Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Theater

Menasses „Hauptstadt“ im TAK: Das Brennverhalten der Unterwäsche
Die EU-Beamten stehen im Nebel und beobachten das Schwein
Theater
24.05.2019 Anita Grüneis

Das Stadttheater Konstanz gastierte mit seiner Version von Robert Menasses großem europäischen Roman „Die Hauptstadt“, der 2017 den Deutschen Buchpreis bekam, im TAK.  Wie lässt sich der Inhalt von 459 Seiten so auf der Bühne darstellen, dass die Geschichte erzählt und das Publikum dabei auch noch gut unterhalten wird? Für Regisseur Mark Zurmühle war das kein Problem. Er zog mit seiner abwechslungsreichen Inszenierung sogar die anwesenden Gymnasiasten in ihren Bann. Einige von ihnen meinten beim Verlassen des Theaters, es sei „gar nicht so lang gewesen wie gedacht“. Das war ein Kompliment, denn die Aufführung dauerte mit Pause 3 Stunden.     

zum Artikel >
Ein wahrhaft guter Griff – das Künstlerkollektiv „Raum + Zeit“ für das Vorarlberger Landestheater
Der letzte Mensch - Daniel Blum begeistert in dieser einfachen Figur!
Theater
10.05.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Ein feines Händchen bewies die Intendantin des Vorarlberger Landestheaters Stephanie Gräve mit ihrem Engagement des Künstlerkollektivs „Raum + Zeit“, namentlich Lothar Kittstein, Bernhard Mikeska und Steffi Wurster, die sie nach Bregenz einlud, um hier eines ihrer ganz besonderen meist ortsbezogenen Projekte zu erarbeiten und zu präsentieren. „Diorama Bregenz :: Der letzte Mensch“ ist ein großartiges Geschenk für theaterbegeisterte Menschen. Und es handelt sich wirklich um ein Geschenk, um einen ganz besonderen Leckerbissen im Rahmen des hiesigen Theaterangebots, den man so nur selten zu sehen und zu erleben bekommt. So ist es ein Privileg und exklusives Erlebnis, wenn Sie, so wie ich bei der Premiere am vergangenen Donnerstag, als „einsames“ Individuum durch ein von „Raum + Zeit“ geschaffenes, sehr spezielles Museum geleitet werden und in jeweils einem eigenen Raum und mit einem Schauspieler oder einer Schauspielerin alleingelassen, eine Geschichte hautnah und intensivst erleben dürfen.

zum Artikel >
Frisch entstaubt und just in time – Grillparzers „König Ottokars Glück und Ende“ am Vlbg. Landestheater
Bravourös: Sinikka Schubert als Margarethe und Jügen Sarkiss als Ottokar
Theater
05.05.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Eines gleich vorweg: „König Ottokars Glück und Ende“, Grillparzers schon in die Jahre gekommenes Trauerspiel von 1825, präsentiert sich am Bregenzer Landestheater so frisch, so witzig, so unterhaltsam und modern – man muss es einfach gesehen und erlebt haben! Wenn von drei Stunden Theater nicht eine Sekunde fadisiert, nicht eine an Spannung verliert und die Aufmerksamkeit des Publikums niemals nachlässt, dann darf mit Recht ein Premieren- und Theaterabend gefeiert werden, der großartig war und den man lange nicht vergessen wird.

zum Artikel >
„ODYSSEE – ein Stück (über) Heimat nach Motiven von Homer“
Sabine Lorenz (Penelope) und Hubert Dragaschnig (Odysseus)
Theater
02.05.2019 Peter Niedermair

Odyssee. Ein Name wie ein Stein. Ein literarischer Kosmos aus Geröll. Wie ein Steinbruch. Viele Homers haben dort ein ganzes Leben zugebracht, um eine Erzählung in 24 Gesängen zu dichten und allen folgenden Generationen Platz für ewige Grabungen und geologische Feinarbeit zu hinterlassen. Die Odyssee hat uns bis heute immer einen Spiegel vorgehalten. Die Reise des Odysseus, von der Abfahrt aus Ithaka bis zur Rückkehr, gehört zu den ältesten Stoffen der Menschheit.

zum Artikel >
„Nora“ im Schaaner SAL: Wenn das wirkliche Leben zur Türe hereintritt 
Genija Rykova ist eine unglaublich präsente Nora Helmer
Theater
12.04.2019 Anita Grüneis

Das Residenztheater München gastierte auf Einladung des TAK mit Henrik Ibsens Stück „Nora“ im Schaaner SAL. Unter der Regie von Mateja Koležnik wurde ein dichtes und gnadenloses Kammerspiel gezeigt. Erstaunlicherweise ist die Geschichte einer Frau, die Mann und Kinder verlässt, um der Lüge zu entkommen, aktueller denn je.  

zum Artikel >
Vom Verlust innerer Farben
Brigitte Walk als SIE, die nicht mehr funktioniert, die den boden unter den Füßen verloren hat
Theater
23.03.2019 Annette Raschner

