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Literatur

Angewandte Idiotie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - Schundheft Nr. 24 „Don the moron“ von Kurt Bracharz
Literatur
12.12.2018 Raffaela Rudigier

Was man gestern noch für unmöglich hielt, ist heute schon völlig normal. Zum Beispiel, dass ein US-amerikanischer Präsident Dinge wie „Grab’em by the pussy“ sagt, dass er äußerst fragwürdige Personen in die wichtigsten politischen Ämter hievt oder dass Ausländerhass eine ganz normale politische Haltung ist. Vor einigen Jahren haben diese Dinge immerhin noch für Aufregung gesorgt. Mittlerweile sind sie im politischen Geschäft allgegenwärtig und erscheinen nur noch als Hintergrund-Rauschen in den täglichen Nachrichten. Erschreckend, wie man sich Tag für Tag, Stück für Stück, an eine derartige Realität gewöhnt. Umso wichtiger ist es, die Zusammenhänge und Hintergründe zu kennen. Zu verstehen, wie und warum alles so gekommen ist und welche Leute da aus welchen Gründen an sehr wichtigen Positionen sitzen. Da die Vereinigten Staaten das politische Weltgeschehen maßgeblich mitbestimmen, richtet sich der Blick auch dorthin.

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Franz Michael Felder und seine „Liebeszeichen“ - Zahlreiche Aktivitäten zum Felder-Jahr 2019
Literatur
29.11.2018 Annette Raschner

2019 ist ein Jubiläumsjahr. Gefeiert wird nicht nur der 150. Todestag des Schoppernauer Dichters und Volksaufklärers Franz Michael Felder, sondern auch der 50. Geburtstag des Felder-Vereins. Die Feierlichkeiten beginnen ab sofort, denn als Jahresgabe des Felder-Vereins 2018 ist soeben mit „Liebeszeichen und andere Dorfgeschichten“ der vierte Band mit belletristischer Literatur Felders nach „Aus meinem Leben“, „Reich und Arm“, „Nümmamüllers und das Schwarzokaspale“ in einer neuen Ausgabe erschienen. Der Mitherausgeber und Leiter des Felder-Archivs Jürgen Thaler erzählt im Gespräch von den Qualitäten des Textes und verrät weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr.

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6. Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache – Einreichfrist endet am 3. Jänner 2019
Selim Özdogan, Kölner Autor und Preisträger 2017, bei seiner Lesung anlässlich der Verleihung
Literatur
29.11.2018 Manuela Schwaerzler

Selbst im Dreiländereck zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz gelegen und auf eine Geschichte mit regem grenzüberschreitenden, kulturellen Austausch zurückblickend vergibt die Stadt Hohenems seit 2009 alle zwei Jahre einen Literaturpreis für herausragende literarische Texte, deren VerfasserInnen ursprünglich nicht deutscher Muttersprache sind. Im vergangenen Jahr wurde die „Geschichte ohne Papier“ von Selim Özdogan prämiert, der Que Du Luu und Saša Stanišić nachfolgte.

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Alles in Bewegung - Neuerscheinung über das Klostertal
Literatur
27.11.2018 Ingrid Bertel

Verspielt und gleichzeitig wissenschaftlich fundiert, bunt und dabei ästhetisch anspruchsvoll, vor allem aber mit einem ganz neuen Blick auf das Klostertal – so präsentiert sich der Band „Im Tal der Alfenz“.

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Babelsprech in Vaduz: Ein Gedicht öffnet mit wenigen Worten einen Raum
Eine "Wander"-Lesung im Vaduzer Kunstmuseum
Literatur
24.11.2018 Anita Grüneis

Wenn 77 Schreibende gleichzeitig aus ihren Werken lesen, dann könnte das eine babylonische Sprachenverwirrung geben. Nicht aber, wenn die Sprechenden in verschiedenen Ländern sind, an unterschiedlichen Orten lesen und dies noch dazu in mehreren Räumen. Dann lässt sich so ein Anlass auch „Eurovision Poetry Party“ nennen. Es war das große Finale von „Babelsprech“, einem internationalen Projekt, das 2013 als Initiative zur Förderung junger Lyrik entstand. Das Ziel war die Vernetzung deutschsprachiger Nachwuchsdichter und die Sichtbarmachung der zeitgenössischen Lyrik.   

