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Literatur

Der doppelte Beschinsky - „Maneks Listen“ von Niko Hofinger
Literatur
17.04.2018 Ingrid Bertel

Im Jahr 1987 stirbt, hochdekoriert, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Ernst Beschinsky, Professor im Ruhestand, Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs. Von seiner verborgenen Lebensgeschichte weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. Niko Hofinger erzählt sie jetzt neu, als faktensatten Roman, der im entscheidenden Augenblick nach Hohenems führt.

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Im Herzland angeschwemmt - „In der Liebe sein - Eine Spiritualität der Gegenwart“ – Buchpräsentation von Jürgen Schäfer in „Wort . Musik . Tanz“ im Pförtnerhaus
Keine Regie, nur das Einlassen auf Natur, Menschen, Körper, Gefühle am Pinienstrand von Baratti © Cornelia Hefel
Literatur
10.04.2018 Martina Pfeifer Steiner

„Zams is a sündiges Dorf!“, hatte die Mutter eines Schulfreundes immer geschimpft und deshalb wollte Jürgen Schäfer schon als Jugendlicher diesem Unbehagen, das er immer spürte, wenn mit der Sündenkeule geschwungen wurde, auf den Grund gehen. So machte er sich auf eine lange, lange Wanderung und suchte nach der echten Spiritualität, Schäfer studierte Theologie. „Nur darum geht es: Die tiefste Sehnsucht im Menschen ist lieben zu können und geliebt zu werden. Und das ist auch das Fundament jeder Spiritualität“, er begann zu schreiben. Waren es anfangs eher psycho-hygienische Gründe, veränderte sich Schäfers Schreiben über die Jahre (es waren sechs) hin zur Auseinandersetzung mit den Kernthemen seiner Theologie, Spiritualität und überhaupt mit seinem Leben.

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Ein liebenswerter Kontrapunkt - Nach seiner Dokumentation des Feldkircher Musikarchivs präsentiert Manfred A. Getzner noch einen Band mit „Musikgeschichten“
Manfred Getzner in seinem „Reich“ im Feldkircher Musikarchiv
Literatur
03.04.2018 Fritz Jurmann

Dass der 67-jährige Feldkircher Manfred A. Getzner vor allem im Kulturbereich zu den umtriebigsten Bürgern der Montfortstadt gehört, ist längst eine Binsenweisheit. Mit der Veröffentlichung zweier je 680 Seiten umfassenden Bände, in denen die Bestände des von ihm initiierten Feldkircher Musikarchivs mit den Nachlässen aller wichtigen Vorarlberger Komponisten des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentiert sind, hat er seinem Wirken als eine Art Lebenswerk die Krone aufgesetzt. Diese bereits im Herbst vorgestellte Dokumentation ist eine Art wertvolles Gedächtnis der Musikgeschichte unseres Landes und bildet eine wichtige Grundlage zu deren weiterer Erschließung.

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„Literatur im Schwärzler“ - Ein literarischer Osterhase
Literatur
01.04.2018 Annette Raschner

Seit Jahren pflegen das Theater Kosmos und Literatur Vorarlberg eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Hotel Schwärzler in Bregenz. Theaterleiter Hubert Dragaschnig, Schriftsteller Wolfgang Mörth und Hotelchefin Susanne Denk: Sie verbindet ihre Leidenschaft für das gedruckte Wort, und so wurde eines Abends an der Hotelbar die Idee für die Reihe „Literatur im Schwärzler“ geboren. Junge und noch weniger bekannte Autorinnen und Autoren sollten mit arrivierten KollegInnen bei einem dreitägigen Treffen in Kontakt treten können, um sich bei einer Werkstatt auszutauschen, über unveröffentlichte Texte zu diskutieren und im Rahmen eines abendlichen Galadiners gemeinsam vor Publikum zu lesen. Bei der vierten Ausgabe von „Literatur im Schwärzler“ waren dies Sabine Bockmühl, Franziska Füchsl, Moritz Heger, Michael Köhlmeier, Deborah Macauley, Alexander Peer, Hans Platzgumer, Verena Rossbacher, Tabea Steiner und Christian Zillner.

