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Kritiken

Rockmusik als Tor zum Aufbruch in Liechtenstein - Neuerscheinung in der Reihe „Liechtenstein erzählen“
Literatur
30.11.2019 Anita Grüneis

„Aufbrüche“ ist der zweite Band der Buchreihe „Liechtenstein erzählen“. Ziel dieser Reihe ist es, markante Ereignisse oder Zeitströmungen im Fürstentum Liechtenstein mittels Zeitzeugen lebendig werden zu lassen. Dafür interviewen Roman Banzer, Hansjörg Quaderer und Roy Sommer bestimmte Personen und geben das Erzählte so weit als möglich im „Originaltonfall“ wieder. Waren es im ersten Band die „Demokratischen Momente“, wie beispielsweise die Themen Frauenstimmrecht und die EWR-Abstimmung, so sind es in „Aufbrüche“ die siebziger Jahre. „Die Chiffre 1968 steht für neue Musik, neue Mode, neue Lebensformen, neue Gesellschaftsentwürfe und die kollektive Unruhe, die eine ganze Generation erfasst hat“, schreiben die drei Herausgeber in ihrer Einleitung. Natürlich blieb auch das kleine Fürstentum damals nicht verschont von den Unruhen.

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Mit einem gemeinsamen Atem musiziert – das Duo Gazzana bei „Dornbirn Klassik“
Natascia Gazzana (Violine) und Raffaella Gazzana (Klavier) musizierten im Dornbirner Kulturhaus und begeisterten mit ihrer musikalischen Aussagekraft sowie ihrem aus einem großen Einverständnis heraus geformten Spiel.
Musik / Konzert
29.11.2019 Silvia Thurner

Beim zweiten Abonnementkonzert von „Dornbirn Klassik“ stand dieses Mal kein Orchester auf der Bühne. Es musizierten die beiden Schwestern Natascia Gazzana an der Violine sowie Raffaella Gazzana am Klavier ein klug zusammen gestelltes Kammermusikkonzert, das es in sich hatte. Den Rahmen bildeten zwei gewichtige Sonaten von Edvard Grieg und César Franck, im Mittelteil korrespondierten die Duette von Tõnu Kõrvits sowie György Ligeti hervorragend miteinander. Dass Raffaella und Natascia Gazzana seit ihrer Kindheit miteinander musizieren, war vom ersten Ton an erlebbar und bestimmte die Qualität des poesievollen Konzertabends.

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The Lighthouse
Starker Auftritt, der diese Inszenierung dominiert: Willem Dafoe als bärbeißiger Kapitän und Trunkenbold, der seinen Untergebenen in den Wahnsinn treibt.
Film / Kino
29.11.2019 Gunnar Landsgesell

Willem Dafoe und Robert Pattinson als eigentümliches Leuchtturmwächter-Duo, das sich zwischen Realität und Wahn in Richtung Abgrund bewegt. Ein in strengem Schwarzweiß gedrehtes Kammerspiel mit Horror-Appeal.

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In Alexander Moosbruggers Oper „Wind“ werden 172 Orgelpfeifen zu bedeutenden Protagonistinnen – informativer Einblick in das Opernatelier im KUB
Alexander Moosbrugger ist mitten drin im Kompositionsprozess seiner ersten Oper "Wind". Auch der 5. Einblick ins Opernatelier im Kunsthaus Bregenz weckte die Vorfreude auf ein besonderes Gesamtkunstwerk. (Fotos: Anja Köhler)
Musik / Konzert
28.11.2019 Silvia Thurner

Bereits zum fünften Mal gewährten die Bregenzer Festspiele Einblicke in den Entstehungsprozess der neuen Oper „Wind“ von Alexander Moosbrugger. Im KUB präsentierte die bildende Künstlerin Flaka Haliti ihren Entwurf für den Bühnenraum, der in enger Zusammenarbeit mit dem Komponisten sowie mit dem Orgelbauer Wendelin Eberle und dem technischen Leiter Christian Steinschaden entstanden ist. Erste Visualisierungen zeigten, dass der Bühnenraum zugleich als Instrument und Erlebnisraum für das Publikum dienen soll. Die in einem lockeren Gespräch mit Olaf Schmitt dargelegten Bühnenpläne wirkten spektakulär und schraubten die Erwartungen auf die Uraufführung im August 2020 aufs Neue hoch.

