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Literatur

Aufstieg und Fall eines Hasardeurs
Literatur
21.12.2019 Ingrid Bertel

Das fängt ja gut an! Schon auf der ersten Seite liest man: „Der heiße Mokka unter der Schlagobershaube war noch heiß.“ Ist das stilistisches Unvermögen des Autors oder schleißiges Lektorat? Jedenfalls ist es kein gutes Entrée für die Geschichte über einen Literaturverlag. Es sollte nach dem Willen seines Gründers Richard Kola der größte Verlag im deutschsprachigen Raum werden, und zeitweise hatte er die Bestseller-Autoren der Stunde unter Vertrag. Trotzdem nannten böse Zungen den Rikola-Verlag „Ridikola“ (lächerlich) und zeigten kaum Respekt vor Richard Kola, dem Finanzjongleur mit literarischen Ambitionen.

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Bücher für die Küche
Literatur
17.12.2019 Kurt Bracharz

Ein kleiner Streifzug:

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Neue Publikation über Architektur und Wohnkultur in Vorarlberg: Vorarlberger Bauernhöfe
Literatur
16.12.2019 Annette Raschner

Im Universitätsverlag Wagner ist ein aufwändig gestalteter Text-Bild-Band über die bäuerliche Architektur und Wohnkultur im Ländle erschienen. Als Autor zeichnet Klaus Markovits verantwortlich, der sich in seiner Heimat Tirol seit 30 Jahren mit dem Bauernhaus in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen beschäftigt. Die Neugier im Sinne der interregionalen Spurensuche hat den leidenschaftlichen Geografen mit volkskulturellem Schwerpunkt auch nach Vorarlberg gebracht. Das über 300 Seiten umfassende Buch dokumentiert den Reichtum und die Vielfalt der bäuerlichen Architektur und Wohnkultur Vorarlbergs in rund 700 Aufnahmen.

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„Borgoland“, „Italienerhüsr“ und „Kolonie“ - Neues Buch über die Trentiner Zuwanderung in Hard
Literatur
09.12.2019 Markus Barnay

Dass die Harder Familien Andreatta, Armellini, Bonetti, Girardelli, Stefani, Tomaselli und Valentini ursprünglich aus dem italienischsprachigen Trentino stammen, ist ziemlich offensichtlich. Dass aber auch Familien mit den Namen Bernhard, Biatel, Brun, David, Gonner, Moschen, Motter, Rohner, Ropele und sogar Schmid Vorfahren haben, die in Borgo, Fiera di Primiero oder Transacqua geboren wurden, weiß ich erst seit der Lektüre von Nicole Ohnebergs und Meinrad Pichlers Buch über die Zuwanderung aus dem Trentino. Um 1910 stammte buchstäblich „halb Hard“, so der Titel des Buches, aus dem Trentino, und dass die Geschichte dieser Hälfte der Bevölkerung (auch wenn es den Forschungen zufolge nicht ganz die Hälfte, sondern eher nur ein Viertel bis ein Drittel war) endlich einmal gründlich aufgearbeitet wurde, ist Joe Armellini zu verdanken. Der Harder Unternehmer war – neben Josef Concin aus Nüziders – einer der ersten Trentiner-Nachkommen in Vorarlberg, die sich, statt sich ihrer Herkunft zu schämen oder sie zu verschweigen, aktiv auf Spurensuche nach ihren Vorfahren begaben. Daraus entstanden Freundschaften, Partnerschaften zwischen Städten und Gemeinden, gegenseitige Besuche, Großveranstaltungen – und Bücher.

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Stimmungen – Reflexionen. Alfons Kräutler (1907–1993) – Ein neu zu entdeckender Dornbirner Künstler
Klosamarkt, 1925, Pastell, Gouache auf Papier, 14,7 x 19,7 cm (alle Fotos: © Hadwig Kräutler)
Literatur
09.12.2019 Peter Niedermair

Diesen Herbst erschien im Hohenemser Bucher Verlag das auf der Gustav und an der Dornbirner Realschule präsentierte Katalogbuch über das Schaffen des Dornbirner Malers und Grafikers Alfons Kräutler anlässlich seines 25. Todestages (2018). Das von Hadwig Kräutler und Theresia Erne sehr schön gestaltete Buch beleuchtet eine vielseitige, lokal rezipierte Künstlerpersönlichkeit aus bisher wenig bekannter Perspektive. Neben den lesenswerten Textbeiträgen von Petra Zudrell, Werner Matt, Josef Seiter, Reinhard Haller, Johannes Rauch, Klaus Fessler und drei Aufsätzen von Hadwig, Tochter von Alfons Kräutler, zeigt der Band den Künstler in verschiedenen Notizen und Gedanken wie auch Abbildungen seiner Arbeiten, darunter Fotos bisher nicht bekannter Bilder und großformatiger Reproduktionen vieler der im Jahr 2017 entdeckten Grafiken; allesamt Arbeiten auf Papier.

