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Literatur

Der etwas andere Buchtipp: Jiri Weil – ein vergessener Autor, der endlich Aufmerksamkeit verdient: „Mendelssohn auf dem Dach“
Jiri Weil (1900 – 1959) hat das Furchtbarste aus drei totalitären Regimen erlebt, war immer der Verfolgte, Gejagte, Verfemte, bäumt sich dagegen auf – und verlässt sich in den bittersten Momenten auf seinen Witz
Literatur
07.08.2011 Ingrid Bertel

Das Leben des tschechischen Autors Jiri Weil spiegelt auf erschreckende Art die mörderische Politik des 20. Jahrhunderts. Als Jugendlicher begeisterte sich Weil für den Sozialismus – und erlebte eine brutale Desillusionierung, als er in ein sowjetisches Arbeitslager verschleppt wurde. Zwar gelang ihm die Flucht nach Hause – aber in Prag marschierte die SS. Jiri Weil überlebte den Nationalsozialismus als U-Boot. Wie? Davon kann sich eine Vorstellung machen, wer seinen Roman „Mendelssohn auf dem Dach“ liest. Dieser tragikomischen Geschichte gebührt endlich eine Aufmerksamkeit, die der Autor zu Lebzeiten nie erfuhr.

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Die Freunde von der Amphetaminfront – Christian Mährs neuer Roman „Das unsagbar Gute“
Literatur
01.08.2011 Raffaela Rudigier

Es ist wie im ganz normalen Leben: eine alte Frau steht auf einen Tisch um eine Glühbirne zu wechseln, fällt dabei herunter, bricht sich das Genick und ist tot. So etwas kommt vor. Was dann allerdings folgt, ist nicht mehr ganz so „normal“: es stellt sich heraus, dass eben diese alte Frau – Frau Leupold – ihres Zeichens pensionierte Chemielehrerin – im Keller ihrer geerbten Villa im beschaulichen Städtchen Dornbirn ein kleines ertragreiches Drogenlabor eingerichtet hat.

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„Hirnstrudel“ - Gesammelte Erzählungen von Jens Dittmar
Literatur
08.07.2011 Jürgen Schremser

Mit dem beim Bucher-Verlag erschienenen Band „als wär’s ein stück papier“ legt der Autor Jens Dittmar 17 ältere und neuere Prosatexte vor. In einem räsonierenden Erzählstil breitet der Lektor und Herausgeber liechtensteinbezogener Anthologien seine mit Literatur-Zitaten, autobiographischen Motiven und Liechtensteinensien durchsetzten Textflächen aus. Mit Lust an motivischer Variation und Wortspielerei legt Dittmar den Akzent auf den sprachlichen Verfertigungscharakter des Erzählens.

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Magischer Bodensee – Wanderungen zu sagenumwobenen Kraftorten
Literatur
30.06.2011 Raffaela Rudigier

Wer genug hat von den üblichen Ausflugszielen rund um den Bodensee und nach speziellen Orten und deren Geschichten Ausschau hält, dem sei ein neuer Wanderführer empfohlen: „Magischer Bodensee – Wanderungen zu Orten der Kraft“ von Barbara Hutzl-Ronge führt mit spannenden Geschichten zu hierzulande vielleicht noch weniger bekannten Orten am See.

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Das Lachen der Hühner
Literatur
07.06.2011 Karin Jenny

Ein kleiner Lyrikband mit Sonetten handelt von Liechtenstein. Geschrieben von Stan Lafleur, dem Autor, der in Köln am Rhein lebt und sich den Rhein zum Bruder machte. Unzählige Veröffentlichungen erzählen von dieser Affinität. Ein möglicher Grund, warum er für einige Monate in Liechtenstein lebte und als Stipendiat der Kulturstiftung Liechtenstein seinen Blick auf das Fürstentum warf.

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Abgründe haben Tiefgang – Karlheinz Pichlers Lyrikband „alles grün im schatten“
Literatur
10.05.2011 Raffaela Rudigier

Von Kühlschrank-Gedichts-Zyklen über Naturbeobachtungen und Facebook-Dialoge bis hin zu Anfällen von Erotik: „alles grün im schatten“ heißt der zweite Lyrikband des Vorarlberger Autors Karlheinz Pichler. Darin enthalten ist eine Auswahl von 64 Texten, die in den letzten drei Jahren entstanden sind.

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Türkenbelagerung – Duygu Özkans Buch österreichische Vorurteile über Türken
Literatur
03.05.2011 Ingrid Bertel

Der Titel ist provokant und verdankt sich dem ehemaligen St. Pöltner Bischof Kurt Krenn. Aber anders als der durchgeknallte Kleriker ist das Buch völlig sachlich, bisweilen von ironischer Distanz geprägt, vor allem aber bemüht darum, die Entstehung des in Österreich so negativ geprägten Türkenbildes nachzuvollziehen und – wenn möglich - zu ändern. Die gebürtige Vorarlbergerin Duygu Özkan liefert mit „Türkenbelagerung“ wertvolle Impulse zur Integrations-Debatte.

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„Verdammt in alle Seeligkeit“ – Stephan Alfares Roman „Der dritte Bettenturm“
Stephan Alfare – seine Romanfiguren nehmen in ihrer Zugedröhntheit meist nicht viel mehr als die eigene Angst wahr © David Prascaits
Literatur
26.04.2011 Ingrid Bertel

In den Büchern von Stephan Alfare wird spätestens ab Zeile zehn verlässlich Bier getrunken. Daran hat sich auch im jüngsten Roman nichts geändert. Allerdings, für den Helden mit dem sprechenden Namen Victor Flenner, ist bald Schluss mit Rausch und Gaudi. Er liegt auf der Intensivstation und kämpft um sein Leben. „Der dritte Bettenturm“ zeigt eine grundlegend neue Facette von Alfares Schreiben.

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Silberne Wiese, sanfte Brise – Das Romandebut der 15-jährigen Maya Rinderer
Die 15-jährige Maya Rinderer legt mit „Esther“ einen Roman über den Holocaust vor
Literatur
19.04.2011 Ingrid Bertel

Wenn ein gerade erst 15 Jahre altes Mädchen einen Roman vorlegt, ist das ungewöhnlich. Wenn dieser Roman mit einer Flucht vor dem Ghetto beginnt und in Auschwitz endet, ist das mehr als ungewöhnlich. Es ist verstörend. „Esther“ heißt dieses Romandebut der Dornbirnerin Maya Rinderer.

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“Something to tell home about” – Doris Knechts Romandebut „Gruber geht“
Mit scharfem Blick zerlegt Doris Knecht den Kosmos der modernen Menschen in unseren Breitengraden und trifft dabei voll ins Schwarze. © Pertramer.at
Literatur
12.04.2011 Raffaela Rudigier

Die brillante Kolumnenschreiberin Doris Knecht hat ihren ersten Roman geschrieben. „Gruber geht“ ist ein spannendes, witziges, stellenweise trauriges Buch, das zu lesen sich lohnt. Mit scharfem Blick zerlegt Doris Knecht den Kosmos der modernen Menschen in unseren Breitengraden und trifft dabei voll ins Schwarze.

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