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Kritiken

Julia Hülsmann Quartet: Not Far From Here
CD-Tipp
28.11.2019 Peter Füssl

Auf ihrem siebten ECM-Album erfährt die Musik der Pianistin Julia Hülsmann, die seit 17 Jahren im Trio mit Kontrabassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Heinrich Köbberling spielt, durch die Erweiterung zum Quartett einen bemerkenswerten Energieschub. Zwar setzt die exzellente Melodikerin mit ihrem ausgeprägten Gespür für wundervolle lyrische Momente wieder auf kluge Reduktion und transparente Strukturen, was Köbberling und Muellbauer mit ihren sensiblen rhythmischen Akzentsetzungen in ideale Weise unterstützen. Nun gewinnt dieses Grundkonzept aber durch das warme und ausdrucksstarke, mitunter ausgesprochen kraftvoll-impulsive Spiel des Tenorsaxophonisten Uli Kempendorff entscheidend an Spannung und Farbigkeit.

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Die Kraft der Bilder als Waffe gegen Globalisierung und Neokapitalismus - Digitale Bildmontagen von Christine S. Prantauer in der Galerie allerArt
Christine S. Prantauer: Transition 4, Digitalmontage, 100 x 130, 2019 (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
26.11.2019 Karlheinz Pichler

Die 1956 in Zams in Tirol geborene und heute in Innsbruck lebende und arbeitende Künstlerin Christine S. Prantauer hält mit dem, was sie denkt und fühlt nicht hinter dem Berg. Das, was mit dem Paneten Erde derzeit geschieht, will sie nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen. In ihren genauso komplexen und vielschichtigen wie klaren und direkten Bildwelten spiegeln sich Medienkritik genauso wie die Auseinandersetzung mit Zeitthemen wie etwa der Globalisierung, der Verherrlichung des Kapitalismus oder dem Mobilitätswahn und den dagegen ankämpfenden Widerstandsbewegungen.

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Das darf man nicht versäumen! – Theater Wagabunt spielt „Die Humanisten“ und noch viel mehr
Wolfgang Pevestorf, Michaela Spänle, Ulrich Gabriel, Robert Kahr
Theater
25.11.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Er bietet beste Unterhaltung, wunderbar gepaart mit scharfer Gesellschaftskritik, Theater Wagabunts Abend der „österreichischen Nestbeschmutzer“, sprich der Autorinnen und Autoren, die es gewagt haben in ihren Arbeiten immer wieder die österreichische Gesellschaft und Mentalität kritisch zu beleuchten.

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Romolfs werden in Klimpzirkeln gelesen - Kathrin Passig über den Einfluss des Internets auf das literarische Schreiben
Kritiken
25.11.2019 Kurt Bracharz

Kathrin Passig ist eine deutsche Sachbuchautorin, die 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis mit einer für diesen Wettbewerb konstruierten Kurzgeschichte gewonnen hat. Diese Erzählung gewann auch den Kelag-Publikumspreis, was bemerkenswert ist, weil Jury- und Publikumsgeschmack meistens weit auseinander liegen. Dass Passig mit ihrem Text beide Gruppen überzeugen konnte, spricht für ihre schriftstellerische Potenz. Sie ist aber bei ihrem Leisten geblieben und schreibt, meist zusammen mit Co-Autoren, im Internet und in Büchern die meiner Einschätzung nach lesenswertesten deutschsprachigen Texte zu Internetthemen.

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Erinnerungen an Innsbruck von Georg Fabjan: „AmRASER – Schnelle Geschichten vom langsamen Erwachsenwerden“
Literatur
25.11.2019 Raffaela Rudigier

Innsbruck – das ist für viele Vorarlberger und Vorarlbergerinnen, insbesondere ehemalige Studierende der schnuckeligen Weltstadt, „home away from home“. Wer mehrere Jahre in einer Studentenstadt zugebracht hat, kennt viele Ecken und Winkel derselben, hat viele Erinnerungen an frühere Zeiten. Da wird man gerne nostalgisch und ein bisschen sentimental.

