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Kritiken

BartolomeyBittmann: zehn
CD-Tipp
05.05.2022 Peter Füssl

Zwischen BartolomeyBittmann passt nun also schon seit zehn Jahren kein Leerzeichen mehr hinein, wie auch dieses grandiose Jubiläumsalbum einmal mehr beweist. Seit 2012 basteln der Cellist Matthias Bartolomey und der Violinist und Mandolaspieler Klemens Bittmann unter dem programmatischen Subtitel „progressive strings vienna“ mit ungeheurem Elan und höchst erfolgreich an einer völlig eigenständigen, zeitgemäßen Sprache für ihre eigentlich als typisch klassisch konnotierten Instrumente. Dabei mag das verwendete Vokabular vielleicht aus Jazz, Rock, Barock, Minimal Music, Noise oder traditioneller Folklore stammen, aber die Zusammenschau dieser Stile zu absolut organisch wirkenden neuen Ausdrucksformen ist atemberaubend.

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Verein locart vergibt drei Jahresstipendien über 12.000 Euro für Kulturschaffende
Aktuell
03.05.2022 Manuela Cibulka

Der im Frühjahr 2020 als Reaktion auf die coronabedingten Verunsicherungen im Kulturbereich gegründete Verein locart setzt ein weiteres Zeichen, um Künstler:innen und Kulturakteur:innen in Vorarlberg zu unterstützen. Im Rahmen des Pilotprojektes „3 x 12“ werden im Sinne eines Grundeinkommens drei Jahresstipendien in Höhe von 12.000 Euro vergeben.

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Jon Balke Siwan: Hafla
CD-Tipp
03.05.2022 Peter Füssl

Der Pianist, Keyboarder und Komponist Jon Balke zählt nicht nur zu den einfallsreichsten Köpfen der nordischen Musikszene, sondern nunmehr auch schon seit 1975 zu den Aktivposten des renommierten Münchner ECM-Labels, wo er auf mehr als zwei Dutzend Alben vertreten ist. Eines seiner interessantesten, aber auch im besten Sinne schönsten Projekte ist das 2009 gegründete Ensemble Siwan, für das der Norweger aus den unterschiedlichsten Traditionen und Genres stammende Musiker:innen vereint, um der Dichtung und der Musik von al-Ándalus nachzuspüren und ihnen neues, zeitgemäßes Leben einzuhauchen. Er lässt sich viel Zeit zwischen den Produktionen, nach dem Debüt und dem 2017 erschienen „Nahnou Houm“ ist „Hafla“ erst das dritte Siwan-Album in dreizehn Jahren, aber jedes ist ein wahres Kleinod.

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Symphonische Landschaftsbilder des hohen Nordens – die Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Ari Rasilainen kamen erst allmählich in eine inspirierte Spiellaune
Die Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Ari Rasilainen interpretierten beim letzten Bregenzer Meisterkonzert der Saison selten zu hörende Kompositionen von Jean Sibelius und Kurt Atterberg. Erst allmählich kam das Orchester aus seiner routinierten, eher freudlos wirkenden Musizierhaltung heraus. (© Udo Mittelberger)
Musik / Konzert
02.05.2022 Silvia Thurner

Beim letzten Abonnementkonzert der Bregenzer Meisterkonzerte der aktuellen Saison waren die Nürnberger Symphoniker unter der Leitung von Ari Rasilainen mit klangschwelgerischen Orchesterwerken zu Gast im Bregenzer Festspielhaus. Im Mittelpunkt stand die quirlige Cellistin Raphaela Gromes mit Tschaikowskys „Rokoko Variationen op. 33". Die Orchestermusiker:innen wirkten zu Beginn etwas missmutig, tauten aber zusehends auf und steigerten sich in der zweiten Konzerthälfte energiegeladen hinein in die Klangmassen der „Symphonie Nr. 3" des schwedischen Komponisten Kurt Atterberg.

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Anschauliche neue Werke sympathisch präsentiert – das Ensemble Plus spielte mit viel Einsatzbereitschaft
Das Ensemble Plus mit Michaela Girardi (Violine), Guy Speyers (Bratsche) und Jessica Kuhn (Violoncello) präsentierte im Rahmen des ersten Konzertes der laufenden Saison, das unter dem Leitgedanken "Drift" stand, im Magazin 4 unter anderem ein neues Streichtrio von Martin Skamletz.
Musik / Konzert
01.05.2022 Silvia Thurner

Ein Solowerk, ein Duett sowie Triokompositionen von Komponist:innen aus Australien, Südafrika, Amerika und Europa stellte das Ensemble Plus im Magazin 4 vor. Sympathisch erzählte Guy Speyers von seinen Intentionen bei der Programmplanung und plauderte, unterstützt von der Cellistin Jessica Kuhn, über Werkentstehungen und Assoziationen beim Spielen und Hören der neuen Kompositionen. Verbunden mit der Spiellaune der Ensemblemitglieder wurden dem kleinen, aber konzentrierten Publikumskreis Einblicke in ganz unterschiedliche Klangwelten geboten. Alle Werkdeutungen lebten von einer differenzierten Klanggestaltung und teilweise von einer ausgeklügelten Rhythmik.

