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CD-Tipp

Salif Keïta: La différence
CD-Tipp
16.04.2010 Peter Füssl

I am black, my skin is white (...) I am white, my blood is black“ – gleich im ersten Stück, das der neuen CD auch ihren Namen gibt, macht Salif Keïta auf jene biologische Besonderheit aufmerksam, die sein Leben maßgeblich geprägt hat: er ist ein Albino. In seiner afrikanischen Heimat bedeutet das Diskriminierung, Verfolgung, schlimmstenfalls Ermordung, denn einerseits ist es tief im Aberglauben verwurzelt, dass Albinos Unglück bringen, andrerseits sollen Albino-Körperteile aber auch „Wundermittel“ sein, was zu regelrechten blutigen Treibjagden auf die weißen Afrikaner führt.

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Oddjob: Clint
CD-Tipp
09.04.2010 Peter Füssl

Songs aus „The Good, The Bad and The Ugly“, „Pale Rider“, „For A Few Dollars More“ oder „Hang ’Em High“ zählen längst zu den Klassikern der Filmmusik. Komponisten wie Ennio Morricone, Lalo Schifrin oder Lenny Niehaus schafften es auf bewundernswerte Weise, kongeniale musikalische Entsprechungen zu den Bildern der einzelgängerischen, wortkargen, knallharten, oft schon mythische Dimensionen annehmenden Helden Clint Eastwood’scher Prägung zu finden.

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Ali Farka Touré & Toumani Diabaté: Ali and Toumani
CD-Tipp
03.04.2010 Peter Füssl

Für ihre erste gemeinsame CD „In the Heart of the Moon“ wurden der legendäre malische Dessert-Blues-Gitarrist Ali Farka Touré und sein Landsmann, Kora-Großmeister Toumani Diabaté 2006 mit dem Grammy ausgezeichnet. Beide konnten damals schon auf eine abwechslungsreiche Karriere zurückblicken, der sie mit dieser Superproduktion sozusagen das Sahnehäubchen aufsetzten. Touré starb noch im selben Jahr an Krebs, sein grandioses Album „Savane“ wurde bereits posthum veröffentlicht.

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Gorillaz: Plastic Beach
CD-Tipp
29.03.2010 Peter Füssl

Die von Blur-Mastermind Damon Albarn und dem Zeichner Jamie Hewlett zum virtuellen Leben erweckten Gorillaz geistern nun schon seit 1998 mit großem Erfolg durch das Pop-Business, obwohl sie ursprünglich genau dessen wichtigste Marktmechanismen unterlaufen wollten – etwa die Glorifizierung und/oder Verdammung von zu Idolen mutierten Menschen aus Fleisch und Blut, die man marktschreierisch zu hitliefernden Cash-Cows hochhypen und leergemolken dann wieder entsorgen kann. Da liefern die Gorillaz ihre Phantasiewelten doch lieber gleich selber und lassen sogar bei Livekonzerten Animationsfiguren auftreten.

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Zeebee: Be My Sailor
CD-Tipp
24.03.2010 Peter Füssl

Die in Dornbirn lebende Sängerin und Komponistin Zeebee (mit bürgerlichem Namen Eva Engel) konnte mit ihren Alben „Chemistry“ (2004) und „Priority“ (2006) etwa auf FM4 zumindest Achtungserfolge verbuchen, in den letzten Jahren war sie vorwiegend mit dem Wiener Musikproduzenten Klaus Waldeck und dessen „Ballroom Stories“-Projekt unterwegs.

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Galactic: ya-ka-may
CD-Tipp
22.03.2010 Peter Füssl

„Not your father’s New Orleans record!“ steht – als Warnung? als Kaufanreiz? – auf dem Cover von „ya-ka-may“, dem neuesten Produkt des Quintetts Galactic, das mit kleineren Besetzungsänderungen schon seit 1994 mit einigem Erfolg versucht, den New Orleans-Sound zu entstauben.

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Solveig Slettahjell/Slow Motion Orchestra: Tarpan Seasons
CD-Tipp
16.03.2010 Peter Füssl

Die norwegische Sängerin Solveig Slettahjell und ihr Slow Motion Orchestra arbeiten seit neun Jahren zusammen, „Tarpan Seasons“ ist bereits die sechste Produktion des kreativen Gespanns. Kann es da noch Überraschungen geben? Ja, und noch dazu positive.

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Tord Gustavsen Ensemble: Restored, Returned
CD-Tipp
09.03.2010 Peter Füssl

Mit der zwischen 2003 und 2007 erschienenen CD-Trilogie „Changing Places“, „The Ground“ (das sogar auf Platz 1 der norwegischen Charts kletterte) und „Being There“ hat der bald einmal 40-jährige norwegische Pianist Tord Gustavsen für drei der kommerziell und künstlerisch erfolgreichsten Highlights der letzten Dekade im ohnehin erfolgsverwöhnten Hause ECM gesorgt. Im Trio mit Kontrabassist Harald Johnson, der vor zwei Jahren durch Mats Eilertsen ersetzt wurde, und Drummer Jarle Vespestad begeisterte er die internationale Kritik mit seinen einprägsam geradlinigen, melodiebetonten, atmosphärisch ungemein dichten Stücken.

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Ángela Tröndle & Mosaik plus Strings: Eleven Electric Elephants
CD-Tipp
03.03.2010 Peter Füssl

Die erst 26-jährige Salzburgerin Ángela Tröndle hat an der Kunstuniversität Graz studiert und ist nicht nur eine durchaus hörenswerte Vokalistin, sondern sie hat auch bei keinem Geringeren als Ed Partyka Komposition studiert.

