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CD-Tipp

Three Fall: On a Walkabout – celebrating Red Hot Chili Peppers
CD-Tipp
07.06.2011 Peter Füssl

Okay, man kann es als Marketingschmäh abtun, dass „Three Fall“ gleich schon ihr erstes Album in der ACT-Reihe „:young german jazz“ den Red Hot Chili Peppers widmen und somit vielleicht auch den einen oder anderen potentiellen Käufer aus der Rockszene zu gewinnen versuchen. Aber gegen gute Schmähs ist ja nichts einzuwenden, denn „On a Walkabout“ ist etwas vom Erfrischendsten und Belebendsten seit langem.

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Francois Couturier: Tarkovsky Quartet
CD-Tipp
31.05.2011 Peter Füssl

Der russische Filmemacher Andrei Tarkovsky, der 1986 im Alter von 54 Jahren an Krebs gestorben ist, hat zwar „nur“ ein Dutzend Spielfilme bzw. Kurz- und Dokumentarfilme hinterlassen, übt aber mit seiner idealistischen Kunstauffassung bis zum heutigen Tag eine nachhaltige Wirkung auf alle Bereiche der zeitgenössischen Kunst aus. Dies lässt sich wohl in besonderem Maße vom französischen Pianisten François Couturier behaupten, der soeben einen Zyklus mit drei dem Regisseur gewidmeten Alben abgeschlossen hat.

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Michel Portal: Baïlador
CD-Tipp
25.05.2011 Peter Füssl

Der mittlerweile 75-jährige französische Bassklarinettist und Saxophonist Michel Portal ist eine der schillerndsten Figuren der europäischen Musikszene, einer der sich schon sehr früh jeglicher Schubladisierung entzog und über alle Genregrenzen hinweg große Erfolge feierte. Er leistete Großartiges als Interpret zeitgenössischer Konzertmusik von Berio und Kagel über Boulez zu Stockhausen, spielte aber auch als Begleitmusiker bei Édith Piaf, war schon sehr frühzeitig einer der profiliertesten Vertreter des Free Jazz und gleichzeitig Solist bei klassischen Klarinettenkonzerten.

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Paul Simon: So Beautiful or So What
CD-Tipp
18.05.2011 Peter Füssl

Über Paul Simon noch viele Worte zu verlieren, ist wohl vergebliche Liebesmüh. Auch wenn seine Karriere ab den 90er Jahren ein wenig ins Stocken geriet, so sind seine Kompositionen für das legendäre Duo mit Art Garfunkel – ähnlich wie jene Dylans oder der Beatles – dennoch bis zum heutigen Tag zeitlose musikalische Ikonen, die für das Lebensgefühl der späten 60er Jahre stehen, und seine Solowerke „Graceland“ und „Rhythm of the Saints“ gelten zurecht als Blaupausen für die gelungene Kombination von Singer-Songwriting und Worldmusic.

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Nguyên Lê: Songs of Freedom
CD-Tipp
11.05.2011 Peter Füssl

Kaum einem anderen Musiker gelingt es auf gleichermaßen spielerisch-leichtfüßige wie musikalisch überzeugende Art und Weise, unterschiedlichste Kulturkreise und Epochen in seiner Musik zu verschmelzen, wie dem aus Vietnam stammenden und in Paris lebenden Gitarristen Nguyên Lê. Mit seinem neuesten Projekt "Songs of Freedom" nimmt er sich die Pop- und Rockmusik der Sechziger und Siebziger Jahre vor und integriert Songs von Cream, Janis Joplin, Iron Butterfly, Stevie Wonder, Led Zeppelin, Bob Marley oder den Beatles in seinen eigenen musikalischen Kosmos.

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Lykke Li: Wounded Rhymes
CD-Tipp
07.05.2011 Peter Füssl

Okay, die Freuden der Liebe haben schon Unmengen guter Songs hervorgebracht, aber mindestens so viele unvergängliche Songperlen entsprangen dem Liebesleid, enttäuschten Hoffnungen, zurückgewiesener Leidenschaft und dramatischen Abschieden. Die 25-jährige Schwedin Lykke Li Timotej Zachrisson – der Einfachheit halber Lykke Li genannt – nutzte auf ihren beiden bislang erschienen CDs beides als Inspirationsquellen, und zwar der Reihe nach.

