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Kritiken

Weltklasse-Jazz aus Wien – Mario Rom’s Interzone begeisterte am Dornbirner Spielboden
Mario Rom's Interzone: Exzellentes Kollektiv aus hochklassigen Individualisten (alle Fotos © Peter Füßl)
Musik / Konzert
16.12.2021 Peter Füssl

Von keinem Geringeren als von William S. Burroughs ließ sich das exzellente Trio des Trompeters Mario Rom mit dem Kontrabassisten Lukas Kranzelbinder und dem Schlagzeuger Herbert Pirker zum Bandnamen Interzone inspirieren. Heuer wollte man eigentlich das 10-Jahr-Jubiläum mit gut zwei Dutzend bereits fixierter Konzerte im Rahmen einer ausgedehnten Tournee feiern. Aber „nix da“ meinte das Virus und ließ noch eine Handvoll zwischen den Lockdowns verstreute Live-Auftritte übrig, einen davon glücklicherweise am Dornbirner Spielboden. „Uns ist jede Note wichtig, die wir heute hier spielen“ – so formulierte Kranzelbinder in einer seiner witzigen und unterhaltsamen Ansagen die Freude der Musiker, endlich wieder einmal vor Publikum auftreten zu dürfen. Jenes zeigte sich nicht weniger erfreut und begleitete das Trio mit großer Begeisterung und beeindruckender Aufmerksamkeit auf seiner spannenden musikalischen Expedition.

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Aktuell in den Filmclubs (17.12. - 23.12. 2021)
Der Glanz der Unsichtbaren (c) Piffl Medien
Film / Kino
16.12.2021 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn läuft diese Woche die teilweise quasidokumentarische Sozialkomödie "Les invisibles – Der Glanz der Unsichtbaren" und Peter Madsen schließt seine heurige Stummfilmreihe mit Carl Theodor Dreyers zeitlosem, asketischem Meisterwerk "La passion de Jeanne d´Arc" ab.

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Mareike Wiening: Future Memories
CD-Tipp
16.12.2021 Peter Füssl

Frauen haben längst erfolgreich hinter den Drums Platz genommen – von Terri Lyne Carrington bis Sheila E., von Marilyn Mazur bis Cindy Blackman –, von wo aus sie gerne gleich auch die Bandleaderschaft übernehmen. So nun auch die 34-jährige, aus dem fränkischen Erlangen stammende Schlagzeugerin und Komponistin Mareike Wiening, die in Mannheim, Kopenhagen und an der New York University unter anderem bei Stefon Harris, Guillermo Klein, Django Bates und Marilyn Mazur studierte. Mittlerweile lebt sie seit 2019 wieder in Deutschland, ihr Quintett stellte sie aber noch während ihres sechsjährigen Aufenthalts am Big Apple zusammen.

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Ehren und Förderpreises des Landes für Kulturschaffende verliehen
Am 13.12. wurden den Künstlerinnen Erika Lutz und Bella Angora die Ehrenpreise für ihr Schaffen von Barabra Schöbi-Fink und Winfried Nußbaummüller überreicht © A. Serra
Aktuell
14.12.2021 Manuela Cibulka

Dieses Jahr werden die Ehrenpreise für Kunst vom Land Vorarlberg mit Bella Angora und Erika Lutz an zwei Künstlerinnen vergeben, die bereits auf ein langjähriges Werk verweisen können, und mit Hanna Mathis und Christoph Rohner erhalten zwei jüngere, aufstrebende Kunstschaffende die ausgeschriebenen Förderpreis. Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink überreichte am 13.12. die Preise und gratulierte den Preisträger:innen.

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Hiromi: Silver Lining Suite
CD-Tipp
14.12.2021 Peter Füssl

Und schon wieder ein aus der Not geborenes Meisterwerk! Als die japanische Pianistin Hiromi Uehara 2020 von Corona Knall und Fall aus ihrer Nordamerika-Tournee gerissen wurde und plötzlich ihre Kontakte zu Mitmusiker:innen und Freund:innen nicht mehr möglich waren, flog sie – auch von den katastrophalen Auswirkungen auf die Musikbranche völlig frustriert – nach Tokyo, um bei ihrer Familie die Pandemie auszusitzen. Dort aber ebenfalls im Lockdown gestrandet, tat sie, was sie in seelischen Notlagen immer tut: spielen und komponieren. Im „Blue Note Tokyo“, einem der renommiertesten Jazzclubs Japans, gab Hiromi im August und September 2020 an 16 Tagen 32 Livestream-Solokonzerte, die auf riesiges Interesse stießen.

