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Kritiken

The Comet Is Coming: Trust In The Lifeforce of Deep Mystery
CD-Tipp
02.04.2019 Peter Füssl

Es braucht große Füße, um in die Schuhe von Sun Ra, Alice Coltrane oder Pharoah Sanders zu schlüpfen! Diese erste Reaktion auf das Cover und den Titel des zweiten Longplayers „Trust In The Lifeforce of The Deep Mystery“ des britischen Trios The Comet Is Coming wird schnell einmal ad aburdum geführt, denn es geht den Herren keineswegs um eine Revitalisierung der epochalen Ausflüge genannter Referenzgrößen in das, was diese einstmals musikalisch und philosophisch für den Outer Space hielten. Deren Konzepte dienen bestenfalls als Ausgangspunkt für die einerseits radikalen, andererseits dancefloor-tauglichen Klangexpeditionen des gefeierten Saxophonisten Shabaka Hutchings, der sich in diesem Projekt genre-gemäß King Shabaka nennt, und des Elektronic-Duos Soccer96, bestehend aus dem Synth-Spezialisten Danalogue (Dan Leavers) und dem Drummer Betamax (Max Hallett).

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Musik, die die Sinne belebte – viel Applaus für das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack am Vorarlberger Landeskonservatorium
Das PulsArt-Ensemble unter der Leitung von Benjamin Lack ließ mit Klassikern der Moderne und zwei neuen Werken von Raphael Lins und Tristan Uth im Festsaal des Landeskonservatoriums aufhorchen. (Fotos: Victor Marin)
Musik / Konzert
01.04.2019 Silvia Thurner

Seit der Gründung des Ensembles PulsArt im vergangenen Jahr wenden Dozenten und Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums den Blick auch in die musikalische Gegenwart. Bei einem beeindruckenden Konzert unter der Leitung von Benjamin Lack wurden Klassiker der Moderne von Edgar Varése, Anton Webern und sowie György Kurtág aufgeführt. Dabei begeisterten die Musikerinnen und Musiker mit ihrem engagierte Zugang auf die unterschiedlichen Kompositionen und die konzentrierte Spielart. Slavik Stakhov am Vibraphon sowie Benjamin Engeli am Klavier spielten ihre Soloparts souverän. Abgerundet wurde das anregende Konzert mit dem Vibraphonkonzert von Raphael Lins und der Uraufführung des neuesten Werkes von Tristan Uth.

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Von leidenschaftlicher, enttäuschter und wahrer Liebe – Svetlina Stoyanova und das Concerto Stella Matutina boten ein faszinierendes Konzerterlebnis
Beim ersten Abonnementkonzert des Concerto Stella Matutina in der Kulturbühne AmBach hatte die Mezzosopranistin Svetlina Stoyanova die Sympathien sofort auf ihrer Seite.
Musik / Konzert
31.03.2019 Silvia Thurner

Gleich zu Beginn der neuen Abonnementsaison warteten die Musikerinnen und Musiker des Concerto Stella Matutina mit einem besonderen Clou auf. Eingeladen war die aufstrebende junge Mezzosopranistin Svetlina Stoyanova. Unter dem Leitgedanken „L’amore a Napoli“ standen Arien aus bekannten und unbekannten Opern, unter anderem von Händel, Scarlatti und Hasse, auf dem Programm. Ausgeleuchtet wurde das weite Feld der Liebe in vielerlei Schattierungen. Svetlina Stoyanova faszinierte das Publikum mit ihrer wandlungsfähigen und warmen Stimme sowie einer unglaublichen Bühnenpräsenz und wurde zusammen mit dem ausgezeichneten Orchester stürmisch gefeiert.

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Wenn die Idylle zur Wahrnehmungsfalle wird - Birgit Bachmann in der Galerie allerArt Bludenz
Birgit Bachmann: "Quitten mit Bienenfressern", Buntstift auf Transparentpapier, 2018
Ausstellung
30.03.2019 Karlheinz Pichler

In der Bludenzer Galerie Allerart verbünden sich derzeit Schmetterlinge, Bienenfresser, Fliegen, Rotfeuerfische und anderes Getier mit floralen Szenerien zu einem idyllischen Stelldichein. Doch der Schein trügt. Die poesievollen Idyllen, von der Künstlerin Birgit Bachmann mit Buntstift akribisch genau auf Transparentpapier umgesetzt, lassen den Betrachter in Wahrnehmungsfallen tappen.

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Sokratis Sinopoulos Quartet: Metamodal
CD-Tipp
28.03.2019 Peter Füssl

Der Schmerz, aber auch die Schönheit von Jahrhunderten scheint in dieser die Atmosphäre der Ägäis verströmenden Musik zu liegen, wohltuende Wärme und melancholische Sehnsucht, die sich von Zeit zu Zeit in lebensfrohen, quicklebendigen, fast schon zum Tanzen einladenden Passagen entladen. Ungeheure Tiefe, zerbrechliche Zartheit und ganz großes Drama fügen sich mit großer emotionaler Kraft in diesen acht neuen Kompositionen zusammen, die der griechische Lyra-Virtuose Sokratis Sinopoulos sich und seinem Langzeit-Quartett mit dem Pianisten Yann Keerim, dem Kontrabassisten Dimitris Tsekouras und dem Drummer Dimitris Emmanouil auf den Leib geschrieben hat.

