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Kritiken

Peter Wehinger nutzt Gemäuer der Ruine Alt-Ems für provokantes Statement
Beim Betreten der Burgruine Alt-Ems wird zuerst nur der erste Teil des Statements von Peter Wehinger erkennbar (Fotos: Karlheinz Pichler)
Ausstellung
06.07.2020 Karlheinz Pichler

Der letzte Anstieg zur Burgruine Alt-Ems auf dem Hohenemser Schlossberg ist steil. Doch die Mühe lohnt sich. Ist man einmal beim Gemäuer der ehemaligen Staufer-Festung angelangt, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts mit ihren 800 Metern Länge und 85 Metern Breite zu den größten und mächtigsten Burganlagen Mitteleuropas zählte, so eröffnet sich dem Besucher ein atemberaubender Ausblick. Über das Vorarlberger und Schweizer Rheintal hinweg, auf die zum Bodensee hin auslaufenden Hügelketten des Kantons St. Gallen sowie über den See weit über Lindau und Friedrichshafen hinaus ins Schwäbische und Baden-Württembergische hinein.

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Zu Gast im Theater KOSMOS – Lukas Bärfuss: MALINOIS
Hubert Dragaschnig bei seiner Begrüßung im Theater KOSMOS (alle Fotos: Silvano Campedel)
Literatur
06.07.2020 Peter Niedermair

Anfang Juli – nach vier Monaten Unterbrechung durch Covid-19 – der erste Abend im Theater KOSMOS in Bregenz. Der blaue Vorhang hinter dem Podest, der Tisch, die zwei Stühle und die Wassergläser: lange gesehnt und erwartet. Hubert Dragaschnig, einer der beiden Theaterleiter (neben Augustin Jagg), trat aufs Podest und begrüßte das zur Lesung des Zürcher Schriftstellers Lukas Bärfuss gekommene Publikum. Zur Veranstaltung eingeladen hatte das Franz-Michael-Felder-Archiv, dessen Leiter, Jürgen Thaler, den Abend moderierte, in Kooperation mit dem Theater KOSMOS.

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Synchrone Ichs, die auf vielfache Weise ausgelegt werden können – Café Fuerte spielt "Die Wand" nach Marlen Haushofer
Kristine Walther, die Erzählerin, mit der Tänzerin Eve Ganneau, in der Café Fuerte-Dramatisierung von Marlen Haushofers „Die Wand“ (© L. Feinig)
Theater
06.07.2020 Peter Niedermair

Das unter dem Abendhimmel beim Ferienhaus Rainerau in Hittisau inszenierte Stück, das am Freitag, 3. Juli Premiere hatte, ist ein ganz besonderes Theatererlebnis. Eine vielschichtige Romanvorlage, „Die Wand“ von Marlen Haushofer, erschienen 1963, wird von der Regie führenden Danielle Fend-Strahm und dem Schauspieler Tobias Fend auf das Wesentliche reduziert, den Bericht der Ich-Erzählerin.

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Zur Investition in die Vorarlberger Kulturszene - Interview mit Maria Simma, Obfrau von locart, Verein zur Investition in Kunst und Kultur
Maria Simma: „Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir selbst steuerbegünstigt werden und schließlich die freie Szene mit unserer Arbeit unterstützen können.“ (Foto: Lisa Mathis)
Aktuell
06.07.2020 Manuela Schwaerzler

Ein neuer Verein lässt aufhorchen, er möchte Privatpersonen sowie Firmen die Investition in Kultur – steuerlich absetzbar – ermöglichen und die Gelder zu 100 % an Vorarlberger Kunstschaffende fließen lassen. Auf Initiative von Maria Simma, Präsidentin der Berufsvereinigung Bildender Künstler*innen Vorarlbergs, wurde „locart – Verein zur Investition in Kunst und Kultur gegründet“, gemeinsam mit Nina Fritsch (Landesverband Vbg. Amateurtheater), David Helbock (Pianist), Barbara Herold (Regisseurin, IG Freie Theater), Frauke Kühn (literatur:vorarlberg netzwerk), Philipp Lingg (Musiker), Manuela Mylonas (Alpinale), Silvia Salzmann (Tänzerin, netzwerkTanz) und Mirjam Steinbock (IG Kultur Vbg.).

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Brot
Bio-Bäcker in Paris: Brot kann man nicht nur essen, man kann daran auch schnüfflen. Es sollte... nach Natur riechen.
Film / Kino
03.07.2020 Gunnar Landsgesell

Brot als sinnliches Handwerk, das durch ökologische Landwirtschaft eine Renaissance erfährt. Und Brot als Produkt, das in Fabriken der Gewinnmaximierung dient. Regisseur Harald Friedl bezieht in diesem aufschlussreichen Dokumentarfilm über ein Grundnahrungsmittel explizit Stellung. Zurecht.