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Weltarchitektur – nun auch mit Liechtenstein
Literatur
21.11.2018 Anita Grüneis

92 Architekturführer aus aller Welt hat DOM publishers herausgegeben, neu ist darunter nun auch einer für Liechtenstein zu finden. Die markanten Architekturführer – alle im Format von 13,5 mal 24,5 Zentimetern – bieten weit mehr als nur Baukunst, sie sind Expeditionsführer für das Unbekannte, erklären Geschichte auf eine neue Art und eröffnen Perspektiven in eine fremde Welt. Der Führer für Liechtenstein umfasst 328 Seiten und 500 Abbildungen. Federführend war der Architekt und Autor Nils Estrich. Er wurde 1965 in Hildesheim geboren und hat dort, wie auch in Padang, Indonesien, Architektur studiert. Wanderjahre in Asien und Europa führten ihn schließlich nach Liechtenstein, wo er mit seiner Familie lebt.

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Ulrike Längles „Schoppernauer Weltgeschichte“: Rüscherianer gegen Felderianer – das ist Brutalität!
Das Felderdenkmal am heutigen Standort an der Kirchenmauer (© vorarlberg museum)
Literatur
10.11.2018 Markus Barnay

„Der versteinerte Felder“ hieß ein Beitrag im Katalog der erfolgreichen Ausstellung „Ich, Felder. Dichter und Rebell“, die 2014 im vorarlberg museum zu sehen war. Jetzt legte die Autorin des Beitrags, Ulrike Längle, nach und präsentierte – pünktlich zum Abschied aus ihrer 34-jährigen Tätigkeit im Franz Michael Felder gewidmeten Literaturarchiv – ein Büchlein über den legendären Denkmalstreit, der die kleine Gemeinde Schoppernau nach dem Tod des Dichters und Sozialreformers Felder in zwei unversöhnliche Lager spaltete. Erzählt hat Ulrike Längle von den Vorgängen auf diversen Exkursionen immer wieder, doch jetzt kann man sie auch in allen Einzelheiten nachlesen.

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„Rastlos. Architekt Werner Pfeifer 1919 – 1972“ von Martina Pfeifer Steiner
Architekt Werner Pfeifer, 1971 (© Nachlass Architekt W. Pfeifer)
Literatur
04.11.2018 Ingrid Bertel

Dass da einer losrast, davon handelt dieses Buch. Er wird mit seinem Auto in den Tod rasen – aber davor durch Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, durch ambitionierte Wohn- und Schulbauten, Tourismus- und Luftprojekte: Ein klug gebauter Doppelband erinnert an den Vorarlberger Architekten Werner Pfeifer.

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Auf der Flucht - „All die Nacht über uns“ von Gerhard Jäger
Literatur
31.10.2018 Ingrid Bertel

Mit seinem zweiten Roman „All die Nacht über uns“ hat es Gerhard Jäger auf die Shortlist für den österreichischen Buchpreis geschafft. Der in Dornbirn geborene Jäger war Redakteur der Tiroler Tageszeitung, erhielt 1996 den Literaturpreis des Landes Vorarlberg für einen bislang unveröffentlichten Roman, sein Buch „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ wurde 2016 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Nun katapultiert ihn sein zweiter Roman in die erste Reihe österreichischer AutorInnen. „All die Nacht über uns“ ist ein leises, bedächtiges Buch, eine klare Stimme in der aufgeheizten Debatte um das Thema Flucht und Migration.

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„Und essen werden wir die Katze“ von Nadine Kegele - Ein Buch „mit ganz viel Welt“
Literatur
24.10.2018 Annette Raschner

„Das Leben ist eine Gratwanderung zwischen Wut und Witz“, meint Nadine Kegele. Beide Pole nutzt die aus Vorarlberg stammende, in Wien lebende Schriftstellerin äußerst produktiv für außergewöhnliche Literaturprojekte. So ist nach dem Erzählband „Annalieder“ und dem Roman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause“ im vergangenen Jahr mit „Lieben muss man unfrisiert“ eine ungewöhnliche Portraitsammlung der Publikumspreisträgerin der Klagenfurter Literaturtage von 2013 erschienen; neunzehn Frauen und Transgender-Personen zwischen 16 und 92 Jahren erzählen darin ungeschönt aus ihrem Leben. Nun hat der Verlag Kremayr & Scheriau das Buch „Und essen werden wir die Katze“ publiziert; Erzählungen ergänzt durch Stickereien, Illustrationen und Collagen zu den Themen Heimat und Heimatlosigkeit.

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