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CD-Tipp

Manu Delago: Metromonk - Unplugged
CD-Tipp
01.02.2018 Peter Füssl

"Jenseits des Neukomponierens finde ich es auch interessant, sich bestehende Kompositionen nochmals anzusehen und sie auf unterschiedliche Weise neu zu arrangieren", erklärt Hang-Virtuose Manu Delago, der durch seine Engagements bei Björk, Anoushka Shankar und The Cinematic Orchestra einem breiten Publikum bekannt wurde. Großes Aufsehen über die Genregrenzen hinweg erregte der in London lebende Tiroler mit den Alben "Silver Kobalt" (2015) und "Metromonk" (2017).

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Camila Cabello: Camila
CD-Tipp
26.01.2018 Peter Füssl

Ihre letzten August herausgekommene Single "Havana" wurde weltweit platiniert und vergoldet, schaffte es in 88 Ländern in die "Top Ten", wurde allein auf Spotify 306 Millionen mal gestreamt und das Musikvideo dazu wurde auf youtube rund 500 Millionen mal angeklickt. Auch ihr am 12. Jänner veröffentlichtes Album "Camila" schoss rekordmäßig innerhalb von 24 Stunden in 100 Ländern auf Platz 1 der iTune-Charts und weltweit in die Spitzenpositionen der Pop-Charts. Klingt irgendwie nach Star aus der Retorte, immerhin startete Camila Cabello ihre Karriere ja auch als Mitglied der Casting-Show-Girlband Fifth Harmony, von der sie sich vor zwei Jahren trennte.

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The Weather Station
CD-Tipp
09.01.2018 Peter Füssl

Stimmlich und von der Atmosphäre der Songs her, würde Tamara Lindeman vermutlich jeden Joni Mitchell-Ähnlichkeitswettbewerb locker gewinnen, die 33-Jährige, vor allem auch als Schauspielerin aktive Singer-Songwriterin hat aber selbst auch eine Menge zu sagen. Auf den elf Titeln des vierten Albums ihres Projekts The Weather Station singt sie in einer Art lyrischer Prosa wortreich und –gewaltig über Beziehungsprobleme und analysiert Liebesleid und Liebesfreuden aus einer selbstbewussten, feministischen, oft auch ironisch gebrochenen Sicht.

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Goran Bregović: Three Letters From Sarajevo
CD-Tipp
02.01.2018 Peter Füssl

Sein Vater ist Kroate, seine Mutter ist Serbin, und verheiratet ist der 1950 in Sarajevo geborene Goran Bregović mit einer Bosnierin – folgerichtig fühlt sich der Musiker entgegen aller politischen Realitäten nach wie vor als Jugoslawe. Einst war er einer der erfolgreichsten Rockmusiker des Balkans, schrieb für 25 Filme den Soundtrack – unter anderem für Emir Kusturicas „Time of The Gypsies“, „Underground“ und „Arizona Dream“ – und tourt nun seit bald 20 Jahren mit seinem höchst erfolgreichen The Wedding and Funeral Orchestra ruhelos über den Globus. „Three Letters From Sarajevo“ ist aber eine echte Herzensangelegenheit des Komponisten und Orchesterchefs, wohnt er doch seit 2011 wieder in seiner Heimatstadt, die sich als Zentrum von Hass und Gewalt von den furchtbaren Ereignissen des Jugoslawien-Krieges noch lange nicht erholt hat.

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Joe Henry: Thrum
CD-Tipp
26.12.2017 Peter Füssl

„Thrum“ ist das 14. Album des 57-jährige Joe Henry, der von Kritikern regelmäßig gefeiert und vom Massenpublikum mehr oder weniger ignoriert wird. Jenen breiten Erfolg, der ihm als vierfach Grammy-dekoriertem Produzenten von Stars wie Solomon Burke, Ramblin’ Jack Elliot, Allen Toussaint, Aimee Mann, Aaron Neville, Elvis Costello oder Bonnie Raitt zuteil wurde, wird Henry voraussichtlich auch mit den elf exquisiten neuen Songs auf „Thrum“ nicht erreichen, denn die atmosphärisch dichten Stücke sind nicht so leicht zugänglich.