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Open-Air-Lesewohnzimmer am See – StadtLesen in Bregenz vom 30. Juli bis 2. August
Entspanntes Lesen und Schmökern am See: StadtLesen in Bregenz, 30.7. - 2.8.2020 (Foto: Ingrid Kaltenegger)
Literatur
02.07.2020 Manuela Schwaerzler

Eigentlich hätte StadtLesen im April in Berlin starten und bis zur ersten Station in Österreich durch insgesamt 14 deutsche Städte touren sollen. „Aufgrund von COVID-19 schweren Herzens abgesagt“ gilt für diese ersten Stationen, in Bregenz soll nun endlich das erste StadtLesen 2020 möglich sein. Vier Tage lang wird die Seepromenade wieder zum Open-Air-Lesewohnzimmer für alle: Sitzmöbel und über 3.000 Bücher laden zum entspannten Lesen mit Blick auf den See ein. Auch eine Lesung steht auf dem Programm: Raphaela Edelbauer stellt ihren preisgekrönten Roman „Das flüssige Land“ vor. Neu ist dieses Jahr der Schreibwettbewerb: Während letztes Jahr am erklärten „Integrationslesetag“ Menschen mit Migrationshintergrund zum Vorlesen eigener Texte in ihrer Muttersprache eingeladen wurden, gibt es dieses Jahr die Möglichkeit, Texte auf Deutsch zum Thema „Grenzen überwinden“ einzusenden und einen Büchergutschein oder sogar einen Autoren-Lehrgang zu gewinnen.

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Aktuell in den Filmclubs (3.7. - 9.7. 2020)
J´accuse - Intrige
Film / Kino
02.07.2020 Walter Gasperi

Ausgebucht sind die beiden Open-Air-Vorführungen von "BlacKkKlansman" und "Parasite" am Spielboden Dornbirn, einzig auf nicht abgeholte Tickets kann man hier an den Filmabenden hoffen. Im dunklen Kinosaal zeigt dagegen das TaSKino Feldkirch diese Woche Roman Polanskis Aufarbeitung der Dreyfus-Affäre in "J´accuse – Intrige", während beim Filmforum Bregenz mit "Lindenberg – Mach dein Ding!" ein Biopic auf dem Programm steht.

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Benjamin Moussay: Promontoire
CD-Tipp
01.07.2020 Peter Füssl

“Ausgeschriebene Vorgaben werden dem jeweiligen Moment gemäß unendlich verändert. Als Solopianist kenne ich den Ausgangspunkt und das Ziel. Das Geheimnis liegt in den Überraschungen der Reise“, erklärt Benjamin Moussay seinen musikalischen Ansatz, in dem Komponiertes und Improvisiertes symbiotisch ineinander übergehen. Die Worte „Reise“ und „Überraschungen“ klingen natürlich immer sehr verlockend in den Ohren des aufgeschlossenen Musik-Fans, und die Erwartungen in das erste Solo-Album des längjährigen Mitstreiters von Louis Sclavis werden auch durchwegs erfüllt.

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„Verrückte Idee“ nimmt Gestalt an – „Festtage“ als künstlerisches Lebenszeichen der abgesagten Festspiele
Das spektakuläre Bühnenbild am See zu Verdis „Rigoletto“ aus dem Vorjahr muss heuer im Winterschlaf bleiben.
Musik / Konzert
30.06.2020 Fritz Jurmann

Einen Tag, nachdem die Stadt Bregenz ihr sommerliches Kulturprogramm präsentiert hatte, gingen am Dienstag auch die Bregenzer Festspiele mit ihren ganz anders gearteten „Festtagen im Festspielhaus“ an die Öffentlichkeit. Die Festspiele wollen nach der offiziellen Absage des heurigen Festivalsommers mit einem bereits zu 80 Prozent ausverkauften „Rigoletto“ am See als Zentrum laut Intendantin Elisabeth Sobotka mit diesem Programm bewusst ein starkes „künstlerisches Lebenszeichen“ setzen.

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KULTUR-Jobbörse für offene Stellen im Kulturbereich rund um den Bodensee
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29.06.2020 Manuela Schwaerzler

Sie bietet allen kulturinteressierten Jobsuchenden einen Überblick über Stellenangebote in Vorarlberg, Liechtenstein, Süddeutschland und der Ostschweiz und hilft allen Kulturinstitutionen in dieser Region, engagierte MitarbeiterInnen zu finden.

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