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Kritiken

Martin Tingvall: The Rocket
CD-Tipp
09.07.2019 Peter Füssl

Seit 15 Jahren zählt das Trio des südschwedischen Pianisten Martin Tingvall mit dem deutschen Schlagzeuger Jürgen Spiegel und dem aus Kuba stammenden Kontrabassisten Omar Rodriguez Calvo mit seiner Mischung aus treibenden, manchmal ganz schön rockenden Rhythmen und den an die schwedische Folk-Tradition angelehnten, leicht ins Ohr gehenden Melodien zu den erfolgreichsten Piano-Trios Europas. Die meisten ihrer vielfach ausgezeichneten sechs Studioalben schafften es in die Jazz-, manche auch in die Pop-Charts. Nun legt Tingvall sein drittes Solo-Album vor, mit 14 eingängigen und – ja, man muss es einfach so sagen – wunderschönen Melodien gespickten, zwischen unglaublicher Ruhe und angenehm aufgepeitschten Emotionen angelegten Eigenkompositionen, die wie auch die eingangs erwähnten Trio-Stücke einen schier hypnotischen Sog entwickeln.

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Manuel Barrueco an den Ligita – der Meister der feinen Töne
Berühmt für sein virtuoses und leises Gitarrenspiel: Manuel Barrueco
Musik / Konzert
08.07.2019 Anita Grüneis

Der aus Kuba stammende Manuel Barrueco ist eine feste Größe bei den Liechtensteiner Gitarrentagen, schon 2007 war er zu Gast. Im Gemeindesaal Gamprin gab er erneut ein Konzert der Extraklasse. „A superb instrumentalist with a seductive sound and uncommon lyrical gifts”, schrieb die Dallas Morning News über Manuel Barrueco. Und nun saß er mit seiner Gitarre im Gemeindesaal Gamprin, der hervorragende Musiker mit seinem verführerischen Klang und der ungewöhnlichen lyrischen Begabung, der große Künstler, der überall auf der Welt in den wichtigsten Konzertsälen gastiert und mit namhaften Künstlern der Musikwelt arbeitet.

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Das Haus am Meer
Das Meer führt auf magische Weise Regie: Jede Figur scheint mit ihm verbunden und spricht aus sich heraus ganz natürlich über ihr Leben.
Film / Kino
05.07.2019 Gunnar Landsgesell

Als der alte Familienvater nach einem Schlaganfall verstummt, versammeln sich die drei erwachsenen Kinder im Haus der Familie. Eine kleine bezaubernde Meeresbucht verwandelt Regisseur Robert Guédiguian einmal mehr mit dem gewohnten soziologischen Scharfsinn zu einer Reflexion über frühere Träume und wie man sie am Leben erhält

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Verdis „Rigoletto“ am See nimmt Formen an: Der Clownskopf wird zum Totenschädel
Das Bühnenbild für „Rigoletto“ auf der Seebühne mit dem Clownskopf und der Hand wird unerwartete Wandlungen zeigen.
Musik / Konzert
04.07.2019 Fritz Jurmann

Das Konzept, mit dem der Münchner Regisseur Philipp Stölzl bei seinem Debüt auf der Seebühne mit Verdis Oper „Rigoletto“ ein gegen 200.000-köpfiges Publikum zwei Stunden lang bei Laune halten will, war bis jetzt neben Fort Knox das bestgehütete Geheimnis der anbrechenden 74. Bregenzer Festspiele. Klar war bislang, dass Stölzl die Figur des Rigoletto als Hofnarr des Herzogs von Mantua in der Renaissance symbolhaft in Form eines überdimensionierten Clownskopfs in unsere Zeit transferieren und damit die Handlung im Zirkusmilieu ansiedeln will.

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Natur und Träume – Corinna Scheurle und Hanna Bachmann bedankten sich mit einem romantischen Klavier- und Liederabend
Die Mezzosopranistin Corinna Scheurle und die Pianistin Hanna Bachmann gaben im vorarlberg museum einen abwechslungsreichen Klavier- und Liederabend. In den Jahren 2017 und 2018 konnten sie sich über ein Stipendium des Richard Wagner Verbandes Vorarlberg freuen.
Musik / Konzert
04.07.2019 Silvia Thurner

Jedes Jahr zeichnet der Richard Wagner Verband Vorarlberg herausragende junge Musikerinnen und Musiker bzw. Sängerinnen und Sänger aus und ermöglicht ihnen unter anderem Opernbesuche bei den Festspielen in Bayreuth. Die Mezzosopranistin Corinna Scheurle sowie die Pianistin Hanna Bachmann konnten sich in den vergangenen beiden Jahren über diese Anerkennung freuen. Nun bedankten sie sich mit einem Klavier- und Liederabend im vorarlberg museum. Dazu hatten sie sich ein spezielles Programm ausgedacht. Auf der einen Seite deuteten sie sehr bekannte Lieder von Robert Schumann und Gustav Mahler, auf der anderen Seite gab es eine unbekannte Sonate von Richard Wagner zu entdecken. Die Darbietungen der beiden Künstlerinnen bereiteten Freude in der musikalischen Aussage, verwunderten jedoch in der Werkauswahl.

