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Kritiken

Spannender Auftakt zu den „Montforter Zwischentönen“: Der „HUGO“ geht diesmal nach Nürnberg
Mitmachen für das Publikum ist angesagt beim ersten Beitrag des „Shatter Collectives“ von der Musikhochschule Basel mit dem Projekt „Traumwandeln“
Musik / Konzert
04.02.2017 Fritz Jurmann

„Eigentlich hätten alle gezeigten Arbeiten heute einen ‚HUGO‘ verdient. Das Niveau der fünf internationalen Teams war im Durchschnitt um eine Stufe höher als im Vorjahr“, resümierte Jurymitglied Wolfgang Burtscher bei der Preisverleihung des Konzertdramaturgie-Wettbewerbes am Freitag in der vom Publikum gestürmten Dachgalerie des Feldkircher Montforthauses. Nach einem ebenso spannenden wie kurzweiligen dreieinhalbstündigen Marathon ging der begehrte „HUGO“ im dritten Jahr an das „Ensemble fraktale“ von der Musikhochschule Nürnberg, nachdem in den beiden Vorjahren jeweils Gruppen aus dem Landeskonservatorium Feldkirch die Nase vorn hatten. Das ausgezeichnete und mit 2.500 Euro dotierte Siegerprojekt wird am 22. Juni uraufgeführt.

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Was Männer sonst nicht zeigen
Männergespräche in einem zur Sauna umgebauten Wohnwagen, hoch oben, in den Wäldern im Norden von Finnland.
Film / Kino
03.02.2017 Gunnar Landsgesell

Auf Sauna-Tour durch Finnland: In jeder Schwitzstube hocken Männer und offenbaren Gefühle, für die im Leben draußen angeblich kein Platz ist. Ein Hohelied auf die gebrochene Männlichkeit zwischen Schweiß, Bier und Birkenrouten.

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Aktuell in den Filmclubs (3.2. - 9.2. 2017)
Wedding Doll
Film / Kino
02.02.2017 Walter Gasperi

Der Spielboden Dornbirn zeigt diese Woche noch einmal das feinfühlige israelische Drama „Wedding Doll“. In ein düsteres Barcelona entführt dagegen das Gasthof Jöslar in Andelsbuch mit Alejandro González Iñárritus „Biutiful“.

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Musikalisch exzellente Opernpremiere am Landestheater: „Orpheus sucht Frau“ oder „Das doppelte Lottchen“
Orpheus (David DQ Lee, mit Sängern des Bregenzer Festspielchores) muss viele Hindernisse überwinden, um seine verstorbene Gattin Eurydike ins Leben zurückzuholen
Theater
02.02.2017 Fritz Jurmann

Das war am Mittwoch in erster Linie ein exzellentes musikalisches Ereignis, das als solches vom ausverkauften Haus am Kornmarkt auch entsprechend bejubelt wurde. Der Beifall galt der hervorragenden Besetzung mit dem Orpheus an der Spitze gleichermaßen wie dem Bregenzer Festspielchor und dem Symphonieorchester Vorarlberg.

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John Abercrombie Quartet: Up and Coming
CD-Tipp
02.02.2017 Peter Füssl

Als Gitarrist John Abercrombie und Pianist Marc Copland 2013 „39 Steps“ einspielten, hatten sich ihre musikalischen Wege schon seit vierzig Jahren immer wieder gekreuzt, und beide hatten auch schon mit Drummer Joey Baron und Bassist Drew Gress – ein absolutes Dream-Team – reichhaltige Erfahrungen gemacht. Vermutlich ist es nur dem Viel-beschäftigt-Sein aller Akteure geschuldet, dass vier Jahre bis zum Erscheinen des Nachfolgealbums verstreichen mussten, das nun ganz ohne Alfred Hitchcock-Bezug nicht weniger spannend als das brillante Debut ausfällt.