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Land der Schweigenden - Zu Mathias Ospelts neuem Erzählband „Wege. Gänge“
Literatur
24.03.2018 Jürgen Schremser

Der liechtensteinische Autor, Kabarettist und Literaturveranstalter Mathias Ospelt legt mit der Neuerscheinung „Wege. Gänge“ seinen jüngsten Band mit erzählender Prosa vor. Damit sind nicht nur die älteren Geschichten der mittlerweile vergriffenen Kurzgeschichtensammlung „Als Vaduz noch seinen Hafen hatte“ (2004) wieder erhältlich. Ospelt legt noch einiges drauf, mit fünf neuen Erzählungen aus dem tragikomischen Soziotop einer meer- und stadtfernen Gegend namens Liechtenstein.

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Der Papst der Ungläubigen - Bernd Schuchter widmet sich in „Herr Maschine“ dem Arzt und Philosophen Julien Offray de la Mettrie
Literatur
21.03.2018 Ingrid Bertel

In seinem Essay „Herr Maschine“ widmet sich Bernd Schuchter einem Vergessenen aus dem Zeitalter der Aufklärung: dem Arzt und Philosophen Julien Offray de la Mettrie, den seine Zeitgenossen einen Maschinen-Mann nannten.

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Spaziergang im erotischen Paradies - Band II/1 der Kritischen Ausgabe von Robert Walser
Literatur
19.03.2018 Ingrid Bertel

Seine Malerei werde sowieso nur von Malern verstanden, glaubte Pierre-Auguste Renoir. Dass Robert Walser vor allem von Autoren verstanden wurde, ist ebenfalls bewiesen. Es muss aber nicht so bleiben. Deshalb widmen sich die Verlage Stroemfeld/Schwabe der kritischen Ausgabe sämtlicher Drucke und Manuskripte Walsers. Soeben erschienen ist Band II/1 - der Band mit jenen Feuilletons, die Robert Walser zwischen 1907 und 1927 in der tonangebenden Zeitschrift „Die neue Rundschau“ veröffentlichte.

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„Dann macht es plötzlich Klick und ich beginne zu schreiben“ - Doris Röckle-Vetsch – eine moderne Frau mitten im Mittelalter
Literatur
10.03.2018 Anita Grüneis

Sie wohnt in Vaduz, stammt aus Buchs und ist im Mittelalter zuhause – die Autorin Doris Röckle-Vetsch kennt sich mit den Burgen der Region bestens aus, sie bilden die Basis für ihre historischen Romane. Zwei davon, „Die Flucht der Magd“ und „Das Mündel der Hexe“ sind bereits bei Droemer Knaur publiziert, ein dritter Band ist in Bearbeitung. Was bewegt eine 55-jährige moderne Frau, in das Leben der einfachen Leute im Mittelalter einzutauchen und Burgruinen wie die Burgen Hohensax und Frischenberg wieder zum Leben zu erwecken? Anita Grüneis hat sich mit Doris Röckle-Vetsch unterhalten.

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Gegen den Strich gebürstet - „Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb“ von Christian Mähr
Literatur
08.03.2018 Annette Raschner

In einer Studie haben Wissenschaftler der Global Challenges Foundation und des Future of Humanity Projects unlängst zwölf durchaus mögliche Szenarien für die Apokalypse aufgelistet: Vom Klimawandel über einen Supervulkanausbruch bis zum systemischen oder ökologischen Kollaps. In Christian Mährs neuem Roman „Der Jüngste Tag des Peter Gottlieb“ ist der Weltuntergang noch um einiges näher gerückt; die Gesetze der Vernunft sind außer Kraft gesetzt, und es gelten wieder jene ganz alten. Das Buch, in dem der Vorarlberger Schriftsteller die Schrift des Apostels Johannes über das Weltende ordentlich gegen den Strich gebürstet hat, ist im braumüller Verlag erschienen.

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Ein Alchemist gibt Einsicht - „CALCTURA“ – herausgegeben von Gerold Ulrich
Gerold Ulrich in seinem selbstgebauten Kalkofen aus Lehm  © Petra Rainer
Literatur
05.03.2018 Martina Pfeifer Steiner

Vorerst hat man mit der Haptik zu tun. Man klappt den Buch(pappen)deckel auf und meint eine Wand abzustreichen, neugierig die Prägung nachzeichnend, sie erinnert an Brailleschrift. Es ist die Rune Calctura. Sie symbolisierte für die mittelalterlichen Alchemisten den geheimnisvollen Umwandlungsprozess von Kalkstein in Kalk und wieder zurück. Dann ein Block mit fadengehefteten schweren Blättern. Sie sind rau, fallen langsam, Seite um Seite, man prüft die Fingerspitzen – nein, nichts haften geblieben. Das Papier ist gepresstes Steinmehl, die ölig anmutende Oberfläche ist wasser- und reißfest.

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