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Kritiken

Heldeninnen und Antihelden im Solo und im Tutti – Das Ensemble PulsArt unter der Leitung von Benjamin Lack begeisterte mit Musik unserer Zeit
Im Ensemble PulsArt des Vorarlberger Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack waren sich alle ihrer kammermusikalischen Eigenverantwortung bewusst. So stellten die Studierenden spannende Werkdeutungen in den Raum. (Fotos: Victor Marin)
Musik / Konzert
11.10.2021 Silvia Thurner

Nach der letztjährigen Corona-Zwangspause setzte das Ensemble PulsArt am Vorarlberger Landeskonservatorium ein markantes Zeichen mit einem gut zusammen gestellten Programm und Energie geladenen Werkdeutungen. Mit Spannung wurde die Uraufführung des Flötenkonzertes von Martin Skamletz erwartet. Gemäß dem Leitgedanken Lehrer-Schüler-Verhältnisse abzubilden, erklang auch das Werk „Für 16“ von Herbert Willi. Darüber hinaus bildete das Ensemblestück „Path of Uneven Stones“ von Linda Catlin Smith sowie „The Viola in My Life“ ihres Lehrers Morton Feldman spannende inhaltliche Klammern. Gefeiert wurden die Solistinnen Héléna Macherel an der Flöte und die Bratschistin Imgesu Tekereler. Benjamin Lack leitete engagiert, motivierend, souverän moderierend und musikalisch höchst inspiriert durch das Programm und dirigierte die Studierenden.

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Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial live im Vogelfreiraum Rankweil
Verspielte Experimentierräume - Rosi Spezial im Vogelfreiraum
Musik / Konzert
11.10.2021 Peter Ionian

Vergangenen Samstag kam es zu einer Fusion zweier Experimentierräume. Der erste der beiden ist tatsächlich ein Ort, nämlich der Vogelfreiraum in Rankweil. Hier wird Leerstand mitten im Dorfzentrum bespielt und Raum geschaffen für Begegnung und kulturelle Vielfalt. Der zweite Experimentierraum war ein künstlerischer. Denn ein Konzert von Rosi Spezial ist was Spezielles, ein Gesamtkunstwerk, das experimentelle Schau-, Fühl- und Klangräume erschafft.

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Natur und Farben in Musik gesetzt – das „Ensemble Plus“ unter der Leitung von Thomas Gertner gab im Magazin 4 in Bregenz ein erfrischendes Konzert
Das Ensemble Plus unter der Leitung von Thomas Gertner musizierte mit viel Elan von der Natur inspirierte und auf die Natur verweisende Kompositionen im etwas hellhörigen Magazin 4.
Musik / Konzert
10.10.2021 Silvia Thurner

Seit zwanzig Jahren bietet das „Ensemble Plus“ ein Abonnementprogramm, spielt selten zu hörende Werke unserer Zeit, vergibt Aufträge an Vorarlberger Künstler:innen und präsentiert die neu entstandenen Kompositionen. Der Ensembleleiter Guy Speyers erinnerte anlässlich „20 Jahre sul palco“ an das langjährige Wirken von Andreas Ticozzi, verweilte aber nicht in der Vergangenheit, sondern lenkte den Blick sogleich in die Gegenwart. Im Mittelpunkt des Abends stand die Uraufführung des Sextetts „Nachtschattengewächse“ von Michael Amann. Flankiert wurde das poesievolle Werk von Kompositionen, die Naturbilder und Naturgewalten in Musik fassten. Unter der Leitung von Thomas Gertner erklangen gute Werkdeutungen, die die Zuhörenden ganz unmittelbar mitten hinein ins Geschehen führten.

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Sarah Kuratle: „Greta und Jannis“
Literatur
10.10.2021 Peter Niedermair

Ein Roman als träumende Phantasie Sarah Kuratles „Greta und Jannis. Vor acht oder in einhundert Jahren“ ist ein faszinierender Roman, wie ich schon lange keinen mehr gelesen habe. Er spielt mit bezaubernder, zuweilen tragischer Magie, und erzählt sprachlich lyrisch-zart eine berührend intime Geschichte, surreal wie Hänsel und Gretel. „Greta und Jannis“ spürt ohne zeitliches und geografisch verortbares Koordinatensystem in rhythmisch-melodischen Sprachbildern, ohne dass ein Wort zufällig oder zu viel wäre, wie bei Kafka, den Fragen vom Leben und Lieben nach. Die Protagonist:innen des bei Otto Müller im August erschienen Debütromans „Greta und Jannis“ waren Nachbarskinder. Er fragt sie zögernd und schüchtern eigentlich, ob er denn ihr Bruder sein dürfe. Sie ist einverstanden. Später, einige Jahre später, küsst sie ihn auf den Mund. Die beiden verlieben sich, als wäre es naturgewollt, dennoch dürfen sie kein Liebespaar sein. Zwischen den beiden, hinter ihren Familien, liegt ein großes Geheimnis, wie ein Geröllfeld, das sich sehr bald zu einem Gebirgszug entwickelt.

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Quicklebendiges Theatervergnügen: “All you can be! Eurydike und Orpheus“ am Vorarlberger Landestheater
Zwei großartig Performer: Aaron Hitz und Max Merker
Theater
09.10.2021 Dagmar Ullmann-Bautz

Als beste vitale Theaterunterhaltung präsentierte sich die geglückte Koproduktion zwischen dem Vorarlberger Landestheater und dem TOBS Theater Orchester Biel Solothurn, die am gestrigen Abend mit „All you can be! Eurydike und Orpheus“ im Großen Haus des Landestheaters Voralberg-Premiere feierte und am Ende frenetisch beklatscht wurde.

