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Kritiken

Andrew Cyrille: Lebroba
CD-Tipp
05.12.2018 Peter Füssl

Der 79-jährige New Yorker Schlagzeuger Andrew Cyrille, der um drei Jahre jüngere Trompeter Wadada Leo Smith und Bill Frisell, mit 67 Jahren Jüngster des Trios, zählen zum Urgestein der ECM-Geschichte und zu wichtigen Protagonisten der letzten Jahrzehnte unkonventioneller Jazzgeschichte. Sie legen jetzt im Trio eine Produktion vor, die vom Gestus her den Willen zum und die Freude am Experiment gleichermaßen wie das kraftvolle Selbstverständnis der 70er-Jahre auferstehen lässt, gleichzeitig aber auch durchaus heutig ist.

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Alois Galehr: „Refugium Karton“ – Ausstellung in der Villa Falkenhorst, Thüringen
CAVALLINO IV (Foto: Alois Galehr)
Ausstellung
05.12.2018 Peter Niedermair

Alois Galehr tritt dann auf den Plan, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass der Karton als Verpackungsmaterial weggeschmissen wird. Karton ist die Traummaschine des Alois Galehr. Er ist kein Horter. Er sammelt nur Karton. Er ist kein Messie. Ganz und gar nicht. Sein Haus in Vandans, sein Atelier, die Kellerräume, alles picobello. Da liegt nicht einfach etwas herum, alles ist verräumt. In Schachteln großteils. Wie sonst? Seine Kunst ist eine mehrdimensionale, schneiden und brechen sich doch klassische Kunstdisziplinen, Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation. Er arbeitet in Serien. Wiederholt konsultiert er seine Karton-Kultur-Archive, liest darin, im übertragenen Sinne, als wolle er den Wert und Unwert des Materials aktuell analysieren und neu bewerten.

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Absurdes Theater at its best - "Wasser" im Theater Wagabunt
Großartig: Robert Kahr und Wolfgang Pevestorf
Theater
03.12.2018 Dagmar Ullmann-Bautz

Was für ein köstlich kongeniales Paar! Robert Kahr und Wolfgang Pevestorf stehen zusammen auf der Bühne und erinnern, nein sie sind ein altes, ein seit vielen Jahren raunzendes Ehepaar, ein Komikerpaare wie Stan Laurel und Oliver Hardy, Figuren, wie von Beckett geschaffen, immer quengelnd, kippelnd, aber nicht ohne den anderen auskommend.

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Bravouröser Hornist und eleganter Dirigent – Jubel für den Solisten Stefan Dohr, das SOV und Leo McFall am Pult
Einen nicht alltäglichen Solisten erlebten die Konzertbesucherinnen und -besucher beim dritten Abonnementkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg mit dem Hornisten Stefan Dohr und seinen Werkdeutungen im Bregenzer Festspielhaus.
Musik / Konzert
02.12.2018 Silvia Thurner

Zum dritten Abonnementkonzert lud das Symphonieorchester Vorarlberg mit einer rund um England und Schottland kreisenden Werkauswahl sowie dem britischen Dirigenten Leo McFall. Im Mittelpunkt stand der international gefeierte Hornist Stefan Dohr, der zuerst mit dem Hornkonzert von Gordon Jacob begeisterte und dann mit Messiaens Solostück „Appel Interstellaire“ die Zuhörenden in seinen Bann zog. Gerahmt wurde das Konzert von Haydns „Londoner“ Symphonie Nr. 98 sowie der „Schottischen“ Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Leo McFall leitete die Musikerinnen und Musiker elegant und mit präziser Gestik.

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The House that Jack Built
Wohlfeile Provokationen: der Mörder als Künstler.
Film / Kino
30.11.2018 Gunnar Landsgesell

Serienkiller-Porträt, Splattermovie und krude Selbstbespiegelung: Lars von Triers jüngster Film folgt einem Architekten (Matt Dillon) auf seiner blutigen Spur. Ultrabrutale Szenen wechseln sich mit humorvollen ab, die Provokationslust hat Von Trier noch nicht verlassen.

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Rosalía: El Mal Querer
CD-Tipp
29.11.2018 Peter Füssl

Die 25-jährige katalanische Sängerin, Musikerin, Schauspielerin und Produzentin Rosalía (mit vollem Namen Rosalía Vila Tobella) ist gerade auf dem besten Weg, mit ihrem zweiten Album „El Mal Querer“ nicht nur die Latin-, sondern auch die Pop-Welt zu erobern. Mit gut 30 Minuten Spieldauer mag das vielleicht der kürzeste Longplayer des Jahres sein, der intensivste ist es auf jeden Fall.

