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Kritiken

Die Freude am Singen erlebbar gemacht - Birgit Plankel und Martina Gmeinder
Birgit Plankel, Martina Gmeinder und Ivan Kárpáti fanden viel Zustimmung
Musik / Konzert
29.06.2009 Silvia Thurner

Der Hofsteiger-Saal in Schwarzach konnte die vielen ZuhörerInnen kaum fassen, die den Liederabend von Birgit Plankel und Martina Gmeinder hören wollten. Im überfüllten Konzertsaal mussten sich die Sängerinnen mit schwierigen akustischen Bedingungen auseinander setzen. Umso erfreulicher wirkte das Konzerterlebnis im Ganzen. Denn dem Publikum wurde ein abwechslungsreiches und musikalisch ausgeklügeltes Programm mit Liedern von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Haydn, Robert Schumann und Antonin Dvorak präsentiert. Von Beginn an war eine sympathische Übereinstimmung zwischen den Sängerinnen und dem Pianisten Iván Kárpáti spürbar. So öffneten sie mit facettenreichen Werkdeutungen humor- und stimmungsvolle sowie nachdenkliche emotionale Liedwelten.

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Chick Corea & John McLaughlin: Five Peace Band Live
CD-Tipp
28.06.2009 Peter Füssl

Bei Allstar-Bands darf man zurecht skeptisch sein, denn nicht selten geht es weniger um die Musik als darum, kurzfristig eine wirklich ergiebige Cashcow auf große Geldbeschaffungsrundreise zu schicken. Im vorliegenden Fall wäre eigentlich die Bezeichnung Allsuperstar-Band noch zutreffender, denn neben Corea und McLaughlin, die sich schon Ende der 1960er Jahre bei Miles Davis auf den epochalen Alben „In A Silent Way“ und „Bitches Brew“ gemeinsam betätigt haben, sind auch noch Saxophonist Kenny Garrett, Bassist Christian McBride, Drummer Winnie Colaiuta und auf einem Stück als special guest sogar noch Herbie Hancock zu hören. Aber man darf getrost entwarnen!

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Aktuell in den Filmclubs (29.6. - 5.7. 2009)
Kukushka
Film / Kino
23.06.2009 Walter Gasperi

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Werke aus der Zeit der schönen Tode zum Abschluss des FeldkirchFestivals - Die hohen Erwartungen wurden nicht erfüllt
Kammerchor Salzburg und das Mozarteumorchester Salzburg
Musik / Konzert
23.06.2009 Silvia Thurner

Zum Abschluss des FeldkirchFestivals interpretierten das Mozarteum Orchester und der Kammerchor Salzburg zwei unkonventionelle Kompositionen von Francis Poulenc und Gabriel Fauré. Die Werkdeutungen erreichten unter der Leitung von Thomas Rösner jedoch lediglich ein mittelmäßiges Niveau. Obwohl die Sopranistin Rebecca Evans und der Bariton Gerardo Garciacano ihre Soloparts bemerkenswert gestalteten, glückte vor allem in Faurés „Requiem“ der Spagat zwischen der großen Form und der relativ kammermusikalischen Anlage nicht so recht.

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Musikalisch gestaltete Zeit, die Form annimmt - das Klangforum Wien unter der Leitung von Emilio Pomárico bereicherte das FeldkirchFestival
Das Klangforum Wien unter Emilio Pomárico endlich wieder einmal in Vorarlberg zu hören
Musik / Konzert
22.06.2009 Silvia Thurner

Seit Jahren gastierte das „Klangforum Wien“ nicht mehr in Vorarlberg. Im Rahmen des FeldkirchFestivals wurde eine Wiederbegegnung möglich. Diese Gelegenheit nutzten zahlreiche ZuhörerInnen und sie erlebten ein Konzert mit französischer Musik, für die man gerne die Ohren spitzte, weil sie Klangwelten eröffnete, die begeisterten. Die Flötistin Eva Furrer interpretierte Hugues Dufourts „Antiphysis“ auf höchstem Niveau. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ das Werk „Pour adoucir le cours du temps“ von Tristan Murail. Er setzte 18 Instrumente und rotierende elektronische Klänge zueinander in Beziehung.

