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Kritiken

Gut gegen Nordwind
Lady in Black: Nora Tschirner als unbekannte Korrespondentin und scharfzüngige Kommentatorin.
Film / Kino
12.09.2019 Gunnar Landsgesell

Daniel Glattauers Erfolgsroman "Gut gegen Nordwind" über eine unorthodoxe Beziehung per E-Mail lotet die Frage aus, welche Freiheiten zwei unbekannte Menschen haben, sich alles zu sagen, ohne Rücksichten, die durch Nähe entstehen. Alexander Fehling und Nora Tschirner sind auf den Spuren dieses Experiments, allerdings mit einer deutlichen romantischen Schlagseite.

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Aktuell in den Filmclubs (13.9. - 19.9. 2019)
Der unverhoffte Charme des Geldes
Film / Kino
12.09.2019 Walter Gasperi

Der FKC Dornbirn zeigt diese Woche (und die Bludenzer LeinwandLounge die nächste Woche) die kapitalismuskritische kanadische Komödie „Der unverhoffte Charme des Geldes“. Am Spielboden Dornbirn bietet der Dokumentarfilm „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ Einblick in eine islamistische syrische Familie.

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Jacob Karlzon: Open Waters
CD-Tipp
12.09.2019 Peter Füssl

Der aus dem schwedischen Jonköping stammende Pianist Jacob Karlzon wird gerne in einem Atemzug mit seinem 2008 auf tragische Weise ums Leben gekommenen Landsmann Esbjörn Svensson genannt, der in Sachen nordischer Pianokunst wohl zu einer Art untrüglicher Messlatte geworden ist. Was den unbefangenen Umgang mit stilistischen Genregrenzen im Spannungsfeld von Jazz, Pop, Klassik und Electronics betrifft, sind Vergleiche jedenfalls sehr wohl gestattet. Und wie Svensson besitzt Karlzon aber auch die Gabe, Lyrisches mit einer geheimnisvollen, unterschwelligen Spannung aufzuladen und zu einer fast hypnotisch wirkenden Intensität zu verdichten.

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Dionysische Revolte der reinen Kunst - Jens Dittmar: „Baby Palazoles – ein Reigen“
Literatur
11.09.2019 Arno Löffler

Seit sich Jens Dittmar vor einigen Jahren aus dem klassischen Erwerbsleben verabschiedet hat, widmet sich der Liechtensteiner Germanist ganz der Literaturproduktion. Seine Bücher, von denen mittlerweile schon eine stattliche Anzahl erschienen ist, sind nicht immer leichte Kost, obwohl oder vielleicht gerade weil Dittmars Schreiben von einer ausgesprochenen und gerne wild ausufernden Fabulierlust geprägt ist, verbunden mit viel Freude an der Sprache an sich.

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Avishai Cohen / Yonathan Avishai: Playing The Room
CD-Tipp
10.09.2019 Peter Füssl

Den vierzigjährigen Trompeter Avishai Cohen und den um zwei Jahre älteren Pianisten Yonathan Avishai verbindet schon seit ihren Teenagertagen in Tel Aviv eine enge, nicht nur musikalische Freundschaft. Obwohl Cohen längst in New York und Avishai in Frankreich lebt, blieben sie stets durch musikalische Projekte verbunden – so spielte etwa der Pianist eine tragende Rolle in den beiden grandiosen ECM-Alben des Trompeters „Into The Silence“ (2016) und „Cross My Palm With Silver“ (2017). ECM-Chef Manfred Eicher hatte letztes Jahr während der Aufnahmen zu Yonathan Avishais heuer im Jänner erschienenen, exzellenten Trio-Album „Joys and Solitudes“ die Idee, dass die holzverkleideten Räumlichkeiten des Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano die perfekten akustischen Verhältnisse für ein musikalisches Aufeinandertreffen der beiden Freunde im Duo-Format böten.

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Von heiligen Kühen, Gartenzäunen im Kopf und originellen Befreiungsschlägen - Café Fuerte präsentiert "Das letzte Haus" von Tobias Fend
Tom (Tobias Fend) und Eleonora (Meda Banciu) träumen von einem eigenen Einfamilienhaus, Tante Lala (Danielle Green) hat aber ganz andere Pläne (© alle Fotos: Andrin Winteler)
Theater
07.09.2019 Annette Raschner

Die Wohnungs- und Mietpreise explodieren, die großen Unternehmen in Vorarlberg kaufen die Böden auf, und eine dramatische Beschleunigung bei der Herausnahme von Flächen aus der Landesgrünzone für großflächige Industrieanlagen ortet die Vorarlberger „Allianz für Bodenschutz“. Sie fordert in einer Petition an die Landesregierung eine fünfjährige Nachdenkpause für die Landesgrünzone. Die freie Kompanie „Café Fuerte“ reagiert auf ein Thema, das mittlerweile seit Jahren unter den Nägeln brennt, auf ihre – sprich: künstlerische – Art und Weise: „Das letzte Haus“ von Tobias Fend heißt ihr neuestes Stück; eine theatrale Farce mit Musicalelementen, die im Klostergarten Marienberg in Bregenz eine äußerst gelungene Open-air-Premiere feierte!