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Nach dem großen Kino folgt im KUB das Jahr der Gesichter
Tacita Dean: The Montafon Letter. Kreidezeichnung, 366 x 732 cm, 2018 (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
29.11.2018 Karlheinz Pichler

Ob das Kunsthaus Bregenz (KUB) dieses Jahr die Besuchermarke von 50.000 knackt, hängt letztlich von der aktuell laufenden Schlussausstellung des Jahres ab, die dem Schaffen der britischen Künstlerin Tacita Dean gewidmet ist, der großen Verfechterin des analogen Films. Gelingt es, läge man deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre, ausgenommen des Jubiläumsjahres 2017, denn da gab es aufgrund der unzähligen Veranstaltungen einen Ausreißer nach oben auf über 77.000 BesucherInnen. Im kommenden Jahr setzt KUB-Direktor Thomas D. Trummer einen Schwerpunkt auf „handfeste“ Kunst. Gezeigt werden unter anderem Gemälde von Miriam Cahn und Skulpturen von Thomas Schütte. Thematisch zieht sich das „Gesicht“ wie ein roter Faden durch das neue Programmjahr.

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Das Knüpfen als Werkmethodik - Dorothea Rosenstock und Franziska Stiegholzer in der Bludenzer Galerie allerArt
"Datenschutzverordnung": Gemeinschaftswerk von Dorothea Rosenstock und Franziska Stiegholzer, 2018 (Foto: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
29.11.2018 Karlheinz Pichler

Die Bludenzer Galerie allerArt beendet das laufende Ausstellungsjahr mit einem Werkeinblick in das Schaffen der beiden Künstlerinnen Dorothea Rosenstock und Franziska Stiegholzer. Auch wenn die beiden mit sehr unterschiedlichen Materialien arbeiten, gibt es eine Verbindungslinie, nämlich die Technik des Knüpfens als Werkmethodik. Wobei es auch bei dieser uralten Kulturtechnik wiederum sehr differenzierte Vorgehensmöglichkeiten gibt. Für die Werkschau in Bludenz, die von Andrea Fink kuratiert wird, realisierten Rosenstock und Stiegholzer, die zum ersten Male gemeinsam ausstellen, sowohl eigene Stücke als auch eine große Gemeinschaftsarbeit.

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„Call Me Helium“ - Doran/Stucky/Jordi und Studer im Spielboden
Das klassische Rock-Geviert: Call Me Helium!
Musik / Konzert
29.11.2018 Thomas Kuschny

Kürzlich im Netz einen Konzertmitschnitt der Jimi Hendrix Experience von 1969 in Stockholm entdeckt. Etwas lustlos und nicht wirklich gut eingespielt quält sich das Trio um den für immer und ewig Führenden der Gitarren-Torschützenliste durch das Set, schon etwas seinen Nimbus verlierend. James Marshall Hendrix wäre am 27. November 76 Jahre alt geworden, stattdessen ist der 1970 Verstorbene Mitglied beim Club27, wieder so eine sinnlose Liste. Die Vielseitigkeit und Kreativität des Komponisten Hendrix tritt ja oft hinter seinen instrumentalen Fähigkeiten zurück, das Schweizer Quartett um Christy Doran ruft dies dankenswerterweise wieder in Erinnerung. Nimbus wiederhergestellt!

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Franz Michael Felder und seine „Liebeszeichen“ - Zahlreiche Aktivitäten zum Felder-Jahr 2019
Literatur
29.11.2018 Annette Raschner

2019 ist ein Jubiläumsjahr. Gefeiert wird nicht nur der 150. Todestag des Schoppernauer Dichters und Volksaufklärers Franz Michael Felder, sondern auch der 50. Geburtstag des Felder-Vereins. Die Feierlichkeiten beginnen ab sofort, denn als Jahresgabe des Felder-Vereins 2018 ist soeben mit „Liebeszeichen und andere Dorfgeschichten“ der vierte Band mit belletristischer Literatur Felders nach „Aus meinem Leben“, „Reich und Arm“, „Nümmamüllers und das Schwarzokaspale“ in einer neuen Ausgabe erschienen. Der Mitherausgeber und Leiter des Felder-Archivs Jürgen Thaler erzählt im Gespräch von den Qualitäten des Textes und verrät weitere Höhepunkte im Jubiläumsjahr.

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