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Lunatic Soul: Fractured
CD-Tipp
21.12.2017 Peter Füssl

Als Freund innovativen zeitgenössischen Tanzes kann man naturgemäß auch spannende musikalische Entdeckungen machen – so geschehen bei der gleichermaßen kraftstrotzenden wie poetischen und tiefgründigen Tanzproduktion „Leviathan“ des englischen Star-Choreographen James Wilton, der als Soundtrack die wirkungsmächtige Musik von Lunatic Soul verwendete. Hinter diesem Namen verbirgt sich der polnische Komponist, Sänger und Bassist der Progressive-Metal-Band Riverside Mariusz Duda.

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Julien Baker: Turn Out The Lights
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19.12.2017 Peter Füssl

Verblüffte die junge Singer-Songwriterin Julien Baker aus Memphis/Tennessee vor zwei Jahren noch mit ihrem mit einfachsten Mitteln aufgenommenen, auf der puren Magie von Gitarre und Stimme basierenden Debutalbum „Sprained Ankle“, so legt die mittlerweile 22-Jährige nun ein musikalisch elaborierteres Werk vor, auf dem sich zur Gitarre auch Piano, Streicher und sparsame Klarinetten- und Saxophontöne gesellen.

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Jazz at Berlin Philharmonic VIII. Stefano Bollani Trio: Mediterraneo
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14.12.2017 Peter Füssl

Wer könnte besser durch einen italienischen Abend im Spannungsfeld von Klassik, Jazz, Filmmusik bis hin zum Adriano Celentano-Hit „Azzurro“ führen, als der mit allen musikalischen Wassern gewaschene Pianist Stefano Bollani? Der Mailänder ist nicht nur ein exzellenter Techniker, sondern auch einer, der gerne alle stilistischen Grenzen hinter sich lässt und vor kreativen Ideen – inklusive musikalischem Schabernack – nur so sprüht.

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Jon Balke Siwan: Nahnou Houm
CD-Tipp
12.12.2017 Peter Füssl

Der norwegische Pianist, Komponist und Arrangeur Jan Balke begeisterte 2009 mit seinem Projekt Siwan Musikfreunde und Kritiker gleichermaßen – nicht nur wegen der in zeitgenössischer Improvisation, Frühbarock, sephardischer und arabischer Tradition angesiedelten Musik, sondern auch wegen des damit verbundenen Gedankengebäudes, an dem er jetzt, acht Jahre später, weiterbaut. Einmal mehr wird al-Andalus zum Sehnsuchtsort, wo Christen, Juden und Muslime friedlich koexistierten und die kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Errungenschaften auf ein bis dorthin unerreichtes Level brachten. Was, wenn all dem durch die Auswirkungen der Inquisition und weltlicher Herrschaftsgelüste nicht ein abruptes Ende bereitet worden wäre?

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Trio Da Kali & Kronos Quartet: Ladilikan
CD-Tipp
07.12.2017 Peter Füssl

Fodé Lassana Diabaté am Balafon, der auch im Hip-Hop erfahrene Mamadou Kouyaté an der Bass-Ngoni und die Sängerin Hawa Kassé Mady Diabaté – alle drei Mitglieder der seit Jahrhunderten einflussreichsten Griot-Familien in Mali – stehen im musikalischen Epizentrum dieser außergewöhnlichen Produktion. In Mali gelten die drei als Supergroup, dennoch hatte Bandleader Fodé Diabaté zuerst Bedenken, ihre archaischen Instrumente könnten in direkter Konfrontation mit den Streicherstars des Kronos Quartets untergehen, als World Circuit-Label-Chef Nick Gold, der vor zwanzig Jahren auch schon die „Buena Vista Social Club“-Welle in Gang gebracht hatte, einen Vorschlag zur Zusammenarbeit unterbreitete.