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Die Verhältnisse zum Tanzen bringen - das Vorarlberger Landestheater hat 2022/23 viel vor
Der Spielplan für 2022/2023 verspricht erneut ein aufregendes Theaterjahr. (Spielplanheftgestaltung: Julia Benning).
Theater
30.04.2022 Manuela Cibulka

Marx zitierend begrüßt Stephanie Gräve zur Pressekonferenz der kommenden Spielzeit des Landestheater Vorarlberg: „Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt“, und will damit nicht das Motto, doch aber den Bogen, der sich über die Premieren 2022/23 spannt, anklingen lassen. Gesellschaftlichen Themen nicht auszuweichen, sondern den Veränderungen kämpferisch und spielerisch entgegenzutreten, zeichnet die Figuren, denen die Bühne bereitet wird und somit auch das Vorarlberger Landestheater aus.

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Vom Leiden bis zum Triumphieren in vielfältigen Farbschattierungen – das Concerto Stella Matutina mit Thomas Platzgummer am Pult und die Pianistin Petra Somlai am Hammerklavier zelebrierten Beethoven
Die Pianistin Petra Somlai musizierte im Rahmen des zweiten Abonnementkonzertes mit dem Concerto Stella Matutina an einem Hammerklavier Beethovens drittes Klavierkonzert und bot damit ungewohnte Hörperspektiven.
Musik / Konzert
30.04.2022 Silvia Thurner

Unter dem Motto „So pocht das Schicksal an die Pforte“ stellte das Concerto Stella Matutina unter der Leitung von Thomas Platzgummer die Tonart c-Moll in den Mittelpunkt und interpretierte Beethovens Coriolan-Ouvertüre, das dritte Klavierkonzert sowie die fünfte Symphonie. Ein besonderes Hörerlebnis bot die Pianistin Petra Somlai. Sie präsentierte das Klavierkonzert auf einem Bertsche-Hammerklavier, also genau in jener Klanggestalt, in der Beethoven seine Musik erdacht hat. Der transparente, gelenkige und zugleich obertonreiche Orchesterklang sowie die straffen Phrasierungsbögen bescherten spannende Werkdeutungen. Doch als Ganzes betrachtet litt der Gesamtklang des Orchesters in einigen Passagen unter der eher schwach besetzten Cellogruppe.

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Schwabohipster sind Kulturokkupation – Politisches Kabarett von Malarina in der Kammgarn
Politisches Kabarett von Malarina
Kleinkunst / Kabarett
29.04.2022 Peter Ionian

Malarina ist für mich persönlich das erste Mal auf dem Radar erschienen, als sie bei „Pratersterne“ im Wiener Fluc, moderiert von Hosea Ratschiller, Bastis Abschied verarbeitet hat. Bei der Übertragung im österreichischen Gebührenfernsehen hat sie meiner Meinung nach den Abend gerockt. Das war natürlich lange, nachdem die Kulturwerkstatt Kammgarn bereits einen Kabarettabend mit ihr vereinbart hatte. Umso gespannter war ich, eine gesamte Show von ihr in Hard ansehen zu können. Für den Auftritt am gestrigen Donnerstag, 28. April ist sie extra mit dem Zug bis nach Vorarlberg gereist. Nicht ohne zu erkennen, dass das Ländle von Wien fast genauso weit weg ist, wie die Ukraine. Und nicht ohne allen, die nicht hinkamen, ein schlechtes Gewissen auf ihrer Instagram Story zu machen. Ist auch angebracht, denn es wurden ja nicht nur Ressourcen verbraucht, sondern sie ist inzwischen unbestritten eine aufstrebende Newcomerin des österreichischen Kabaretts, wurde heuer mit dem Förderpreis des österreichischen Kabarettpreises ausgezeichnet und fängt gerade an, auch in Deutschland Fuß zu fassen. Da ist zu Hause bleiben schon ein klarer Fall von „selber Schuld“.

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Downton Abbey II: Eine neue Ära
Wirkt wie Wes Anderson, ist aber ernst gemeint: Die Saga der Crawleys von Downton Abbey geht im Kino weiter.
Film / Kino
29.04.2022 Gunnar Landsgesell

Zweites Spin-off der Netflix-Erfolgsserie „Downton Abbey": Während dem Adel das Geld ausgeht, hat das anrüchige, aufkommende Filmgewerbe genug davon. Damit treffen Aristos auf Filmcrew, was in „Downton Abbey II" zum Auftakt für eine launige, ironische Begegnung mit geschliffenen Dialogen wird.

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Aktuell in den Filmclubs (29.4. – 5.5. 2022)
Nowhere Special
Film / Kino
28.04.2022 Walter Gasperi

Beim Filmkulturclub Dornbirn steht diese Woche das herzzerreißende britische Drama „Nowhere Special" auf dem Programm. Feine Unterhaltung ab fünf Jahren bietet dagegen der Kinderfilm „Janosch – Komm, wir finden einen Schatz", der am Spielboden Dornbirn gezeigt wird.

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