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Kritiken

Die Kamera - ein Versprechen für eine ganz besondere Art von Begegnung: Ein Interview mit der Bludenzer Kamerafrau Siri Klug
Siri Klug
Film / Kino
26.04.2020 Walter Gasperi

Letzten Freitag wurde Maryam Zarees "Born in Evin" als bester Dokumentarfilm mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Die Kamera führte bei dieser Spurensuche der Regisseurin nach ihren iranischen Wurzeln die 1972 in Bludenz geborene Siri Klug. Die Vorarlbergerin, die an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin ein Studium zur lichtsetzenden Kamerafrau absolvierte, kann schon auf zahlreiche Auszeichnungen verweisen. Zuletzt führte sie auch bei Katharina Weingartners Dokumentarfilm "Das Fieber", dessen Festivaltournee und Kinostart durch die Corona-Krise abrupt gestoppt wurde, die Kamera. Walter Gasperi führte mit der in Berlin Filmschaffenden via E-Mail folgendes Interview zu ihrer Entwicklung und ihrer Arbeit.

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Die Vorarlberger Kunst- und Kulturhäuser arbeiten am "Reset" - Interview mit KUB-Chef Thomas D. Trummer
KUB-Direktor Thomas D. Trummer (© Miro Kuzmanovic)
Ausstellung
24.04.2020 Karlheinz Pichler

Dass die österreichischen Kunst- und Kulturhäuser Mitte Mai wieder aufsperren dürfen, hat viele überrascht. Allgemein wurde nicht vor dem Juli mit dem Neustart gerechnet. So wird denn auch derzeit bei vielen Häusern noch renoviert und bei etlichen befindet sich die Belegschaft in Kurzarbeit. Nun rüsten sich alle für eine frühere Wiedereröffnung. Und KUB-Chef Thomas D. Trummer gibt im Interview mit KULTUR einen aktuellen Einblick in die derzeitige Situation beim Kunsthaus Bregenz.

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„Mit dem Publikum steht und fällt Zweck und Sinn einer Kulturinitiative“ – Interview mit Sabine Benzer (Theater am Saumarkt)
Sabine Benzer: "Wir werden sicher mit aller Kraft versuchen, diesen Ort in der bisherigen Form der Zugänglichkeit und Verfügbarkeit für die Menschen in der Region zu erhalten und auszubauen."
Aktuell
22.04.2020 Manuela Schwaerzler

Da die gesamte Kunst- und Kulturszene auch weiterhin von der Corona-Krise überschattet wird, beinhaltet unsere Mai-Ausgabe einen umfangreichen Schwerpunkt dazu. Artikel, Interviews und Statements auf rund 20 Seiten lassen die Verantwortlichen zu Wort kommen und geben Einblick in die Situation der einzelnen Sparten. Dabei werden etliche Gemeinsamkeiten sichtbar, aber auch Unterschiede. Auf unsere Nachfrage bei den Kulturveranstaltern, wie sie die Situation meistern, hat uns Sabine Benzer, Geschäftsführerin des Theaters am Saumarkt, ausführlich geantwortet. Wir möchten Ihnen dieses Interview, das in der Print-Ausgabe nur in kleinen Teilen Platz gefunden hat, nicht vorenthalten:

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Giorgi Mikadze: Georgian Microjamz
CD-Tipp
21.04.2020 Peter Füssl

Als der 1989 in Tiflis geborene, klassisch ausgebildete Pianist und Komponist Giorgi Mikadze, der in seiner georgischen Heimat bereits mit 12 Jahren als Solist sinfonischer Klavierkonzerte auftrat, seine Studien am Berklee College of Music und an der Manhattan School of Music aufnahm, traf er auf MusikerInnen aus Afrika, Indien und Asien: „Ihre Musik zu hören, inspirierte mich dazu, meine eigenen Wurzeln zu erforschen, und entfesselte zugleich den leidenschaftlichen Wunsch in mir, etwas bisher Noch-nie-Gehörtes zu erschaffen.“

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Der Datendiebstahl und ein Debütroman
Literatur
19.04.2020 Anita Grüneis

„Für immer die Alpen“ ist der erste Roman des 31-jährigen Benjamin Quaderer. Und es wurde gleich ein großer Wurf. Der junge Autor schreibt mit einer Lässigkeit und Selbstverständlichkeit, als hätte er schon Dutzende solcher Bücher geschrieben. Dabei umfasst sein Werk 592 Seiten, ist voller Überraschungen, liest sich spannend wie ein Kriminalroman und ist zugleich extrem tiefsinnig. Die Lektüre wird zum Sog, der einen mitnimmt in das Leben eines Mannes, der seine Umgebung mit großer Wachheit wahrnimmt und seine Hauptperson mit viel literarischem Freiraum durch das Leben gaunern lässt. Dabei schafft er manchmal Wortgebilde, die sich so mächtig auftürmen wie die Alpen, für immer.