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Leichthändig verspielt und dennoch engagiert – Erich Kästners „Pünktchen und Anton“ als Weihnachtsstück am Vorarlberger Landestheater
Wider die soziale Ungleichheit: Freundschaft zwischen der reichen Pünktchen (Maria-Lisa Huber) und dem armen Anton (Sebastian Schulze) (c) Anja Köhler
Theater
12.12.2021 Walter Gasperi

Eine klar aufgebaute Geschichte, zwei gegensätzliche Milieus, ein bestens aufgelegtes Ensemble, treffliche Kostüme und eine ebenso einfache wie wunderbar variierbare Bühne machen das heurige Weihnachtsstück zu einem herzerwärmenden Vergnügen für Jung und Alt.

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Wenn der Schwertdrache um die Arche kreist
Das Kunstbuch "Arche.Tone" von Tone Fink mit Texten von Max Lang ist im Verlag "Bibliothek der Provinz" erschienen
Literatur
10.12.2021 Ingrid Bertel

In einer Arche voller zauberhafter Tiere schwimmt Tone Fink der Pandemie davon, Leichtmatrose Max Lang gibt dem alten Piraten das Geleit. „Während der zweiten ‚Krönchenzeit‘ sind mir die freien Ideen vergangen“, schreibt Tone Fink. Deshalb habe er nach „einer schweren Knochenarbeit“ gesucht, „die das Eingesperrt-Sein vollkommen aussperrte.“ Das Ergebnis liegt nun als Kunstbuch vor. Tone Fink hat Tiere portraitiert - seltene, bedrohte und sehr bedrohte, teilweise frei, teilweise nach Aufnahmen des amerikanischen Fotografen Joel Sartore. Es finden sich in „Arche.Tone“ aber auch allerhand „Bestien und real existierende Wesen“ nach Holzschnitten aus Conrad Gessners „Historia Animalium“ (1550).

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ACHTUNG: Lockdown
© Daniel Lienhard
Aktuell
09.12.2021 Manuela Schwaerzler

Seit Montag, 22.11.21 legt erneut ein Lockdown das österreichische Kulturleben lahm. Bis 12.12. können sämtliche hier angekündigten Veranstaltungen in Österreich nicht stattfinden. Auch in Deutschland und in der Schweiz kommt es immer häufiger zu Absagen. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Veranstaltern über das aktuelle Programm. Die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie unter dem jeweiligen Eintrag.

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Aktuell in den Filmclubs (10.12. - 16.12. 2021)
House of Gucci
Film / Kino
09.12.2021 Walter Gasperi

Ein volles Programm bietet das Skino in Schaan: Ridley Scott blickt in "House of Gucci" mit satirischem Biss auf die durch das Modeunternehmen bekannte Familie und auch in Bent Hamers Episodenfilm "Home for Christmas" kommt dunkler Humor nicht zu kurz.

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Joan As Police Woman / Tony Allen / Dave Okumu: The Solution Is Restless
CD-Tipp
09.12.2021 Peter Füssl

Ein Zufall? Ja, aber ein glücklicher! Denn eigentlich war dieses Album nie als solches geplant. Die amerikanische Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin Joan Wasser, besser bekannt als Joan As Police Woman, lernte über Gorillaz-Chef Damon Albarn den legendären nigerianischen Schlagzeuger und musikalischen Langzeit-Direktor der Fela Kuti Band Tony Allen kennen, der als einer der Begründer des Afrobeat Berühmtheit erlangte. Anlässlich einer Tour-Pause von Joan traf man sich an einem Abend im November 2019 spontan zu einer völlig unvorbereiteten Jam-Session in einem Pariser Studio. Dritter im Bunde war der – übrigens in Wien geborene und aufgewachsene – in London lebende The Invisible-Frontman Dave Okumu, der als gefragter Musiker und Produzent unter anderem auch schon mit Jessie Ware, Amy Winehouse, Anna Calvi oder St. Vincent zusammengearbeitet hatte.

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