Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Kritiken

Alois Galehr holt das „Eismeer“ an den Rhein
Alois Galehr: "Lichtsteine" und "Versinkendes Fahrrad-Wrack" (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
31.12.2020 Karlheinz Pichler

Im Kunst- und Kulturbetrieb herrscht derzeit aufgrund des Shutdowns erneut tote Hose. Im ganzen Land mussten die Kulturbetriebe die Rollbalken wieder herunterlassen. Dennoch gibt es im Bereich der bildenden Kunst einige wenige Lichtblicke in Form von Schauräumen, die von außen her einsehbar sind. Einer davon befindet sich in Koblach. Es handelt sich dabei um das alte Zollhäuschen, dass seit kurzem die Künstlervereinigung KunstVorarlberg als zweiten Ausstellungsraum neben der Feldkircher Villa Claudia adaptiert hat. Derzeit sind dort unter dem Titel „Odyssee der Lichtsteine“ installative Werke des in Vandans lebenden und arbeitenden Künstlers Alois Galehr zu sehen.

zum Artikel >
The Nels Cline Singers: Share The Wealth
CD-Tipp
29.12.2020 Peter Füssl

Zwei fatalen Irrtümern darf man keineswegs aufsitzen: Nels Cline ist zwar seit 2004 Gitarrist bei Wilco, aber diese Musik hat überhaupt keinen Bezug zu den Alternative Country/Indie-Rock-Klängen der smarten Band aus Chicago, und zweitens: Trotz der Band-Bezeichnung „Singers“ handelt es sich um ein reines Instrumental-Album. Und was für eines! Allerdings absolut nichts für schwache Nerven oder Menschen, die sich nicht vorbehaltlos in ein musikalisches Abenteuer weit jenseits üblicher Hörgewohnheiten fallen lassen können.

zum Artikel >
Freiheit der Kunst zu Weihnachten: „leider zu heikel“ – der Vorarlberger Kulturpreisträger 2020 Amos Postner durfte seine Kurzgeschichte „Kaffeehaussuche“ im Rahmen der Weihnachtsfeier des Landes Vorarlberg nicht vortragen
Amos Postner wurde zwar vor Kurzem mit dem Vorarlberger Kulturpreis 2020 ausgezeichnet, man darf sich aber wundern, was den sensiblen Ohren im Landhaus als „sehr politisch“ und „zu heikel“ erscheint. (© Udo Mittelberger)
Literatur
25.12.2020 Peter Füssl

Wenn der Betreff eines Mails „Freiheit der Kunst zu Weihnachten: ‚leider zu heikel‘“ lautet, wird man natürlich hellhörig. So übertitelte Amos Postner, der erst kürzlich mit dem Vorarlberger Kulturpreis 2020 in der Kategorie Hörspiel ausgezeichnet wurde, seine Anfrage an uns, ob wir jenen Text veröffentlichten wollen, der von der Kommunikationsberatung des Landes Vorarlberg als „zu heikel“ für die online abgehaltene Weihnachtsfeier des Landes Vorarlberg abgelehnt worden war. Natürlich wollen wir, zumal wir uns angesichts der Lektüre schon wundern, was alles nicht möglich ist, bzw. was man sich auch von einem frischgebackenen Kulturpreisträger nicht anhören möchte. Im Folgenden nun die Kurzgeschichte „Kaffeehaussuche“ und der die Rahmenbedingungen erhellende Begleittext dazu von Amos Postner.

zum Artikel >
Frank Woeste: Pocket Rhapsody II
CD-Tipp
22.12.2020 Peter Füssl

Obwohl Frank Woeste vor vier Jahren mit seinem ACT-Debüt „Pocket Rhapsody“ ein exzellentes Album vorgelegt hat, kennt man den aus Hannover stammenden und seit mehr als 20 Jahren in Paris lebenden Pianisten international am ehesten noch als Tastenmann in der Band des Trompeters Ibrahim Maalouf. Vermutlich ändert sich das nun mit „Pocket Rhapsody II“, denn Woeste erweist sich einmal mehr als ausgesprochen kreativer Komponist, dessen songartigen Stücke durch starke Melodien, harmonische Raffinesse und treibende, oftmals fast hypnotisch wirkende Rhythmen geprägt sind. Manches erinnert nicht zufällig an Maalouf, weil Woeste dessen Leibarrangeur ist.

zum Artikel >
Streaming-Tipps für die Weihnachtswoche
Per Streaming zu genießen: Kantaten und das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach, gespielt vom Concerto Stella Matutina am 17.12. in der Alten Kirche in Götzis
Aktuell
21.12.2020 Manuela Schwaerzler

Genießen Sie weiterhin Kunst und Kultur!

zum Artikel >
Die Welt in unterschiedlichen Abstraktionsgraden – Marbod Fritsch, Martin Frommelt und Gertrud Kohli im Küefer-Martis-Huus
Martin Frommelt: Aus dem Zyklus "Baum", 2020, Acryl auf Holz (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
19.12.2020 Karlheinz Pichler