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Tödlicher Rassismus - neues Buch über Roma und Sinti im Bodenseeraum
Literatur
14.04.2020 Markus Barnay

„Bei dem ihm eingewurzelten Hang zur Verübung von Diebstählen, seinem angeborenen Freiheitsbedürfnis und seiner unüberwindlichen Scheu von [sic!] einem geregelten Leben und Arbeit ist mit Sicherheit damit zu rechnen, dass der Angeklagte nach seiner Strafverbüssung alsbald rückfällig wird.“ Vielleicht können wir bald wieder solche, von Vorurteilen und Klischees strotzende Urteile lesen, wenn sich der türkise Teil unserer Bundesregierung (unterstützt vom schwarzen Teil der Landesregierung) mit der Forderung nach einer vorbeugenden „Sicherheitshaft“ durchsetzen sollte. 1940, als obiges Urteil verfasst wurde, hieß es noch „Sicherungsverwahrung“, und die wurde in diesem Fall gegen Georg August Reinhardt ausgesprochen. Der Sohn einer „Zigeunerfamilie“ war zuvor zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er in der Nähe von Stuttgart ein Fahrrad entwendet und ein paar Kilometer weiter abgestellt hatte. Jetzt wurde zudem noch die „Schutzhaft“ über ihn verhängt. Die endete für ihn mutmaßlich mit der Deportation in ein Vernichtungslager, wo er ziemlich sicher ermordet wurde.

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Shabaka And The Ancestors: We Are Sent Here By History
CD-Tipp
14.04.2020 Peter Füssl

Der Saxophonist/Klarinettist Shabaka Hutchins ist das kreative und äußerst produktive Epizentrum der seit einigen Jahren weltweit gehypten Londoner Jazz-Szene. Mit drei Bandprojekten hat er das traditionsreiche und prestigeträchtige, aber in den vergangenen Jahrzehnten in Bedeutungslosigkeit versunkene, amerikanische Impulse!-Label wieder ins Rampenlicht der zeitgenössischen Jazz-Szene katapultiert, wobei es ihm immer auch um gesellschaftspolitische Anliegen geht.

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Wolfgang Muthspiel – Scott Colley – Brian Blade: Angular Blues
CD-Tipp
07.04.2020 Peter Füssl

Wolfgang Muthspiel genießt sowohl als Gitarrist als auch als Komponist längst einen hervorragenden Ruf, völlig zurecht, wie sein viertes ECM-Album mit sieben neuen Stücken und den Standards „Everything I Love“ und „I’ll Remember April“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Sein melodischer und harmonischer Einfallsreichtum verblüfft immer wieder, ebenso seine stupende Fingerfertigkeit, mindestens so wichtig ist aber auch sein exzellentes Händchen für die Wahl der geeigneten Partner, denen er die Musik gerne auf den Leib schreibt. Das Trio war immer schon ein Lieblingsformat Muthspiels – besonders bekannt ist natürlich jenes mit Larry Grenadier und Brian Blade, mit dem er 2014 sein vielgepriesenes ECM-Debüt „Driftwood“ veröffentlichte. Letzterer hat auch auf „Angular Blues“, das zur Krönung von sechs Konzerten im „Cotton Club“ in Tokio dort im Studio Dede auch gleich aufgenommen wurde, den Schlagzeug-Part übernommen.

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Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen auf Vorarlbergs Kultureinrichtungen und Kulturakteur*innen
Sämtliche Veranstaltungssäle - wie hier der Saal des Spielbodens - bleiben weiterhin leer
Aktuell
06.04.2020 Manuela Schwaerzler

Wenige Tage bevor verkündet wurde, dass die COVID-19-Maßnahmen verlängert werden und damit Veranstaltungen bis Ende Juni untersagt sind, veröffentlichte die IG Kultur die Ergebnisse ihrer bundesweiten Umfrage zu den Auswirkungen auf unabhängige Kulturvereine und -einrichtungen. Bis Ostern sind über 4.000 Veranstaltungen betroffen, schon jetzt wird der Schaden mit mindestens 4,5 Mio. Euro beziffert, in Vorarlberg beläuft er sich auf mindestens 184.000 Euro. Mit der nun geltenden Verlängerung werden diese Zahlen stark ansteigen.

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Solokonzert David Helbock playing John Williams am 8.4. im Live-Stream
Am 8. April präsentiert David Helbock im Live-Stream am Solo-Piano seine exzellenten Bearbeitungen der Filmmusik-Klassier von John Williams (© Joanna Wizmur)
Musik / Konzert
06.04.2020 Peter Füssl

Vorarlbergs erfolgreicher Jazz-Pianist David Helbock wird sein für den 8. April geplantes Konzert am Dornbirner Spielboden nicht einfach absagen, sondern via Live-Stream für seine zahlreichen Fans zugänglich machen. Im Mittelpunkt des Abends steht seine letztes Jahr erschienene CD mit Bearbeitungen berühmter Kompositionen des Filmmusik-Titanen John Williams.

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