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Aktuell in den Filmclubs (5.7. - 11.7. 2019)
Der Marsianer
Film / Kino
04.07.2019 Walter Gasperi

Die Montforter Zwischentöne zeigen dieses Wochenende in Zusammenarbeit mit dem Poolbar Festival Ridley Scotts Science-Fiction-Film "Der Marsianer", über den der Feldkircher ESA-Marsexperte Michel Breitfellner im Anschluss an die Vorführung sprechen wird. Bei den "Lichtspielen am Dach" des Spielboden Open-Air steht neben der Kletter-Doku "Free Solo" die hinreißend schräge isländische Komödie "Gegen den Strom - Woman at War" auf dem Programm.

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Philadelphy Saft Rieser Baptista: Arkitsa
CD-Tipp
04.07.2019 Peter Füssl

Der 46-jährige aus dem Tirol stammende, in Wien und immer wieder auch in New York lebende Gitarrist und Sänger Martin Philadelphy ist ein niemals versiegender Quell unkonventioneller, kreativer Ideen. Mit einem enormen Output an Alben – derzeit stehen 37 in seiner Diskographie – und unberechenbaren und unvorhersagbaren künstlerischen Bocksprüngen entzieht er sich erfolgreich jeglichen Kommerzzwängen und darf sich trotzdem oder vielleicht gerade deswegen einer stetig wachsenden Fan-Gemeinde erfreuen.

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Getragen von einem geistreichen Gestaltungswillen – Das Solistinnen- und Solistenkonzert des Landeskonservatoriums war ein Fest
Mayya Melnichenko (Klavier), Ayleen Weber (Saxophon), Johanna Bilgeri (Fagott), Francesca Temporin (Violine), Kilian Erhart (Violoncello) und Michael Gundolf Loß (Klavier) (v.l.n.r.) waren die Solistinnen und Solisten des diesjähren Festkonzertes mit dem Symphonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatorium unter der Leitung von Benjamin Lack im Feldkirchen Montfortsaal. (Fotos: Victor Marin)
Musik / Konzert
04.07.2019 Silvia Thurner

Starke Musikerpersönlichkeiten aus dem Vorarlberger Landeskonservatorium bescherten dem Publikum im Montforthaus Feldkirch ein inspirierendes Konzerterlebnis. Zum Abschluss des Studienjahres musizierten Mayya Melnichenko (Klavier) Johanna Bilgeri (Fagott), Francesca Temporin (Violine), Michael Gundolf Loß (Klavier), Kilian Erhart (Violoncello) und Ayleen Weber (Saxophon) mit dem Symphonieorchester des Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack. Einige Darbietungen versetzten die Zuhörenden in Staunen und illustrierten, welch hohes Niveau die jungen Musikerinnen und Musiker haben. Eine gelungene Uraufführung des neuesten Werks des Komponisten Raphael Lins rundete das erfrischende Konzertereignis ab.

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Eintopf bis zur Vergasung - Sprachkritische Neuerscheinung von Matthias Heine
Literatur
03.07.2019 Kurt Bracharz

Ein neues Buch beschäftigt sich mit den Relikten der LTI, der „Lingua Tertii Imperii“ (Victor Klemperer), also des Sprachgebrauchs der Nationalsozialisten, in unserer Alltagssprache: „Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht“ von Mattias Heine im Dudenverlag, Berlin. Matthias Heine ist ein Berliner Journalist, der sprachkritische Bücher verfasst, zuletzt „Seit wann hat geil nichts mehr mit Sex zu tun?“ (2016) und „Letzter Schultag in Kaiser-Wilhelmsland. Wie der erste Weltkrieg die deutsche Sprache für immer veränderte“ (2018) und „Mit Affenzahn über die Eselsbrücke“ (2019).

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Gianluigi Trovesi / Gianni Coscia: La misteriosa musica della Regina Loana
CD-Tipp
02.07.2019 Peter Füssl

Das Nahverhältnis des brillanten italienischen Duos Gianluigi Trovesi & Gianni Coscia zum 2016 verstorbenen Umberto Eco war bekannt, hatte der renommierte Schriftsteller und Philosoph doch zu vielen Alben der beiden höchst originelle Booklet-Texte verfasst. Nun revanchieren sich die beiden im Spannungsfeld von italienischer Tradition, Jazz und Improvisationsmusik beheimateten Vollblutmusiker mit einer nicht weniger einfallsreichen Hommage, die auf dem 2004 erschienenen, fünften Roman Ecos, „Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana“, basiert.

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