Die freie Kompanie walktanztheater.com ist bekannt dafür, anspruchsvolle Themen aufzugreifen und dafür vielschichtige Umsetzungen zu finden. In Koproduktion mit dem westbahntheater Innsbruck, der tanzschmiede/fucinadanza meran und dem panorama dance theater wurde ein interdisziplinäres Theaterprojekt zum Thema Depression entwickelt. Es basiert auf dem Sprechtheaterstück "Schatten" von Brigitte Knapp. Die Uraufführung im Alten Hallenbad in Feldkirch mit vier SchauspielerInnen und zwei TänzerInnen bot ein berührendes Erlebnis!

zum Artikel >
Ein rauschendes Fest der Literatur – bunt, laut, gewagt! Das Landestheater huldigt dem Dreigestirn Bachmann, Celan und Frisch
Großartig: Tobias Krüger und Nico Raschner
Theater
23.03.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Eine intensive Begegnung mit der Autorin und Namensgeberin eines der renommiertesten Literaturpreise des deutschsprachigen Raums, Ingeborg Bachmann, sowie den Schriftstellern und Klassikern der Gegenwartsliteratur Max Frisch und Paul Celan versprach das Vorarlberger Landestheaters seinem Publikum. Die gestrige Premiere erfüllte (fast) alle Erwartungen. „Die collagierte Zeit“ benannte Simon Meienreis sein Werk, das er auch selbst inszenierte. Wunderbare Texte, Gedichte und Dialoge von Frisch, Celan und Bachmann hat Meienreis zu einem faszinierenden Stück zusammengebaut und wurde dabei allen dreien absolut gerecht.

zum Artikel >
"Heiligabend" im TAK: Kammerspiel und Duell der scharfen Dialoge
Thomas Beck und Boglàrka Horvàth liefern sich ein Duell der klugen Dialoge
Theater
22.03.2019 Anita Grüneis

Manchmal ist Theater doch eine verdichtete Realität. Daniel Kehlmann hat mit dem Stück „Heilgabend“ ein fiktives Verhör zwischen einer Professorin und einem Kommissar geschrieben. Für das Schaaner TAK wurde dieses Stück als Eigenproduktion von Tim Kramer inszeniert. Der Regisseur ließ aus der Fiktion beklemmende 90 Minuten Realität werden und zeigte ein brandaktuelles Stück über unsere (Rechts-)Systeme. Und einen Schlagabtausch zwischen Mann Frau. Thomas Beck und Boglàrka Horvàth lieferten sich ein Duell der klugen Dialoge. 

zum Artikel >
Theater Karussell Liechtenstein: Die nackte Wahrheit – und nichts als die Wahrheit? 
Ula Lazauskaite und Hanno Dreher als Ehepaar Susann und Marcel
Theater
18.03.2019 Anita Grüneis

Das Liechtensteiner Theater Karussell hat mit dem Stück „Die Wahrheit“ von Florian Zeller einen guten Griff getan. Der junge Regisseur Andreas Jähnert hat das Stück um Liebe, Betrug, Wahrheit und Männer-Freundschaft inszeniert, gespielt haben Hanno Dreher, Thomas Hassler, Ula Lazauskaite und Heidi Salmhofer. Die vier ließen den Abend zu einer rasanten Fahrt werden zwischen Lüge, Schummelei, Verschwiegenheit, Heuchelei und gebremster Aufrichtigkeit. Viel wurde auf der Bühne über die Wahrheit geredet und niemand schien wirklich zu wissen, was das eigentlich ist, „Die Wahrheit“. Denn im Zeitalter von Fake News fragt es sich: Wie wahr ist schon Wahrheit? Und wer lügt, wenn er die Wahrheit sagt? Und wie setzt sich die „reine Wahrheit“, die vor Gericht verlangt wird, in Wahrheit zusammen?

zum Artikel >
Auseinandersetzung mit regionaler Geschichte – „Der 27. Kanton“ im Vorarlberger Landestheater
Hervorragendes Ensemble (v.l.n.r.): Bo-Phyllis Strube, Luzian Hirzel, Felix Defèr, Rahel Jankowski, David Kopp, Elke Maria Riedmann
Theater
10.03.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Am Freitag feierte das sehr gut besuchte Landestheater die Uraufführung von „Der 27. Kanton“. Intendantin Stephanie Gräve hatte zwei Stücke für einen Abend in Auftrag gegeben. Die beiden Autoren, der Österreicher Thomas Arzt und der Schweizer Gerhard Meister, haben sich mit Vorarlberg und den Ereignissen von 1919 auseinandergesetzt. Daraus entstanden zwei ganz unterschiedliche Stücke: So verknüpft „Die Verunsicherung“ die damaligen Geschehnisse mit dem Heute während das Stück „Lauter vernünftige Leute“ den Verlauf der Geschichte auf den Kopf stellt.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)