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Wenn Daten durch Gestaltung visuell lesbar werden: Ein Buchprojekt anlässlich 40 Jahre Atelier Gassner
Andrea und Reinhard Gassner: "Wir geben uns bis 2020 Zeit für den Übergansprozess. Der fließende Prozess ist spannend und gleichzeitig eine Hommage."
Literatur
01.02.2017 Karlheinz Pichler

Das x-fach national und international ausgezeichnete Schlinser Gestaltungsbüro „Atelier Gassner“ beging 2016 sein vierzigstes Bestandsjahr. Anlässlich dieses bemerkenswerten  Jubiläums erscheint nun im Frühjahr im Sonderzahl Verlag ein Buch, das 15 erlesene Projekte des Ateliers dokumentiert. Dabei handelt es sich nicht um die typischen Grafik-Design-Bereiche, sondern um besondere Arbeiten in den Themenfeldern Raum, Architektur, Grafik, visuelle und verbale Kommunikation. Beschrieben werden sie von den Atelierinhabern Andrea und Reinhard Gassner. Externe Textbeiträge stammen von Alberto Alessi, Walter Bohatsch, Köbi Gantenbein, Otto Kapfinger sowie von Roland Jörg, dem auch die Schriftleitung zukommt. Karlheinz Pichler führte für KULTUR zu diesem Buchprojekt, in dem sich auch wichtige Aspekte des Vorarlberger Informationsdesign widerspiegeln, folgendes Interview.

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„Totale Religion“ – Jan Assmann und Michael Köhlmeier sprachen im Rahmen der „Tangenten“ am Saumarkt über die Sprache der Gewalt und deren Ursprünge im Alten Testament
Jan Assmann und Michael Köhlmeier sind sich einig, dass Religionen auch zum Frieden beitragen können, wenn der Sprache der Gewalt und den gewalttätigen Kräften eben jene Bilder des Friedens, der Liebe und der Nächstenliebe entgegengesetzt werden, die in diesen Religionen auch enthalten sind.
Gesellschaft
31.01.2017 Tamara Ofner

Am Samstag, den 28.1.2017, stellte Jan Assmann im Feldkircher Saumarkttheater sein neuestes Werk „Totale Religion“ im Rahmen eines Vortrages der Reihe „Tangenten“ vor. In einem anschließenden Dialog mit Michael Köhlmeier wurden einzelne Aspekte noch genauer beleuchtet und auseinandergesetzt.

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Es blubbert und quillt wie beim Druiden Miraculix – Thomas Feuerstein präsentiert „Sternenrotz“ in der Bludenzer Galerie allerArt
Thomas Feuerstein: SEMMEL, 2016 (Glas, Aluminium, Schläuche, Kabel, Pumpe, LED, Wasser, Algen)
Ausstellung
30.01.2017 Karlheinz Pichler

Was Miraculix für Asterix und Obelix ist, ist der Künstler Thomas Feuerstein für die Kunst. Stellt allerdings die von den genialen Zeichnern Rene Goscinny und Albert Uderzo geschaffene Kunstfigur Miraculix einen Zaubertrank her, der zur Unbesiegbarkeit verhilft, produziert Feuerstein im Kunstraum allerArt in der Remise Bludenz mit Hilfe von Algen und Pilzen und wissenschaftlicher Unterstützung ein Halluzinogen, das Wahrnehmungsverschiebungen bewirkt und als Visionsdroge verwendet werden könnte.

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Jeder Augenblick ist Geschichte und Aufbruch in einem“
 - May-Britt Nyberg Chromy im Kunstraum Pettneu
May-Britt Nyberg Chromy: O.T. (Collage auf Textil), 2017
Ausstellung
29.01.2017 Jonas Berkmann

Der Kunstraum Pettneu gibt derzeit einen aktuellen Einblick in das Schaffen der 1965 in Herning in Dänemark geborenen Künstlerin May-Britt Nyberg Chromy, die seit über 20 Jahren im vorarlbergischen Feldkirch lebt. Gezeigt werden Collagen auf Papier, auf Leinwand sowie auf Textil. Weiters farbige und schwarzweiße Linoldrucke sowie drei Objekte.

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Filippa Gojo Quartett: Seesucht
CD-Tipp
29.01.2017 Peter Füssl

Zwei Jahre nach ihrem erfolgreichen Soloalbum „vertraum“ legt die aus Bregenz stammende und in Köln lebende Vokalistin Filippa Gojo nun das zweite Album ihres Quartetts mit Pianist/Keyboarder Sebastian Scobel, Kontrabassist David Andres und Perkussionist Lukas Meile vor. Die acht höchst abwechslungsreichen Titel erweisen sich als ideale Vehikel zur Präsentation der enormen gesanglichen Fähigkeiten Gojos. Der Umstand, dass der Großteil davon aus ihrer Feder stammt, verweist aber auch auf ihr außerordentliches sprachliches und kompositorisches Talent.

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