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Panzerballett: X-Mas Death Jazz
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30.11.2017 Peter Füssl

Keine Spur von stiller Nacht und leise rieselndem Schnee, wenn das Münchner Panzerballett die beliebtesten heimischen und internationalen Weihnachtslieder durch den Fleischwolf der „Verkrassung“ drehen, wie sie ihre musikalische Vorgangsweise nennen.

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Maciej Obara Quartet: Unloved
CD-Tipp
28.11.2017 Peter Füssl

Manfred Eicher gelingt es in großer Regelmäßigkeit, das umfangreiche und erstklassige Stammpersonal seines exzellenten Labels um neue Namen zu bereichern, die selbst nicht ganz unerfahrenen Jazz-Fans unbekannt sind und ihnen beim ersten Hören wohlige Schauer über den Rücken jagen. So einer ist der polnische Altsaxophonist Maciej Obara, der sein immerhin schon neuntes Album nun als Debüt bei ECM vorlegt. Eine weitere lohnende Entdeckung ist auch der klassisch ausgebildete Pianist Dominik Wania, den Obara vor zehn Jahren in einem Projekt des polnischen Jazz-Übervaters Tomasz Stanko kennen- und schätzen gelernt hat.

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Blue Note All-Stars: Our Point of View
CD-Tipp
23.11.2017 Peter Füssl

Die Geburtsstunde dieses, seinen Namen durchaus verdienenden Sextetts schlug 2014 anlässlich des 75. Geburtstags des legendären Blue Note-Labels. Es spricht für den Label-Chef und Produzenten Don Was, dass er aus der großen Zahl an in Frage kommenden Musikerinnen und Musikern aus seinem Stall nicht unbedingt jene auswählte, die sich am besten verkaufen, sondern jene, die in den vergangenen Jahren durch ihren besonders kreativen und innovativen Output aufgefallen sind – exzellente Instrumentalisten, die auch kompositorisch und konzeptionell am Puls der Zeit liegen. So haben Keyboarder und Koproduzent Robert Glasper, Bassist Derrick Hodge, Drummer Kendrick Scott, Gitarrist Lionel Loueke, Tenorsaxophonist Marcus Strickland und Trompeter Ambrose Akinmusire jeweils eine oder zwei Kompositionen beigesteuert, die zwar ihre individuelle Handschrift verraten, aber dennoch voll und ganz im Gruppensound aufgehen.

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Torres: Three Futures
CD-Tipp
21.11.2017 Peter Füssl

Das vor zwei Jahren erschienene, fabelhafte Album „Sprinter” brachte Torres, die eigentlich Mackenzie Scott heißt, eine größere Fan-Gemeinde ein. Nicht etwa, weil das Album so leicht zu konsumieren gewesen wäre, sondern weil es in seiner Direktheit und Unmittelbarkeit, in seiner gnadenlosen Zurschaustellung von Ängsten und Obsessionen faszinierend war und von einer kraftvoll hypnotisch wirkenden Stimme getragen wurde. Die aktuelle Produktion „Three Futures“ der mittlerweile 26-jährigen, in New York lebenden Singer-Songwriterin geht um nichts weniger unter die Haut als das Vorgängeralbum.

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Scott DuBois: Autumn Wind
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14.11.2017 Peter Füssl

Der aus Chicago stammende und in New York lebende 39-jährige Gitarrist und Komponist Scott DuBois hat ein ganz besonderes Faible für ausgefallene Konzeptalben. So schilderte er etwa in seinem hochgelobten, 2015 erschienenen ACT-Debut „Winter Light“ in sieben Stücken den Tagesablauf in einer ländlichen Winterlandschaft – von den ersten Lichtstrahlen am Morgen bis zur finstersten Nacht. Das aktuelle Album „Autumn Wind“ klingt nun noch durchdachter, wirkt aber keineswegs verkopft, sondern erweist sich vielmehr als ungemein abwechslungsreiches, stilistisch vielschichtiges und farbenreiches Werk.