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Aktuell in den Filmclubs (29.3. - 4.4. 2019)
Es esmu seit - Mellow Mud
Film / Kino
28.03.2019 Walter Gasperi

Am Spielboden Dornbirn geht diese Woche die heurige pro mente-Filmreihe zu psychischen Krankheiten unter anderem mit Richard Glatzers und Wash Westmorelands Alzheimer-Drama „Still Alice“ zu Ende. Ebenfalls am Spielboden kann man auch die starke lettische Coming-of-Age-Geschichte „Es esmu seit – Mellow Mud“ entdecken.

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Willkommen in Marwen
Gewaltopfer, Nerd, Mann mit Bedürfnissen: Eine Gratwanderung für Steve Carell, auch wegen dramaturgischer Unentschiedenheit.
Film / Kino
27.03.2019 Gunnar Landsgesell

Ein Künstler (Steve Carell), von Neonazis halbtot geprügelt, igelt sich geistig in der von ihm errichteten Puppenstadt Marwen ein. Dort spielt der Ex-Pilot den Zweiten Weltkrieg nach und kämpft an der Seite von kessen Frauen gegen die Wehrmacht. Die Regie des Hollywood-Veterans Robert Zemeckis fühlt sich in der Puppenstadt Marwen wesentlich lebendiger an, als wenn wir Carells Alltag begleiten.

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Die Geigerin Elisso Gogibedaschwili stand im Mittelpunkt – mit ihrem bewundernswerten Spiel rettete sie den Abend
Die 19-jährige Elisso Gogibedaschwili zeigte mit den Werken von Ernest Chausson und Pablo de Sarasate ihr großes musikalisches und spieltechnisches Können und erhielt dafür Standing Ovation.
Musik / Konzert
26.03.2019 Silvia Thurner

Zum dritten Abonnementkonzert in Lustenau war die Geigerin Elisso Gogibedaschwili als Solistin eingeladen und der Reichshofsaal füllte sich fast bis auf den letzten Platz. Weit über die Grenzen hinaus hat sich die erst 19-jährige Musikerin mit ihrem herausragenden Spiel einen Namen gemacht. Zusammen mit dem Orchestra da Camera Ferruccio Busoni unter der Leitung von Massimo Belli musizierte sie Ernest Chaussons „Poème“, op. 25 und danach die berühmte „Carmen-Fantasie“ von Pablo de Sarasate. Die ernsthafte Leidenschaft, mit der Elisso Gogibedaschwili die Werke musikalisch ausdeutete, unterstrich ihre natürliche Ausstrahlung und faszinierte die Zuhörenden.

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Leo McFall wird neuer Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg
Der britische Dirigent Leo McFall wird als Nachfolger von Gérard Korsten das Symphonieorchester Vorarlberg in den nächsten Jahren als Chefdirigent künstlerisch leiten.
Musik / Konzert
26.03.2019 Silvia Thurner

Die vergangene Saison des Symphonieorchesters Vorarlberg bot einige spannende Begegnungen mit herausragenden Dirigenten. Seit dem Abschied von Gérard Korsten war die Chefstelle am Pult des Orchesters vakant. Rasch bildete sich eine Shortliste mit Künstlern heraus, die für diese bedeutende und verantwortungsvolle Aufgabe in Frage kommen. Einer davon war bereits nach seinem ersten Zusammenwirken mit dem SOV der britische Dirigent Leo McFall. Heute wurde die mit Spannung erwartete – aber wenig überraschende – Entscheidung bekannt gegeben.

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Krimiautor Franz Kabelka im Gespräch mit Chefinspektor Hans Poiger - „Das Böse war meine Kundschaft“
Literatur
26.03.2019 Ingrid Bertel

Sechs Krimis hat Franz Kabelka zwischen 2004 und 2014 geschrieben, und dass es dabei auch im kriminalistischen Detail korrekt zugeht, liegt an Chefinspektor a. D. Hans Poiger. Ob „Tatort“ oder „Hubert und Staller“, ob „SOKO irgendwo“ oder „Hawaii Five-O“ – Hans Poiger schaut nicht hin. Krimis findet er ziemlich uninteressant, aufgeblasen mit dramaturgischen Effekten, bestenfalls skurril, leider zu oft überfrachtet mit Satire und jedenfalls weit entfernt von der Wirklichkeit eines Ermittlers. Gnade vor Poigers Augen findet allenfalls Inspektor Columbo: „In diesen Filmen werden die Wahrnehmungen, Überlegungen und Schlussfolgerungen des Kommissars vermittelt, ganz ohne Schießereien und überzogene Verfolgungs- und Kampfszenarien.“ Er selber habe seine Dienstwaffe ausschließlich für Warnschüsse genutzt, betont Poiger, und zwar während seiner gesamten Berufstätigkeit. Welcome to reality. Das Böse hatte für ihn nicht Unterhaltungswert, es war seine „Kundschaft“.

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