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Kritiken

Beeindruckende Weihnachtsmatinee - Benjamin Lack führte das Sinfonieorchester des Landeskonservatoriums zu neuen Ufern
Das Orchester ist unter Dirigent Benjamin Lack erneut an seinen Aufgaben gewachsen
Musik / Konzert
19.12.2010 Fritz Jurmann

Etwas Kaltblütigkeit und die notwendige Spielpraxis fehlen noch, sonst könnte das Sinfonieorchester des Landeskonservatoriums bezüglich Klangkultur und Sicherheit im Spiel bereits als Profiorchester durchgehen. Das zeigte sich bei der traditionellen Weihnachtsmatinée im Festsaal des Hauses, die vom Publikum aus Prominenz, Eltern der Mitwirkenden und Freunden des Hauses regelrecht gestürmt wurde. Verantwortlich für den rasanten Aufschwung des durchwegs aus StudentInnen des Konservatoriums zusammengesetzten Klangkörpers ist Dirigent Benjamin Lack, der vor genau einem Jahr erstmals am Pult dieses Orchesters stand.

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Aktuell in den Filmclubs (20.12. - 26.12. 2010)
Herbstgold
Film / Kino
19.12.2010 Walter Gasperi

Gegensätzliches präsentieren die Vorarlberger Filmclubs diese Woche: Während Jan Tenhaven in "Herbstgold" fünf über 80-jährige, gleichwohl immer noch ehrgeizige SportlerInnen porträtiert, gelang Laurent Tirard mit "Der kleine Nick" eine bezaubernde Verfilmung von Sempé/Goscinnys Kinderbuchklassiker.

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Monteverdis „Marienvesper“ mit "Vocal Origen" und "Concerto Stella Matutina" in Götzis - Ein geglückter Geniestreich zum Saisonfinale
Atemberaubende Klangkultur, Präzision und Homogenität in beiden Chören (vorne, 2.v.l.: Judit Scherrer)
Musik / Konzert
18.12.2010 Fritz Jurmann

Jene Kaliber der geistlichen Chormusik wie Bachs "Weihnachtsoratorium" und Händels „Messias“, die die ideenreichen Macher des heimischen Barockorchesters „Concerto Stella Matutina“ schon in den Vorjahren jeweils zum Finale der Saison ins Programm gewuchtet hatten, ließen auch für diesmal Großes erwarten. Und es ist eingetroffen. Monteverdis berühmte „Marienvesper“ hat am Freitag in der Götzner Kirche St. Ulrich in frühbarocker Verinnerlichung den strahlenden Glanz der beiden hochbarocken früheren Werke noch zu toppen vermocht. Maßgeblichen Anteil daran hatte Dirigent Clau Scherrer mit dem von ihm sorgsam vorbereiteten und geleiteten Graubündner Ensemble „Vocal Origen“, dem das Werk wie kaum ein anderes höchste Leistungsbereitschaft und enorme Konzentration abverlangte.

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Kammerorchester „Arpeggione“ legt Bilanz vor - Eine neue CD zum 20-Jahr-Jubiläum
CD-Tipp
16.12.2010 Fritz Jurmann

Etwas verspätet ist das Produkt zwar auf den Markt gekommen, zwei Monate nach dem erfolgreichen Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen in der Pfarrkirche Hohenems, aber immer noch rechtzeitig vor dem Fest und damit geeignet als sinnvolles Geschenk für die vielen Freunde und Fans des Kammerorchesters „Arpeggione“ Hohenems. Die neue CD ist eine Art musikalische Bilanz nach zwei Jahrzehnten, gibt sich äußerlich bescheiden, in Schwarz gehalten mit einem stilisierten Kontrabassisten, den man eher dem Jazzbereich zuordnen würde. Doch viel wichtiger bei einem Tonträger ist der Inhalt, aber auch da gibt es gewisse Vorbehalte, die möglicherweise auf den enormen Zeitdruck während der Produktion der CD zurückzuführen sind.

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J. S. Bachs Orgel-Hit in Höchst - Bruno Oberhammer spielte Toccata und Fuge d-Moll in unverstellter Sichtweise
Stürmische Triolenläufe wogen an der klanglich prächtigen Rieger-Orgel
Musik / Konzert
14.12.2010 Fritz Jurmann

Und wenn man alle 19 Konzerte des von Bruno Oberhammer auf vier Jahre angelegten Bach-Orgelzyklus in der Pfarrkirche Höchst versäumen würde – dieses eine sechste Konzert am Montagabend wäre ein absoluter Pflichttermin gewesen. Vor allem für jene, die Bach nicht so genau kennen. Denn gerade denen ist zumindest die Toccata und Fuge in d-Moll bekannt, Bachs sicher populärstes, wenn auch ebenso sicher nicht sein bestes Orgelwerk, das diesmal geboten wurde, mit bewährter Überlegenheit in Gestaltung und technischer Brillanz. Neben zwei weiteren „freien“ Orgelwerken ging es dabei aber auch um Johann Sebastian Bachs fantasievolle Ausdeutung von Choralmelodien im so genannten „Stylus Phantasticus“.