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Django Bates’ Belovèd: The Study of Touch
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07.11.2017 Peter Füssl

Der Opener „Sadness All The Way Down” startet mit höchsten Tönen, um schließlich im tiefsten Keller zu landen, während 53 Minuten später das Finale „Happiness All The Way Up“ aus den untersten Registern in höchste Höhen emporsteigt – und dazwischen liegt zentral das Stück „We Are Not Lost, We Are Simply Finding Our Way“. Django Bates at his best! Der „koboldhafte Exzentriker des Britischen Jazz”, wie der 57-jährige Engländer von einem Kritiker des „London Telegraph” dereinst genannt wurde, hat es immer noch faustdick hinter den Ohren.

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Iiro Rantala & Ulf Wakenius: good stuff
CD-Tipp
02.11.2017 Peter Füssl

Der finnische Pianist Iiro Rantala und der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius können beide auf ein extrem vielseitiges Oeuvre verweisen und sind begnadete Virtuosen auf ihren Instrumenten. Rantala war fast zwei Jahrzehnte mit seinem genial-schrägen Trio Töykeät unterwegs, spielte viel beachtete Solo-Produktionen ein, widmete sich mit seinem Landsmann Jukka Perko dem finnischen Tango und bewegte sich mit unterschiedlichsten Formationen im Spannungsfeld zwischen Klassik und Jazz. Ulf Wakenius glänzte schon in seinen Anfängen als Langzeitpartner von Oscar Peterson, fand in den legendären Bassisten Nils-Hennig Ørsted Pedersen und Ray Brown erstklassige Dialogpartner, brilliert als Begleiter der Vokalistinnen Viktoria Tolstoy und Youn Sun Nah und zelebrierte gemeinsam mit dem Akkordeonisten Vincent Peirani und Bassist Lars Danielsson sein musikalisches Vagbunden-Dasein auf dem Album „Vagabond“.

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Anouar Brahem: Blue Maqams
CD-Tipp
31.10.2017 Peter Füssl

Der tunesische Oud-Virtuose und Komponist Anouar Brahem hat seit Anfang der 1990-er Jahre auf seinem Haus-Label ECM in unterschiedlichsten Besetzungen ein Dutzend exzellenter Alben veröffentlicht. Folglich sind in seinem Fall die Erwartungshaltungen der Fans vor Neuveröffentlichungen besonders hoch, aber selten dürften sie so voll erfüllt oder gar noch übertroffen worden sein wie nun mit „Blue Maqams“. Dieses Album hat Brahem anlässlich seines 60. Geburtstags vergangenen Mai unter der bewährten Leitung von Manfred Eicher im New Yorker Avatar Studio aufgenommenen – mit einem absoluten Dreamteam.

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St. Vincent: Masseduction
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26.10.2017 Peter Füssl

Wo die Kunstfigur St. Vincent (benannt nach einer Textstelle in einem Nick Cave-Song) aufhört und die reale Annie Clark anfängt, oder umgekehrt, könnte höchstens die 35-jährige in New York lebende Texanerin beantworten. Sie ist spätestens seit drei Jahren und ihrer Grammy-Auszeichnung für das beste Alternative-Album so etwas wie der gemeinsame Nenner, auf den sich alle verständigen können, wenn es um intelligenten Art-Pop geht. Und vielleicht ist es ja gerade diese unentwirrbare Verschränkung aus Realität und Fiktion, die für ihre enorme Anziehungskraft – angesichts der optischen Aufmachung ihrer neuesten Produktion könnte man auch von Sexyness sprechen – verantwortlich ist.

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Stefano Battaglia: Pelagos
CD-Tipp
24.10.2017 Peter Füssl

Ein Mann und zwei Klaviere – dieses einfache Setting führte zum äußerst spannenden Piano-Doppelalbum „Pelagos“ des aus Mailand stammenden Pianisten Stefano Battaglia. Ein unpräparierter und ein präparierter Flügel standen im Mai 2016 in der Konzerthalle der in der nordostitalienischen Kleinstadt Sacile angesiedelten Konzertflügel-Manufaktur Fazioli, wo Battaglia an einem Tag im Rahmen einer ausführlichen Morgen-Session ohne Publikum und am selben Abend in Konzertatmosphäre mehrere Stunden seiner musikalischen Phantasie freien Lauf ließ.

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