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Schahrasad verführt ihr Publikum - „1001 Nacht“ in Hohenems
Das "Orpheo Saxophone Quartet" und Rebekka Schneider boten Unterhaltung für die Ohren und für die Augen
Musik / Konzert
22.06.2009 Silvia Thurner

Michael Köhlmeier gab den Impuls für den Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache. 2009 wird der mit € 10.000 dotierte Preis erstmals vergeben. Agnieszka Piwowarska aus Berlin und Michael Stavaric aus Wien teilen sich dieses Jahr den Hauptpreis, einen Anerkennungspreis über € 3.000 erhält die in Wien lebende Susanne Grego. Im Rahmen der Veranstaltungen rund um die Vergabe des Literaturpreises gestaltete das „Orpheo Saxofone Quartet“ mit dem neuen Werk „1001 Nacht“ von Murat Üstün gemeinsam mit Renate Bauer einen geist- und sinnenreichen Abend.

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Aktuell in den Filmclubs (22. - 28.6. 2009)
XXY
Film / Kino
21.06.2009 Walter Gasperi

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Renaud García-Fons: La Línea des Sur
CD-Tipp
20.06.2009 Peter Füssl

Einen imaginären, grenzenlosen Süden hatte der spanisch-französische Kontrabassist Renaud García-Fons im Kopf, erfüllt mit einer Mischung aus jenen Klängen, die er seit seiner Kindheit gewohnt ist: die uralte Schmelztiegel-Musik des Mittelmeerraumes, Flamenco, Lateinamerikanisches und Jazz.

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Vom Tanz auf dem Vulkan in Zanzibar - Erfolgreiche Aufführung der Oper „Les Mamelles de Tirèsias“ von Francis Poulenc beim FeldkirchFestival
Thérèse (Magali Léger) emanzipiert sich
Musik / Konzert
14.06.2009 Silvia Thurner

In den Mittelpunkt des FeldkirchFestivals 2009 stellte Philippe Arlaud die Oper „Les Mamelles de Tirèsias“ von Francis Poulenc. Konfrontiert wurde dieses sehr amüsante und temporeiche Werk mit Richard Wagners „Wesendonck Liedern“. Damit sollte eine Bruchstelle in der musikalischen und kunstästhetischen Entwicklungslinie des 20. Jahrhunderts verdeutlicht werden. Dies gelang im Rahmen eines unterhaltsamen Opernabends, der auf sehr hohem künstlerischem Niveau über die Bühne ging.

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Von Hühnern und Menschen – Das tanz ist Festival ging mit einer witzig-schrägen Performance der Kompanie Ayelen Parolin zu Ende
Tanz
14.06.2009 Peter Füssl

Das von Günter Marinelli am Dornbirner Spielboden kuratierte tanz ist Festival bot vom 5. bis 13. Juni jede Menge Schräges, Außergewöhnliches und radikal Witziges. Die vom Grazer Opernballett-Direktor Darrel Toulon geleitete „alpha group“ überzeugte mit einer multimedialen Tanzperformance, die durch den großen Altersunterschied zwischen der blutjungen, wunderbar tanzenden Clemmie Sveass und dem 67-jährigen Ralf Harster einen ganz besonderen Reiz entwickelte. Julia Mach bewies im Duo mit Filip Szatarski, dass sie völlig zurecht zu den perfektesten Tänzerinnen – nicht nur im Alternativbereich – gezählt wird. Der mit Spannung erwartete Abend mit der „Grand Dame“ der zeitgenössischen finnischen Tanzszene war insofern probelmatisch, dass der „Part 1“ ihres jüngsten Stückes „Onni-Bonheur-Happiness“ praktisch ein reines Sprechstück ist und die tänzerische Umsetzung des Ganzen in „Part 2“ aus Zeitgründen nicht gezeigt wurde. Eine Fehldisposition, die mit dem abschließenden „SMS and LOVE“ der gleichermaßen witzigen wie radikalen Kompanie Ayelen Parolin aus Brüssel wieder vergessen gemacht wurde.

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