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Kritiken

Rainer Juriatti gründet einen Verlag und geht auf musikalische Lesereise
Rainer Juriatti hat aufgrund eigener Erfahrungen einen Verlag gegründet und möchte manches anders machen
Literatur
11.10.2020 Raffaela Rudigier

Dem Vorarlberger Autor und Wahl-Grazer Rainer Juriatti war während des Lockdowns, laut eigenen Angaben, das erste Mal in seinem Leben langweilig. Es gab nichts zu tun, keiner habe angerufen. Da hat er, gemeinsam mit seiner Frau Vera und seiner Tochter Chiara, einen Verlag gegründet: den „Kollektiv Verlag“. Das Ziel: Erzählungen, Romane, Bühnentexte, Essays zu „drängenden Themen der Zeit“ auflegen. Nicht verlegt werden: Biografien, Science-Fiction-Geschichten oder „betroffenheitslyrische Selbsterfahrungen“.

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Eine Plastik aus Plastik - Oliver Laric in der Johanniterkirche Feldkirch
"Standbild" von Oliver Laric in der Johanniterkirche Feldkirch (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
08.10.2020 Karlheinz Pichler

Mit einer Installation von Oliver Laric reaktivieren das Kunsthaus Bregenz und die Johanniterkirche Feldkirch ihre einstige Zusammenarbeit, welche vor rund 15 Jahren internationale Stars der Kunstszene wie etwa Anish Kapoor, Jenny Holzer oder Michael Craig-Martin in die sakrale „Kunsthalle“ in der Montfortstadt gebracht hat.

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Vom Senden und Empfangen via Radio – die Montforter Zwischentöne widmen sich einem breiten Feld und weisen hoffentlich auch auf die prekäre Situation im ORF-Landesstudio hin
Die Wertschätzung und Bestärkung des öffentlich-rechtlichen Kulturradios in Vorarlberg stellen die Grundpfeiler der Montforter Zwischentöne im November dar. (Foto: Jakkapan)
Kritiken
08.10.2020 Silvia Thurner

Die nächste Ausgabe der Montforter Zwischentöne widmet sich dem Radio. Als Hörkulisse begleitet es viele Menschen durch den Tag. Aber in seiner inhaltlichen Substanz droht vornehmlich die Kultur im Radio - zumindest in Vorarlberg - immer mehr zu degenerieren. Edgar Eller, Hans-Joachim Gögl, Folkert Uhde luden das ORF-Landesstudio Vorarlberg zur Kooperation ein und kreierten ein umfassendes Programm, das die Kulturtechniken des Sendens und Empfangens via Äther in den Mittelpunkt stellt. Im Rahmen des Pressegesprächs erzählte Jasmin Ölz-Barnay, Kulturkoordinatorin des Landesstudios von der Geschichte, der Gegenwart und ihrer Einschätzung der Zukunft des ORF-Kulturradios. Im Mittelpunkt der Zwischentöne stehen eine große „Radioshow“ sowie Generationen-Dialoge.

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Aktuell in den Filmclubs (9.10. - 15.10. 2020)
Undine
Film / Kino
08.10.2020 Walter Gasperi

Bei der LeinwandLounge in der Remise Bludenz steht diese Woche Christian Petzolds Liebesfilm "Undine" auf dem Programm. Der Spielboden Dornbirn zeigt in Kooperation mit Bio Austria den Dokumentarfilm "Brot".

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Sevdaliza: Shabrang
CD-Tipp
08.10.2020 Peter Füssl

Das außergewöhnliche Coverfoto der in Teheran geborenen und ab ihrem fünften Lebensjahr in den Niederlanden aufgewachsenen Sevdaliza (amtlich: Sevda Alizadeh) assoziiert man auf den ersten Blick mit Gewalttätigkeit, Misshandlung und Verletzung. Zwar bilden auch – wie auf ihrem vor drei Jahren erschienenen Debütalbum „Ison“ – Erfahrungen von Leid, Enttäuschungen und Verlusten den Hintergrund ihrer 14 neuen Songs, im Vordergrund steht aber ganz bewusst die Überwindung dieser negativen Gefühle, der Versuch, sie in Stärke zu transformieren. Die 33-jährige ehemalige Basketball-Nationalspielerin und nunmehr höchst kreative Singersongwriterin, Produzentin und Filmemacherin bezeichnet dieses Album als eine Art Brief an sich selbst, als ihre ganz persönliche Bibel, mit der Aufforderung, eben nicht in Depressionen zu verfallen, sondern auf das Leben, die Liebe und auf sich selbst als Mensch zu vertrauen.

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Vergiftete Wahrheit
Intensiv: Mark Ruffalo als Anwalt und Einzelkämpfer gegen DuPont.
Film / Kino
07.10.2020 Gunnar Landsgesell

Packender Umweltthriller und psychologische Charakterstudie - "Vergiftete Wahrheit" ist beides in einem und hält die Spannung bis zum Schluss hoch. Ein Kunststück, das nur wenige Filmemacher wie Todd Haynes schaffen. In der Hauptrolle als Anwalt, kaum wieder zu erkennen, Mark Ruffalo.

