Gauls Kinderlieder – wer kennt sie nicht?
Gemeinsames Singen, nicht nur zur Weihnachtszeit
Manuela Cibulka ·
Dez 2025 · Kinder
Kulturorganisator, Musikpädagoge, Germanist, AHS-Lehrer, Autor, Kolumnist, Chorleiter, Liedermacher, Kabarettist, Verleger, Politiker – die Rede ist von Ulrich Gabriel, besser bekannt als Gaul. Eine seiner zentralen Tätigkeiten ist die Arbeit mit Kindern und die meisten von uns sind ihm oder einem seiner Lieder bereits irgendwann einmal begegnet – sei es auf der Bühne, im Klassenzimmer oder als Stimme auf CD. Ein erster Kinder-Newsletter ohne ihn: unmöglich!
Gauls Engagement reicht in viele Richtungen. Jungen Menschen widmete er es aber immer schon im Besonderen: Seit 1975 war er als Pädagoge tätig, im selben Jahr gründete er die Jeunesse musicale in Vorarlberg, ein Ort für Jugend und Kultur, der zuerst in der Stadthalle beheimatet, später in den Spielboden Dornbirn mündete.
Für und mit wie vielen Kindern Ulrich Gabriel aber schon gesungen hat, weiß sicher nicht einmal er selbst. Dass es in den nunmehr bald vierzig Jahren, seit das erste Kinderkonzert veranstaltet wurde, inzwischen eine Unmenge an Erwachsenen in Vorarlberg gibt, die selbst mit Gauls Kinderliedern aufgewachsen sind und nun gemeinsam mit ihrem Kind zu dessen Melodien summen, ist unbestreitbar.
Die ersten zwölf Kinderhits
Begonnen hat es 1986 am Spielboden, dessen Leitung Ulrich Gabriel damals innehatte. Bei einem groß angelegten Kinderliederwettbewerb wurden im Anschluss zwölf Lieder mit Rolf Aberer, Gerty Sedlmayr, Ulrich Gabriel und vielen Kindern auf MC produziert und gemeinsam mit einem Liederbuch auf den Markt gebracht. Lieder wie „Bin das kleine Ich bin Ich“ von Gerti Straka, „Mama, eine Spinne“ von Marieke Kopf oder „Dort oben im Baum“ von Birgit Rietzler waren hier zu finden. Begleitend dazu gab es damals schon ein Live-Programm, mal gemeinsam mit Rolf Aberer oder anderen, oft aber auch solo. In den Konzerten und auf den inzwischen nicht mehr MCs, sondern CDs traf und trifft man neben bekannten Kinderliedern in Gauls Kompositionen auf den Hasen Nagobert, auf König Adaradatscha, Königin Enemene oder auch Tante Andante; und animiert werden nicht nur die Kinder, zum Mitmachen sind auch die Eltern geladen.
Warten mit Hase Nagobert
So gilt eine Veranstaltung mit Gaul und seinen Liedern auch als zuverlässige Konstante zu Weihnachten. Dieses Jahr wird das Warten aufs Christkind in der Kammgarn verkürzt. Gemeinsam mit Gaul und dem Hasen Nagobert kann am 24.12. ab 15 Uhr gesungen werden. Auf CD kann man aber schon am ersten Dezember mit der Einstimmung starten: mit dem „Klingenden Adventskalender“ (ab 3 J.), den man mindestens einmal in seinem Leben einem Kind geschenkt haben sollte, um dafür geliebt zu werden.
Inzwischen sind es neun Kinder-CDs, die um wohlfeile 7 Euro bei unartproduktion erhältlich sind (auch als Download möglich). So gibt es neben der Winter- auch eine Frühlingsedition („Hase Nagobert und der Frühling“) und Passendes für den Sommer auf der CD „Maikäfer“. Abwechslung bieten hier Liederrätsel. Und wer es gerne besonders kreativ hat, sollte zu „mumabü 1 - Ein Affe namens monkey“ greifen. In dem kleinen Malbuch verbirgt sich nicht nur eine CD, sondern auch eine kreative Herausforderung mit Musik zum Malen.
Musik, aber vor allem das Mitsingen kann ein wunderbares Geschenk sein … und Spaß machen noch dazu.
Bücher, CDs, Downloads:
www.unartproduktion.at
Mitmachkonzerte:
Warten auf das Christkind mit Gaul
Mi, 24.12., 15 Uhr
Kammgarn, Hard
www.kammgarn.at
Frühlingsgaul mit Nagobert - Mitmachkonzert ab 4 J.
Sa, 7.3.26, 15 Uhr
Theater am Saumarkt, Feldkirch
www.saumarkt.at