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Kritiken

Kammermusik mit Freunden - Das letzte Konzert der Reihe „sul palco“ im Bregenzer Theater am Kornmarkt war inspirierend und langatmig zugleich
Das "ensemble plus" musizierte konzentriert und aussagekräftig
Musik / Konzert
13.12.2010 Silvia Thurner

Gerne spielen die MusikerInnen des "ensemble plus" mit dem Komponisten und Musiker Rudi Spring zusammen. Für das letzte Konzert dieser Saison kuratierte der in München lebende Komponist und Pianist ein Kammerkonzert. Die Eigenkompositionen hinterließen einen positiven Eindruck und Hans Eislers „Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben“ sowie Zemlinskys Fragmente boten interessante Hörerfahrungen. Das "Quintett in B" von Franz Schmidt wurde zwar gut interpretiert, wirkte in der kompositorischen Anlage jedoch altbacken und schwülstig im musikalischen Ausdruck.

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Wahre Gefühle passen nicht in einen Koffer - Die Musik der jugendlichen MusikerInnen des "Bochabela String Orchestra" aus Südafrika war eine enorme Bereicherung
Die temperamentvollen MusikerInnen des "Bochabela String Orchestra" zogen die Zuhörenden spontan in ihren Bann
Musik / Konzert
13.12.2010 Silvia Thurner

Das „Bochabela String Orchestra“ begeisterte in den vergangenen zehn Tagen viele hundert Konzertbesucher in Vorarlberg. In ausverkauften Sälen beflügelten die afrikanischen MusikerInnen, die auf Einladung von Klaus Christa im Land gastierten, die Sinne all jener, die die Begegnung mit diesen außerordentlichen Jugendlichen machten. Sie stammen aus den Slums von Bloemfontain und wurden aus diesen vom Orchestergründer und -leiter Peter Guy heraus geholt, um ein Streichinstrument zu lernen. Die zweiundzwanzig MusikerInnen spielten mit bewundernswerter Ausdruckskraft im ersten Teil ein klassisches Repertoire. Der zweite Konzertteil war der afrikanischen Folkmusik gewidmet. Diese Darbietungen lockten die Zuhörer aus der Reserve. Begeisterung machte sich im Hittisauer Ritter von Bergmann Saal breit. Frenetisch wurden die jungen Künstler gefeiert.

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„O magnum mysterium“ - Das Vokalensemble „Ottava Rima“ demonstrierte in Dornbirn die hohe Kunst des A-Cappella-Gesanges
"Ottava Rima" mit dem Salzburger Streichquartett von Florian Simma
Musik / Konzert
12.12.2010 Fritz Jurmann

Still und leise, fast unbemerkt ist in den letzten fünf Jahren in unserem Land ein Vokalensemble herangewachsen, das uns heute das Staunen lehrt. Spätestens nach seinem glänzenden Konzert am Samstagabend mit geistlicher Chormusik des 20. Jahrhunderts in der Pfarrkirche Dornbirn-Oberdorf ist es an der Zeit, dass die vier Damen und vier Herren von „Ottava Rima“ in unserem Land auch von einer breiteren Öffentlichkeit bewusster wahrgenommen werden: Als Konstante in der hohen Kunst des A-Cappella-Gesanges. Für eine instrumentale Komponente auf Augenhöhe sorgte an diesem Abend ein aufregendes Salzburger Streichquartett rund um den Dornbirner Cellisten Florian Simma.

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Aktuell in den Filmclubs (13.12. - 19.12. 2010)
In ihren Augen
Film / Kino
12.12.2010 Walter Gasperi

Während im argentinischen Oscar-Sieger "In ihren Augen" Juan José Campanella souverän Thriller, Liebesgeschichte und Aufarbeitung der jüngeren argentinischen Geschichte mixt, ist Atom Egoyans "Chloé" ein elegant gemachter, aber für diesen Regisseur überraschend konventioneller Erotikthriller.