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Charles Lloyd Quartet: Mirror
CD-Tipp
14.12.2010 Peter Füssl

Man müsste dem leider längst verstorbenen französischen Pianisten Michel Petrucciani eigentlich noch posthum eine Medaille dafür verleihen, dass es ihm in den 80er Jahren gelang, den Weltklassesaxophonisten Charles Lloyd, der sich völlig von der Jazzszene zurückgezogen hatte und als Lehrer für Transzendentale Meditation arbeitete, zurück auf die Bühne zu bringen.

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Kammermusik mit Freunden - Das letzte Konzert der Reihe „sul palco“ im Bregenzer Theater am Kornmarkt war inspirierend und langatmig zugleich
Das "ensemble plus" musizierte konzentriert und aussagekräftig
Musik / Konzert
13.12.2010 Silvia Thurner

Gerne spielen die MusikerInnen des "ensemble plus" mit dem Komponisten und Musiker Rudi Spring zusammen. Für das letzte Konzert dieser Saison kuratierte der in München lebende Komponist und Pianist ein Kammerkonzert. Die Eigenkompositionen hinterließen einen positiven Eindruck und Hans Eislers „Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben“ sowie Zemlinskys Fragmente boten interessante Hörerfahrungen. Das "Quintett in B" von Franz Schmidt wurde zwar gut interpretiert, wirkte in der kompositorischen Anlage jedoch altbacken und schwülstig im musikalischen Ausdruck.

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Wahre Gefühle passen nicht in einen Koffer - Die Musik der jugendlichen MusikerInnen des "Bochabela String Orchestra" aus Südafrika war eine enorme Bereicherung
Die temperamentvollen MusikerInnen des "Bochabela String Orchestra" zogen die Zuhörenden spontan in ihren Bann
Musik / Konzert
13.12.2010 Silvia Thurner

Das „Bochabela String Orchestra“ begeisterte in den vergangenen zehn Tagen viele hundert Konzertbesucher in Vorarlberg. In ausverkauften Sälen beflügelten die afrikanischen MusikerInnen, die auf Einladung von Klaus Christa im Land gastierten, die Sinne all jener, die die Begegnung mit diesen außerordentlichen Jugendlichen machten. Sie stammen aus den Slums von Bloemfontain und wurden aus diesen vom Orchestergründer und -leiter Peter Guy heraus geholt, um ein Streichinstrument zu lernen. Die zweiundzwanzig MusikerInnen spielten mit bewundernswerter Ausdruckskraft im ersten Teil ein klassisches Repertoire. Der zweite Konzertteil war der afrikanischen Folkmusik gewidmet. Diese Darbietungen lockten die Zuhörer aus der Reserve. Begeisterung machte sich im Hittisauer Ritter von Bergmann Saal breit. Frenetisch wurden die jungen Künstler gefeiert.

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„O magnum mysterium“ - Das Vokalensemble „Ottava Rima“ demonstrierte in Dornbirn die hohe Kunst des A-Cappella-Gesanges
"Ottava Rima" mit dem Salzburger Streichquartett von Florian Simma
Musik / Konzert
12.12.2010 Fritz Jurmann

Still und leise, fast unbemerkt ist in den letzten fünf Jahren in unserem Land ein Vokalensemble herangewachsen, das uns heute das Staunen lehrt. Spätestens nach seinem glänzenden Konzert am Samstagabend mit geistlicher Chormusik des 20. Jahrhunderts in der Pfarrkirche Dornbirn-Oberdorf ist es an der Zeit, dass die vier Damen und vier Herren von „Ottava Rima“ in unserem Land auch von einer breiteren Öffentlichkeit bewusster wahrgenommen werden: Als Konstante in der hohen Kunst des A-Cappella-Gesanges. Für eine instrumentale Komponente auf Augenhöhe sorgte an diesem Abend ein aufregendes Salzburger Streichquartett rund um den Dornbirner Cellisten Florian Simma.

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Aktuell in den Filmclubs (13.12. - 19.12. 2010)
In ihren Augen
Film / Kino
12.12.2010 Walter Gasperi

Während im argentinischen Oscar-Sieger "In ihren Augen" Juan José Campanella souverän Thriller, Liebesgeschichte und Aufarbeitung der jüngeren argentinischen Geschichte mixt, ist Atom Egoyans "Chloé" ein elegant gemachter, aber für diesen Regisseur überraschend konventioneller Erotikthriller.

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