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Schloss Werdenberg: Poesie zum Kuscheln, Lachen und Staunen 
Die DichterInnen v.l.n.r: Nathalie Schmid, Freienwil, Andri Perl, Chur, Manuel Beck und Mathias Ospelt, Liechtenstein, Angelika Overath, Sent GR, Elsbeth Maag, Buchs
Literatur
07.09.2019 Anita Grüneis

Literatur für eine Nacht – oder doch für länger? Bei der Literaturnacht im Schloss Werdenberg war so viel Spannendes zu hören, dass viele Nächte damit gefüllt werden könnten. Letztes Jahr war es eine „Literaturnacht am Kachelofen“, die das Thema der damaligen Schlossmediale „Wild“ einläutete. Dieses Jahr, passend zum Thema „Gold“, gab es literarische Fundstücke zu entdecken. Die Auswahl der sechs AutorInnen wurde von der Journalistin Doris Büchel und Schlossdirektor Thomas Gnägi getroffen. Im Anschluss lasen: Manuel Beck und Mathias Ospelt aus Liechtenstein, Elsbeth Maag, Angelika Overath, Andri Perl, und Nathalie Schmid aus der Schweiz. Anja Nora Schulthess performte zusammen mit der E-Bassistin Martina Berther. Den Schlusspunkt setztedie Reggae-Dancehall-Band Pitika Nation aus Buchs/Feldkirch/Basel.

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ES: Kapitel 2
Horror-Clown-Doublette im Spiegelkabinett. Nette Effekte, selten geerdet.
Film / Kino
05.09.2019 Gunnar Landsgesell

Horror von epischem Ausmaß: Dreistündige Fortsetzung des Stephen-King-Romans "Es", in dem die Kinder, die einst in der Kleinstadt Derry einem Horror-Clown ausgesetzt waren, als Erwachsene zurückkehren. Kings Charakterführung, sein Gespür für Orte und seine psychologischen Motive finden sich kaum wieder, viel Energie ging in die CGI.

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Inszenierung mit wenig Biss – UNPOP spielt „Wut“ von Elfriede Jelinek
Die vier Racheengel in schwarzen Schwingen – ein starkes Bild mit Symbolkraft (© UNPOP)
Theater
05.09.2019 Annette Raschner

Im Jänner 2015 stürmten die Kouachi-Brüder die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ und eröffneten das Feuer. Sie erschossen zwölf Menschen. Zwei Tage später überfiel ein Mann im Osten von Paris einen koscheren Supermarkt, vier Menschen wurden getötet. Vor dem Hintergrund der eigenen Ohnmacht und Fassungslosigkeit hat die österreichische Literaturnobelpreisträgerin von 2004, Elfriede Jelinek, das Stück „Wut“ geschrieben, in dem sie sich gewohnt vielstimmig und aus wechselnder Perspektive mit heutigen politischen Ereignissen vor der Folie der antiken Mythologie auseinandersetzt. 2016 wurde „Wut“ in einer furiosen Inszenierung (Nicolas Stemann) an den Münchener Kammerspielen uraufgeführt. Jetzt zeigt es das Ensemble für unpopuläre Freizeitgestaltung auf der Hinterbühne des Dornbirner Kulturhauses. Die Premiere erhielt freundlichen Applaus, konnte aber nicht wirklich überzeugen.

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Aktuell in den Filmclubs (6.9. - 12.9. 2019)
Rebellinnen – Leg´ dich nicht mit ihnen an!
Film / Kino
05.09.2019 Walter Gasperi

Beim TaSkino Feldkirch steht diese Woche die französische Komödie „Rebellinnen“, die weibliche Selbstermächtigung feiert, auf dem Programm. Das Heimatmuseum Schruns zeigt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „septimo“ den Spielfilm „Vollgas“, in dem Sabine Derflinger kritisch auf die Situation von Saisonarbeitern im Wintertourismus blickt.

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