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Aktuell in den Filmclubs (29.11. - 5.12. 2019)
Tutto quello che vuoi - Alles was du willst
Film / Kino
28.11.2019 Walter Gasperi

Beim TaSKino Feldkirch steht diese Woche Francesco Brunis feinfühlige Tragikomödie "Tutto quello che vuoi - Alles was du willst" auf dem Programm. Am Spielboden Dornbirn bietet Ralph Fiennes mit dem Spielfilm "Nurejew - The White Crow" Einblick in das Leben des legendären russischen Balletttänzers.

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Julia Hülsmann Quartet: Not Far From Here
CD-Tipp
28.11.2019 Peter Füssl

Auf ihrem siebten ECM-Album erfährt die Musik der Pianistin Julia Hülsmann, die seit 17 Jahren im Trio mit Kontrabassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Heinrich Köbberling spielt, durch die Erweiterung zum Quartett einen bemerkenswerten Energieschub. Zwar setzt die exzellente Melodikerin mit ihrem ausgeprägten Gespür für wundervolle lyrische Momente wieder auf kluge Reduktion und transparente Strukturen, was Köbberling und Muellbauer mit ihren sensiblen rhythmischen Akzentsetzungen in ideale Weise unterstützen. Nun gewinnt dieses Grundkonzept aber durch das warme und ausdrucksstarke, mitunter ausgesprochen kraftvoll-impulsive Spiel des Tenorsaxophonisten Uli Kempendorff entscheidend an Spannung und Farbigkeit.

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Die Kraft der Bilder als Waffe gegen Globalisierung und Neokapitalismus - Digitale Bildmontagen von Christine S. Prantauer in der Galerie allerArt
Christine S. Prantauer: Transition 4, Digitalmontage, 100 x 130, 2019 (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
26.11.2019 Karlheinz Pichler

Die 1956 in Zams in Tirol geborene und heute in Innsbruck lebende und arbeitende Künstlerin Christine S. Prantauer hält mit dem, was sie denkt und fühlt nicht hinter dem Berg. Das, was mit dem Paneten Erde derzeit geschieht, will sie nicht kommentarlos zur Kenntnis nehmen. In ihren genauso komplexen und vielschichtigen wie klaren und direkten Bildwelten spiegeln sich Medienkritik genauso wie die Auseinandersetzung mit Zeitthemen wie etwa der Globalisierung, der Verherrlichung des Kapitalismus oder dem Mobilitätswahn und den dagegen ankämpfenden Widerstandsbewegungen.

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Das darf man nicht versäumen! – Theater Wagabunt spielt „Die Humanisten“ und noch viel mehr
Wolfgang Pevestorf, Michaela Spänle, Ulrich Gabriel, Robert Kahr
Theater
25.11.2019 Dagmar Ullmann-Bautz

Er bietet beste Unterhaltung, wunderbar gepaart mit scharfer Gesellschaftskritik, Theater Wagabunts Abend der „österreichischen Nestbeschmutzer“, sprich der Autorinnen und Autoren, die es gewagt haben in ihren Arbeiten immer wieder die österreichische Gesellschaft und Mentalität kritisch zu beleuchten.

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Romolfs werden in Klimpzirkeln gelesen - Kathrin Passig über den Einfluss des Internets auf das literarische Schreiben
Kritiken
25.11.2019 Kurt Bracharz

Kathrin Passig ist eine deutsche Sachbuchautorin, die 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis mit einer für diesen Wettbewerb konstruierten Kurzgeschichte gewonnen hat. Diese Erzählung gewann auch den Kelag-Publikumspreis, was bemerkenswert ist, weil Jury- und Publikumsgeschmack meistens weit auseinander liegen. Dass Passig mit ihrem Text beide Gruppen überzeugen konnte, spricht für ihre schriftstellerische Potenz. Sie ist aber bei ihrem Leisten geblieben und schreibt, meist zusammen mit Co-Autoren, im Internet und in Büchern die meiner Einschätzung nach lesenswertesten deutschsprachigen Texte zu Internetthemen.

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Erinnerungen an Innsbruck von Georg Fabjan: „AmRASER – Schnelle Geschichten vom langsamen Erwachsenwerden“
Literatur
25.11.2019 Raffaela Rudigier

Innsbruck – das ist für viele Vorarlberger und Vorarlbergerinnen, insbesondere ehemalige Studierende der schnuckeligen Weltstadt, „home away from home“. Wer mehrere Jahre in einer Studentenstadt zugebracht hat, kennt viele Ecken und Winkel derselben, hat viele Erinnerungen an frühere Zeiten. Da wird man gerne nostalgisch und ein bisschen sentimental.

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