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Vier, die sich im Streichquartettspiel bestens verstehen - Das Elias Alder Quartett begeisterte das Publikum
Das Elias Alder Quartett musizierte voller Tatendrang und Spielfreude. (Foto: Fritz Jurmann)
Musik / Konzert
11.12.2010 Silvia Thurner

Vor zwei Jahren fanden vier MusikerInnen zusammen, um ihre Liebe zum Streichquartettspiel gemeinsam zu pflegen. Joachim Tschann, Monica Tarcsay an den Violinen, die Bratschistin Karoline Kurzemann-Pilz und Stefan Susana am Violoncello gründeten das Elias Alder Quartett als Reminiszenz an die Hauptfigur von Robert Schneiders Roman "Schlafes Bruder". In der Vorarlberger Landesbibliothek stellte das Streichquartett seine Vielseitigkeit mit Werkinterpretationen von Arcangelo Corelli, Antonin Dvorak und Joseph Haydn eindrücklich unter Beweis.

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Das Opus 1 des Organisten Günther Fetz - Eine packende lateinische Chor- und Orgelmesse
CD-Tipp
11.12.2010 Fritz Jurmann

Die Überraschung war perfekt, als heuer im Frühjahr bekannt wurde, dass Vorarlbergs Orgellegende Günther Fetz unter die Komponisten gegangen ist und gleich auf Anhieb eine mitreißende lateinische Chormesse mit virtuoser Orgelbegleitung vorlegte. Inzwischen sind von diesem Werk sowohl eine CD mit einem Mitschnitt der Uraufführung als auch das komplette Notenmaterial erschienen.

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Hängebusen, stinkende Biergläser und Kinderarbeit - Premiere der aktionstheater-Produktion "Zorn" am Spielboden Dornbirn
Tobias Voigt überzeugt mit Körper und Sprache © Edward Chapon
Theater
08.12.2010 Dagmar Ullmann-Bautz

Martin Gruber verwirrt sein Publikum mit seiner neuesten Produktion „Zorn“, einer Art avantgardistischem Kabarett, einer modernen Parodie auf die Wutzustände des Durchschnittsbürgers. Eine große Zahl von Stammtischthemen wird von einem ganz hervorragenden Schauspieler mit einer gehörigen Portion hintergründigem Humor ins Publikum geschleudert.

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Trombone Shorty: Backatown
CD-Tipp
07.12.2010 Peter Füssl

"Supafunkrock" nennt Trombone Shorty seinen Musikstil - und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt. Troy Andrews heißt der mitreißende Posaunist mit bürgerlichem Namen, der seinen Spitznamen im heimatlichen New Orleans verpasst bekam, weil er angeblich schon im zarten Alter von vier Jahren bei einer Streetparade mit seiner Posaune mitmarschierte, die größer war als er selber.

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Kottan ermittelt - Rien ne va plus
Film / Kino
07.12.2010 Walter Gasperi

Vor 27 Jahre wurde der Wiener Polizist Adolf Kottan suspendiert – und damit die erfolgreiche Fernsehserie nach sieben Jahren und 19 Folgen eingestellt. Jetzt kehrt der Major aus dem Vorruhestand und auf die Leinwand zurück. Die Schauspieler mussten zwar vielfach ausgetauscht werden, aber die Figuren und auch die Schmähs sind die gleichen geblieben. Was freilich vor mehr als einem Vierteljahrhundert funktionierte, reizt heute bestenfalls noch zu einem müden Lächeln.

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Das Leben im Dreiviertler und von dem, was dazwischen liegt - Evelyn Fink-Mennel und Johannes Bär musizierten höchst anregend miteinander
Evelyn Fink-Mennel und Johannes Bär sind herausragende Musiker mit einer geistreichen Musizierlust
Musik / Konzert
06.12.2010 Silvia Thurner

Die Andoltisbuobo sind Evelyn Fink-Mennel und Johannes Bär. Die Geigerin und der Blechbläser kamen im Bahnhof Andelsbuch zusammen, um alten Zeiten zu frönen. Darüber hinaus ließen sie humorvoll und durchaus kritisch die Gegenwart zu Wort kommen. Bewundernswert geistreich gingen sie dabei mit Musik aus unterschiedlichsten Stilrichtungen um. Evelyn Fink-Mennel spielte Geige und Gitarre sowie Maultrommel, sie jodelte und sang dazu. Johannes Bär sang und jodelte in allen Tonlagen und spielte Blechblasinstrumente von der Trompete bis zum Helikon. Beide sind Musiker von seltener Qualität. Sie besitzen nicht nur das hohe Niveau einer klassischen Instrumentalausbildung, sondern auch eine bewundernswert humorvolle, musikantische Ader. So schöpfen sie aus dem Vollen und schaffen damit eigenständige musikalische Bilder und Geschichten, deren Wahrheiten oft zwischen den Tönen und Zeilen liegen.

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