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LAMM GOTTES | UA von Michael Köhlmeier unter Mitarbeit von Hubert Dragaschnig: Eine Koproduktion des Theater KOSMOS mit dem Schauspielhaus Salzburg
Der erste Blick fällt auf eine reduzierte, hochkomplexe Bühnenstruktur von Ragna Heiny mit zwei goldenen Treppen, die die Kanzel umrahmen und die gedeckte Tafel für das Hochzeitsmahl der Brautleute.
Theater
23.11.2019 Peter Niedermair

Ein Mysterienspiel über Gott und Teufel, die Liebe, über Leben und Tod, also über die Welt und wahrscheinlich auch darüber, was sie im Innersten zusammenhält. Premiere war am Donnerstag, 21. Nov. 2019. Neben „Nestor“ 2001 und seinem Beitrag zu „Die 7 Todsünden“ 2011, ist „Lamm Gottes“ die dritte Arbeit des Autors für das Theater KOSMOS. Im Vorspann des Programmhefts Michael Köhlmeier: „Angenommen, es stellt sich heraus … wissenschaftlich … dass der Mensch allein ist im Universum, ohne einen Gott, und wenn doch mit einem, dann mit einem, der weit, weit fort ist, hinter hundert Vorzimmern, in denen hundert strenge Engel sitzen, denen man gute Argumente vorlegen muss, damit sie einen weiterlassen … angenommen es ist so, wäre dann der Glaube, dass der Mensch dem Menschen sein Ein und Alles ist, nicht der einzige Glaube, der etwas wert wäre, ein heiliger Glaube? Vorsicht vor den großen Worten! Freiheit, Schönheit, Gleichheit, Liebe, Treue, Freundschaft. Je weiter sie sich aufblähen, desto schneller werden sie zu Prinzipien, für diese sich zu sterben lohnt – und zu töten. Diese Begriffe zeigen ihre Menschlichkeit im Kleinen. Ich nehme mir die Freiheit, heute auszuschlafen. Ich suche, bis ich ein schönes Brillenetui finde. Mann und Frau sollen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit bekommen. Vorsicht vor den großen Worten! Poesie lässt sich daraus nicht machen.“ (Michael Köhlmeier, Programmheft zur Aufführung, S. 2)

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Zwingli
Mit dem Schwert in der Hand bekannt ist Zwingli in dieser Verfilmung jedoch ein unbeirrbarer Reformer, der auch pragmatisch dachte.
Film / Kino
22.11.2019 Gunnar Landsgesell

Ein Kinofilm über Zwingli mag überraschend wirken. Anders als Luther ist dessen Bekanntheit beschränkt. Doch der Schweizer Reformator, der noch vor Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt hat, wird im Film nicht nur als Kirchenerneuerer gezeigt, sondern auch als großer Sozialreformer. Darin besteht auch der Wert dieser recht geradlinigen Verfilmung.

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Kunstschule Liechtenstein: auf Kurs und viele neue Angebote
Organisatorin Conny Biedermann und Direktor Martin Walch stellten das Frühlingssemester 2020 der Kunstschule Liechtenstein vor. Zum ersten Mal gibt es unter anderem mehrere Schnupperkurse zum halben Preis.
Ausstellung
21.11.2019 Anita Grüneis

Die Liechtensteiner Kunstschule in Nendeln ist gut unterwegs. Der ganztägige Vorkurs wird nun seit zwei Jahren bereits mit zwei Klassen geführt und auch die anderen Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene finden großen Anklang. Direktor Martin Walch zeigte sich bei einer Medienkonferenz durchaus zufrieden mit der Entwicklung. Einen Grund für den Erfolg der Vorkurse sieht er in den Social-Media-Kanälen, auf denen die Kursteilnehmenden ihre eigenen Werke präsentieren. Den Vorkurs besuchen derzeit 31 SchülerInnen, davon sind 7 aus Vorarlberg.

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Seit 25 Jahren Kabarett-Trio in Liechtenstein: OOS präsentieren „Heimatabend 2.0“
Ingo und Mathias Ospelt bilden mit Marco Schädler das OOS-Trio
Kleinkunst / Kabarett
21.11.2019 Anita Grüneis

Vor 25 Jahren begannen sie als „Liechtensteiner Gabarett - LiGa“, vor zehn Jahren änderten sie ihren Namen in „Ospelt, Ospelt, Schädler - OOS“ und feierten nun im Schlösslekeller Vaduz ihr Jubiläum. Die Brüder Ospelt - Mathias, der Autor, und Ingo, der Schauspieler - sowie Komponist und Musiker Marco Schädler zeigten „Heimatabend 2.0“. Der Titel versprach schon den Inhalt – es war ein Abend über die Heimat und über sie hinaus. Die ersten Vorstellungen sind bereits restlos ausverkauft, Zusatzvorstellungen sollen folgen.

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Aktuell in den Filmclubs (22.11. - 28.11. 2019)
Le miracle du Saint Inconnu
Film / Kino
21.11.2019 Walter Gasperi

Das Kino Madlen in Heerbrugg zeigt diese Woche die knochentrockene marokkanische Komödie „Le miracle du Saint Inconnu“. Die Kammgarn Hard lädt dagegen zu einem Wiedersehen von Joel und Ethan Coens 2001 gedrehter Film noir-Hommage „The Man Who Wasn´t There“ ein.

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