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Musiktheater Vorarlberg landete Volltreffer: Beste Musical-Unterhaltung mit „My Fair Lady“ auf Vorarlbergerisch
Anfang und Schluss des Stückes lässt Regisseurin Maria Kwaschik im Zirkusmilieu spielen, das einfach Leben für Eliza.
Musik / Konzert
09.10.2021 Fritz Jurmann

Beim Musiktheater Vorarlberg wird wieder gespielt, nach der Operette „Die Fledermaus“ vor dem Pandemie-Jahr widmet sich die Dreispartenbühne diesmal dem Musical. Frederick Loewes „My Fair Lady“ ist angesagt, ein Standardstück des Genres, das dank der darin enthaltenen Hitparade unsterblich gewordener Songs fast 70 Jahre überdauert und nur bei der Jugend etwas von seiner Popularität eingebüßt hat. Das war auch bei der Premiere am Freitag in der ausverkauften Kulturbühne AmBach der Fall, wo sich das Publikum von einer spritzig aufgepeppten Inszenierung, einer musikalisch hochkarätigen Umsetzung und einer gerade nach Corona unglaublich spielfreudigen Besetzung zu Standing Ovations und Begeisterungsstürmen hinreißen ließ.

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Kunst lässt die Feldkircher Altstadt in neuem Licht erstrahlen
Peter Kogler bespielt die Johanniterkirche mit einer faszinierenden Mappingarbeit (© Karlheinz Pichler)
Ausstellung
08.10.2021 Karlheinz Pichler

Bei der ersten Ausgabe der „Lichtstadt Feldkirch“ vor drei Jahren konnten die Veranstalter mehr als 30.000 Besucher zählen. Auch dieses Jahr wird der Zustrom sehr gut sein, wenn auch nicht ganz so hoch wie 2018. Dafür sind die gezeigten Kunstwerke, die die Feldkircher Altstadt in kreativem Licht erstrahlen lassen, diesmal auf einem extrem hohen Level angesiedelt. Dafür sorgen die Installationen von Peter Kogler, David Reumüller, Brigitte Kowanz und den Künstlerkollektiven Ochoresotto, Neon Golden, Artificialowl, und Dundu. Eröffnet wurde die Lichtstadt Feldkirch, die von Arno Egger und Thomas Häusle kuratiert wird, am vergangenen Mittwoch, und noch bis Samstag (19.00 bis 22.00 Uhr) können die teils gigantischen Kunstwerke bestaunt werden, die die historischen Gebäude, Plätze und Räume der Montfortstadt ganz neu erlebbar machen.

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Kreatives Musikcamp bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik
Die Musiker:innen des Ensemble Mosaik aus Deutschland stellten ihre Vielseitigkeit und ihr Können bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik eindrücklich unter Beweis, unter anderem mit dem Werk "Autophagy II" für Schlagzeug, Live-Elektronik und rückkopplungsgesteuerte E-Gitarren und Tam-Tam.
Musik / Konzert
08.10.2021 Silvia Thurner

Nach einjähriger Pause gastieren nun wieder zahlreiche internationale Musikschaffende bei den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik (btzm). Zur Eröffnung präsentierte das Ensemble Mosaik unter der Leitung von Magnus Loddgard vier österreichische Erstaufführungen, darunter zwei Kompositionsaufträge der btzm. Dass in der jungen Komponistengeneration der Mix aus Electronics, Live-Elektronik, akustischer Musik sowie manipulierten Instrumenten selbstverständlich ist und originelle Zugänge möglich sind, war mit Kompositionen von Andrea Mancianti und Kelley Sheehan zu erleben. Sara Glojnaric setzte sich in ihrem Werk „sugarcoating“ mit der soziokulturellen, auch für die btzm relevanten Frage auseinander, was uns an Revivals und ‚Retro‘ begeistert.

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Hinterland
Wien, 1920, ein Land an einer Zeitenschwelle: blauschwarz und krumm gebogen von der Last der Vergangenheit.
Film / Kino
08.10.2021 Gunnar Landsgesell

Wien, 1920 in expressionistischen Bilderbögen und als düstere Ballade einer Ritualmordserie. Als tragische Hauptfigur Murathan Muslu als Kriegsheimkehrer, der gleich doppelt in Bedrängnis gerät. "Hinterland" ist ein spannender Entwurf, ein Experiment zwischen Graphic Novel, Thriller und Zeitbild einer Gesellschaft im Umbruch. So gesehen könnte es durchaus ein Herzensprojekt von Regisseur Stefan Ruzowitzky sein.

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Double Check – Neue Netzwerkstelle in Hohenems
Melanie Greußing, Geschäftsführerin von Double Check: "Begegnung ist die schönste und nachhaltigste Art zu lernen - für beide Seiten." (Foto: Daniel Furxer)
Aktuell
07.10.2021 Manuela Schwaerzler

Im frisch bezogenen Gemeinschaftsbüro mit literatur: vorarlberg netzwerk präsentierten heute die Verantwortlichen die neuen Organisationsstrukturen und Vorhaben von „Double Check“. Als bewährtes Förderprogramm soll es weiterhin an der Schnittstelle zwischen Kultur und Bildung bestehen, auch das grundlegende Ziel bleibt dasselbe: die nachhaltige Verankerung von Kunst und Kultur im Bildungsbereich. Um diese vermehrt und breiterem Ausmaß umzusetzen, das heißt zur Einrichtung der Koordinationsstelle, aber auch zur Erweiterung der Möglichkeiten, Sichtbarmachung der Angebote und Weiterentwicklung von Projekten, wurde der Verein „Double Check. Netzwerk für Kultur und Bildung in Vorarlberg“ gegründet, der mit 1. Oktober Melanie Greußing zur Geschäftsführerin bestellt hat.

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