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Wolfgang Muthspiel: Drumfree
CD-Tipp
04.05.2011 Peter Füssl

Wolfgang Muthspiel ist längst in der obersten Liga der internationalen Topgitarristen anzusiedeln und sticht auch dort noch als unglaublicher Ästhet und musikalischer Feinspitz aus der Masse der grandiosen Saitenkünstler heraus. Seinem großen Stil- und Formbewusstsein steht aber auch die permanente Suche nach neuen musikalischen Herausforderungen zur Seite.

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Kurt Elling: The Gate
CD-Tipp
27.04.2011 Peter Füssl

Goldstimmchen kombiniert mit Goldhändchen – was soll da noch schief gehen? Bislang waren alle sieben Studio-Alben Kurt Ellings für den Grammy nominiert, für sein letztes – eine grandiose Hommage an die legendäre Kooperation zwischen John Coltrane und Johnny Hartmann – bekam er ihn schließlich auch. Der Mittvierziger aus Chicago gilt mit seiner wandlungsfähigen Vieroktaven-Stimme längst als „herausragender Jazz-Vokalist der Gegenwart“ (New York Times), was ihn aber wirklich einzigartig macht, ist sein Drang, ohne Netz und doppelten Boden mit jeder Produktion wieder neues Terrain zu erforschen.

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Iiro Rantala: Lost Heroes
CD-Tipp
20.04.2011 Peter Füssl

Wer das legendäre finnische Trio Töykeät, das über beinahe zwei Jahrzehnte lang in Europa unterwegs war, jemals live erlebt hat, weiß, dass Iiro Rantala ein vor Energie sprühender, pianistischer Teufelsbraten ist, der über eine glänzende Technik verfügt und dem nichts zu wild und nichts zu schräg ist. Seit Auflösung der Band sind fünf Jahre vergangen, er hat sich also viel Zeit für sein Soloalbum gelassen und ist völlig neue Pfade gegangen.

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The Low Anthem: Smart Flesh
CD-Tipp
13.04.2011 Peter Füssl

Ben Knox Miller, Jeff Prystowsky, Jocie Adams und Mat Davidson singen und sie spielen Spinett, Klarinette, Kontrabass, Akustikgitarre, Trompete, Harmonium, Schlagzeug, Steeleguitar, Harmonika, E-Gitarre, Maultrommel, Flügelhorn, Posaune, E-Bass, Violine, Cello, Banjo, Singende Säge, Glockenspiel, Geige und Melodeon und sie taten das in der 4000m² großen Produktionshalle einer verlassenen Nudelsoßen-Fabrik in Rhode Island.

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Vijay Iyer with Prasanna & Nitin Mitta: tirtha
CD-Tipp
06.04.2011 Peter Füssl

Für sein Trio-Album „Historicity“ und seine erste Solo-CD ist der in New York lebende Pianist Vijay Iyer, Sohn indischer Einwanderer, mit Kritikerlob und Preisen auf beiden Seiten des Atlantiks überhäuft worden, und auch seine Zusammenarbeit mit dem ebenfalls indischstämmigen Altsaxophonisten Rudresh Mahanthappa stößt auf großes Interesse. Auf beiden Alben sind die indischen Einflüsse auf die Musik des unkonventionellen Autodidakten aber nur unterschwellig spürbar gewesen.

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James Blake
CD-Tipp
31.03.2011 Peter Füssl

Der 22-jährige James Blake betitelte sein Debüt-Album mit James Blake, und das ist auch schon das Programm. Denn der 22-jährige Londoner, klassisch ausgebildeter Pianist und Elektronikgenie, ist mit einem Album zum Liebling der Musikkritik und des Social Network geworden, das alles andere als massenkompatibel ist, aber in der Tat ungemein beeindruckend, weil so noch nie gehört.

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Joachim Kühn – Majid Bekkas – Ramon Lopez: Chalaba
CD-Tipp
23.03.2011 Peter Füssl

Die beiden Vorgängeralben „Kalimba“ (2007) und „Out of the Desert“ (2009) wurden beide mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, ein Schicksal, dem auch die nun vom deutsch-marokkanisch-spanischen Dreamteam Joachim Kühn (Piano), Majid Bekkas (Guembri, Oud, Vocals) und Ramon Lopez (drums, tablas, percussion) vorgelegte CD „Chalaba“ wohl kaum entgehen wird.

