Out now: Februar-Ausgabe
Häppchen und Schampus
Manuela Schwärzler ·
Jän 2026 · Aktuell
Immer diese Jubiläen, werden Sie sich vielleicht gedacht haben, liebe Leser:innen, als ich in der letzten Ausgabe an dieser Stelle unser 40-jähriges Erscheinen angekündigt habe. Aber dieses Mal ...
Aber dieses Mal, da bin ich mir sicher, können Sie Verständnis für unseren Enthusiasmus aufbringen, ist es doch wirklich etwas Besonderes (für uns)! Ziemlich genau vor 40 Jahren erschien die erste Ausgabe der KULTUR und seither folgten hunderte Ausgaben. Manch einer (lesen Sie auf den Seiten 6–11, wer) hat der Zeitschrift bei der Gründung nicht mal ein einziges Überlebensjahr gegeben. Dass aber auch nach 40 Jahren noch lange kein letztes Jahr in Sicht ist, dafür sorgen nicht nur wir – der Trägerverein, das Redaktionsteam und all die KULTUR-Schreiber:innen –, sondern auch die vielen Künstler:innen und Kulturschaffenden im Land. Unglaublich, wie die Kunst- und Kulturszene seither gewachsen und gediehen ist – und uns Monat für Monat Anlässe gibt, zu berichten.
Dass wir uns von anderen Medien(konzernen) unterscheiden, ist Ihnen allen klar, ich weiß. Und doch sei es mir an dieser Stelle erlaubt, nochmals darauf hinzuweisen: Unsere Zeitschrift ist selbst eine Kulturinitiative, gegründet von Kulturveranstaltern und Kulturschaffenden und entstanden aus dem Bedürfnis nach einer alternativen und kritischen, aber auch umfangreichen Kulturberichterstattung bzw. nach Kulturberichterstattung überhaupt. Derzeit sieht es fast danach aus, als ginge die Entwicklung im Journalismus wieder dorthin zurück, werden doch in vielen Zeitungen und anderen Medien die Kultur-Ressorts stark gekürzt. Wir jedoch halten dagegen. Und verstehen uns nach wie vor als Teil der Kulturlandschaft Vorarlbergs und als Mitstreiterin. Mit einem wachen Auge auf die aktuellen Entwicklungen, immer bemüht, die Kulturschaffenden zu unterstützen. Wichtig ist uns unsere Unabhängigkeit und der kritische Blick, stets im Sinne einer konstruktiven Kritik und eines Diskursanstoßes. Sei es zu einzelnen Veranstaltungen, zu gesellschaftlichen Entwicklungen, zum Umgang mit der Vergangenheit, zur Kulturpolitik.
Lasst uns also feiern! Und zwar mit Ihnen, liebe Leser:innen, liebe Kulturinteressierte und Kulturschaffende. Denn Sie sind es, für die wir schreiben. Monat für Monat in den Printausgaben über die bevorstehenden Veranstaltungen und Ausstellungen, manchmal täglich kritische Nachberichte auf unserer Website und im Newsletter. Und darum servieren wir ihnen in diesem Festjahr mit jeder Ausgabe zusätzlich ein oder zwei Häppchen zu unserer Geschichte, unserem Team und unseren weiteren Vorhaben, bevor wir am Ende des Jahres (freuen Sie sich schon jetzt auf das Fest im November) alle gemeinsam die Korken knallen lassen und wild tanzen werden.
Wir beginnen mit einer sehr persönlichen Erinnerung an die Gründungsjahre, von keinem Geringeren als Peter Füßl, den ich Ihnen nicht vorstellen muss. Der von Anfang an als Geschäftsführer und Chefredakteur die KULTUR auf die richtige Bahn gebracht und sicher durch manch turbulentes Jahr geführt hat, fast vierzig Jahre lang.
Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe wieder Kritisches (zu den Plänen der Südtiroler Siedlung Rheinstraße in Bregenz, zur Social-Media-Nutzung von Jugendlichen), Internationales (über die Eröffnung der Kulturhauptstadt Oulu und zu Vorarlberger Schneeskulpturen in Japan) sowie Neues und Interessantes aus der hiesigen Kunst- und Kulturszene.
Dieses Editorial ist in der Februar-Ausgabe 2026 erschienen. Hier geht's zum E-Paper.