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V#35 – neue Ausgabe der Vorarlberger Zeitschrift für Literatur: „Stechuhr und Babydoll“
Literatur
06.10.2020 Manuela Schwaerzler

Neugierig macht er, der Titel, unter dem die neu erschienene V#35 literarische Beiträge zur Vorarlberger Industriegeschichte versammelt. Ausgangspunkt dafür war die Debatte über ein Industriemuseum in Vorarlberg, zu der die Herausgeberinnen Marie-Rose Rodewald-Cerha und Sabine Benzer einen Beitrag leisten wollten. Beim Centre For Anthropological Research On Museums And Heritage, einer Abteilung der Humboldt-Universität zu Berlin, fanden sie Inspiration für die Umsetzung ihrer Idee. „Dort forschen auch Künstler*innen zu Kulturerbe bzw. wird versucht mittels Kunstprojekten Zugänge zu kulturellem Erbe zu schaffen. Sehr spannend ist das“, antwortet Sabine Benzer auf meine Frage zur Entstehungsgeschichte des Sammelbandes. „Es hat sich also angeboten, Autor*innen um Beiträge zum industriellen Erbe zu bitten. Marie-Rose Rodewald-Cerha hatte darüber hinaus die Idee, das schöne Projekt www.meinindustrie.museum des Vorarlberger Wirtschaftsarchives aufzugreifen, wo die Bevölkerung aufgerufen wird, auszuwählen, was in ein Industriemuseum gehört und das dann auf dieser Homepage einzuspeisen.“

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Michael Wollny: mondenkind
CD-Tipp
06.10.2020 Peter Füssl

Genau 46 Minuten und 38 Sekunden lang ist Michael Wollnys erstes Soloalbum, das entspricht exakt jener Zeitdauer, die der Apollo 11-Astronaut Michael Collins am 20. Juli 1969 bei jeder seiner Umrundungen des Mondes im Raumschiff Columbia ohne jeglichen Blick- oder Funkkontakt zur Erde war, während seine Kollegen Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin die ersten Schritte der Menschheit auf den Erdtrabanten setzten. Die Presse stilisierte Collins damals zum „vermutlich einsamsten Menschen aller Zeiten“, er selbst schilderte seinen damaligen, ausnahmemäßigen Gemütszustand hingegen als „Bewusstheit, Erwartung, Zufriedenheit, Zuversicht, ja beinahe Jubel“. Ähnlich gelagert dürften auch die Erfahrungen des 42-jährigen Pianisten, der die Jazzwelt bislang vor allem mit Alben in Duo- und Trio-Formaten und in Kooperation mit exzellenten europäischen Ausnahmemusikern erobert hatte, bei seiner ersten Soloproduktion gewesen sein.

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Mit großem Gestaltungswillen und Tatendrang – Cecilia Bernardini und das Concerto Stella Matutina ehrten Beethoven
Das Concerto Stella Matutina feierte unter dem Leitgedanken "Liberté, Égalité, Fraternité" Ludwig van Beethoven und erhielt für die qualitätvollen Werkdeutungen jubelnden Applaus.
Musik / Konzert
05.10.2020 Silvia Thurner

Allen Widrigkeiten zum Trotz scheuten die Musikerinnen und Musiker des Concerto Stella Matutina und allen voran Bernhard Lampert keine Mühen und feierten ihr schon vor langer Zeit angesagtes Fest für Beethoven mit einem fulminanten Orchesterkonzert. Zum gemeinsamen Musizieren eingeladen war Cecilia Bernardini. Mit großer Strahlkraft interpretierte die sympathische Musikerin Beethovens Violinkonzert. Ein Abenteuer für das Orchester und die Zuhörenden stellte die Deutung der dritten Symphonie von Ludwig van Beethoven dar, die „Eroica“ erklang mit Thomas Platzgummer am Pult als krönender Höhepunkt.

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Was die Musik im Inneren zusammenhält – ALMA spielte in Hittisau auf und erhielt jubelnden Applaus
ALMA - das sind Julia Larcherstorfer, Evelyn Mair und Matteo Haitzmann (Violine) sowie Johanna Dumfart (Diatonische Harmonika) und Marlene Larcherstorfer am Kontrabass - bot im Ritter von Bergmannsaal in Hittisau eine musikalische Unterhaltung aus Volksmusik und eigenen Werken, die die Zuhörenden begeisterte.
Musik / Konzert
04.10.2020 Silvia Thurner

Das österreichische Ensemble „Alma“ musizierte im Rahmen von Musik in der Pforte im Ritter von Bergmannsaal in Hittisau. Mit dem Programm „frye“ machten Julia Larchertorfer, Evelyn Mair und Matteo Haitzmann (Violine) sowie Johanna Dumfart (Diatonische Harmonika) und Marlene Larcherstorfer am Kontrabass mit feinfühliger Leichtigkeit erlebbar, dass ihre musikalischen Wurzeln in der österreichischen Volksmusik liegen, und zeigten gleichzeitig auf, wohin sie ihre individuelle musikalische Freiheit führt.

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