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Kritiken

Mit Leidenschaft und Freude die Herausforderung angenommen – der Jugendmusikwettbewerb „prima la musica“ 2020 konnte gerade noch ausgetragen werden
307 Kinder und Jugendliche fieberten dem diesjährigen Jugendmusikwettbewerb "prima la musica" entgegen. In den Solokategorien nahmen die jungen Musikerinnen und Musiker mit Streich‐, Tasten‐ und Zupfinstrumenten sowie Gesang teil. Monika Krako präsentierte ihr Können sowohl am Klavier als auch als Sängerin.
Musik / Konzert
19.03.2020 Silvia Thurner

Unter widrigen Umständen ging der diesjährige Jugendmusikwettbewerb „prima la musica“ in diesem Jahr über die Bühne. Aber nicht minder motiviert musizierten insgesamt 307 Kinder und Jugendliche zwischen acht und achtzehn Jahren und stellten sich mit ihren musikalischen Darbietungen einer hochkarätig besetzten Jury. Im Mittelpunkt standen die solistisch auftretenden Musikerinnen und Musiker mit Streich- und Zupfinstrumenten sowie Klavier, Orgel und Akkordeon. Ergänzt wurden die Soloauftritte von zahlreichen Bläserensembles. Die Ergebnisse nach den spannenden Darbietungen sind sehr erfreulich, denn 103 Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhielten die Berechtigung zur Teilnahme beim Bundeswettbewerb.

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Wenn das Kücheninventar die Plätze tauscht - Anleitung für eine Performance zu Hause angesichts der Covid-19-Krise
Hannes Egger: Kitchen Performance or The Order of Things, 2020
Ausstellung
18.03.2020 Karlheinz Pichler

Ein markantes Zeichen der künstlerischen Praxis des 1981 in Bozen geborenen Konzeptkünstlers Hannes Egger ist es, dass er das Publikum in seine Aktionen miteinbezieht und es interaktiv agieren lässt. Egger, der auch schon mehrmals in Vorarlberg ausgestellt hat, etwa in der Galerie 365 in Schnepfau oder zuletzt 2019 im Rahmen der Ausstellung „Da.Zwischen“ im Bregenzer Magazin 4, begreift das Kunstwerk nicht als Objekt, als abgeschlossenes Werk im klassischen Sinn, sondern vielmehr als Situation oder offene Plattform in Progress. Die detailliert geplanten Kunstwerke vervollständigen sich meist erst in jenem Moment, in welchen das Publikum teilnimmt. Aufgrund des Coronavirus durch das Ausgehverbot zurück auf die eigenen vier Wände geworfen - wie Millionen andere Betroffene auch -, hat er eine Performance ausgeheckt, an der jede/r Leidensgenosse/in von zu Hause aus partizipieren kann.

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Wolfgang Haffner: Kind of Tango
CD-Tipp
17.03.2020 Peter Füssl

„Kind of Tango” heißt nach „Kind of Cool” (2015) und „Kind of Spain” (2017) der dritte Streich und krönende Abschluss der exzellenten „Kind of“-Trilogie des in Nürnberg lebenden Schlagzeugers Wolfgang Haffner. Nach der lässigen Relaxedness des 50er-Jahre Cool Jazz und den sonnengereiften Impressionen aus der Welt des Flamencos, lässt sich Haffner nun von Melancholie und Magie des Tangos inspirieren.

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Zwei grundverschiedene „Annäherungen“ an NS-Opfer
Literatur
16.03.2020 Markus Barnay

Gleich zwei Bücher wurden Anfang dieses Jahres präsentiert, die an aus Vorarlberg stammende NS-Opfer erinnern. Die beiden, Hugo Paterno und Georg Schelling, weisen interessante Gemeinsamkeiten auf – jedenfalls in Hinsicht auf die Ursachen ihrer Verfolgung durch die NS-Behörden: Beide waren sie tief gläubig, beide unterstützten sie vor 1938 aktiv die katholisch-konservative Diktatur, beide gerieten sie deshalb ins Visier der Nationalsozialisten. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon wieder auf, denn Georg Schelling überlebte die KZ-Haft in Dachau und Buchenwald, während Hugo Paterno 1944 in München-Stadelheim hingerichtet wurde. Keinerlei Gemeinsamkeit gibt es auch zwischen den jetzt erschienenen Büchern – die könnten unterschiedlicher nicht sein, obwohl in beider Untertitel von „Annäherungen“ die Rede ist.