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Buchneuerscheinung: Die Bregenzerwaldbahn – Gestern und Heute
Literatur
05.12.2019 Kurt Bereuter

Wenn man auf dem Cover des Buches den Titel in Bildform ablesen möchte, müsste man meinen, da, wo einst die Bregenzerwaldbahn war, ist jetzt nur mehr ein Kiesweg vorhanden, der an eine alte Straße erinnert, die wohl keine große Bedeutung (mehr) hat. Aber tatsächlich gibt es ja noch einen Rest der ursprünglichen Bregenzerwaldbahn, dem Wälderbähnle, wie es bei uns immer liebevoll genannt wurde. Vom Bahnhof Schwarzenberg bis zum Bahnhof Bezau, und die Nikolausfahrten sind nicht nur zur Tradition geworden, sondern auch zu einem besonderen Ereignis für Jung und Alt.

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Rockmusik als Tor zum Aufbruch in Liechtenstein - Neuerscheinung in der Reihe „Liechtenstein erzählen“
Literatur
30.11.2019 Anita Grüneis

„Aufbrüche“ ist der zweite Band der Buchreihe „Liechtenstein erzählen“. Ziel dieser Reihe ist es, markante Ereignisse oder Zeitströmungen im Fürstentum Liechtenstein mittels Zeitzeugen lebendig werden zu lassen. Dafür interviewen Roman Banzer, Hansjörg Quaderer und Roy Sommer bestimmte Personen und geben das Erzählte so weit als möglich im „Originaltonfall“ wieder. Waren es im ersten Band die „Demokratischen Momente“, wie beispielsweise die Themen Frauenstimmrecht und die EWR-Abstimmung, so sind es in „Aufbrüche“ die siebziger Jahre. „Die Chiffre 1968 steht für neue Musik, neue Mode, neue Lebensformen, neue Gesellschaftsentwürfe und die kollektive Unruhe, die eine ganze Generation erfasst hat“, schreiben die drei Herausgeber in ihrer Einleitung. Natürlich blieb auch das kleine Fürstentum damals nicht verschont von den Unruhen.

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Erinnerungen an Innsbruck von Georg Fabjan: „AmRASER – Schnelle Geschichten vom langsamen Erwachsenwerden“
Literatur
25.11.2019 Raffaela Rudigier

Innsbruck – das ist für viele Vorarlberger und Vorarlbergerinnen, insbesondere ehemalige Studierende der schnuckeligen Weltstadt, „home away from home“. Wer mehrere Jahre in einer Studentenstadt zugebracht hat, kennt viele Ecken und Winkel derselben, hat viele Erinnerungen an frühere Zeiten. Da wird man gerne nostalgisch und ein bisschen sentimental.

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Ein Plädoyer für gute Architektur - Martina Pfeifer Steiner: 33 Interviews zur Architektur
Literatur
18.11.2019 Peter Niedermair

Architektur und Sprache verbinden sich wie Inklinationen, Zuneigungen, ähnlich den Bogen der Brücken, die sich von Pfeiler zu Pfeiler schwingen. Auf eine andere komplexe Weise verbindet sie auch das Übersetzen. Während das zentrale Thema der Architektur der Raum ist, wird mit Wittgenstein bewusst, was „die Grenzen meiner Welt“ ausmacht. Sprache ist letztlich jedoch nicht ein Mittel für den Entwurf eines Projekts, sondern integraler Bestandteil des Entwurfs. Und kaum woanders ist das Übersetzen eine so besondere Disziplin wie in der Architektur. Interessant wie das Buch an sich, die „33 Interviews zur Architektur“, ist deshalb der Apéro, die Einführung, die Marina Hämmerle, die vormalige Leiterin des vai, geschrieben hat. Sie durchquert das vielschichtige Panorama aller 33 Interviewten, öffnet Welten und Räume und nimmt uns auf anspruchsvolle und dennoch leichte Spaziergänge mit. Ein Potpourri, das Appetit macht. Ihr Vorwort ist „ein Plädoyer für dieses Buch und die Architektur im Allgemeinen“.

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Das erste Mal - 30 AutorInnen erzählen, wie ihr erstes Buch entstand
Literatur
18.11.2019 Ingrid Bertel

„Mon cœur mis à nu“ – mein bloßgelegtes Herz – so nannte Charles Baudelaire ein Notizbuch mit Ideen, Skizzen, Entwürfen, das erst posthum erschien. Aus gutem Grund, denn fremde Blicke in die eigene Schreibwerkstatt mögen manchem Autor und mancher Autorin durchaus als Operation am offenen Herzen erscheinen. Dennoch konnte der „profil“-Redakteur Wolfgang Paterno 30 von ihnen dazu bewegen, das Entstehen ihres ersten Buches zu beschreiben.

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