die Akteure durchwegs (Selbst)Ironie beweisen dürfen.

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Der Traum vom Fliegen – Die „Pforte“ begeisterte mit einer fantasievollen musikalischen Meditation
Die musikalischen Mediationen in der Pfarrkirche St. Arbogast finden viel Anklang. David Soyza (Vibraphon), Elias Menzi (Hackbrett), Matthias Härtel (Kontrabass) und Zuko Samela (Congas) sowie Klaus Christa, Moohkho Rankhala, Zuko Samela und Erin Torres an den Bratschen machten sich musikalische Gedanken über das Fliegen.
Musik / Konzert
11.06.2019 Silvia Thurner

Die musikalischen Spaziergänge mit anschließendem Konzert in der Pfarrkirche St. Arbogast sowie dem Beisammensein im Bildungshaus finden enormen Zuspruch. Klaus Christa, Mastermind der „pforte-Konzerte“, trifft mit den themenbezogenen musikalischen Mediationen den Nerv der Zeit. Unter dem Leitgedanken „fliegen“ erklangen klug kombinierte und mit Improvisationen verbundene Werke von Hildegard von Bingen, David Soyza, Peter Herbert, Elias Menzi, J.S. Bach und Simon Frick. Bereichert mit geistreicher Lyrik von Richard Dehmel, Jean Gebser, Hofmannsthal, Rilke und Michael Ende erlebten die Zuhörenden ein inspirierendes musikalisch-literarisches Ganzes, das zum Weiterdenken anregte.

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Schlossmediale: Musik-Power aus Österreich in Werdenberg 
Franziska Fleischanderl, Andrea Buccarella, Carla Rovirosa und MIriam Feuersinger im Schloss Werdenberg
Musik / Konzert
11.06.2019 Anita Grüneis

„Il Dolce Conforto“ hieß das vierte Konzert der diesjährigen Werdenberger Schlossmediale. Den „süßen Trost“ spendete die Musik von Komponisten aus der Barock-Zeit, die zu ihrer Zeit berühmt waren und heute kaum noch jemand kennt. Die aus Linz stammende Musikerin Franziska Fleischanderl hat das Programm zusammengestellt. Gespielt hat sie selbst mit ihrem Salterio, Carla Rovirosa am Cello und Andrea Buccarella an der Orgel. Stimmlich wurden sie unterstützt von der Vorarlbergerin Miriam Feuersinger. Die vier KünstlerInnen ließen das Konzert zu einem Abend der reinen Barock-Musik werden.

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Der Vagabund wird sesshaft - Das Liechtensteiner Literaturhaus erhält ein eigenes Domizil
Roman Banzer, Präsident des Literaturhauses Liechtenstein vor dem neuen Gebäude, in dem auch Kino, Litertaturcafé, Antiquariat und Buchhandlung zu finden sein werden
Literatur
11.06.2019 Anita Grüneis

Noch wird an der Poststraße Nr. 27 gehämmert und gebohrt, Leitungen warten auf ihre Anschlüsse und die Betonwände sind nackt. Doch bei einem Rundgang wird rasch klar, dass sich hier ein ganz besonderes Kulturzentrum in der Schaaner Gemeinde entwickelt: Literatur, Film und Fotografie präsentieren sich dort ab Juni gemeinsam. Damit bekommt nicht nur der ewige Vagabund, das Literaturhaus Liechtenstein, seit seinem 18-jährigen Bestehen ein festes Zuhause. Auch der Filmclub mit seinen beiden Spielstätten TaKino und Schlosskino Balzers, das Antiquariat von Hansjörg Quaderer und die engagierte Buchhändlerin Bernadette Kubik-Risch erhalten hier ein neues Domizil. Am 14. Juni wird das neue Literaturhaus eröffnet, am Tag danach findet dort ein Lesefest mit 20 AutorInnen statt.

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Esperanza Spalding: 12 Little Spells
CD-Tipp
11.06.2019 Peter Füssl

Mit 20 Jahren ist sie die jüngste Dozentin aller Zeiten am renommierten Berkeley College of Music in Boston geworden, seit 2017 hat sie eine Professur an der Harvard University, hat vier Grammys zuhause und sieben Studioalben produziert, die von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurden. Dabei macht es die geniale Bassistin/Sängerin/Komponistin Esperanza Spalding ihren Fans nicht eben leicht, denn sie agiert völlig unvorhersehbar, sucht zunehmend extreme Herausforderungen und entwickelt sich immer weiter – vielleicht vergleichbar mit Björk – in Richtung eines stets innovativen, personifizierten Gesamtkunstwerkes

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8. Schlossmediale Werdenberg eröffnet: Eine Uraufführung mit einem Goldkehlchen 
Das Arcis Quartett und Sarah Maria Sun
Musik / Konzert
07.06.2019 Anita Grüneis

„Was für ein fulminanter Start“, meinte Geschäftsleiter Thomas Gnägi, als er die 8. Schlossmediale Werdenberg eröffnete. Seine Bemerkung bezog sich zwar auf das Wetter, es hätte aber ebenso gut auf das erste Konzert im zehntägigen Festival für Alte und Neue Musik gepasst. Es ist ein Festival, das in seiner Eigenart mit dem be- und umspielten Schloss nirgendwo anders stattfinden könnte. Das diesjährige Motto lautet „Gold“.

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Musik, die sich nicht instrumentalisieren lässt – eine ungewöhnliche Performance im Löwensaal in Tisis, die jedoch nur bedingt funktionierte
Das Saxophonquartett Ensemble du bout du monde und der Bratschist Sebastian Heimann gewannen mit ihrem Konzertprojekt "À la carte" den Konzertdramaturgiewettbewerb HUGO der Montforter Zwischentöne. Musikalisch hervorragend und im Zusammenwirken mit der Harmoniemusik Tisis-Tosters bespielten sie den Saal des Gasthaus Löwen. (Fotos: Matthias Romberg)
Musik / Konzert
07.06.2019 Silvia Thurner

Im stilvollen Löwensaal in Feldkirch-Tisis präsentierten der Bratschist Sebastian Heimann und das „Ensemble du bout du monde“ das Siegerkonzert „À la carte“, mit dem sie den diesjährigen HUGO Konzertdramaturgiewettbewerb bei den Montforter Zwischentönen für sich entschieden haben. Gemeinsam gingen sie mit einer gut durchdachten Werkauswahl der wechselvollen Geschichte des traditionsreichen Saales im Gasthaus Löwen nach. Einen Lokalkolorit verliehen Musikantinnen und Musikanten der Harmoniemusik Tisis-Tosters der Performance. Alle musizierten hervorragend, allerdings hatten sich die Protagonisten mit ihrem Konzert im Hinblick auf die Dramaturgie des Abends zu viel vorgenommen.

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