Im Küefer-Martis-Huus in Ruggel (FL) läuft derzeit die vorletzte Etappe der Ausstellungsreihe „Stand der Dinge“ zum Kulturschaffen im Fürstentum Liechtenstein und der grenzüberschreitenden Region. Zu sehen sind Werke von Marbod Fritsch, Martin Frommelt und Gertrud Kohli. Von 20.12. bis 10.1. wird das Fürstentum zwar aufgrund der Corona-Krise in eine Art Winterruhe versetzt, während der auch die Kulturhäuser geschlossen sind. Danach geht es aber wieder mit dem vollen Programm weiter.

zum Artikel >
Zweite Auflage von „stream in – Kunst hilft Kunst“: Weiterhin online und freitags im Radio
Heute Abend (17.12., 20.20 Uhr) präsentieren Musik in der Pforte und Puppenspieler Christoph Hackenberg auf „stream in – Kunst hilft Kunst“ ein Programm zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven: „Happy Birthday, Ludwig“
Aktuell
17.12.2020 Manuela Schwaerzler

Kaum war der erste Lockdown ausgesprochen, initiierten Armin und Bernie Weber mit Heidi Salmhofer eine Plattform, die Vorarlberger Künstler*innen unkompliziert und unbürokratisch eine finanzielle Hilfe und coronasichere Bühne bot: „stream in – Kunst hilft Kunst“ präsentierte bereits am 30. März 2020 das erste Konzert (Bernie Weber & Walter Schuler), das live in der „theatergarage“ des theatermobils in Sulz gespielt und per Streaming worldwide gehört und gesehen werden konnte. Bis zum Sommer wurde quer durch die Kunstsparten jeweils am Montag und Donnerstag gestreamt, über 100 Künstler*innen standen auf der Bühne und die eingegangen Spenden wurden rasch und völlig unbürokratisch ausbezahlt. Im November ist dann eingetreten, was niemand gehofft hatte: Der zweite Lockdown legte das Kulturleben erneut lahm. Das Team von „Kunst hilft Kunst“ reagierte gleich und erweiterte die Spendenmöglichkeit mit „Buy a band“, bei der man im Gegenzug für die Spende eine von Helmut King gestaltete Postkarte im A-5-Format erhält. Seit 10. Dezember wird wieder gestreamt (jeden Donnerstag) und ab 17. Dezember hat die Initiative bis Mitte Februar einen fixen Sendeplatz bei Radio Vorarlberg. Jeden Freitag werden dort von 20 bis 21 Uhr heimische Künstler*innen vorgestellt. Bernie Weber hat uns einige Fragen zu „stream in – Kunst hilft Kunst“ beantwortet:

zum Artikel >
Ein Altar als Inspirationsquelle – Ausschreibung des internationalen Kompositionswettbewerbs „Annenaltar“
Die Arge Schallwende, das Saumarkttheater und die Stadt Feldkirch loben anlässlich des 500 jährigen Bestehens des Annenaltares einen Kompositionswettbewerb aus.
Musik / Konzert
17.12.2020 Silvia Thurner

Vor 500 Jahren bestellte die Annenbruderschaft in Feldkirch einen Altar für die Feldkircher Stadtpfarrkirche. Kurz zuvor war der neue Chorraum nach einem Brand neu errichtet worden. Der gebürtige Feldkircher Künstler Wolf Huber fertigte einen fünfteiligen Flügelaltar, der nun zu den wertvollsten Kunstschätzen Vorarlbergs zählt. Das Jubiläum nutzen der Stadbibliothekar Hans Gruber sowie die Rheticus Gesellschaft für eine Ausstellung und eine wissenschaftliche Publikation. Um das Kunstwerk auch in der Gegenwart zu verorten, wird ein Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Musikschaffende sind eingeladen, ein Werk für Chor und kleines Ensemble zu komponieren.

zum Artikel >
Ólafur Arnalds: Some Kind 0f Peace
CD-Tipp
17.12.2020 Peter Füssl

Wenn der Ausdruck „Seelenmusik” jemals angebracht war, dann hier! Nach dem technologisch-experimentellen, unter anderem mit einem ganzen Arsenal an elektronischen Instrumenten, inklusive selbstspielender Stratus-Klaviere realisierten 2018-er Album „Re:member“ und einer Welttournee mit 140 Konzerten, hat Ólafur Arnalds mit „Some Kind of Peace“ sich und uns nun einen Ruhepol, einen Ort der Erholung und Kontemplation geschaffen. Es sei sein persönlichstes, von autobiographischen Erlebnissen inspiriertes Album, erklärt der 34-jährige Isländer, dessen zwischen Neo-Klassik, Pop, Rock und Elektronik pendelnde Kompositionen jenseits allen Kitsches einen universal wirksamen Wohlklang verströmen.

zum Artikel >
Der Inhalt ist nichts ohne die Form - „Von Hand. Schriftzüge durch Liechtenstein“
Literatur
15.12.2020 Arno Löffler

Der Liechtensteiner Schriftsteller und Publizist Jens Dittmar arbeitet derzeit an einem neuen Roman, seinem sechsten. Nebenbei hat er eben mal schnell eine Anthologie vorgelegt. „Von Hand. Schriftzüge durch Liechtenstein“ vereint handgeschriebene Beiträge von 29 Liechtensteiner Autorinnen und Autoren.

zum Artikel >
Artikelaktionen
Newsletter
Erhalten Sie die neuesten Kritiken per E-Mail
(Required)