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Franz Gassner – „Zeichenfelder Linienfelder Klangfelder“
Franz Gassner, Zeichenfeld, Tripthychon, Öl auf Leinwand, 270 x 270 cm (Privatbesitz)
Ausstellung
12.03.2020 Peter Niedermair

Noch bis 9. April zeigt der Lustenauer Künstler rund 20 Arbeiten aus seinem Œuvre im Rahmen von "50 Jahre Kunst" im Bildungshaus Batschuns.

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Aktuell in den Filmclubs (13.3. - 19.3. 2020)
High Life
Film / Kino
12.03.2020 Walter Gasperi

Im Rahmen der Programmkinoschiene in der Kinothek Lustenau wird diese (und nächste) Woche Claire Denis' Science-Fiction-Film "High Life" gezeigt. Am Spielboden Dornbirn startet die alljährliche Filmreihe zu psychischen Krankheiten, die in Kooperation mit pro mente Vorarlberg veranstaltet wird.

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Narziss und Goldmund
Von einem, der auszog, die Liebe, die Mutter und die Kunst zu finden: Goldmund als Abenteurer.
Film / Kino
12.03.2020 Gunnar Landsgesell

Hermann Hesse war zeit seines Lebens ein literarisch Suchender. Mit "Narziss und Goldmund" erzählt er exemplarisch von zwei ganz gegensätzlichen Lebensentwürfen, die aber zugleich von der ganz konkreten (möglichen homoerotischen) Nähe zweier Klosterschüler geprägt ist. Stefan Ruzowitzky hat den Stoff als beschwingte Mittelalter-Posse adaptiert, die diese Themen eher am Rand beschäftigt.

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Carla Bley – Andy Sheppard – Steve Swallow: Life Goes On
CD-Tipp
10.03.2020 Peter Füssl

“Life goes on. / On and on. /And then one day ... / Carla was hit by a bucket of shit / and the band played on. / She opened the door and was hit by some more / and the band played on. / Could this be the ending or just the beginning / of life without music or fun? / But wonderful stuff had just barely begun / and the band played on.” Die in lyrischer Form gehaltenen Liner-Notes demonstrieren eindrücklich, wie sich Carla Bley einem schweren gesundheitlichen Einbruch vor zwei Jahren mit Galgenhumor und Kreativitätsschub erfolgreich widersetzte. Anschließend hat sie die in drei Suiten zusammengefassten Stücke gemeinsam mit ihren Langzeitpartnern Steve Swallow und Andy Sheppard auf zahlreichen Konzerten (Bley versteht Auftritte als Probemöglichkeiten für ihre Kompositionen) intensiv geprobt und verfeinert und letztes Jahr in Lugano aufgenommen.

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Durchdringendes gemeinsam erleben – Standing Ovations für die Chorakademie Vorarlberg, die Sinfonietta Vorarlberg und Markus Landerer
Die Chorakademie Vorarlberg unter der Leitung von Markus Landerer wagte sich an Beethovens "Missa Solemnis" und erntete jubelnden Beifall.
Musik / Konzert
09.03.2020 Silvia Thurner

Mit der Aufführung von Beethovens „Missa Solemnis“ op. 123 stellten sich die Vorarlberger Chorakademie und die Sinfonietta Vorarlberg mit ihrem musikalischen Leiter Markus Landerer einer Mammutaufgabe. Die neunzig Sängerinnen und Sänger gaben alles, stellten eine bewegende und inspirierte Werkdeutung in die Kapelle des Landeskonservatorium und ernteten dafür jubelnden Beifall. Gut harmonierte das Solistenquartett Monika Riedler (Sopran), Annely Peebo (Alt), Alexander Pinderak (Tenor) und Daniel Ochoa (Bass) mit dem Chor.

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Künstlerin und Kämpferin - Stephanie Hollenstein am Vorarlberger Landestheater
Hervorragend: Katrin Hauptmann, im Hintergrund als Mutter: Heide Capovilla
Theater
07.03.2020 Dagmar Ullmann-Bautz

Der österreichische Autor Thomas Arzt hat sich im Auftrag des Vorarlberger Landestheaters mit der Lustenauer Künstlerin Stephanie Hollenstein (1886–1944) auseinandergesetzt und seine Eindrücke und Emotionen, die er im Laufe der Recherche für diese außergewöhnliche Frau entwickelt hat, in einem Stück verdichtet, das gestern seine Uraufführung im Haus am Kornmarkt feierte. Regisseur Tobias Wellemeyer hat das Stück „Hollenstein, ein Heimatbild“ mit größter Aufmerksamkeit auf die Komplexität der Figur der Stephanie Hollenstein inszeniert.

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