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Vijay Iyer Trio: Historicity
CD-Tipp
24.02.2010 Peter Füssl

Der indischstämmige, in New York lebende Vijay Iyer, Jahrgang 1971, gilt als eine der großen Zukunftshoffnungen des Jazz. Sowohl als Pianist als auch als Komponist und mit seinen dreizehn CD-Produktionen unter eigenem Namen ist er im Spitzenfeld der amerikanischen Jazz-Polls zu finden und gilt auch in Europa als Liebling der Kritik.

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SALM SomethingALaMode
CD-Tipp
15.02.2010 Peter Füssl

Normalerweise stellt sich bei mir schon beim bloßen Gedanken an Pop goes Klassik oder umgekehrt ein tiefes Schlafbedürfnis ein, umso überraschender fuhr der Erstling der studierten Klassiker Thomas Roussel an der Violine und Yannick Grandjean am Cello auf durchaus angenehme Weise in die Gehörgänge und mitunter auch in die Beine.

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The Brendan Adams Group: Better Days
CD-Tipp
08.02.2010 Peter Füssl

Mit „Better Days“ legt der aus Kapstadt stammende, in Europa lebende und eng mit dem Vorarlberger Drummer Alfred Vogel zusammenarbeitende Brendan Adams sein bislang facettenreichstes Album vor: leichtfüßige Lässigkeit, druckvoll Groovendes, afrikanische Anklänge und vielschichtige Beats, mit viel Soul und ein bisschen Jazz angereicherter Pop – und im besten Fall klingt letztlich dann doch alles wie aus einem Guss.

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Frøy Aagre: Cycle of Silence
CD-Tipp
01.02.2010 Peter Füssl

Sie studierte in Birmingham klassisches Saxophon und Jazz, aber auch indonesische Gamelan-Musik, war Teil der brodelnden Jazz-Szene Londons, machte sich in Buenos Aires mit dem Tango vertraut und lernte bei David Liebman in New York Entscheidendes über die ruhige Konzentration, aus der große Musik entstehen kann.

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Martin Dahanukar: Garuda
CD-Tipp
25.01.2010 Peter Füssl

„Musiker kreieren Zeit“ meint der indisch-deutsche, in der Schweiz lebende Trompeter Martin Dahanukar in einem Interview mit dem Schweizer Jazzmagazin „Jazz’n’More“ und spielt damit auf die Fühlbarkeit der Zeit, auf die Belebung von langen Zeitabschnitten und auf die Momente der Ruhe und Versenkung an, die ihn an der indischen Musik so faszinieren und auch auf „Garuda“ ständig unterschwellig spürbar sind.

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Kurt Elling: Dedicated To You
CD-Tipp
13.01.2010 Peter Füssl

Am 3. März 1963 nahm der legendäre John Coltrane sein einziges Album mit einem Sänger auf, Johnny Hartmann, dem besten Balladen-Interpreten seiner Zeit. Mitbeteiligt an der Entstehung dieses Meilensteins des Vocal-Jazz waren McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones. 45 Jahre später nimmt Kurt Elling, der beste Balladensänger unserer Zeit dasselbe Material nochmals auf – er hatte es im Auftrag des Chicago Jazz Festivals als imaginäres Geburtstagsständchen zum 8oer Coltranes zu seinem eigenen gemacht. Kann das gut gehen? Ja, und wie!

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Ralph Towner/Paolo Fresu: Chiaroscuro
CD-Tipp
06.01.2010 Peter Füssl

Der bald einmal siebzigjährige amerikanische Gitarrist hat vor allem mit dem legendären Acoustic-Jazz-Ensemble „Oregon“ Jazz-Geschichte geschrieben und gilt zurecht als einer der absolut perfekten Gitarristen der Gegenwart.

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Helge Sunde Ensemble Denada: Finding Nymo
CD-Tipp
01.01.2010 Peter Füssl

Norwegen, das Land, wo künftig Musiker lyrische Schwermut und meditative Ruhe schon mit der Muttermilch einsaugen? Von wegen! Der Posaunist und Big Band-Leader Helge Sunde geht da ganz andere Wege.

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Lucien Dubuis Trio & Marc Ribot: Ultime Cosmos
CD-Tipp
28.12.2009 Peter Füssl

Zuweilen scheinen sich Nonkonformisten magisch anzuziehen – in diesem Fall der Altsaxophonist und Bassklarinettist Lucien Dubuis aus der französischen Schweiz und der amerikanische Gitarrero Marc Ribot.

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Vienna Art Orchestra: Third Dream
CD-Tipp
22.12.2009 Peter Füssl

Nach dem opulenten, auf drei Abende angelegten Konzertzyklus „European Visionaries – American Dreams“, mit dem das Vienna Art Orchestra sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert hat, wollte Mathias Rüegg wieder ganz andere Wege einschlagen und formierte ein völlig neues Orchester, das neben einigen Jazzern vor allem aus Musikern der Wiener Klassik-Szene besteht, die sich in jazzverwandten, improvisatorischen Stilen gleichermaßen zuhause fühlen.

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Nguyên Lê: Saiyuki
CD-Tipp
15.12.2009 Peter Füssl

Der aus Vietnam stammende und in Paris lebende Gitarrist Nguyên Lê hat sich in den vergangenen 15 Jahren als wahrer Klangzauberer erwiesen, der auf völlig unkonventionelle Weise Jazz und Ostasiatisches miteinander verbindet. Mit seinem neuen Trio geht Lê noch einen Schritt weiter, denn hier bringt er äußerst erfolgreich die Musikkulturen von Japan, Indien und Indochina zusammen – und irgendwie ist natürlich auch der Jazz unterschwellig ständig präsent.

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