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Ulrich Drechsler Cello Quartet: Concinnity
CD-Tipp
16.03.2011 Peter Füssl

Schlägt man „concinnity“ im Wörterbuch nach, bekommt man folgende Übersetzungen geliefert: „Ausgeglichenheit, Eleganz, Feinheit, harmonische Zusammenfügung“. Passenderes lässt sich über Ulrich Drechslers neues Album kaum finden, wenngleich man noch ein paar Erweiterungen hinzufügen möchte, zum Beispiel verblüffender Einfallsreichtum, beeindruckende Virtuosität, wunderbarer Klangzauber oder sympathische Lässigkeit.

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Magnus Öström: Thread Of Life
CD-Tipp
13.03.2011 Peter Füssl

Es muss extrem schwierig sein, aus dem übergroßen Schatten herauszutreten, den das in Jazz- und Pop-Kreisen extrem erfolgreiche Trio e.s.t. auch zweieinhalb Jahre nach dem tragischen Unfalltod des Pianisten Esbjörn Svensson immer noch wirft. Bassist Dan Berglund hat dieses Unterfangen vor genau einem Jahr mit „Tonbucket“ bravourös gemeistert, und nun präsentiert auch Drummer Magnus Öström mit „Thread Of Life“ sein erstes Album unter eigenem Namen.

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Esperanza Spalding: Chamber Music Society
CD-Tipp
09.03.2011 Peter Füssl

Als Esperanza Spalding bei der Grammy-Verleihung als „Best New Artist“ ausgezeichnet wurde, dürfte zwar so manchem Justin Bieber-, Drake- oder Florence and the Machine-Fan kurzfristig die Spucke weggeblieben sein, Jazz-Kenner waren aber wenig überrascht.

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Moddi: floriography
CD-Tipp
02.03.2011 Peter Füssl

Im Zeitalter der Reizüberflutung und massenhaften Neuerscheinungen kommt es nicht allzu häufig vor, dass sich ein Silberling in den CD-Player verirrt und man sich schon nach wenigen Minuten fern des Alltagsgetriebes, irgendwo ganz anders, in einer Art freiwillig gewählter Gefangenschaft wiederfindet. In einer Welt aus zauberhafter Melancholie und rauer, zerbrechlicher Schönheit, die oft nur aus wenigen Tönen hingetupft ist, die sich zuweilen zu einem stürmischen Soundorkan verdichten, der aber so rasch wieder bis zur absoluten Stille hin verebbt, wie er aufgezogen war.

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Joan As Police Woman: The Deep Field
CD-Tipp
27.02.2011 Peter Füssl

Auch mit ihrem dritten Album „The Deep Field“ geht die klassisch ausgebildete Violinistin und ausdrucksstarke Sängerin Joan Wasser, die durch ihre Engagements bei Antony and the Johnsons und bei Rufus Waingwright bekannt wurde, klar auf Distanz zu jenen Damen, die sich sonst so mit dem verkaufsfördernden „Soul“-Etikett versehen mehr oder weniger erfolgreich vermarkten lassen.

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Joseph Tawadros: The Hour Of Separation
CD-Tipp
23.02.2011 Peter Füssl

Dank genialer Großmeister wie dem Libanesen Rabih Abou-Khalil und den Tunesiern Anouar Brahem und Dhafer Youssef hat die arabische Kurzhalslaute Oud längst ihren Platz im internationalen Jazzgeschehen gefunden. Ebenfalls im arabischen Raum würde man Joseph Tawardos vermuten, tatsächlich lebt der gebürtige Ägypter aber seit seinem zweiten Lebensjahr in Australien, das musikalisch aber nicht auf ihn abgefärbt hat, wo er aber schon sechs sehr erfolgreiche, orientalisch orientierte CDs veröffentlichte.

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ShortCuts: Stump-Linshalm
CD-Tipp
22.02.2011 Silvia Thurner

Petra Stump und Heinz-Peter Linshalm haben sich als neugierige, risikobereite und kreative Klarinettisten international einen Namen gemacht. KomponistInnen aus aller Welt komponieren im Auftrag der beiden Musiker, die in Vorarlberg leben. Nun legten sie eine Doppel-CD mit Kompositionen für Klarinette bzw. Bassklarinette vor und begeistern durch ihren unkonventionellen und inspirierten Zugang zur Musik unserer Zeit. „ShortCuts“ beinhaltet 34 kurze Stücke für Klarinetten- bzw. Bassklarinettenduo. Faszinierend ist die breit gefächerte Klangwelt, die mit Werken von KomponistInnen aus vier Kontinenten geöffnet wird.

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